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Hallo,
es ist ja interessant, wie du allein durch die Techniken der Montage und Bildunterschrift dem Bild seine eigenwillige Facette verpasst. Grundsätzlich ist ja abgebildete Situation eine alltägliche und wird sicher auch von vielen gleicher Art durchlebt: der bloße Moment gibt noch keine Wertung oder Emotion her. Daher ist es ja auch immer wieder eine Gratwanderung, die eigenen Bilder/Fotografien überhaupt mit erläuternden oder auch prätendierenden Unterschriften zu versehen. In der Regel kann der durchschnittliche Betrachter - der sich durch die fc allein anhand von thumbnails der dargebotenen Fotografien seine höchst willkürliche Vorauswahl trifft -, gar keine angemessene Idee bilden. Insofern bleibt die Bewertung durch die Community ebenso affektiv, wie die eigene Wertsetzung durch den subjektiven Fokus. Der subjektive Fokus wiederum leitet die Anordnung der technischen Hilfsmittel und gerät dadurch zu einer scheinbar unendlichen Variation von sog. Geschmacksfragen, was die Fotografie als Kunst ja auch andauernder Kritik aussetzt.
Um die Fotografie vielleicht auch ohne Text und Filter wirken zu lassen, würde sich ggf. ein Arrangement bzw. eine Bilderstrecke eignen, die versucht zumindest ansatzweise die hier von dir in der Unterschrift beschriebene Willensbeschränkung zu skizzieren: das kann durch Abbildung alltäglicher Verrichtungen und Gadgets ebenso passieren, wie durch die Integration von Symbolen und Zeichen. Da die Welt voller solcher Zeichen ist (von der Zeitung über einen Fahrplan bis hin zum missliebig unterschriebenen Arbeitsvertrag...) kommt dort schnell allerhand Material zusammen, das schnell auch für eine hohe Zustimmungsrate und Identifikation bestimmter Nutzer herhalten kann: immer dann, wenn der Wiedererkennungswert mit persönlichen Vorlieben in eins fällt. Dann könnte sogar eine Fotostrecke weg kommen von der nur subjektivistischen Sicht auf die Welt hin zu einer wirklichen Kritik, die allein durch Bildersprache überzeugt und sich jeglicher Ergänzung durch das umständliche Wort oder eine situative Setzung des Fotografen entledigen kann.
Letztlich berührt diese Entscheidung aber auch die Grundfrage jedes Fotografen: was sein/ihr Anliegen sei. Ich erkenne ein bestimmtes Anliegen in den laufenden Bilderstrecken, würde mich nun z.B. darüber freuen, wenn die Abbildung von bekannten Gesichtern der Nachkonstruktion von Dingen folgt. Ein interessantes Beispiel - das die Gemütshaltung in der Sicht auf eine vergehende Industriegesellschaft wirft -, findet sich in den Fotografie von Matthias Hoch: http://www.renabranstengallery.com/hoch.html
unser vorschlag für diesen monat ist nicht mein vorschlag sondern das foto wurde durch eine faire
abstimmung demokratisch gewählt unter einer riesiegen auswahl sehr guter fotografien oder sollte ich es mit "ph" schreiben denn das trifft es besser und ich habe mich sehr gefreut über die art der unterstützung.
das foto ist eins aus dem portfolio und steht stellvertretend für die "künstlerin" frau e denn wie ich finde hat sie den stern für ihr gesamtportfolio verdient.
das foto entstand analog mit einer yashica und wurde dann vom negativ gescannt um den weg in die digitale welt zu finden.
meine deutung der arbeit ist völlig unwichtig und sollte nicht wirklich von belang sein denn jeder einzelene voter hat eigene assoziationen und gefühle beim betrachten einer fotografie und sollte unvoreingenommen an die abstimmung gehen.
ich hoffe nur das sich einige die mühe machen diese zeilen zu lesen und das bild wenigstens 5 sec wirken lassen denn das hat das foto, die fotografin und das model verdient.
hier noch ein anstoß zum grübeln:
Ein Bild gibt uns das Gefühl, die ganze Welt in den Händen zu halten. Fotos sind Dokumente des Augenblicks, des Lebens, der Geschichte. Die Fotografie verwandelt die Welt in ein ewig fortbestehendes Angebot, aus der Wirklichkeit in das Reich der Fantasie, aus dem Schmerz in die Freude zu fliehen – durch das Fenster der Seele, das Auge. --Mario Cohen-
Es war nicht meine Nummer 1, daher skippe ich auch ... die Idee zum Bild gefällt mir. Ich hätte mir nur den Hinteren etwas deutlicher, also mit weniger Bettzeug vom Vorderen gewünscht.
Für deine Idee bekommste aber ein PRO =)
War im Ranking vom Doc meine Nr.5, also an letzter Stelle (einer ausgezeichneten Vorauswahl).
Das Bild ist von Idée und Umsetzung her superb, hat m.E. aber zwei kleinere "Schwächen": Die zu starke blaue Tonung sowie den unsauberen, nicht ausgefleckten Scan (sichtbare Staubkörner dessen).
So reicht es beim Bild nur zum Skip, die Idée dahinter (sowohl jeweils von der Fotographin als auch vom Doc) bekommt dagegen mein vollstes Pro !
Bernadette O., 3.02.2011 um 13:17 Uhr
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