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Vom Eisenklotz zum Rohr von Ulli Riemer

Vom Eisenklotz zum Rohr


Von 

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13.11.2004 um 15:08 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Werksbesichtigung bei den Mannesmann-Röhrenwerken in Düsseldorf (Tag der offenen Tür)
Hier konnte man die Enstehung eines Rohres beoabchten.
Leider ist die Bildreihe nicht komplett, bzw. handelt es sich hier nicht um das gleiche Rohr, weil einige Arbeitsprozesse nicht zu einsehbar waren. So mischte ich einfach ein großes und kleines Rohr zusammen :-)

Fotografieren war nicht "ausdrücklich" erlaubt, aber der außerordentlich nette Werksführer gestattete mir ein paar Aufnahmen.
Die Führung war generell sehr informativ und umfassend.

Mein Dank gilt Strange Illusions , einen Hinweis zur Werksbesichtigung postete sie im Memberstalk. Ich freue mich auch, Charline im Werk gefunden und begrüßen zu können.
Bitte übt Nachsicht, die Lichtverhältnisse waren nicht sehr prickelnd und ich hatte blöderweise eins meiner schlechten, nicht so lichtstarken Objektive eingepackt.

Anmerkungen:

d1w.gifBitte melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.





Lars Bunge, 13.11.2004 um 15:10 Uhr

toll und auch die einzelbilder sind ausdrucksstark und schön fotografiert.


Birgit Bertram, 13.11.2004 um 15:11 Uhr

Super geworden!!
Gute Zusammensetzung der einzelnen Fotos!
LG Birgit



Harald Finster, 13.11.2004 um 15:18 Uhr

Für "mal so nebenbei" fotografiert ist das wirklich gut und informativ geworden.
Das nahtlose Walzen von Rohren gehört ja zu den schwierigsten und interessantesten Prozessen überhaupt.
Ich kannte in Düsseldorf nur das Röhrenwerk in Lierenfeld, das aber schon lange abgerissen ist. Ist dieses noch aktive Werk in Rath?
Gruss Harald



Holger Bürgel, 13.11.2004 um 15:21 Uhr

Eine schöne Dokumentation.

LG Holger



Harald Freis, 13.11.2004 um 15:28 Uhr

Sieht gut aus.
Ich hatte auch mal das Glück, hautnah bei einer solchen Sache dabei zu sein.


Gruss
Harald



Bärbel7, 13.11.2004 um 15:36 Uhr

Eine schöne interessante Arbeit. Gruß bS


Ulli Riemer, 13.11.2004 um 15:42 Uhr

@Harald........
ja, das Werk ist noch in Rath und auch arbeitsmäßig voll ausgelastet. Ich glaube (oder ich habe mich überhört), daß dort noch um die 1300 Mitarbeiter sind. Was dort sehr gut gehändelt wird, ist die vörzügliche Ausbildung.
Charline Schmitz (oben in der Bildbeschreinbung genannt) ist dort Azubi, kann bestimmt noch mehr dazu sagen.

Zur Rohrfertigung.......
die Arbeitsprozesse gehen ja rasend schnell, beindruckend, wie das Rohr dort aus einem 8 Tonnen-Klotz (oder wesentlich größere, sie fertigen Rohre bis 18 Meter) geformt wird.
Es ist die sogenannte "Pilgermaschine" oder "Pilgerprozess" - die Infos erschlagen ja einen in der kurzen Zeit - der Klotz wird förmlich durchbohrt oder durchschlagen.
Übrings, die "Eisenklötze" müssen 24 Stunden vorher in den Ofen - solange braucht das Durchglühen auf 1300 Grad Celsius.

@Harald Freis
uff, das Bild von Dir habe ich völlig übersehen, war wohl wieder auf Montage in der Zeit!!
Habe mich schon drunter verewigt!


@all..........

danke für Eure lieben Anmerkungen


LG
Ulli



Harald Finster, 13.11.2004 um 16:00 Uhr

@Harald Freis: bei Saint Gobain wird allerdings ein völlig anderes Verfahren (Schleuderguss) eingesetzt.
Mannesmann hat damals dieses geniale Verfahren zum 'Lochwalzen' erfunden. Dabei wird das runde Vollmaterial durch mehrere Walzen quasi 'elliptisch flachgedrückt' und gleichzeitig gedreht. Im Zentrum entstehen dabei Scherkräfte, die zu einem 'Riss' führen, in den dann ein Dorn hineingedrückt wird. Auf deise Weise wird sozusagen "ein Loch gebohrt". (Natürlich ist das kein wirklicher Bohrvorgang. Es wird ja kein Span abgehoben.)
Gruss Harald



Charline Schmitz, 13.11.2004 um 17:31 Uhr

hui...ich komm mir ja hier fast vor wie auf der arbeit *g*

die bilder sind klasse geworden, könnten glatt welche aus einer unserer broschüren sein!!!

den bereich den du heute sehen konntest, nennt man pilgerstraße (in rath gibt es dann noch die stopfenstraße...sind halt 2 unterschiedliche verfahren...) nächstes jahr kann man dann vielleicht mal das andere verfahren sehen, wenn sich die lage bei den vormateriallieferanten bis dahin verbessert hat...

on deutschland haben wir außer in rath noch werke in düsseldorf reisholz, in mülheim und in zeithain (ich glaube das waren alle)...

freut mich auf jeden fall das dir die führung gefallen hat und du das glück hattest bilder machen zu dürfen :-)



Uli G., 13.11.2004 um 17:40 Uhr

Große Klasse ein Referenzdokumentation. Es wäre wünschenswert, wenn es mehr davon gäbe.

Uli



Fa Niente, 13.11.2004 um 18:00 Uhr

Tolle Zusammenstellung, sehr gelungen finde ich :-)
Gruss, Fa



V. Munnes, 13.11.2004 um 21:10 Uhr

Eine sehr interessante Kollage und tolle Aktion von Dir, damit wir nicht dumm sterben müssen !!!
Muss dennoch, eine sehr harte Arbeit sein !?

vlG--------------------------------------------------------------volker-<



Sandra Faust, 14.11.2004 um 12:30 Uhr

Ganz grosse klasse! Bewirb' Dich damit mal bei der Sendung mit der Maus. ;-)

LG Sada



Wolfgang Djanga S., 15.11.2004 um 16:05 Uhr

Und da sach noch einer, in der fc würd man nix lernen.. ;o) - kalsse Doku, tolle Bilder...
LG wolfgang



Björn Hühn, 15.11.2004 um 19:29 Uhr

habe ich es richtig verstanden, daß sich der pilger-prozeß dadurch kennzeichnet, daß der rundstab "durchbohrt" wird, indem eine stange durch das material getrieben wird, wodurch ein hohlzylinder entsteht?

sehr interessante doku - hatte selbst leider einen anderen termin.

gruß Björn



Ulli Riemer, 15.11.2004 um 20:04 Uhr

@Björn........

wenn ich richtig aufgepasst habe:

Der massive Block wird in ein Walzenwerk gelegt und von oben und unten gedreht, wobei die Walzen konisch sind. Dabei wird ein zylindrischer Dorn in das Teil gedrückt und das entsprechend der Walzrichtung (so richtig verstanden habe ich das nicht) denn der Pilgerdorn wird entgegen der Walzrichtung bewegt - der Walzvorgang beginnt immer wieder aufs neue - also nen Schritt vor und wieder nen Schritt zurück. (denke mir jedoch zwei Schritte vor und einen Schritt zurück, so hatten es ja damals dei Pilger bei einer Prozession gemacht - erzählte man uns (Springprozession - bei Google habe ich keine Erkärung gefunden - aber tausende Links)

Vielleicht finde ich einen Link, den ich dann hier poste.....

LG
Ulli



Harald Finster, 15.11.2004 um 20:26 Uhr

@Björn: nach meinen Unterlagen (von HKM) stimmt das nicht hundertprozentig:
Das Loch entsteht zunächst beim Schrägwalzverfahren. (So, wie ich es weiter oben beschrieben habe.)
Das Ergebnis ist ein zunächst noch recht dickwandiges Rohr.
Diesem ersten Schritt schliesst sich (meist in einer Hitze) das Pilgerwalzen an, bei dem das Rohr auf die endgültige Dicke gewalzt wird.
Heutzutage werden Rohre nach dem Schrägwalzen auch auf Konti-Walzstrassen hergestellt, bei dem mehrere Walzen mit sich verringernden zunächst elliptischen und am Schluss runden Kalibern das auf einem Dorn liegende Rohr auswalzen. Die Walzenpaare sind dabei gegeneinander geneigt.
Gruss Harald





Ulli Riemer, 15.11.2004 um 21:24 Uhr

ich habe endlich was gefunden!!!

http://www.mannesmann-archiv.de/deutsch/faq_01.html


LG
Ulli



Charline Schmitz, 15.11.2004 um 21:26 Uhr

wer noch mehr erfahren will, schreibt mich einfach an, ich guck dann mal auf der arbeit nach infomaterial :-)


Harald Finster, 15.11.2004 um 21:35 Uhr

Ulli: danke für den tollen Link. So anschaulich hab ich das noch nicht gesehen. (Besonders das Pilgerverfahren ist klasse dargestellt!)
Gruss Harald



Björn Hühn, 15.11.2004 um 21:52 Uhr

@Ulli, Harald: danke euch beiden für die erklärungen - hatte mich mit dem prozeß zur erstellung nahtloser rohre bisher noch nicht auseinandergesetzt, doch sich immer gefragt, wie dies wohl möglich ist.
das prinzip ist mir allerdings noch nicht so 100%ig klar, muß darüber nochmal nachdenken. und was mir am wenigsten einleuchten will, ist die tatsache, daß durch das walzen im inneren des zylinders das material auseinander reißt und ein axiales loch in den zylinder reißt.....

gruß Björn



Harald Finster, 15.11.2004 um 22:07 Uhr

@Björn:
stell Dir irgendein plastisches Material vor (Knetgummi), aus dem Du eine Wurst formst. Diese Wurst legst Du auf den Tisch und fährst mit einem Brett darüber hin und her. Dann erhöhst Du den Druck. Dadurch wird die Wurst 'plattgedrückt' und obere und untere Flächen der 'Wurst' bewegen sich gegenläufig, wie z.B. bei den Gleisketten eines Bulldozers. Man kann sich also vorstellen, dass in der Mitte der 'Wurst' Verschiebungen zwischen den 'Schichten' auftreten, die irgendwann zum Riss führen.
Beim Schrägwalzen sind 'Tisch' und 'Holzbrett' jeweils rund, also Walzen, die sich gegensinnig drehen. Die Erhöhung des Drucks geschieht dadurch, dass die Walzen konisch sind und das Material beim Durchlauf immer weiter zusammengedrückt wird.
Hier eine Skizze:
http://www.hfinster.de/tmp/schraegwalzen.jpg

Die Walzen liegen übrigens nicht parallel zueinander, sondern leicht schräg, wodurch das Werkstück 'hindurchgezogen' wird.
Gruss Harald



Björn Hühn, 15.11.2004 um 22:40 Uhr

@Harald: die erklärung hats jetzt gebracht - die verständnislücke ist geschlossen !
nun ist mir auch klar, daß durch die axial-ellipsoide form innere schichten verschiebungs erfahren, die im zentrum folglich entgegengesetzt sind und somit reibungskräfte darstellen. mit anderen worten, die schichten reiben aneinander und reißen auf.
abschließende frage:
deiner skizze entnehme ich, daß genau in das zentrum ein sich gegensinnig drehender dorn getrieben wird. dieser wird also genau dorthin gedrückt, wo diese inneren reibungskräfte auftreten. wie wird denn aus diesem hohlen axial-ellipsoiden stab wieder ein hohlzylinder mit konstantem radius? wird das rohr im anschluß daran in einem weiteren walzschritt rundgewalzt?

gruß Björn



Harald Finster, 16.11.2004 um 9:53 Uhr

@Björn: der Dorn dreht sich mit dem Werkstück mit (gleicher Drehsinn).
Es ist so, dass Dorn und Walzen sich relativ zueinander nicht bewegen (ausser Rotation). Das Werkstück wird quasi durch die Anordnung 'hindurchgeschoben', bzw. aufgrund der Schrägstellung der Walzen hindurchgezogen.
Ich denke, es hängt von der genauen Anordnung ab, inwieweit das Rohr danach noch elliptisch ist. Ich hab das ja nur ganz grob skizziert. Würde man den Dorn so gestalten, dass er auch ausserhalb der Walzen (also in der Skizze links) noch leicht konisch ist, dann würde er den Durchmesser des Rohres weiten und zu einem runden Rohr führen.
Letztendlich spielt das aber auch keine grosse Rolle, da das Rohr sowieso erst im zweiten Arbeitsgang fertig gewalzt wird. (Entweder im Pilgerschrittverfahren oder auf einer Konti-Strasse.)
Gruss Harald



Björn Hühn, 16.11.2004 um 16:08 Uhr

@Harald: firma dankt - alles klar. kann es mir nun einigermaßen gut vorstellen.

gruß Björn



gergy , 14.06.2008 um 22:06 Uhr

Sind doch sehr ansprechende Bilder, zumindest reicht es für die Größe. Sie Serie gefällt mir sehr gut.

VG Gerhard



Foto Lanz , 14.06.2008 um 22:51 Uhr

eine super collage !
mich als früheren walzwerkmeister beeindruckt dies sehr
lg thomas



Florian Erhard , 14.06.2008 um 23:01 Uhr

Ich finde das Bild bzw die Bilder sehr informativ. Sehr scharf und auch viele Details. Vielleicht könntest du den Rahmen etwas verkleinern ?


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