Foto aus dem Akt-ChannelTeilnahme am ForumFotos verkaufenMehr Foto-Ordner anlegen?Mehr Favoriten speichern?Mehr Freunde speichern?Mehr Fotos speichern?Am Galerie-Voting teilnehmenProfilbesucher anzeigenMehr Fotos veröffentlichen?Zugang in allen Sprachversionen?WerbefreiheitBezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
Wieder einmal Freitag an dem ich meine Sommerpause mit guten Grund unterbreche,
- diesen Freitag ich nutzen möchte einen Freund der hier als -Achim – Kübo- bekannt ist und der morgen seinen Geburtstag feiert einen kleine Freude zu bereiten.
Bleibt mir jetzt nur die Hoffnung das die Überraschung gelingen wird.
Persönlich werde ich ihn erst am Sonntag gratulieren können da er für zwei Wochen mein Gastgeber seien wird.
Lang suchte ich nach einen Bild mit einer gewissen Ausstrahlung in der sich die typisch längst vergangene DDR Zeit auf der Saalebahn nicht nur auf der Schiene widerspiegelt.
Die Lok mit ihren schweren Personenzug eben nicht das ganze Foto einnimmt, dennoch zu sehen ist was sich da gerade im Moment abspielt.
Wie das Lokpersonal sich alle Mühe gibt ihre Fahrgäste, die hauptsächlich aus Arbeitern der berühmten VEB Carl Zeiss Jena Werken bestehen, an ihr Ziel zu bringen.
Mit all ihren Können aufwarten um die ihnen anvertrauten Menschen wieder sicher und pünktlich zum späten Nachmittag den wohlverdienten Feierabend zuzuführen.
Von Jena West kommend (siehe Foto von Henning Gothe) rollte der P 5033 über ein Kreuzungsbauwerk also über die Saalebahn um parallel neben dieser in den Bahnhof einzufahren.
Dabei bekam ich jedesmal ein kippeln in den Magengegend beim Einfädeln in die Saalebahn.
Dies geschah über einen sehr kurzen Bogen in der Ausführen von einmal recht - danach sofort wieder stark links einschlagend.
Loks mit 2 Meter Raddurchmesser dazu die hohe Kessellage der 01.5 begannen plötzlich zu Schaukeln wie ein Schiff. Entspannung erst dann wenn unser Dampfer wieder stabil auf den geraden Gleisabschnitt bis zum Ausfahrsignal ruhig dahin rollte.
Jetzt war noch ein lohnender Blick nach hinten angesagt wo sich der Rest des Zuges bewegend wie eine Schlange übers Land, langsam ebenfalls der Geraden des Gleis 1 anpaßte.
Alles das liegt hier auf unseren Foto schon hinter uns, 16.55 Uhr - der harte Kampf mit der Zeit nahm seinen Lauf.
Standen wir eben noch neben den Bahnhofsgebäude quälten wir uns jetzt mit voller Kraftanstrengung abermals über eine Weichenstraße um in das rechte Gleis der Saalebahn zu gelangen.
Zum größten Teil ist es auf unseren Foto bereits gelungen, nun gibt es nur noch eins so schnell wie möglich auf Geschwindigkeit zu kommen.
Bis zum nächste Halt sind es nur schlappe 4 Kilometer wo der Haltepunkt Rothenstein erneut zum halten auffordert.
Vorgegeben für das schwere Anhängsel sind im Fahrplan 5 Minuten, wobei Ankunft 17.00 Uhr - gleich Abfahrzeit ist.
Schön und gut, - doch Rothenstein liegt voll in einer überhöhten Rechtskurve die eine leichte Anfahrt zu verhindern weis.
So erinnere ich mich z. B. an Personenzüge mit der 41er die dort einfach überhaupt keine Lust hatte anzufahren.
Da half nur noch eins, Steuerung zurück, Regler auf bis sich das Fuhrwerk sich etwas bewegte danach sofort die Steuerung wieder in Fahrtrichtung legen und auf den Regler.
Leicht ist hier alles beschrieben doch oft stand mitunter einen der Schweiß auf der Stirn wenn die Tricks versagten.
Ja es gibt nämlich noch so was wie ein Wetter das einen übel zusetzen kann. Von jetzt auf gleich ändern sich die Bedingungen, schlagartig wollen die großen Räder gar nicht mehr greifen und drehen durch. In diesen Momenten kommt es voll auf das Geschick der Lokführers an der auch „Meister“ genannt wird, mit recht.
An den 30. 07. 1980 (Achim vor 17 Jahre und einen Monat genau) als mein Foto entstanden brauchen wir nicht vom Wetter zu reden.
Viel mehr kann der Betrachter in der historischen Aufnahme erblicken.
Einen Halbschranken Bahnübergang deren Straße zum Bahnhof führt welcher wie eine Insel zwischen der Weimar – Geraer Strecke und der Saalebahn liegt.
Wie so vieles ist diesen Übergang schon Geschichte, nicht mehr existent.
Treu und brav wartend steht da ein „MZ Gespann“, deren Fahrer mit seinen Nachttopfhelm abgestiegen ist weil er sicher weis das die Schranke länger geschlossen bleibt. Sein Mitfahrer in Beiwagen hat sich locker auf diesen gesetzt um eine bessere Aussicht zu haben.
Fragt sich nur was der LKW Fahrer erspäht hat er schaut ganz wo anders hin.
Die für einen Eisenbahnfreund doch äußerst erregenden Klänge der 01 0505 bei ihrer kräftigen Anfahrt können ihn gar nicht davon abringen den Kopf zu verdrehen.
In den nächsten Augenblicken vielleicht wird sich das ändern wenn die 01.5 in ihrer vollen Größe den Bahnübergang ausfüllen wird?
Interessant der Laternenpfahl der gleich die Last zwei verschiedenartiger Lampen aufnehmen mußte. Hier haben wir es mit einer Vereinigung von Bahn und Straßenlampe zu tun , sieh an sieh an.
Neben der Lok zu sehen ein Teil einer Reihe alter Eisenbahnerhäuser die oft nur mit Ziegelsteinen errichtet waren.
Noch gut im schwarzen Qualm auszumachen der Antennenwald auf den Haus mit dem die Bewohner damals versuchten die große weite Welt in ihr Wohnzimmer zu bekommen.
Über die gut bewachten Grenzen gefahrlos hinweg zu schauen weil ja Reisen durch den eisernen Vorhang von den Grad der Verwandtschaft im Westen abhing.
Unwahrscheinlich hoch wuchernd sehen wir im Sommer 1980 auch das die Natur ihren Platz beansprucht, vorrangig in grün der Gräser und Bäume.
Der Prellbock links, kaum zu noch erkennen in einer ungewöhnlich hochgewachsenen Naturwiesenmischung die leider auch einen Teil der herrlichen Dampflok mit verdeckt.
Dafür und nicht verdeckt sehen wir eine der drei Loks des Bw Saalfeld, die 01 0505 welche immer noch mit ihrer spitzen Rauchkammertür versehen die Eisenbahnfreunde besonders erfreut.
Wie immer, ein Genuß zu lesen, besonders für einen "Wessi", und natürlich das Foto, wenn ich alleine die Doppelstockgarnitur sehe, wird mir ganz wehmütig ums "Herz". Du triffst immer wieder ins Schwarze mit Deinen Fotos und Texten, wünsche Dir ein schönes Wochenende,
Jan
Wieder einmal eine herrliche Aufnahme vom damals ganz normalen Alltag, die man heute mit ganz anderen Augen betrachtet. Bei diesem Personenzug ist schon Einiges in Schwung zu bringen, hängen doch an den beiden Doppelstockeinheiten auch noch drei Rekowagen zur Verstärkung. Mal davon abgesehen, dass es damals noch Berufsverkehr gab und die Züge gut besetzt und nicht aus Spass so lang waren.
Heute neu errichtete Bahnsteige würden ihrem Zweck nicht ansatzweise genügen und man könnte jede H-Tafel ignorieren.
Schön auch immer wieder die alte Rauchkammertür an der 01.5. Die 505 behielt sie ja bis zum Ende.Alles in allem wieder ein interessantes Wochenendbild mit dem besonderen Flair.
Whow-
was für ein Bild!!
ich seh meine Lieblings-DR-Wagen- die grünen DoStos...
und vieles was einem aus Kinder und Jugendzeiten so vertraut ist..
Übergreifend auch, das Verkehrsarbeiter stehts bemüt waren, Fahrpläne zu halten-ob große oder kleine Bahn..
Ein Volltreffer-so kann man das Bild ruhig nennen!
Vg Steffen-
Danke für die lieben Anmerkungen von euch in so kurzer Zeit.
Eigentlich war das Foto wie zu lesen nur als Geburtstagsüberraschung gedacht.
Das sich viele andere ebenfalls daran erfreuen konnten ( bis jetzt 202 Klicks) gibt mir Ansporn und besagt das ich auf dem richtigen Dampfer bin.
So verspreche ich euch bereits jetzt, wenn ich zurück bin werdet ihr die 01 0505 mit ihren Zug 2-3 Sekunden später in voller Größe auf den Überweg bewundern können.
Morgen früh geht’s in die Spur für 14 Tage zu Achim-Kübo an der Mollistrecke.
Wo der Molli nach seinen Angaben am Tag so 20 mal an seinen Haus vorbei kommen wird.
Darauf ich mich jetzt schon riesig freue.
Möchte mich noch für all die gutgemeinten Urlaubswünsche von euch bedanken.
Das ist wieder ein Leckerbissen von Dir! Wie oft bin ich damals über diesen Bahnübergang gegangen, aber Bilder aus der Perspektive habe ich nicht eingefangen. Mein Ziel war meistens die Wiese am Einfahrsignal.
Gruß
Henning
DA hat sich die sucherei aber wirklich gelohnt - eine tolle Aufnahme - so viele Details und Erklärungen - man muß geradezu drin herumspazieren und guggen, was hinter der Straßenbiegung ist :-).