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Am 29. April 2002 präsentierte sich der Vulkan in bester Fotolaune.
Dieses Bild erstellte ich für Testzwecke mit einer Digitalkamera.
Einstellung auf ISO 100 mit Blende 4 und Verschluss auf Bulb.
Um den Himmel in ein leichtes Blau zu legen wollte ich einige Minuten nachbelichten. Leider hat die verwendete Kamera dieses Vorhaben verunmöglicht, die maximal mögliche Belichtungszeit liegt bei rund 30 Sekunden.
In Gedanken war ich bei denjenigen, die mit mir im Frühjahr 2001 im dichten Nebel und grosser Kälte auf dem Kraterrand standen. Keine einzige Aufnahme war möglich.
Trotz zwei Anläufen hat uns die Natur eindrücklich gezeigt, wer noch Chef ist.
Auch mein Versprechen, diesen Personen als Trostpflaster einige Strombolibilder zuzustellen ist noch nicht vergessen!
Aufnahmetechnik in der Kurzversion:
1. Stabiles Stativ (auf Stromboli oft heftiger Wind), Fernauslöser.
2. Stativ wenn möglich im Windschatten aufstellen, eventuell mit Steinen einen Windschutz erstellen.
3. Vor der Dunkelheit Ausschnitt bestimmen. Enger Ausschnitt, möglichst wenig Dunkelflächen.
4. Objektiv auf Manuelle Schärfe (Unendlich)
5. Nur Objektive verwenden die auf Unendlich wirklich auch auf Unendlich stehen. (Keine Über-Fokussierung)
6. Blende 4 bis 5,6 (ISO 100)/ Verschluss auf "BULB". Oft wird auch die Blende 2,8 empfohlen, meiner Ansicht nach ergibt die Blende 2,8 jedoch eine tendenzielle Überbelichtung der Leuchtspuren.
7. Warten auf "Ende Blaue Stunde" oder Dunkelheit.
8. Bei Beginn des Ausbruchs Verschluss öffnen. (Ausbruchsdauer mehrere Sekunden) Nach Ausbruchsende Verschluss schliessen. Als Variante auch noch einige Minuten nachbelichten.
Es braucht viel Zeit und Geduld und viel viel Glück für gute Resultate.
Wichtig:
Kamerastandpunkt möglichst weg von den Touristen. Diese "Blitzen" gerne Richtung Vulkan.....
Bitte grosse Vorsicht, die Vulkanfotografie ist eine gefährliche Angelegenheit!
Grundkenntnisse über die "Vulkan-Technologie" sind zwingend notwendig.
Der Aufstieg auf den rund 920 Meter hohen Feuerberg ist sehr anstrengend. Absolute Tretsicherheit und gutes Schuhwerk sind zwingend.
Für den Aufstieg sind ca. 4 reine Laufstunden einzurechnen.
Rund 3 Liter Wasser sowie genügend Proviant sind auch noch mitzuschleppen.
Auch frische Kleider zum wechseln und warmer Pullover sowie gute Windjacke sind ein Muss.
Übernachten auf dem Vulkan ist nicht ungefährlich, ein nächtlicher Abstieg in den frühen Morgenstunden ziehe ich persönlich vor.
Dadurch muss auch noch eine gute Taschenlampe, ev. Stirnlampe, sowie Ersatzbatterien und Ersatzbirnen im Gepäck sein.
Bei unsicherer Wetterlage, besonders bei Gewittertendenz, sowie sehr nassem Boden ist der Aufstieg für mich kein Thema!
Übernehme keine Haftung für obige Angaben:
Weitere Informationen über den Stromboli sind über Reiseführer oder Internet Suchmaschinen abzurufen.
Aus Zeitgründen kann ich keine persönlichen Beratungen abgeben.
Ein schönes und nicht allzu tägliches Foto mit einer fantastischen Erklärung. Ist nun kein Problem auf den Vulkan zu kommen :-))
Viele Grüße
Günter
Peter Frank (frankyboy), 4.05.2002 um 15:43 Uhr
ups...ich finde die erklärungen immer wieder super, matkus....so kann mann wenigstens die ersten fehler bereits vermeiden, aber ich kämpfe da doch lieber in afrika mit den löwen, als mir die finger zu verbrennen....
so long
frankyboy
Hallo Markus,
sehr gelungenes Foto mit super guter Erklärung. Irgendwie kommt mir das Bild bekannt vor, hattest du es schon früher einmal gepostet?
Lieben Gruß
Ellen
Hallo Markus,
ich freue mich schon auf das im April 2001 versprochene Foto, denn damals konnten wir wirklich kein einziges Foto machen. Noch heute gruselt's mich, wenn ich an den scheußlichen Aufenthalt am Kraterrand des Stromboli denke.