Dies ist eine Bezahl-Funktion
Premium-Nutzer knnen schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
  • In allen Foren lesen und schreiben
  • Aktbilder hochladen und anschauen
  • Am Galerie-Voting teilnehmen
  • Bis zu 30 Fotos pro Woche hochladen
> Jetzt Premium-Mitglied werden
 

Delhi, Paharganj von Heidi Schneider

Delhi, Paharganj


Von 

Neue QuickMessage schreiben
19.03.2006 um 9:54 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
BITTE DIE NEUE SEKTION BEACHTEN

Scan vom Dia
Reload in sw

Anmerkungen:

d1w.gifBitte melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.





Andreas Allgeyer, 19.03.2006 um 10:19 Uhr

Eins der Bilder, auf dich nochmal zurückkommen muß. Kann aber bis zu 48 Stunden dauern, ich brauche manchmal länger. Was ich weiß, was mir gefällt, das ist folgendes:

1.)Der Fotograf hat sich nah rangewagt, er ist nicht nur Voyeur, sondern wird wahrgenommen und akzeptiert. Man kommt sich als Betrachter also auch nicht voyeuristisch vor, sondern hat teil an der Situation. Das befreit und schafft Sympathie.

2.)Da stecken eine Menge Geschichten, Fragen und Ideen und Beobachtungen drin, das hat auch was ungewönliches, fremdes und beruhigendes. Das liegt an der Szene, die schon vom Körpergefühl her nicht den hiesigen Verhältnissen entspricht und daher Freude macht.

3.)Die Lichtverhältnisse, das es alles im Schatten stattfindet, die Menschen eher dunkelhäutig sind etc, macht diese Aufnahme nicht einfach und es ist ausgesprochen gut gelöst. Für einen Scan vom Dia sowieso. Hier mein Respekt.

Wenn ich nochmal zurückkomme, dann liegt das auch daran, daß ich mich etwas mit dem Schnitt anfreunden muß und der Tatsache, daß eventuell zuviel außerhalb des Bildes stattfindet. Ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob mir hochkant gefällt. Da es sich aber um Streetfotografie handelt, die ja eine schnelle Reaktionszeit und einen guten Augenblick braucht, wäre ich sofort bereit, dieses Bild zu akzeptieren und gut zu nennen.

Aber ich denke nochmal drüber nach.



Roland Schiefer, 19.03.2006 um 10:20 Uhr

Ein Bild, das pure Lebensfreude vermittelt. Was könnte man bekriteln? Anschnitt Arm rechts und Fuß links, Lichtfleck unten. Aber an der Bildwirkung schmälert das alles nichts. Aber das Bild sollte zu einer kleinen Serie gehören. Denn was nicht allgemein bekannt ist, ist das der Eingeseifte gleich weder in den Fluß, noch in ein Bad noch in eine Dusche steigt. Er wird diesen Schöpfbecher nehmen, den der eine in der Hand hält, vielleicht noch einen zweiten und dann eine wilde Becherdusche losjagen.
Ich hoffe Heidi, Du hast auch dieses Bild.
Gruß Roland



Michaelangelo X, 19.03.2006 um 10:22 Uhr

nachdem der Andreas so viel treffendes gesagt hat, sag ich nur kurz: klasse.
:-)



Zion, 19.03.2006 um 11:03 Uhr

Unterschreibe das, was Andreas Allgeyer geschrieben hat.
Outstanding
Ernst



Andreas Sc., 19.03.2006 um 11:09 Uhr

Die Situation ist aus meiner Sicht gut eingefangen, das Lächeln wirkt sehr natürlich. Der abgeschnittene Fuß im Vordergrund irritiert mich relativ stark.
Gruß, Andreas



Uschas Witzar, 19.03.2006 um 11:28 Uhr

hm, waren da noch andere fotografen links neben dir?:)

zumindest schauen die zwei anderen dorthin.
ich denke zum fotografieren wäre diese position weiter links und dann auch querformat besser gewesen.

aja: kleiner hochladen, ich will das bild als ganzes betrachten!

das motiv ist natürlich super und die grautöne auch.



Heidi Schneider, 19.03.2006 um 11:29 Uhr

Das Dia ist links ein wenig geschnitten, ich fand das Beingewusel nicht so hilfreich (es sitzt ein vierter Mann dahinter, man sieht nur etwas Haare)
@Roland, ich habe nur dieses eine Bild. Wir haben etwas rumgealbert, ich habe eine Duschgelegenheit dankend abgelehnt und das war's...
@Uschas: Keine Fotografen, ein anderer Mann hat ihnen was zugerufen.
Bei "Opera" kann man mit - und + die Grösse variiren.



Kurt Salzmann, 19.03.2006 um 12:00 Uhr

Kritik - hart und direkt! - Zyklus 1
___________________________

Herrlich frisch - wegen Farbe, Schnitt, Darstellung und Kulisse.

Mich beschäftigen beim Betrachten dieses Bild nicht so sehr die fotografischen Details.
Ich hinterfrage das Motiv beziehungsweise die Motivation das Foto zu machen. Keine Angst vor Verurteilung, ich habe auch Fotos gemacht bei denen mich diese Frage beschäftigt.

1. Könnte ich so ein Bild in Zürich oder Stuttgart machen. Oder nur in für Europäer exotischen Weltregionen. Wo eine gewisse Hemmschwelle, auf Grund von räumlicher und mentaler Distanz, besteht.
2. Wie sieht eine solche Szene in Mitteleuropa aus? Die Morgentoilette von drei jungen Männern, nicht gestellt oder arrangiert... einfach mal klingeln, blitzen und klicken. Eher selten meine Vermutung. Als ich noch jung war hatte ich keine amerikanischen Touristen vor meiner Dusche, mit etwas Glück afrikanische Studentinnen, aber die wollten auch nur duschen und hofften dass das Wasser noch warm genug war.

Fragen die ich mir oft stelle und weil ich keine Befriedigende Antworten habe sind mir Fotos lieber bei den man erkennt das ein direkter, nicht zufälliger, flüchtiger Bezug zum Fotografen besteht. Also ein gleichberechtigt Beziehung, wo sich das gegenüber notfalls selber schützen/verweigern kann.
Ich unterstelle nicht dass hier eine solche Beziehung nicht bestand, und das Bild gegen den Willen des Fotografierens entstand. Was mich aber irritiert ist das die Aufmerksamkeit nicht allein der Fotografin gilt und ich spekulier ob da ein ganzes Rudel am knipsen war. Ein Situation in der ich mich nicht Wohlfühlen würde. Weder als Fotograf noch als Fotografierter.

Halo Heidi, ich hoffe das war verständlich, sonst können wir das Thema vielleicht persönlich an einen Zürcher Fotocommunity Stammtisch diskutiere



Heidi Schneider, 19.03.2006 um 12:18 Uhr

@Kurt: Ich kann diese Gedanken nachvollziehen.
In Indien war ich 6 Monate, insgesamt 20 Monate in Asien, vieles Exotische war mir so vertraut, dass ich keine Bilder davon habe. Es ist nicht das Exotische, das mich anzieht, sondern in diesem Fall die Lebensfreude. Ich denke, bei drei aufgedrehten Typen am Brunnen würde ich auch abdrücken.
Bei Portraits sieht man den Leuten meist an, ob es ihnen wohl ist, abgelichtet zu werden. Ich mag keine gerunzelten Stirnen oder ängstliche Blicke, oder unwilliges Posieren. Bei Zweifeln habe ich keine Bilder gemacht. Diese Männer hier wurden gefragt. Es waren keine Touristen in der Gasse, ich habe eine Schneiderin gesucht, um einen Seidenschlafsack nähen zu lassen. Ein Mann hat sich mit den nassen Boys unterhalten und es war sehr schön, dass sie nicht posiert haben und mich nicht so ernst nahmen, und nicht alle in die Kamera gucken.



Heidi Schneider, 19.03.2006 um 12:38 Uhr

@Kurt <<<<<Ein Situation in der ich mich nicht wohlfühlen würde. Weder als Fotograf noch als Fotografierter.<<<<

Das ginge mir wohl änlich. Und ich habe auch viele Leute auf Reisen gefunden, die nicht glücklich gewesen wären, wenn ich fotografiert hätte.
Deswegen habe ich nur wenige Portraits. Fast ausschliesslich sind es Momente gewesen, in denen einfach alles stimmte, und keine Verkrampfung, auch von mir her nicht, im Spiel war.

Die eigene Verkrampfung ist es oft...

Es gab wenige Ausnahmen, auch ich wurde schon vor die Kamera gezerrt in Indien oder so aber manchmal hat mich das fröhlich gestimmt und die Bilder sind sicher gut geworden...

Was ich nie gemacht habe, ist einen für mich attraktiven Menschen im Vorbeigehen zu fotografieren.

Manchmal waren Leute sich bewusst, wie schön sie waren, sie haben meine Fototasche gesehen und in meinen Augen gelesen, dass ich gerne fotografiert hätte. Und ich wusste, dass sie wussten, und wir haben gelacht und nichts ist geschehen. wenn die Unschuld mal weg ist, geht Fotografieren nicht mehr. Diese Leute sehe ich dafür immer noch vor mir.....




Kurt Salzmann, 19.03.2006 um 13:33 Uhr

@Heidi

Ich kenne dieses Abwägen gut und ich weiss das es Gegebenheit gibt bei denen man mit gutem Gewissen fotografieren kann, auch Menschen aus der Nähe in exotischen Ländern.
Der Grat auf dem man bei geht ist schmal. Für viele Touristen und seien sie noch so alternativ, scheint es aber ein breiter Weg zu sein.
Da bin ich auch selbstkritisch und auf Bilder wie das bin ich nicht wirklich stolz:
http://www.salzmaenner.ch/reisen/1986/china/html/2013.html
oder das http://www.salzmaenner.ch/reisen/1986/china/html/2005.html
obschon ich da auch allein unterwegs war



Herbert Rulf, 19.03.2006 um 16:50 Uhr

Ich sehe ein Bild voller Freude, mit kleinen Mängeln (abgeschnittener Fuß z.B.), und ich mag dieses Bild. Es hat Aussage, Ausdruck. Der Blick und das Lachen des mittleren Jungen zeigt, dass sie schon Kontakt mit dir hatten, du nicht ein voyeuristischer Beobachter warst. und das ist für mich immer ein ganz wichtiges Merkmal. Ich mache ja nun relativ viele Porträts, aber ich nehme immer mit den Menschen Kontakt auf, interessiere mich für sie, gebe ihnen das Gefühl, ich nehme sie als Menschen und nicht als Objekt wahr. Dabei mache ich dann irgendwann ein Foto.
Ich sehe den Fotos an, ob sie "gestohlen" wurden. Hier ist das offensichtlich nicht der Fall.
Als Querformat mit ein wenig mehr Umfeld links hätte es mir trotzdem besser gefallen.
LG, Herbert



ZOOmbie aka robi crevatin, 19.03.2006 um 21:35 Uhr

das lebt, sehr interessante gedanken zum thema peoplefotografie auf reisen
greetzOOmbie



Christian85 D., 20.03.2006 um 1:22 Uhr

hallo
wen ich mir dieses bild ansehe, werd ich ganz sentimental.
ich sehe drei junge Männer, die voller Energie und Freude strahlen und die einfach glücklich sind in diesem Moment. die blicke und die ungesteltheit ist einfach schön. die Emotion die rüber kommt hat mich ehrlich gesagt umgehauen. und wiederum errinert es mich daran um was es mir bei der Fotografie geht.

für mich ist es wichtig das wen man etwas tut, das man es mit liebe tut und diese bild ist mit liebe gemacht.
(ich hoffe dass man versteht was ich damit meine)


christian



Lindsday Kleingeschrieben, 25.03.2006 um 10:56 Uhr

Die Lebensfreude in deinem Bild gefällt mir - und die Tatsache, dass es ungestellt ist und dass eine Beziehung zwischen dem Fotografen und den Fotografierten besteht. Es wurde bereits gesagt.
Der Ausdruck von Herbert Rulf - "gestohlene" Fotos - gefällt mir übrigens. Ja, so etwas gibt es, und hier ist es eindeutig nicht der Fall.
Ohne dass ich es jetzt näher definieren könnte: irgendwie scheint mir das Bild auch eng, ich weiß nicht genau was es ist, vielleicht die Ecke? Oder der Beschnitt?
Ich tu mich schwer mit fundierter Kritik, sorry. Mir fehlt der Blick, der alles erfasst, und auch das Vokabular.
LG, lindsday



Martin John, 25.03.2006 um 12:35 Uhr

Das Motiv ist toll. Die Umsetzung könnte besser sein.
Ich stelle mir grade vor, wie das Bild wäre, wenn du dich neben die Jungs gehockt - und von da aus fotografiert hättest (und dazu vielleicht noch mit einer Blende, die Unschärfe in den Hinteren Bildteil bringt). Hätte mir glaub ich weitaus besser gefallen. So wirkt es ein wenig "von oben herab".




Thomas Wyser, 22.06.2006 um 12:46 Uhr

Wirklich ein tolles Bild mitten aus dem Leben gegriffen.

lg, thomas.



d1w.gifBitte melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.


 
Informationen zum Foto
  • 1.228 Klicks
  • 19 Kommentare
  • 2 mal als Favorit gespeichert
Schlagworte
Verlinken/Einbetten

Bei folgenden Diensten verlinken:




vorheriges (47/46)