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Ständchen von R A S C H

Ständchen


Von 

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25.03.2009 um 13:50 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Prag. Oktober 2007.

***

Ständchen


In den Kurven spielen
Straßenbahnen Geige.

Ach, so mancher denkt da
Seiner Freundin oder

Träumt von kommenden Dingen.
Aber die meisten klagen

Und nennen es ohrenbetäubenden Lärm,
Oder gehen achtlos daran vorüber,

Ganz einfach, weil sie wie so oft
Die Feier im Alltag nicht sehen.

Der wer die Seitenstraße langgeht, kann ja,
Sucht er die Eintrittskarte

In der Manteltasche, auch
Das Konzert der Fahrzeuge da schon hören,

Falls er keine Zeit mehr hat,
Die musische Stätte direkt aufzusuchen.

[Uwe Greßmann]

***

VK Ingeborg Weber
Cainsdorf
Wehrweg 12
16.2.63

Liebes Neues Deutschland!

Ich möchte Dir eine kleine Einschätzung über das Gedicht von Uwe Greßmann „Ständchen“ erschienen in der Beilage „Die gebildete Nation“ vom 2.2.63 geben.
Es gehören schon sehr starke Nerven dazu, das Gekreische der Straßenbahn an den Kurven als Geigenklänge zu bezeichnen. Ich halte mir bei solchem Krach die Ohren zu, denke an die armen Menschen, die an diesen Ecken wohnen und diesem Krach täglich des öfteren ausgesetzt sind, und an die Kinder, die in ihrem Schlaf geweckt werden, und verwünsche das Gekreische. Träumen kann man dabei auch nicht. Ich weiß nicht, was sich der Schriftsteller für Vorstellungen gemacht hat, aber bestimmt nicht solche, die einen Arbeiter bewegen. Wenn das Gekreische der Straßenbahnen Geigenmusik ist, dann frage ich mich, was ist dann die Musik von Johann Strauß, um nur einen Komponisten zu nennen.
...
Ich habe mit mehreren schreibenden Arbeitern und anderen Kumpeln unseres Werkes darüber gesprochen, und sie finden dieses Gedicht auch nicht nach ihrem Geschmack. Die Feier im Alltag liegt nicht im Gekreisch der Straßenbahnen in den Kurven, da gibt es viel schönere Dinge.

Mit sozialistischem Gruß!

VK Ingeborg Weber
VEB Steinkohlenwerk
Martin Hoop Zwickau

***

Auslöser:

Anmerkungen:

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Graschdanin Mjorki, 12.11.2007 um 13:07 Uhr

Diese Kombination ist die Gelungenste seit langem. Ich werde mir heute Abend noch ein wenig Zeit dafür nehmen müssen.


Out of sync, 12.11.2007 um 13:49 Uhr

*


just moments, 12.11.2007 um 13:50 Uhr

Lautes Menschengestöhn und Klagen gehören doch heutzutage zum guten Ton.
Da lob ich mir ein paar Geigenzwischenklänge doch sehr.
;)



.ina. , 12.11.2007 um 15:10 Uhr

dies Lämpchen das noch beide Augen hat, schaut aber sehr aufmerksam auf das ganze Treiben unter ihm.


Dieter Bellerophontes , 12.11.2007 um 16:29 Uhr

Und niemand soll sagen in der DDR hat es Meinungsfreiheit nicht gegeben.


35, 12.11.2007 um 16:53 Uhr

himmelsfotograf. philosoph. spiegel. katalysator.


D. M, 12.11.2007 um 18:40 Uhr

altes altes lied mit tausend melodien.

und die lampen sehn aus wie brüste von unten.



J. Alexander, 12.11.2007 um 18:48 Uhr

eine ordnung im gespinst ist nicht zu erkennen, wohl auch nicht gewollt und doch zieht es einen ins zentrum.
So das bild die vortsetzung des gedichtes ist?



Petti Coat , 12.11.2007 um 19:23 Uhr

wer lange genug an solcher kurve wohnt, überhört das kreischen...

...und andere klänge.

ich habe zu dem bild ganz andere assoziationen und die sind nicht von dieser welt :)



Ste. W., 12.11.2007 um 20:04 Uhr

wesen aus einer anderen welt.


so wie so , 13.11.2007 um 18:44 Uhr

ohje... da kommen ja themen auf... sozialistischer gruß und so... aber das wäre ein thema für einen langen abend... und ich bin echt überfordert, wirklich darauf einzugehen, so, per zeilen...

die realität hat viele gesichter... und deines ist wirr und verwirrend... sabine



Marie.unheilig , 15.11.2007 um 14:25 Uhr

positives denken kennt keine katastrophe


Bert B, 16.11.2007 um 18:22 Uhr

polyphon.


R A S C H, 18.11.2007 um 23:18 Uhr

Jeder hat einen Grund. Zum Dank.


Wie der Tag zwischen Kinderwünschen. Hradschin u dem Bata-Kaufhaus seinem Ende entgegengeht. Warte ich still. U mit einem ungeduldigen Brennen. Auf den Abruf deines Zwischenspeichers. [Beim Frühstück findest du die Adresse von Sudeks altem Fotoatelier. U versüßt mir einen Besuch dort. Mit dem Vorschlag. Am späten Nachmittag. Bringen wir die Kinder ins Hotel. Dort gibt es Fernsehen. Internet. U wir. Wir können ganz allein.] Nun ist es höchste Zeit. Um sechs soll das Museum schließen. U vom Hotel führt keine Metro. In die Nähe. Ich schlage vor. Gleich irgendwo irgendwas zu trinken. Ein kinderfreier Abend. Doch sicher ist dir dies zu einfach. Los. Versuchen wirs. Du nennst mich Ampelmännchen. Dein hintersinniger Kosename für mich. Für meine äußerlich kontrollierte Art. Zu gehen oder stehen zu bleiben. Meine Füße brummen. Als wir das Gartenhaus. Sudeks Atelier kurz nach halb sechs erreichen. In der Ausstellung finden sich rund zwanzig kleine Formate. Prager Winterbilder. Die Zeit reicht weit. Du kostest deinen Sieg nicht aus. Vielleicht denkst du es. Noch nicht mal einen Sieg. Wieder zurück über die Moldau. Über die Brücke. Wirft das Ampelmännchen. Mir seinen roten Schatten nach.


http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Gre%C3%9Fmann




Marie.unheilig , 19.11.2007 um 16:12 Uhr

dem dankenden sei dank!


Plan B, 22.11.2007 um 13:36 Uhr

Mag ich...
:-))



R A S C H, 25.03.2009 um 14:21 Uhr

___________________________________________________________
Wiedergeladen.

[Vor allem wegen. Der sich häufenden Nachfragen unter Bildern. Was dieses oder jenes Bild eigentlich soll. Mensch sei subjektiv. U gesteh das anderen zu.]



mein blühendes geheimnis, 25.03.2009 um 16:34 Uhr

toll..!


Adolf Schulz, 25.03.2009 um 17:12 Uhr

Auch danke.


Peter Rohrbeck, 25.03.2009 um 17:24 Uhr

fav


Shak Espeare, 25.03.2009 um 19:14 Uhr

wie petty coat


E. Oerter, 25.03.2009 um 23:19 Uhr

:-) die Augen


KooKoo, 26.03.2009 um 7:21 Uhr

mir geht es so wie Lisa Empunkt.


Giftzwerg Grafix, 26.03.2009 um 8:43 Uhr

was für ein Wirr Warr!
auch die glupschäugige Lampe scheint etwas verwirrt zu sein.

;-)



marie-antoinettesgiraffenhals, 26.03.2009 um 11:57 Uhr

insektenblick/auf/die/entomologenwelt.
gregor/samsas/wiederkehr.
und/das/in/der/mitte/sieht/aus/wie/ein/kleiner/elefant/imzirkus/mit/einem/rad.
grossartiges/bild.



Bill Dermacher, 26.03.2009 um 16:22 Uhr



beim kreischen einer straßenbahn
ist eine mir wie alle
stahl und hemmung
im bewegungsdrang
und ein professor, welcher lang
und breit zu reden wusste von
erinnerung, an dinge welche
verbunden sind im hirn
mit der musik des zufalls und der kräfte
die außerhalb und ohne uns
nicht wären und doch sind.
(fgi. 2009)

ganz schön verkopft, das bild. :-))







p.s. die frage, was die bilder sollen, gefällt mir. ich hätte wohl einige antworten parat. wobei diese sich sehr wahrscheinlich gegenseitig den garaus machen würden. die beste antwort scheint mir folgende: sie sollen nichts, aber sie können alles. wenn wer kommt, der sie lässt. :-))



NimmZwo, 1.04.2009 um 11:49 Uhr

Das ist Musik in meinen Ohren,
sagt die Evi voll nostalgischer Stimmung.



Erik Schwarz, 6.09.2009 um 18:35 Uhr

+++


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