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schnell setzen bei uns ungeübten Westlern Reflexe ein, unbedachte Regungen emotionaler Anteilnahme, die ihren Ursprung in durchaus durchschaubaren und ganz und gar archaischen Synapsenkonstellationen und und nicht zuletzt einer gehörigen Portion Fremdartigkeit haben mögen.
Ich kenne nicht seine Kindheit, nicht sein Kloster, zu dessen Bedingungen er aufzuwachsen angehalten ist (die vorübergehende Entsendung mindestens eines Sohnes in ein Kloster sichert dessen Fortkommen und eine zumindest rudimentäre schulische Ausbildung, ohne die Ursprungsfamilie wirtschaftlich dabei weiter zu belasten), aber die Spuren in seinem Gesicht sprechen die Sprache eines harten und entbehrungsreichen Lebens jenseits jeglicher Sozialromantik.
Die Sekunde seines Blickes währte nur kurz, aber noch lange sollte er mir im Gedächtnis bleiben und auch jetzt nicht vollends von dort verschwunden sein......
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Novize während einer Zeremonie im Mahabodhi-Tempel, Bodh Gaya, Bihar/ India Nov. 2010
Nikon D700 - 180 mm, 1/125 bei f5,6, BK -0.7, ISO 800
andere Zeit, anderer Ort - aber nicht ohne Vergleichbarkeit
Ich geb´ dir mal einfach deinen Kommentar zurück, weil er mir passend erscheint und ich mich darüber gefreut habe:
»ich 'beneide' Dich um das Erlebnis - und beglückwünsche zu den daraus resultierenden Aufnahmen.....«
Wieder ganz stark und voller Emotionen.
Sollten die Gesichter von Kindern so aussehen, so voller Ernst, so hart ... ? Ich glaube nicht.
Ich kenne diesen Gesichtsausdruck von Bildern, die meine Tochter in Burma gemacht hat. Es berührt mich immer wieder sehr.
Danke für solch eindrucksvolle Bilder, auch weil sie zum nachdenken anregen.
vG Detlef