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Zenit ES - Schwester der E von Tobias Nackerlbatzl

Zenit ES - Schwester der E


Von 

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13.09.2003 um 18:52 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Ich hatte lange überlegt, ob ich die Zenit ES, die Kamera des Fotogewehrs

KMZ Photosniper von Tobias Nackerlbatzl
KMZ Photosniper
Von
22.8.03, 18:50
66 Anmerkungen

separat in die Kamerarubrik stelle, aber da es soviel tolles über diese formidable Kamera zu sagen gibt, hab ich's einfach mal gemacht!

Diese Zenit ES aus dem Jahre 1977 ist im Grunde identisch zur Zenit E, sie hat allerdings einen zusätzlichen Auslöser auf der Unterseite (für die Fotogewehr-Benutzung) sowie ein weiter abstehendes Okular. Ansonsten sind die Merkmale identisch: KB-Kamera, Tuchverschluß, Zeiten von 1/30 s bis 1/500 s und B (die selbe Verschlusstechnik, basierend auf der ersten Leica von 1932, benutzt KMZ bei den neuen Zenit-Kameras immer noch!), Blitzschuh ohne Mittenkontakt (PC-Stecker an der Vorderseite), Selbstauslöser, M42-Schraubgewinde sowie Selen-Belichtungsmesser. Geliefert wurde die Kamera mit einem Helios-Objektiv, meins ist ein Helios-44-2 50mm 1:2.0, sowie einer Bereitschaftstasche aus echtem Leder (wirklich!). Das Objektiv hat noch keine Springblende, nach Blendeneinstellung und Scharfstellen muß die Blende mit dem zweiten Ring von vorne manuell geschlossen werden. Falls man dies vergisst - Pech gehabt, überbelichtete Bilder!

Die Kamera ist ein solides Stück sowjetischer Ingenieurskunst, schön schwer und einen Spiegelschlag wie ein Dampfhammer. Dank der nicht vorhandenen Marktwirtschaft wurden die Kosten beim Bau dieser Kameras nicht weiter beachtet, es wurde so gebaut, wie Moskau diktierte. Deshalb haben die Zenit E-Kameras sowie ihre Schwestermodelle eine einzigartige Besonderheit: der Body besteht aus einem Stück gegossenem Aluminium. Dies hatten noch nicht einmal Leicas oder Nikon-Kameras, da die Technik dazu einerseits sehr schwierig und andererseits viiiiel zu teuer war. Aber, das war in einer Welt ohne Marktwirtschaft ja egal...

Allerdings wurde dafür an anderer Stelle gespart: statt einer Fresnell-Linse mit Schnittbildindikator zum leichten Scharfstellen mussten die sowjetischen Ingenieuere eine Milchglaslinse verwenden, die dementsprechend nicht gerade besonders hell ist und keine Hilfe zum Scharfstellen bietet. Ein anderer Punkt ist die Spiegelschlagvorrichtung, die einfach, preiswert aber genial ist.

Links oben auf der Kamera das Bildzählwerk, rechts daneben die Zeitwahlscheibe und ganz rechts die Belichtungsmessuhr, dahinter die Belichtungsanzeige. Durch drehen an der Uhr kann man die korrekten Blenden/Zeit-Werte ablesen. Der Knopf zwischen dem Bildzählwerk und der Zeitwahlscheibe ist der Filmrückspulknopf, den man während des Rückspulens gedrückt halten muß. Zum Zurückspulen muß man den Knopf in der Mitte der Belichtungsuhr hochziehen.

Alles in allem eine tolle Kamera, die gute Bilder macht und zuverlässig ist.

Anmerkungen:

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Bernhard Siemer, 13.09.2003 um 18:56 Uhr

eine robuste technik...nur für leute mit guten augen .

notfalls kann man sich damit gegen lästige sittenstrolche wehren ;-)

bye, berni



Tobias Nackerlbatzl, 13.09.2003 um 18:57 Uhr

*lol* Bernie, das stimmt, dürfte ordentlich weh tun auf der Omme!

LG,
der Nackerlbatzl.



Michael L. aus K., 13.09.2003 um 21:13 Uhr

Hat die auch so ein blödes Teil zwischen Linse und Film (die "geniale" Spiegelschlagvorrichtung"), das bei hochgeöffneten Objektiven (z.B. 1:1,4) einfach einen Schatten auf den Film wirft????



Tobias Nackerlbatzl, 13.09.2003 um 22:03 Uhr

@Michael: Habe ich bis jetzt nicht bemerkt! Was hast Du denn für ein Modell, auch eine E?

Viele Grüße,
der Nackerlbatzl.



Michael L. aus K., 13.09.2003 um 22:22 Uhr

Ich hab' eine ET. Recht viel Plastik, sonst aber nahezu die gleiche Technik. Die ET hat halt so einen Spiegelanschlag, der dummerweise ins Bild 'reinragt.


Tobias Nackerlbatzl, 13.09.2003 um 22:26 Uhr

DIe ET ist ja auch nur eine E mit Plastik drumrum... Aber vielleicht haben die den Spiegelanschlag da anders hinein gebaut...wie ärgerlich!


Roland Gerhardt, 14.09.2003 um 0:44 Uhr

Leider verstehe ich so gut wie nix von der abgebildeten Kamera ... aber du hast sie super fotografiert ... Licht und Perspetive, sieht sehr plastisch aus - auch ohne Kreuzblick! ;-)
Gruß, Roland



Peter F Ta enzer, 14.09.2003 um 8:21 Uhr

Wieder ein schönes Photo von einem Photoapparat; ich sammle diese, Deine und Philps Bilder, leider nicht die Apparate :-); insoweit Dank dafür und die Beschreibungen. Gruß.


Tobias Nackerlbatzl, 14.09.2003 um 21:53 Uhr

@Roland: Wieso verstehst Du denn nix von der Kamera, bist wohl so ein Automatik-Fuzzi, wa? ;-)
@Peter: Danke schön, gern' geschehen!



Roland Gerhardt, 14.09.2003 um 21:57 Uhr

@ Tobias! Yo! Überall, wo ich nicht auf "P" drehen kann, kommt auch kein verwertbares Foto bei mir raus! ;-) Aber ich habe mich zumindest schon teilweise bis zur Zeitautomatik vorgearbeitet ... *brusttrommel*


Tobias Nackerlbatzl, 14.09.2003 um 22:05 Uhr

Na, Zeitautomatik is auch am wichtigsten, finde ich. Das gibt's bei der ES natürlich nicht...


Ralf Fackiner, 26.11.2003 um 23:19 Uhr

Diese Kamera ist hervorragend für die "Kleine Astrofotografie", also für die Armen, die Astrofotos machen wollen und das, obwohl sie nur wenig Geld haben. Eigentlich ein Widerspruch?
Die Kamera hat den Feststeller für die B-Einstellung und man braucht keinen Drahtauslöser!
Habe einige für 12-15 DM (!) in Polen gekauft - musste sein! Und die Objektive sind gut!
Viele Grüße von Ralf



Tobias Nackerlbatzl, 27.11.2003 um 1:36 Uhr

Hm, ich habe auch schon von dem Feststeller gehört, bei meiner ES konnte ich den aber nicht finden...

LG,
der Nackerlbatzl.



Ralf Fackiner, 27.11.2003 um 7:56 Uhr

@Tobias: Den auslösenden Auslöser im Uhrzeigersinn drehen! Daher die gerauhte Oberfläche!

Die Sektion hier gefällt mir gut!
Werde mal ein paar Kameras in Stereo hier einstellen.
Viele Grüße von Ralf



Tobias Nackerlbatzl, 27.11.2003 um 13:41 Uhr

Ach soooo! Hab das irgendwie schonmal gemacht, aber vielleicht entgegen des Uhrzeigersinns...hab die Kamera dabei fast kaputt jemacht! ;-)


Ralf Fackiner, 27.11.2003 um 14:49 Uhr

Du kannst Recht haben:
Vielleicht ist es auch umgekehrt?!
Vermutlich dreht man aber eher den Finger ab, als die Kamera zu zerlegen.
Grüße von Ralf



Tobias Nackerlbatzl, 28.11.2003 um 16:21 Uhr

Also, Ralf, ich habe es nochmal ausprobiert: wenn man den Knopf entgegen des Uhrzeigersinns dreht, funktioniert es mit dem Feststellen!


Ralf Fackiner, 29.11.2003 um 7:17 Uhr

Danke, Tobias!
Hast Kamera oder Daumen gerettet!
Hut vor die Kamera, auslösen, Knopf drehen,
1 s warten, Hut weg, usw ...




Florestan, 19.01.2004 um 2:11 Uhr

die perspektive ist aber extra hacht ;-))


Tobias Nackerlbatzl, 19.01.2004 um 2:24 Uhr

Ich sach mal: Spitzenperspektive. :-D


Manne H., 7.03.2005 um 22:55 Uhr

Kann man auf dem Foto erkennen ob es sich um eine Zenit handelt - ich kann mich leider nicht mehr erinnern - ist schon ca. 35 Jahre her...
lg manne



Tobias Nackerlbatzl, 8.03.2005 um 3:55 Uhr

Hm...könnte auch eine Zorki sein. Sieht mir aber nicht nach SLR aus, das dürfte eher ein Leica-Nachbau sein!


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