Foto aus dem Akt-ChannelTeilnahme am ForumFotos verkaufenMehr Foto-Ordner anlegen?Mehr Favoriten speichern?Mehr Freunde speichern?Mehr Fotos speichern?Am Galerie-Voting teilnehmenProfilbesucher anzeigenMehr Fotos veröffentlichen?Zugang in allen Sprachversionen?WerbefreiheitBezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
Nach der bereits dritten Arbeitsreise durch Myanmar präsentiere ich in loser Folge einen kleinen Auszug der entstandenen Fotografien.
Bildtitel:
<Warten auf den Morgentee>
Kurzbeschreibung der Aufnahmesituation:
Die erste Fotosession dieses Tages fand am frühen Morgen in einem Kloster am Inle See statt.
Nach einer kalten myanmarischen Winternacht sitzt ein Teil der in diesem Kloster wohnenden Familie um die wärmende Kochstelle im der grossen Halle des Hauptgebäudes.
Das war eine sehr spezielle und ruhige Stimmung, nur das Auslösegeräusch der Kamera durchbrach die Stille.
Aufnahmedatum:
29.01.2003 / ca. 07.30 Uhr
Brennweite:
85mm (Kleinbild) mit offener Blende 1,4 um die leichten Bewegungen der Menschen möglichst zu reduzieren. Auf dieser Reise wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig sehr lichtstarke Objektive in der klassischen Reportagefotografie sein können.
Bewusst setze ich in solchen Aufnahmesituationen kein Blitzgerät ein.
Filmmaterial:
Fuji Diafilm Sensia 100
Vor meiner ersten Myanmar Reise bin ich auf folgenden Satz gestossen:
<Die Kunst, sich mit den Gegensätzen arrangieren zu können, macht dieses vielleicht zu lange von der modernen Welt abgeschirmte Land besonders anziehend>.
In Gedanken an die Menschen von Myanmar!
Markus A. Bissig
Wunderschöne Aufnahme (so wie die Stimmung in Asien liebe) - besonders betont durch das warme Morgenlicht und die gedeckten Farben. Der Clou ist das Sonnenlicht, das auf den Wasserdampf fällt. Man hört beim Anblick des Bildes das Wasser im Kessel brodeln.
Gruß Gilles
M O S E S . -, 2.02.2003 um 12:43 Uhr
Im allgemeinen läßt sich weiter sagen, daß derjenige Mensch ein Künstler ist, der sich mit seinem inneren Auftrag im Gegensatz zur Gesellschaft zu arrangieren versteht.
tolle Aufnahme, kann mich nur Gilles anschließen, die Farben und der Lichteinfall bringen eine wunderschöne Stimmung. Macht gleich Lust wieder Lust auf Asien :-)
Das Bild bringt die Ruhe und Geduld der Menschen in Myanmar sehr gut zum Ausdruck.Solche Situationen erleben zu dürfen, ist ein Privileg das nur wenigen Personen vergönnt ist.
Danke, dass du uns dies ermöglicht hast.
Wünschen dir einen guten Start in die neue Woche und vor allem gute Besserung.
Marianne & Ueli
Markus, ein ganz klasse Bild. Ich ringe auch manchmal mit mir, ob ich Stille durch ein "Klicken" stören soll. Es ringt die Fotographenseele mit der Sensibilität des Augenblicks.
@
Gilles Soubeyrand
Sabine Lutzmann
M O S E S .
Martin -Schwarz-
René Baldinger
Ralf Georg Rakos
Sibylle B.
Andreas Wagner ·
Annette Esser
Roland Zumbühl
Danke für die einfühlsamen Anmerkungen, weitere Worte wie Roland meint sind auch für mich überflüssig!
Grüsse aus der Schweiz:
Markus
@
Marianne Wolleb
Für dieses Privileg hast Du und Ueli auch etwas geleistet, René und ich haben Euch gerne begleitet um dieses Land in einer anderen Perspektive zu erleben. Der Massentourismus wird niemals die Möglichkeit haben an solchen Orten aufzufahren.
Die <Klimaanlage-Besserung> nimmt ihren Weg.
Am kommenden Freitag, so mein Berufsstolz, geht es nach Norden.....
Freue mich!
Tschüss und Gruss an Ueli:
Markus
Da steckt viel Stimmung und eine lange Geschichte in dem Bild.
Mich würde hier etwas zu deiner Arbeitsweise interessieren, Markus.
Ich hatte in Ladakh eine 1.8/85er Festbrennweite dabei und habe mich unheimlich schwer damit getan. Obwohl wir viel Muse zum Fotografieren hatten (wir haben z.B. eine Woche bei einer Familie gewohnt und in einer Schule gearbeitet) waren die fotogenen Situationen immer so schnell vorbei, dass ich (von der Landschaftsfotografie mit Stativ kommend) das ganze durchaus als Actonfotografie empfand. Bis ich nur einen Schritt zurück war (wegen des Ausschnitts), was oft schon alles vorbei, da hätte ich mir oft ein Zoom gewünscht. Dann die offene Blende, da braucht man doch unheimlich "flache" Motive. Also wieder mich bewegen, um die Menschen möglichst in eine Ebene zu bekommen. Eigentlich hätte ich noch den Wunsch gehabt, auf den Hintergrund zu achten und das alles in Ruhe (wie gewohnt) vom Stativ zu komponieren. Alles in allem: Ich bin an dem lichtstarken 85er gescheitert und habe kein Bild hinbekommen, was mich wirklich zufriedenstellt.
Deshalb meine hier Fragen: Arbeites du hier vom Stativ (vermute nein)? Wie löst du die anderen Probleme, um zu solch tollen Resultaten wie diesem Bild hier zu kommen?
Hallo Stefan
Habe mit Interesse Deine Zeilen gelesen. Nun hoffe ich, dass meine Antwort nicht <hochgestochen> daherkommt.
1.
Die Aufnahme wurde ab dem Stativ erstellt, die Verschlusszeit bei Blende 1,4 (ISO 100) lag bei 1/8 Sekunde.
Aus der Hand somit keine Chance eine vernünftige Qualität zu erreichen.
So musste ich nur noch darauf schauen, dass sich die Menschen bei der Auslösung nicht gerade stark bewegten.
Nicht alle Auslösungen klappten, aber der Ausschuss nehme ich gerne in Kauf. Profifotografen zeigen ja meistens nur die guten Resultate, aber ein ehrlicher Profi sagt auch, ohne Ausschuss geht es nicht.
Bei dieser Fotosession habe ich zwei brauchbare Dias, von rund 10 Auslösungen.....
2.
Glücklicherweise muss ich keine Hochzeitsreportagen oder ähnliches mehr annehmen. So kann ich mir den Luxus leisten,
grundsätzlich nur noch mit Festbrennweiten zu arbeiten.
So habe ich wieder gelernt <Voraus zu denken>, wo könnte der ideale Standort in Verbindung mit der Brennweite sein.
Ohne Zoom gehe ich bewusster auf ein Motiv zu.
Bei dieser Aufnahme habe ich den Stativ Standort insgesamt 3x verändert.
Die Schärfe habe ich auf die Teekanne eingestellt.
Nochmals Danke für Dein Interesse, lieben Gruss aus Graubünden:
Markus A. Bissig
Also doch keine Actionfotografie, sondern Vorausdenken und Gestalten vom Stativ. Das macht mir Mut, denn es klingt wieder nach Platz für Muse – oft ist das Leben schon hektisch genug, das brauche ich nicht unbedingt auch noch beim Fotografieren ;-)
80% Ausschuss klingt in meinen Ohren nicht besonders viel. Bei meinen Belichtungsreihen hoch und runter, zur Sicherheit noch bei unterschiedlichen Blenden, ist oft so viel dabei ...
Sehr aufmerksam habe ich die Anmerkungen von Stefan Rohloff und deine Antwort studiert. Damit ist die tecnische Seite geklärt. Wie aber bringst du es fertig, dass die Personen, die du fotografieren willst, dein Treiben dulden und bei der Aufnahme problemlos mitmachen.
Gruss Caspar
@
Caspar Meyer
Das ist eben das Geheimnis von Myanmar.
Du kennst meine Philosophie in der Fotografie, viel Zeit haben und zuerst beobachten.
An diesem Ort werden niemals übliche Touristen eintreffen, so sind die Menschen noch nicht verdorben.
Und wenn der Massentourismus doch kommt....
Kein Problem, Myanmar ist sehr gross!