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ein trauriges Bild... der Mann sieht nicht gesund aus.. dahinter vom Plakat das pralle Leben... eigenartige Gedanken gehen mir dabei durch den Kopf... technisch.. kann ich nichts dazu beitragen... Gruss Ute
Stark - diese Situation - ein Traum für den Fotografen. Der Papierkorb und die Laterne geben dem Bild noch dazu den richtigen Rahmen. Nur - was der alte Herr wohl dazu sagen würde?
Matthias Erlewein, 14.10.2001 um 17:53 Uhr
Hi Wolfgang,
..und - wurde ´er´ denn noch abgeholt, oder biste nicht solange geblieben? :-)))
Gratulation zum "Adlerauge" dieser Situation!
groetjes
´thias
Sehr gut gesehen! DAs Bild löst absolut konträre Gefühle bei mir aus...einerseits ein innerliches Schmunzeln ob der Bildaussage, andererseits gehts mir so wie Ute, der Mann tut mir leid in einer Welt, in der solche Menschen wie er keine grosse Stimme haben.
Es freut mich, die vielen, zum Teil auch nachdenklichen, Anmerkungen zu meinem Bild zu lesen. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, die Würde des alten Herrn zu wahren bzw. gar zu unterstreichen. Dies war jedenfalls meine Absicht.
Gruß Wolfgang
@Günter,
wenn jemand von "arrangiert" redet,dann muss er blind sein ( meine nícht Dich damit ). Diese Bilder gibt es hunderfach, selbst in der eigenen Stadt, nur wir sehen sie nicht. Da liegt das Problem.
Gruss
Dieter
Sehr ausdruckstarkes Foto, perfekt gesehen und in S/W sehr schön festgehalten. Mir kommt das Foto sehr bekannt vor, hast Du es mal in einer Fotozeitschrift veröffentlich?
Gruß Micha
Gerry Hofmann, 14.10.2001 um 21:42 Uhr
Ganz ausgezeichnet, eine sehr interessante Szene! Vielleicht etwas zu hart geprintet?
Hallo Micha,
Deine Erinnerung trügt Dich nicht, das Foto gewann vor Jahren den 1. Preis in "Foto-Creativ". Es wurde auch in der "Nikon-News" veröffentlicht und beim deutschen Zeitschriftenleser-Fotowettbewerb prämiert. Möglicherweise hast Du es dort einmal gesehen.
Gruß
Wolfgang
krasser bildkontent, krasser titel. sehr gelungene aussage, sehr gut inszeniert/in szene gesetzt/eingefangen.
allerdings gefällt mir die kontrastwirkung nicht. die person auf der bank sieht reinmontiert aus. das bild erhält dadurch 2 ebenen (person und plakat/hintergrund), was auf die aussage meineserachtens keinen guten einfluss nimmt (der satz "wird von der person getrennt", hat also nicht mehr soviel bezug, auch wenn der satz an sich die selben helligkeitswerte hat wie die person). ich hoffe, du verstehst was ich meine :o)
Aus den Tiefen der Funduswahl dieses von mir:
Pro! Ich wollte das Bild gerade vorschlagen, doch da war kein Button zum drücken mehr da! Ja, das Bild hat technische Schwächen. Aber sie stören das, was das Bild vermitteln soll, nicht. Im gegenteil: Die verlorene lichenhaft-weisse Gestalt, das Plakat, die "Tageszeit" (ich habe hier EBV-Verdacht) lassen einen dieses Bild immer wieder ansehen.
Gruesse, B.
Nochmals vielen Dank für Eure engagierten Anmerkungen.
@ Chris und Boris: Das Bild ist ein Oldtimer, es stammt von 1982 (siehe Foto-Creativ-Wettbewerb "Frühling 82" und Nikon-News Nr. 1/82). Ich war damals während meines Studiums als Fotoreporter für eine Regionalzeitung unterwegs, als mir die Szene ins Auge sprang. Also: Keine Montage, keine zwei Ebenen und - mangels Erfindung eines PC's - erst recht keine EBV, sondern eine stundenlange Labortüftelei mit sehr vielen Fehlversuchen.
Beste Grüße
Wolfgang
Also wie dieses Foto in den Fundus kommt ist mir ein Raetsel ... ich finde die vier Lichtreflexe in jedem Auge der Dame wirklich mies ... Achte das naechste mal besser drauf, Wolfgang.
wär schade wenn dieses pic an mir vorüber gegangen wär was ohne fundus so passiert waere...besser sind die 2 welten in der wir leben nicht darzustellen...leider hat die welt der alten kaum eine stimme und das bringt dieses tolle foto mit der schreienden werbung für die jungen toll zu ausdruck..
viele grüße
alexander
Herzlichen Dank für die Wahl in den Fundus! :-)
@ Bernd: Danke für Deinen Tipp, dass ich künftig auf die Lichtreflexe in den Augen achten sollte: Du gestattest, dass ich Deine konstruktive Kritik an die VOGUE weitergebe. Vielleicht ist der Cover-Fotograf von diesem Bild aus dem Jahre 1982 noch aktiv und wird Deinen Vorschlag in Zukunft beherzigen...
Gruß
Wolfgang
wahnsinn ... DAS foto hat sich bei mir eingebrannt - ´s stimmt, dass die meisten sowas schon mal gesehen haben, aber als foto hat es bestimmt nicht jeder zu hause liegen - sowas könnte man glaub ich nicht arrangieren, das kann nur echt wirken
bine
*nachdenklichbetracht*
weiß noch nicht genau, was mich stört am bild, vielleicht eher die anmerkungen: es sei »genial«, vielleicht die zu plumpe vervielfachung der headline ( was der betrachter liest, was er sieht, was er denkt, was er dabei am ende empfindet! ).
köln ist mit großplakaten nahezu überschwemmt und alte menschen verkriechen sich hier weniger in ihre vier wände, sie gehören in köln zum normalen alltag.
ach, jetzt weiß ich es!
ein exemplarisches beispiel, daß anmerkungen ein foto in die völlig falsche richtig verschieben können.
das foto wurde damals gewiß weniger wegen eines _sozialkritischen_ gehalts, sondern ganz simpel wegen der beziehung zwischen wortaussage ( headline ), bildmotiv und wirkung auf die betrachter prämiert.
ich kritisiere also _NICHT das bild_, sondern die _einstellung der betrachter_ zur sprache eines bildes.
einerseits soll es genial sein ( was soll an _EINER_ wahrnehmung genial sein? ) und andererseits gar _betroffen_ machen?
der mann im bild ist alt und sonst gar nix. heutzutage sind viele junge innerlich sehr, sehr alt.
der übrigens gelassen, etwas müde in sich ruhende, keineswegs am rande der existenz sitzende wird vom vielen schwarz des hintergrundes erschlagen.
und hier meine ich ausnahmsweise nicht nur den technischen aspekt. denn der harte kontrast ist ein widerspruch. das bild in farbe würde nämlich gar kein einsames dasein suggerieren, sondern die wechselwirkung verstärken zwischen text, bild und was man spontan assoziiert.
ob ein foto ( sitzender mann vor großplakat ) beliebig ad hoc zu wiederholen ist, wäre kein kriterium dafür, was ein foto aussagt.
es gibt gerade in der werbung excellente fotos, die jedoch allesamt nur einem einzigen zweck dienen: verkaufen.
das ist in diesem foto gewiß _NICHT_ der fall.
unsere wahrnehmung betreffend, leben wir in einer zeit, wo der unterschied zwischen unmittelbaren tatsachen und inszenierten scheinwelten sich aufzulösen droht.
ein bild - wer weiß, ob es echt ist? - im fernsehen macht die leute mehr betroffen, als das elend in unmittelbarer umgebung.
wäre solche wahrnehmung in der realität ein anlaß, nachdenklich zu werden?
man sollte doch bitte ein bißchen weniger rührselige empfindungen vorzeigen.
ein foto ( um mehr handelt es sich nicht ) kann man weder bemitleiden noch ist dem abgebildeten mit anteilnahme aus der fotodistanz geholfen.
mich verärgert sentimentaler unsinn.
in der fc - und im wirklichen leben.
darum diese lange, etwas zu hart formulierte kritik.
wie gesagt, nicht wegen des bildes, sondern wegen der einstellungen zu einem bild.
und das scheint in der fc doch nicht ganz unwichtig zu sein.
ansonsten sollten wir doch besser nur unsere poesiealben aus schubladen hervorkramen.
dietmarW
@Dietmar
Du kritisierst sehr hart, und die Kritik kommt von jemanden, der selbst auch gute Bilder vorgelegt hat. Was mich wundert ist die Heftigkeit der Reaktion gegen ende Deiner Anmerkung, wo Du doch mit "weiß nicht genau, was mich stört am bild,..." beginnst. Die Aussage des Bildes ist doch eher etwas melancholisch/doppelbödig als tränendrückerisch, oder verstehe ich Deinen letzten Vorwurf falsch: "... weder bemitleiden noch ist dem abgebildeten mit solcher anteilnahme geholfen....sentimentalen Viertelwahrheiten." Es geht hier doch um die skurile Koinzidenz des Textes und der Figur des einsammen Greises, nicht um eine Anklage. Such is life, und manchmal hat es auch noch eine Überschrift. Gruesse, B.
@ Dietmar Wegewitz
Ich zitiere aus Deiner Antwort zu den Anmerkungen zu Deinem Bild "nordsee ist mordsee" (totes Schwein am Strand): "mir dreht sich vor der wirklichkeit oft der magen um, aber kaum vor einem foto, daß nicht nur die heile welt wiederspiegelt."
Wenn ich Deine eigenen Worte ernst nehmen soll, so kann ich Deine Aufgeregtheit über mein Bild nicht nachvollziehen.
Wolfgang Mothes
lieber wolfgang,
worte werden hier wohl nur selektiv überflogen, und das betrifft leider die virtuelle vergeblichkeit, sich hier etwas subtiler bzw. ausführlicher zu entäußern.
mein treibendes motiv ist, vielleicht schrittchenweise einen anderen beitrag zu leisten, als entweder gar nix anzumerken oder nur floskeln wie : <toll, großartig, genial> ( oder das gegenteil ).
ich sprach über die anmerkungen, über die art, wie etwas wahrgenommen und hier kommentiert wird.
was ich zu Deinem bild selbst schrieb, ist dagegen kein urteil, sondern nur meine art,
zu hinterfragen, was die abbildung in mir auslöst oder nicht.
ich gebe mir mühe, mit meinen anmerkungen.
bloßes blabla, dafür ist mir meine zeit zu schade.
bitte lies etwas langsamer und genauer.
»ein exemplarisches beispiel, daß anmerkungen ein bild (---) verschieben«
damit sind eindeutig die betrachter angesprochen und nicht die kritik am bild selbst oder an Dir als fotograf.
dann hätte ein satz genügt oder ich hätte gar nichts geschrieben.
es ist also keine kritik an der Deiner qualität als fotograf.
Naja vielleicht ist mein Monitor nicht auf dem neusten Stand für mich ist das Foto zu dunkel-hat überall schwarze Flecken-die Situation hat eine gewisse Komik-ansonsten lebt das Bild ein bischen von einem Spruch den ein Anderer nicht der Fotograf erfunden hat. Das Bild hat für mich nicht so viel an Anziehungkraft. Bemerkenswert die Positur des Mannes-er schläft oder liest-ich hätte nur Ihn abgelichtet Teiwaz
...wenn ein Bild solche Diskussionen auslöst, hat der
Erschaffer doch was gutes getan!
Wenn keiner über ein Kunstwerk spricht....ist es dann
eines?
<3 Gruß Marina
sehe dein/e Fotos gerade auf der Titelseite, sorry, ich bin begeistert, auch wenn das hier manch einer nicht hören möchte, fantastische Fotos die mich sehr beeindrucken,Chapeau***
LG dreamer