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Ich bin ja nicht gerade ein Vertreter der dokumentarischen Fotografie und
der massiven Bearbeitung von Bilder nicht gerade abgeneigt. Das Motiv
war aber damals so, wie es vor Ort aussah: Mit den im Wasser schwimmenden
Pflanzen und dem Boden, der bei diesem Tidenstand zu sehen ist.
Als Hauptkritikpunkt kam häufig, dass eben diese dunklen Stellen im Bild
stören. Nun sind diese Stellen weg und so möchte ich hier zur Diskussion
einladen, ob ein "besseres" Bildergebnis eine solche Modifikation rechtfertig oder nicht.
Ich finde dieses aufgeräumte Bild um einiges besser als die andere Version. Hier lenkt nichts den Blick in die Tiefe des Bildes ab, das Auge kann ruhig im Bild umher wandern.
Lg Peter
ich halte solche manipulationen für bedenklich, spiegeln sie doch eine virtuelle realität wider, die die meisten der betrachter für bahre münze nehmen werden.
lg, markus
Ich finde beide Versionen unabhängig voneinander sehr gelungen…das eine spiegelt die Realität wieder, das andere ist Fiktion… Ich finde auch, dass die „Manipulation“ das Foto nicht verunstaltet, weil es sehr gut gemacht wurde…
@MarkusZ:
Ich finde die Veränderung nicht wirklich bedenklich da Christian unter dem Foto geschrieben hat, was er bearbeitet hat und das „Original“ verlinkt hat… Wenn es jemand für bare Münze nimmt, hat er es nicht anders verdient…Wer lesen kann –und dies tut- ist klar in Vorteil.
- zum Format :
... in diesem Fall würde ich NICHT in Richtung PAno gehen, da das Bild m.E. die satte Farbeund die Strukturen im Himmel braucht. um ein Gleichgewicht zum Waser zu erhalten.
- zurManipulation :
... Die "Manipulation " beginnt ja breits bei der Auswahl von Standort,Tageszeit, Wahl der Belichtung, Tiefenschärfe, Ausschnitt,....
Insofern betrachte ich die Bildbearbeitung als weiteren Schritt im Zuge der Gestaltunge eines Bildes. ( und damit für zulässig), sofern es keine krundsätzlikeiten verändert. ( also z.B. aus den "Drei Zinnen" vier zu machen ;-)
In diesem Fall halte ich es sogar für angebracht. Die Ruhe des Bildes kommt durch die durchgängige Wasseroberfläche erst richtig zur Geltung. Ich würde den dunklen Fleck in der Spiegelung des zweiten rechten Berges ebenfalls noch entfernen. Es scheint sich um einen Rest des schwimmenden Grünzeugs zu handeln.
Mir gefällt das Original-Bild besser. Die Flecken gehören nun mal in die Landschaft und tragen zur Bildwirkung bei.
Wer gemalte Landschaften möchte sollte sich auch gemalte Landschaften ansehen. Schau dir doch die Leute an die die Flecken bemängelt haben. Davon hat nicht einer ein so schönes Landschaftsbild wie Du.
Ich finde Du hättest vor Ort einfach eine Stunde Pause machen sollen um zu warten bis sich der Tidenhub entsprechend positiv verändert hätte.
Aber vielleicht kam ja auch gerade die Ebbe und Du warst einfach zu spät dran.
Aber im Ernst... erst mal meinen Respekt für die wirklich gelungene Arbeit, sowohl was Foto als auch was die Bearbeitung betrifft.
Ich persönlich empfinde die Störobjekte im Original zwar auch als leicht störend, dennoch favorisiere ich das Original, weil durch die Bearbeitung sowohl die Schärfe aber vor Allem (und das ist für meine Wahl der ausschlaggebende Faktor) auch die Brillianz der Wasserspiegelung gelitten hat.
Ich habe auch nichts gegen nachträgliche Bildbearbeitung, bin aber der Meinung das perfekte Bild ist nur vor Ort zu erzielen, wenn dafür auch Zeit/Aufwand von Nöten ist, die aber auch die nachträgliche Bildbearbeitung benötigt.
Insofern ist meine Eingangsbemerkung gar nicht mal so spaßig gemeint.
Trotzdem nochmal: großartige Arbeit!
Gruß
Marcell
@Mangusta Warten geht leider nicht, da mit steigender Sonne dort auch Wind aufkommt und die Spiegelung dadurch verloren geht. Ein paar Minuten nach der Aufnahme war das auch bei mir so.
Um das Bild real so zu machen müsste man wahrscheinlich ein paar Wochen dort kampieren. Es müsste ja der Zeitpunkt abgepasst werden, an dem morgens die Flut hoch genug ist und es gleichzeitig gutes Wetter hat. Und das ist dort wohl eher selten der Fall ;)
@Christian: Ok... das könnte dann in der Tat sehr lange dauern, wenn nicht Jahre bei den dortigen Wetterbedingungen.
Vielleicht bekommst Du ja die Brillianz der Spiegelung auch noch in der bearbeiteten Version wieder zum Vorschein.
NöNöNö nix beschneiden nix aufräumen. Die erste Version ist für mich um Längen besser. Die dunklen Flecken erzeugen für mich Spannung und sie sind real.
DAS macht für mich ein Bild aus, obwohl ich der bea nicht abgeneigt bin. Nur um das geschulte und manchmal auch langweilige bis verwöhnte Auge des Betrachters zu schmeicheln, würde ich die Natur nicht so massiv wie hier ändern wollen.
Bearbeitung ist fast oft darauf ausgerichtet zu idealisieren und man kann es als Fortsetzung der kreativen Arbeit, die mit der Aufnahme beginnt sehen. Ich selbst habe nichts dagegen. Schon gar nicht, wenn das Ergebnis natürlich wirkt. Oft ist es eine Gratwanderung.
Starke Verfremdungen hingegen müssen schon wirklich gut gemacht sein, um zu überzeugen.
Nun konkret: die Retuschen in Deiner zur Diskussion gestellten Arbeit sind ganz sauber ausgeführt. Hinzugewonnen hat die Aufnahme aber nicht. Eher ist die Aufnahme dadurch etwas fade geworden und hat leicht an Wirkung verloren.
lg, roland
Für mich ganz klar nicht - dieses trifft sicher eher den Geschmack der meisten, aber Reisefotografie hat für mich auch dokumentarischen Charakter.
Gruß, S.
Ich bin ja auch ein Freund der Bearbeitung, daher gefällt mir hier die "Aufgeräumte" Version deutlich besser, als die andere!
Ich finde nicht das beim Original mehr Spannung drin ist, ganz im Gegenteil ich finde hier viel mehr Astethik drin!!
Und auch gerade die entstandenen Kontraste durch die Lichtsituation, finde ich so gelungen wie sie ist, wenn jetzt alles Licht von hinten kommen würde, wäre es sicher auch "Schön" aber lange nicht so Spannend wie hier!!
die Aufnahme mit dieser Bea ist natürlich top, aber so sah es halt nicht aus, mich haben die schwarzen Flecken nicht gestört, denn die waren nun mal da; das ist halt meine Meinung.
lg mobra
Finde den Schnit gut wie er ist, die aussermittige Wasserlinie bringt einen angenehmen Symmetriebruch ins Bild - und ebefalls wegen Störung dieser - in verschiedensten Varianten - doch oft zu sehenden - Spiegelsymmetrie/Spiegelung finde ich die alte Version etwas besser, die dunklen Stellen lassen einen länger hingucken, mit Spiegelstellen und Fehlstellen spielen...
Zu dem - in der FC häufigen - Vorwurf der Realitätsverzerrung per BEA: kann dem nicht zustimmen, jeder Fotograf darf seine Bildidee, Verbesserung, Verfremdung, Emotionen usw. in seine Aufnahme einbringen...
mei is halt so, mich ham die dunklen stellen im wasser nicht gestört, in meinen augen eher vorteilhaft für die tiefe.
hier eben saubere arbeit, wenn man es nicht wüsste, dann wäre es mir nicht aufgefallen dass hier retuschiert wurde :-)
Erstmal muss man natürlich festhalten, dass die Bearbeitung klasse gelungen ist.
Da ich aber der altmodischen Meinung anhänge, dass man die Manipulation nicht zur Verfremdung der Realität nutzen sollte, kann ich mich eigentlich nur für die erste Version entscheiden.
Ich finde den Trend, alles perfekt wirken zu lassen, eine ziemlich fatale Entwicklung, die in vielen Bereichen des Lebens dazu führt, dass Menschen oftmals an Dingen zweifeln, obwohl das gar nicht nötig wäre. Das Leben ist nunmal selten perfekt - aber das macht es ja auch wieder spannend...
zunächst einmal großen Respekt für diese Aufnahme und es würde mich auch einmal interssieren, ob diese Farben wirklich so original fotografiert sind oder, ob Du hierbei einen Filter verwendet hast.
Zu dem Thema Bearbeitung kann man sehr geteilter Meinung sein. Persönlich finde ich ein Originalbild immer authentischer und ziehe es in aller Regel vor. Daher entferne ich an meinen Bildern normalerweise auch nichts und, wenn ich das tue, dann schreibe ich das dazu, so, wie Du es hier getan hast.
Die korrigierte Version wirkt etwas steriler und könnte locker als Postkartenmotiv Verwendung finden. Die Originalversion wirkt natürlicher und damit auch authentischer, nicht zuletzt bzw. gerade wegen der dunkleren Stellen auf dem Wasser.
Aber vielleicht gibt es ja auch eine Zwischenvariante - hast Du einmal versucht, nur die dunklen Stellen ein ganz klein wenig aufzuhellen (Tiefenlichtfunktion)? Damit nur dieses sehr harte tiefe Schwarz abgemildert wird. Und danach auf die dunklen Stellen des Wassers einen dunkelgrünen Ton aufbringen (aber ganz dezent).
Ich war so frei und habe das einmal getestet - das Bild bleibt wie es ist und nur die Härte der dunklen Stellen auf dem Wasser werden abgemildert - ist ein wenig Arbeit aber summa summarum finde ich das Ergebnis eher positiv.
Die Bearbeitung einer Aufnahme ist für mich der logische Schritt nach dem eigentlichen "abdrücken". Wenn es allerdings die Natur in diesem Moment mit den dunklen Stellen so gewollt hat dann ist das nun einmal so. Von dem grossflächigen entfernen halte ich nicht so viel obwohl deine Aufnahme dadurch wirklich perfekt wirkt.
LG Guido
Aus meiner Sicht hat sich die aufwändige und gelungene
Photoshop-Retusche gelohnt. Das Auge wird so nicht mehr
vom nebensächlichen Treibgut abgelenkt und kann sich voll
auf das Bergpanorama mit dem beherrschenden Mitre Peak
konzentrieren.
LG Harry Heilmann