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Hier mal ein Beitrag, wie man eine handelsübliche Kompaktkamera für die Makrofotografie tunen kann.
Man nehme eine Kamera mit möglichst großem Telezoom (natürlich geht auch eine mit 3-fach) , Bildstabilisator (muss nicht, hilft aber) und Innengewinde vorn am Objektiv und besorge sich einen preiswerten Schraubfilter bzw. einen leeren Ring.
Weiterhin braucht man einen im Durchmesser ausreichend bemessenen Achromaten.
Das ist eine aus zwei Linsen mit unterschiedlichen Eigenschaften konstruierte Linse, sie ist relativ frei von chromatischen Fehlern (Farbsäume).
Notfalls schraubt man Opas Fernglas auseinander, die Frontlinse ist dafür hervorragend geeignet...
Nun lässt man sich bei seinem Optiker diese Linse für den Schraubring passend schleifen und klebt sie mit der stärker gewölbten Fläche nach vorn zeigend ein.
Jetzt kann man den Telezoom (bei der Leica hier 12fach!!!!!!!!!) der Kamera in dem Abstand nutzen, den die Linse von der Brennweite her erlaubt.
In diesem Fall waren es 4,5 dpt, also etwa 22 cm Idealabstand.
Alle Abstände zwischen 22 cm und optisch unendlich sind nun voll nutzbar
(optisch unendlich dann natürlich nur OHNE die Linse, der Abstand im Weitwinkel ist kameraabhängig kürzer).
Vorteil: Makrofotografie ist nun in absolut irren Maßstäben möglich.
Freistellung ist nun auch mit der Kompaktkamera kein Problem mehr, selbst das Fokussieren auf winzige Objekte im Gras stellt kein Problem mehr dar.
Nachteil: Die Kamera braucht nun zwangsläufig mehr Licht, Belichtungszeiten werden länger.
Stativ oder Bohnensack werden unverzichtbar.
Unter dem Strich eine Erweiterung der Möglichkeiten, die den Bastelaufwand lohnt.
Wenn ich nicht täusche hast Du ja beruflich mit Optik zu tun, ich bring Dir alles vorbei und laß Dich basteln.
:-)))))))))))))))) Ideen muß man haben.
VG Dieter
Und was nimmt der Optiker des Vertrauens fürs Schleifen? Ich meine, ich hab ja einen Achromaten, für den ich aber ca 40 cm Abstand brauche. Dafür ist die Vergrößerungsfähigkeit nicht so groß. Ein zweiter wär also nicht schlecht, eine Optiker-Freundin ist auch vorhanden. Nur will man ja wissen, was realistisch ist. Nicht dass die Freundin noch meint, man möchte es umsonst.
@Elisabeth: Wenn es deine Freundin ist, dürfte sie es wohl als Freundschaftsdienst sehen. :-)
@Siegfried: habe ich noch nicht probiert. Das hier ist eine Lösung für Kompaktkameras, wäre einen Versuch wert zu sehen, was mit DSLR geht.
Wolfgang, wann hättest Du dann mal Zeit? *g*
Ich habe noch immer die tollen Zeiss-DDR-Objektive meiner Praktika........
Schön, daß Du dieses Thema nochmal aufgreifst.
Übrigens heißen diese Kameras inzwischen "Bridge". Weil sie die Brücke bilden von Kompakt zu Spiegelreflex. Hab ich im "test"gelsen!
VG I.-L.
@Inge: Genau.
Leider hat Nikon inzwischen das Bridge-Kamera Segment aufgegeben.
Ich hoffe, dass meine gerade in Reparatur befindliche 8700 noch lange hält...
also ich habe auch eine lumix genommen, diese ist wirklich 200€ "günstiger" & für ein leica elpro 3 hab ich 150€ hinlegen müßen, aber nie bereut. manchmal klemm ich noch mein raynox macroscopic drauf, muß aber dann mit stativ arbeiten
finde aber deine idee trotzdem super !
lg thomas
So langsam freunde ich mich mit Deiner Bastelei an.
Ich bekomme demnächst etliche uralt Objektive und überlege was damit zu basteln ist.
Man wir ja noch mehr von Dir darüber hören.
VG Dieter
Wolfgang Du spricht hier von einer handelsüblichen Kompaktkamera. Respektlos kann ich da nur sagen! ;-)))
Deine Bastelanleitung bestens.
Ist das, was Du hier zusammen gebaut hast vergleichbar mit den aufschraubbaren Nahlinsen zum Beispiel von Soligor?
@Heinz: Ja, der Witz ist der, dass viele Nahlinsensätze aus Einzellinsen bestehen, die Farbsäume erzeugen.
Natürlich gehen ebenso "gekaufte" Linsen, wenn sie denn achromatisch sind.
LG
Wolfgang
Vorsatzachromaten gibt es doch schon seit vielen Jahren.
Der hier beschriebene Aufwand wird in etwa so viel gekostet haben wie ein mindestens gleichwertig funktionierender Raynox DCR-150
Trotzdem wenn Du es jetzt schon mal gebastelt hast:
Den Außenrand der Linse würde ich noch mit schwarzem Mattlack abdecken um Fremdlichteinfall zu verhindern.
Servus vom Werner
@Werner: Im Prinzip hast du Recht, nur komme ich von Berufs wegen (Optiker) recht leicht an solche Teile und kann sie auch selbst verarbeiten.
Mit dem Lack hast du prinzipiell auch Recht, nur hat sich bis jetzt kein Streulicht bemerkbar gemacht, deshalb habe ich es so gelassen.
LG
Wolfgang
Geiles TeiL!! Ich hab da mal ne Frage, könnte ich das auch mit dem Kitobjektiv von Canon machen, also dem EFs 18-55mm?? Und wo kriege ich einen passenden leeren ring her? Wäre schön, wenn du mir antwortest:-)
MfG
The Radical Photo Machine
Toller Bauvorschlag für eine hervorragende Nahlinse!
Die von dir beschriebene Methode ist hervorragend weil:
Der verwendete Vorsatzachromat erlaubt die Verwendung eines viel größeren Brennweitenbereiches als die von mir beschriebenen teureren Fertigvorsätze.
Übrigens gibt es einen passenden Achromaten z.B bei www.astromedia.de Achromat Nr.64 hat 5,5 dpt und ist vergütet und kostet nur 6,30€
also keineswegs so weit her geholt. Gleichwertige kommerzielle Lösungen sind nicht unter 50€ zu kriegen!
Handelsübliche Kompaktkamera hihi. Guter Name für eine Leica^^
Sehr interessant was du dir da zusammengebastelt hast. Ich verwende ja selbst auch keine Spiegelreflex, sondern eine kompakte alte Sony DSC f828, auf der ich auch eine Makrolinse verwende. Allerdings eine von Sony die auch farbkorrigiert ist. Jedenfalls interessant mal anzusehen mit was die Leute so fotografieren. Erstaunlicher Schärfebereich übrigens für ein "gebasteltes" Tele.
LG Peter