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Das Untere Schloss früher auch Nassauischer Hof genannt liegt in der Innenstadt von Siegen auf dem Siegberg. Ursprünglich ein Franziskanerkloster, wurde das Gebäude im 17. Jahrhundert Residenz der protestantischen Linie des Hauses Nassau-Siegen. Das Untere Schloss in seiner heutigen, einem offenen Rechteck gleichenden Bauform und diente der evangelischen Linie des Hauses Nassau-Siegen als Residenz. Zum Schloss gehört auch der Dicke Turm mit Glockenspiel. Im Jahr 1959 richtete die Stadt Siegen im Innenhof des Schlosses eine Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ein. Im Schloss befindet sich auch die Fürstengruft des evangelischen Teils des Nassauischen Fürstenhauses. Hier findet man neben den Grabstätten von Mitgliedern der evangelischen Linie des Nassau-Siegener Adelsgeschlechts eine wertvolle Alabasterbüste des Fürsten Johann Moritz, sowie das 350 Jahre alte Original Holzmodell eines Sarkophags.
Von 1930 bis Ende 2010 war im Unteren Schloss eine Nebenstelle der JVA Attendorn untergebracht (siehe kleiner Anbau rechts mit Innenhof). Arbeits- und Sozialgericht Siegen, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, die Außenstelle der Bezirksregierung Arnsberg, sowie das Amt für Arbeitsschutz sind bereits im Auszug und ab 2013 wird der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht der Universität Siegen das Gebäude nutzen.
Der Schlossplatz dient heute auch für Großveranstaltungen. Seit 2007 findet hier auch im Dezember der Siegener Weihnachtsmarkt statt.
Das Museum für Gegenwartskunst Siegen (auf dem Bild rechts im Anschluss an die Schlossgebäude) widmet sich der Gegenwartskunst in Malerei, Fotografie und Video und Installationen. Mit der Sammlung Lambrecht-Schadeberg präsentiert das Museum in einer Dauerausstellung außerdem Werke aller Träger des von der Stadt Siegen an Künstler von internationalem Rang verliehenen Rubenspreises für Malerei.
Das große Flachdachgebäude anschließend an den nördlichen Teil des Schlosshofes ist das Karstadt-Gebäude.
Unten links im Bild sieht man noch einen Teil der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Martinikirche.
Hallo Ivy,
hier zeigst Du uns Siegenern mal einen Blick des unteren Schlosses, wie ihn nur wenige kennen. Der Anbau rechts, das Siegener Kaffee Viereck bekommt mit Deinem Bild erst die richtige Bedeutung -;))
Eine gewaltige Anlage, ich bin beeindruckt - und etwas verärgert über meine relative Unwissenheit bezüglich der Geschichte dieses Adelshauses.
Wieder eine schöne Aufnahme!
LG Wolfgang
aus diesem Blickwinkel hab ich das auch noch nie gesehen und wusste auch gar nicht das es da noch einen Innenhof gibt, ist schon stark was man aus der Luft alles entdecken kann.
Super, lG Birgit