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Arbeitsspuren von Bruno Frangi

Arbeitsspuren 


Von 

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24.05.2002 um 20:22 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Myanmar: Lake Inle

Wir wissen alle, dass neben dem technischen Knowhow auch Glück und Zufall nötig sind um eine gute Aufnahme in den Kasten zu kriegen. Dieses Bild war überhaupt nicht geplant und entstand unter sonderbaren Umständen.

Um und im Lake Inle befinden sich zahlreiche Pfahlbauten-Dörfer, die vollständig aus Holz über dem See konstruiert sind. An diesem Tag assen wir in einem einheimischen Restaurant zu Mittag. Was wir assen weiss ich nicht mehr und ist auch weiter nicht von Bedeutung. Nach unserer Mahlzeit begaben wir uns wieder in die Einboote. Urplötzlich meldeten sich Magen- und Darmkrämpfe. Kurzum änderten wir unser Programm, und gingen auf die Suche nach einer Toilette.

Die Besichtigung des vielfältigen Gewerbes ist eine Touristenattraktion. Neben der Herstellung von Zigarren, dem Erarbeiten von Werkzeugen durch Schmiede war auch die Besichtigung einer Seidenspinnerei möglich. Kurzum entschieden wir uns für die letzt genannte, mit der Hoffnung eine Toilette vorzufinden, was dann auch der Fall war. Nachdem sich meine Därme wieder beruhigt hatten, schaute ich mich in den verschiedenen Räumen um und entdeckte diese alte burmesische Spinnerein an ihrer Arbeit.

Ich betrachtete ihre Arbeit einige Minuten bevor das Bild in meinem Kopf Form annahm. Aus dem Boot holte ich Kamera und Stativ. Meine Idee die Bewegung der Spinnräder und die Armbewegung der Frau auf meiner Aufnahme abzubilden, erwies sich als recht kompliziert.

Folgende Schwierigkeiten waren zu meistern. Das Stativ stand auf einem Bretterboden, das durch das Herumlaufen von Personen dauernd erschüttert wurde. Nebst dem starken Gegenlicht aus den Fenstern war die Kopfbewegung der alten Frau ein Problem. Natürlich wollte ich den Kopf der Frau möglichst scharf und nicht verwackelt auf das Bild kriegen.

Die Kameraposition war schnell gefunden, die Verschlusszeit wurde auf 1,5 Sekunden eingestellt, der Fernauslöser montiert, den Blitz im einer Blitzkorrektur von –1.5 eingestellt. Nun musste ich nur noch den richtigen Zeitpunkt erwischen. Ich konzentrierte mich vollständig auf den Kopf der Spinnerin. So verschoss ich ca. 15 Bilder. Das Resultat könnt ihr hier sehen.

Trotz technischen Mängeln (der Kopf der Frau war nie 1,5 Sekunden unbewegt) ist dies eines meiner Lieblingsbilder, das, wie ich am Anfang erwähnt hatte rein zufällig entstanden ist.
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Ilse Malaszkiewicz hat vor ca. 3 Wochen ein Bild mit dem Titel „Arbeitsspuren“ in die FC geladen. Dieses Bild kam ins Voting hat aber den Einzug in die Galerie nicht geschafft, was ich meinerseits sehr bedaure. Dies ist der Grund für die Wahl meines Bildtitels und ich widme mein Mynamar-Bild Ilse Malaszkiewicz.
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