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Ein Türband, auch Scharnier, Türangel oder Türfitsche genannt, hat die Aufgabe, ein möglichst störungsfreies Drehen der Tür zu ermöglichen und verbindet die Zarge oder den Blendrahmen mit der Tür. Anzahl, Größe und Konstruktion hängen von der Masse des Türblattes und dessen Beanspruchung ab. Meist werden heutzutage Einbohrbänder genutzt, die aus zwei oder mehr Teilen bestehen und deren Bolzen in Tür und Rahmen eingeschraubt werden, um der Tür den nötigen Halt zu geben.
Man unterscheidet je nach Konstruktion verschiedene Arten von Bändern:
Das Topfband wird türseits von hinten in eine breite Bohrung eingelassen (den sogenannten Topf). Auf der Korpusseite wird es aufgeschraubt. Je nach Bedarf sind Topfbänder mit größeren Öffnungswinkeln (normal 90 Grad, maximal 180 Grad) erhältlich. Auch gibt es Bänder, die einen Schnappmechanismus haben, die verhindern, dass die Tür von selbst aufgehen kann.
Das Fischband wird von der Seite her so in den Türrahmen eingestemmt, dass nur die Drehrolle (Drehachse) vorsteht. Je nach Konstruktion wird die Korpusseite des Bandes mit verschiedenen Kröpfungen ausgeführt. So braucht eine aufschlagende Tür eine andere Kröpfung als eine einschlagende oder innen liegende Tür. Industriell hergestellte Zimmertüren weisen meistens diesen Bandtyp auf.
Das Klobenband ist die Form von Türscharnier, die von außen auf die Tür geschraubt wird. Sie wird fast ausschließlich im rustikalen Möbelbau verwendet. Ein gutes Beispiel für ein Klobenband sind die reich verzierten schmiedeeisenen oder zinnigen Beschläge an Antiquitäten.
Das Zapfenband wird von oben und unten in die Tür eingelassen. Somit ist der Beschlag weder von außen noch von innen zu sehen. Zapfenbänder sind extrem robust und verschleißen kaum, da ihre Konstruktion sehr einfach ist. Leider ist das Zapfenband, das eine innenliegende Türkonstruktion benötigt, nur handwerklich zu montieren, und wird somit heute kaum noch verwendet.
Das Klavierband stellt man sich am besten als endlos aneinander gereihte Scharniere vor, die durch eine feine Metallstange, die den Drehpunkt bildet, zusammengehalten wird. Man kann das Klavierband den Bedürfnissen entsprechend zuschneiden. Wie der Name sagt, ist eine typische Anwendung des Klavierbandes der Deckel des Pianoforte.
Das Schuhband ist ein nur auf der Insel Kreta, und da insbesondere in Livaniana und Umgebung gebräuchliches Scharnier, dessen Konstruktion und unvorhersehbare Kinematik von der Technischen Abteilung des Max- Plank-Institutes derzeit untersucht und - im Rahmen eines Programmes zur Erforschung bruchsicherer Radachsen für einen reibungslosen Einsatz der anfälligen neueren ICE-Generation - für den Einsatz auch in der Hochgeschwindigkeitstechnologie derzeit getestet und vielleicht auch für gut befunden werden wird.
Alkoholisiert (Büchsbier) und rauchend (Vanelle) beim Türauftreten voll genagelt - so kann`s gehen. Mit Holzschuhen wär das möglicherweise nicht passiert. Aber dem Konstruktör ist eben nichts zu schwör!;-)
lg Uwe
wusste gar nicht dass man so viele verschiedene Bänder unterscheidet
das Bild selbst zeichnet sich durch die Harmonie der Farben aus
Blau- braun, da hast du doch wirklich den farblich passenden Turnschuh gefunden
LG Birgitt
das wiederkommen hat sich gelohnt.....
sehr interessante erkärung - besonders
an den stellen - in denen sich
deine tolle erfindungsgabe zeigt ;-)))
lg, nora