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Endlich hab ich sie! Die gottgleiche sowjetische Photosniper von KMZ, Baujahr 1977!
Die Photosniper besteht aus der Zenit ES (modifizierte Zenit E), einem Helios 58mm 1:2 Objektiv, dem TAIR 300mm 1:4,5 Teleobjektiv, der Pistolenhalterung mit Schulterstütze, mehreren Farbfiltern, eine Sonnenblende, Schraubenziehern sowie Filmkassetten, alles in einem formschönen tarngrünen Koffer verpackt.
Die Zenit wird auf die Pistolenhalterung geschraubt und mit dem Abzug ausgelöst. Das TAIR-Teleobjektiv besticht, neben der Schwere (die montierte Kamera wiegt um die 3 Kilo), vor allem durch das ausgeklügelte Blendensystem: Da es den sowjetischen Designern zu umständlich war, eine Springblende zu konstruieren, muß man die Blende vor jedem Auslösen spannen. Dies tut man an diesem formschönen roten Hebel:
Auf dem Bild kann man auch sehr gut die Kamera erkennen.
Beim Auslösen springt die Blende dann gleichzeitig mit Auslösen des Verschlusses zu, was einen Mordslärm und einen richtigen Rückstoß verursacht *freu*!
Die Zenit ES ist an sich auch eine feine Kamera: eingebauter Selenbelichtungsmesser, Verschlußzeiten von 1/500s bis 1/30s und B, alles schön manuell! Ich bin schon sehr gespannt, was mir dieses "Jagdgerät" für Bilder liefern wird, werde es umgehend im Zoo testen!
ist der beli nicht längst hin? 1977, der dürfte eigentlich nix mehr richtig anzeigen. meine zenit ist baujahr 1980 (olympia model), der beli macht nix mehr, außer dunkel ;))
@Die M.: Gott sei dank war die Kamera wohl die meiste Zeit in der Box, da sich niemand getraut hatte, mir ihr auf die Straße zu gehen...*hihi* Daher ist der Beli noch 1a, wie der Rest der Ausrüstung quasi wie neu!
Ach siehste, das hab' ich ja gar nicht geschrieben! 30 lausige Euronen hab ich für alles bei Ebay bezahlt, DREISSIG! Is' doch n' Witz, dacht' ich mir... :-D
Is' ja geil, Du hast das Olympiamodell? Von KMZ oder BeLOMO?
@Berni: Das Teil, was der da anbietet, hat aber auch eine bessere Kamera (so mit TTL-Belichtungsmessung etc.). Mein Apparillo is ja asbach dagegen!
@Die M.: Das mit der Auslösung steht in der Anleitung (auf deutsch!) im übrigen so:
"Das langbrennweitige Grundobjektiv TAIR-3-PhS für das Photogewehr hat eine Springvorwahlblende, die durch den Druck auf den Auslösehaken des Handgriffs bei der Aufnahme weich und erschütterungsfrei bis zur vorgewählten Öffnung geschlossen wird."
HAHA! Bei der größten Blendenöffnung mag das ja stimmen (da schließt halt nix!), aber je kleiner die Blende, desto mehr wummert es! Is aber ein geiles Gefühl...*hihi*
@Nico: Beim nächsten Userausflug bring ich sie ja mit!! Dann darfste auch mal.
Ich empfehle bei Gebrauch dringend das Tragen einer Warn-Orangen Weste mit dem Aufdruck "PRESSE" oder ähnlichem ... Eine weiße Flagge könnte auch hilfreich sein ... ;-)
Die Tiere im Zoo werden sich dagegen sicherlich freiwillig tot stellen ... ;-)
Viel Erfolg und gutes Licht damit - bin auch schon gespannt ... 30 Euro ... echt der Hammer ...
Gruß, Roland
Da findeste eine Anleitung, die alte Selenzelle gegen eine neue Photovoltaik-Zelle von Panasonic auszutauschen. Mußt dann nur noch einen 100 Ohm-Widerstand einbauen, und schon kann's wieder losgehen!
Na, wie erwartet hat sich ja so ne richtig schmuddelige Schrauberdiskussion unter diesem Bild entwickelt! ;-)
Das Ding ist aber auch geil, ich habs ja selbst in den Händen halten dürfen, und mich von der unglaublichen, russischen FEINmechanik überzeugen können. Einen Rückstoß hat das Teil, unglaublich! Man glaubt echt, eine Kalaschnikow in der Hand/auf dem Arm/der Schulter/überall zu haben!
Ich bin _sowas_ von gespannt auf die Fotos! Los, Film rin, oller Nackerlbatzel!
:-))) wußte gar nicht um die Existenz eines solchen Hilfsmittels, geniale Idee, dies hier zu veröffentlichen, und feine Diskussion hier, und Dank auch für Deinen Text. Vorschlag (Rubrik: wie komme ich in die "BZ"): Herrn Bundeskanzler hiermit abbilden; oder kurze mail an Bond-Produzenten wegen neuer Ausstattung für den jeweiligen Bösen; konstruktiver Verbesserungsvorschlag: in den Griff das Film-Magazin...Gruß.
@Die M.: So'n Mist! Schade um die schöne Kamera. Vielleicht mußt Du sie mal voll auseinandernehmen, dann entdeckst Du evtl. den Defekt. Aber, wer traut sich das schon...!
Komme übrigens gerade von meinem ersten Streifzug mit der Photosniper zurück (genaue Modellbezeichnung ist im übrigen FS-3). Hat echt Spaß gemacht, und die Leute haben lustig geguckt! Jetzt müssen nur noch die Bilder stimmen...
@Die M.: Was für ein Olympia-Logo ist denn auf der Zenit drauf? Gab ja zwei. Und, welches Herstellerzeichen, das von KMZ oder von MMZ (die wurden ja erst später zu BelOMO)?
Na, und die Praktica würd' ich aber schnell wieder ausmotten, is doch ein supi Teil, mit diversen Objektiven erst recht!
das ist aber ein act ohne ende, ich habe diese seite im netz, wo das erklärt wird, mal angesurft, schon vor monaten. aber ich muß das ganze "ding" für diesen umbau fast komplett auseinander nehmen, örks!
im grunde ist es ja nur ein träger für meine ganzen m42 optiken, die liegen hier zwar nur rum, aber ich will mal wissen, was die so leisten, die pentacons sind klasse, habe hier zwei festbrennweiten 1,8:50mm und 2,8:135mm, der rest sind heliopane und revue-optiken, die sind wohl nicht der rede wert.
die zenit's sind irgendwie immer stark vom zufall abhängig, was die qualität angeht, dazu sind 30-500stel auch zu wenig spielraum, belichtungstechnisch gesehen. es gibt wohl einige versandhäuser, die bieten heute, wie damals, die neuen zenits an, da findet wohl vorher eine selektion statt, ähnlich wie bei den kievs über den fotobrenner versand.
welche bodys, außer zenit und praktica, stellten den noch gehäuse für die m42 schraubgewinde her, tobias?
Hm, hatten Exas nicht auch M42-Gewinde? Bin mir aber nicht sicher.
Aber, Du hast schon recht, der Belichtungsspielraum bei den alten Zenits ist schon sehr beschränkt. Und, wenn Du noch eine Praktica rumzuliegen hast, würd' ich eh die nehmen!
Was findest Du an Revue-Optiken denn so schlecht? Ich hab' ein neueres 55mm, 1:1.2 Objektiv, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin.
ich glaube die exas haben wiederum ein eigenes bajonett, bin mir nicht ganz sicher.
ja, die revue-optiken, also, ich kann da ja auch nicht schlechtes dran finden. keine ahnug, warum die nicht mehr gefragt sind, als andere. muß wohl am namen und der damit vrbundenen assoziation liegen: revue = neckermann = kaufhaus = billig = nichts wert, was natürlich totaler schwachsinn ist.
dabei ist es interessant, welche marken bekannter hersteller damals für neckermann umgelabelt worden sind: eine revue ac 5 ist ein xxx ist eine xxx etc.pp.
die pentacons sind super, und eine 1:1,2 optik ist in jedem fall ein "neid" wert, auch von revue. wobei die bei offener blende nicht so dolle sein soll wie eben ein markenknaller, nikon oder so. böse zungen behaupten sogar, die pentacons sinhd besser, als die CZJ-optiken, besonders das 1.8: 50mm und das 2,8:135mm. da ich keine zeiss-optik besitze kann ich das nicht prüfen.
ich suche noch eine jupiter-scherbe 2,0: 85mm, aber leider selten zu finden. die selbe optik für meine minolta (mf-system) kostet noch schlappe 290 euro, ist aber eine echte granate.
kennst du die "robotar" optiken? erfahrungen mit gemacht?
na ja, wenn Du versuchen willst, ein gleichwertiges Objektiv dieser Qualität für weniger zu finden! Ich meine, 99 Euro is schon nicht wenig, aber das Objektiv is schon Hammer...
Tja, der T€ hat Einzug gehalten... :-( Is aber ein tolles Objektiv und, wie Du schon sagtest, schwer zu bekommen.
Auf dieser Seite gibt's auch noch einen Kommentar zum Objektiv: http://ussr.mods.jp/Lens-jupiter9.htm
Is leider auf Japanisch, für mich ja nicht das Problem! :-D Werde mich heute abend mal an eine Übersetzung machen...
"Eine Kopie des Vorkriegsmodells Zeiss Sonar 85mm/f2. Das erste Modell war silber. Sowohl die Auflösung als auch der Kontrast sind sehr hoch, ähnlich hervorragend wie beim ursprünglichen Modell. Wenn man von der ersten auf die zweite Blende abblendet, erhält man ein sehr gutes Bild.
Wegen des Brennpunkts und des Preises wird gesagt, daß es für Porträts das beste Objektiv ist. Aufgrund der genauen, beinahe kreisrunden Blende erhält man eine gute Schärfe, wie das Modell mit dem L-Mount ist - ?. Das irgendwo herauszufinden ist Euch überlassen.
Das Objektiv ist nicht so wie das 50mm f1.5-Objektiv Jupiter 3, aber von der Güte des Objektiv gesehen gibt es nur noch wenige solcher Objektive auf der Welt. Eine andere Version wird von KMZ hergestellt.
Der Verdienst von Contax waren Objektive ohne Kamerabody. So brillierten sie durch die Leistung der Doppellinsen. Dieses Jupiter-9 ist eine Kopie des 1933 ein Jahr vor der Veröffentlichung des Contax 1 veröffentlichtem Sonar 85mm f2-Objektivs."
Die Seite sah für Dich wahrscheinlich nur so komisch aus, weil Du die Kodierung nicht auf Japanisch eingestellt hattest.
stümmt, ich esse lieber japanisch als zu codieren ;))
danke für translation, tobias.
jetzt muß ich mal schauen ... wenn ich eine M42 schraubgewinde-kamera hätte, die eine ordentlich zeitautomatik hätte ...
oder ich lege noch 200 euro drauf für mein 85er minolta...
Boah, 2 Mücken für so'n Objektiv...hätt' ich das gewußt!!
Wie sieht denn das eigentlich mit den neueren Zenit-Kameras aus, haben die auch noch Schraubgewinde? Im Grunde sind die ja technisch fast identisch mit der E, aber halt TTL-Messung und Zeitautomatik, glaub' ich.
ja, die sind bis zur zenit ttl und der 122 und 122b, oder b122 noch mit schraubgewinde.
diese ganz neuen 300nochwas allerdings nicht mehr, die haben wohl das pentax-k bajonett.
aber die sehen extremst scheisse aus (platikbody) und haben immer "nur" noch 30-500stel. es ist eigentlich eine schnöde zenit e unter dem plastikbody ;)
die belichtungsanzeige mit diesen 3 dioden (ro über/unter und grün für richtig belichtet) ist auch so eine sache...geht zwar alles, aber da ist die spontanität irgendwie hin wen man erst sekundenlang fummeln muß ..
Daß die neuen Kameras immer noch von der Grundkonzeption schnöde E's mit Plastilin-Body sind, wußte ich. Aber, daß sie immer noch nicht die Belichtungszeiten erweitert haben, war mir nicht bewußt!
Ich denke aber, daß man trotzdem ernsthaft mit diesen Kameras fotographieren kann, wobei mich mit dieser Meinung wahrscheinlich viele Leute hauen werden. Is' halt ne Gewissensfrage, ob man sich das Jupiter-9 nu kauft oder nich... ;-)
was passiert da eigentlich? durch den sucher schauen, belichtung checken oder einstellen und, jetzt kommts:
auslöser drücken, vorhang geht auf, licht trifft auf den film, vorhang geht zu - fertig.
das sollten sich die damen und herren der superboliden-show mal durch den kopf gehen lassen.
alles andere ist spökes, hatte vor 30 jahren auch kein mensch, es lenkt, meiner meinung nach, nur ab. und die besseren fotos sind komischerweise alle alt bis asbach alt. die bilder, die ich mit praktica, zenit oder revue gemacht habe sind gleich gut/schlecht.
aber nicht schlechter als die, die ich mit teurem equipment geschossen habe. sieh dir die bilder von raphael g an, da sind viele voigtländer vito bilder bei,
ich selbst habe auch so eine kamera aus den 50ern:
das fotografieren ist anders, nicht besser als heute, aber anders, und: es kommt mir irgendwie entgegen bei der aufnahme.
na, ich schau mich mal nach einer zenit ttl oder 122 um :))
ich weiß, du weißt das, nackerlbatzerl, ich schreibe das hier auch nur für die nachwelt auf ;))
p.s.:
25 jahre alte minolta kompaktknipse, aber mit einer geiler rokkor-optik: watt willze mehr?
Ja, ich nenne es gerne das "EOS 10D"-Syndrom... Teure Kamera = gute Fotos - das denken viele. Dabei ist es dann auch noch egal, ob man eine Scheißoptik vorne dran hat!
Meine Hauptkamera ist ja die Ricoh-SLR, die hat ja eh nur Zeitautomatik - mehr wollte, brauchte und will ich auch gar nicht! Die Zenit ist halt noch ein bißchen kultiger, lauter, schwerer...*sabber*
ich habe auch "Nur" meine minolta-x500 mit fast allen festbrennweiten als "richtige" kamera mit zeitautomatik im einsatz - unbezahlbar gut eigentlich.
letzte woche war ich beim satan, da schlich ich so um die af-canons, minoltas und nikons rum: mir fiel auf - keine festbrennweiten, also fragte ich den verkäufer danach, der sagte offen und ehrlich zu mir, er hätte die letzte festbrennweite vor vielleicht jeder menge jahren in der hand gehalten (beim satan) "die leute wollen nur zooms weil das trendy ist", fand ich dann natürlich witztig, er mußte auch lachen.
in den 70ern war es genau andersrum, da waren festbrennweiten standard.
wenn jemand, der nur mit zooms knipst, seine aufnahmen einmal durchschaut wird er sehr schnell feststellen: fast alle aufnahmen sind entweder im kleinsten oder größten zoombereich aufgenommen. da wäre er besser bedient, wenn er sich eben zwei festbrennweiten zulegen würde.
Ich persönlich finde Festbrennweiten auch sehr viel besser, allein schon wegen der Verzeichnung von Zoomobjektiven (beginnt ja schon bei 50mm).
Du hast recht, die meisten benutzen glaube ich wirklich nur den kleinsten oder größten Zoombereich.
Und, daß Zooms "trendy" sind... Ich glaub, mir wird schlecht!
wenn du bei ebay so die angebote siehst: da verlangen leute für popeligste kameras samt objektiven horror-geldsummen, weil sie meinen, da sind jetzt noch 2-4 ZOOMS bei = irre viel wert.
wenn ich dann sehe, dass die klassischen 50er brennweiten teilweise für 10-20 euro weg gehen...jesses!
ich habe ein Pentax 50er ersteigert für 16 euro, sowas scharfes habe ich selten erlebt, totaler wahnsinn. die minolta-rokkore ebenfalls, ein 135 für 24 euro, ein 50er für 12, und ein 28er für 21 euro.
also, ich beschwere mich nicht, wenn die leute auf zooms abfahren.
Zenit Photosniper. Davon hab ich auch noch eine. Muss jedoch noch die passende Zenit SLR auf dem Dachboden suchen. Ich glaub ich schaue gleich mal nach :)
Hey, eine Zenit haben wir auch nich rumliegen. Der eingebaute Belichtungsmesser war genial. Den hab ich manchmal sogar als "externen" BeliMe verwendet, wenn ich mit ner anderen Kamera fotografiert habe.
Ja, wobei man bei den Belis vorsichtig sein muß, da es Selen-Belis sind. Die haben die schlechte Angewohnheit, nach ca. 20 Jahren ausgelutscht zu sein, wenn man die Kamera nicht immer schön im Dunkeln lagert...
Was für einer Zenit haste denn? Die E?
Also die Kamera liegt im dunklen Schrank. Was für eine, muß ich direkt nochmal nachschauen. Ist ursprünglich die von meinem Vater und liegt dort auch im Schrank.