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Eine relativ häufige eurosibirische Art aus der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae), fehllt in Großbritannien, Nordskandinavien und Nordrußland, im Mittelmeergebiet vorwiegend in den Gebirgen anzutreffen. Bei uns überall verbreitet. Die Art lebt an verschiedenen Korbblütlern, seltener auch an anderen Pflanzen. Die Färbung der einzelnen Individuen erscheint sehr variabel.
Für diese Art lassen sich folgende Bestimmungsmerkmale anführen: Seitenecken des Halsschildes (Pronotum) relativ spitz, stark vorstehend; die Basis des Flügelrandes liegt etwa in der Mitte zwischen dieser Seitenecke und dem Grundwinkel des Schildchens (Scutellum). Im Gegensatz dazu bei Carpocoris purpureipennis, der etwa glcichhäufigen verwandten Art, sind die Seitenecken des Halsschildes weniger vorstehend; die Basis des Flügelrandes liegt der Seitenecke des Halksschildes viel näher als dem Grundwinkel des Schildchens.
Es sind in den letzten Monaten einige Fotos von beiden Carpocoris-Arten in der Sektion zu sehen gewesen.
Als Dia am 22.8.1994 in Köln mit der Olympus OM aufgenommen durch H.J. Hoffmann, der mich für die Wanzen sensibilisiert und dieses Foto (hier Scan) freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Diese Wanze erinnert mich unglaublich an einen Muskelprotz, der nicht weiß, wie er seine breiten Schultern heil durch eine Tür bringt. Du schreibst, dass die Art hier ziemlich verbreitet ist. Mir ist solch ein Tierchen bisher noch nicht begegnet, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und dann weiß ich wenigstens, was bzw. wer mir da über die Füße krabbelt.
Die hab ich auch schon gesehen ....
Und ich bin doch erstaunt, wie viele verschiedene Wanzenarten es gibt - ebenso wie ich erst durch die Macrofotografie lerne, auch z.B. die Schwebfliegenarten zu unterscheiden.
Liebe Grüße
Maren