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anders kann ich mir das nicht erklären. Das einzig gerade ist die neue Straßenlaterne. Da konnte ich nicht wiederstehen.
Nebenbei, ein eigendlich ganz nettes Hotel in Quedlinburg.
Am Schloss :
haben da auch schon staunend davor gestanden. Eine einfache Erklärung: Krumme Balken waren damals wesentlich billiger! Und für die Statik kein Problem, die Häuser stehen nach Jahrhunderten immer noch, wie man sieht.
na ja, dann darf man auch nicht vergessen, dass die Balken seinerzeit geschlagen wurden und nicht gesägt sind. Auch ist bei vielen Häusern die Fußschwelle weggefault, durch das darauf liegende Gewicht hat das ganze Haus dann nachgegeben und stand irgendwann sichtbar schief....Ich habe schon Räume gesehen, die auf Zimerbreite mehr als 20 cm Höhenunterschied im Fußboden hatten....
Auf jeden Fall ist Quedlinburg sehr interessant, viele tolle Motive warten dort.
Dein Titel ist witzig und das köstliche Motiv endlich mal ein triftiger Grund, eine Architekturfotografie nicht nachträglich entzerren zu müssen. Genial!
Herzl. Grüße, Michael
Johannes Reule hat keine schiefen Haeuser gebaut! *aerger*
Da ist schlicht das Fundament weggesackt (der Steinweg wurde im Mittelalter mehrfach aufgeschuettet, weil es ein Sumpfgebiet war, die Kirche gegenueber von dieser Stelle wurde auf Erlenpfaehlen gebaut, glatt wie in Venedig).
Das Haus (das rechte) steht da seit 1671 (da wurden, uebrigens, die Balken NICHT mehr gebeilt sondern schon seit geraumer Zeit gesaegt *grins*), und in diesen mehr als 300 Jahren kann so ein Sumpf schon mal nachgeben.
Wir sollten von den Baumeistern lernen, deren Haeuser wegen dieser Untergrundprobleme nicht gleich in sich zusammenfallen!
Ich LIEBE Quedlinburger Fachwerk - und die Jungs, die es da hingestellt haben, wo wir es heute noch bewundern koennen!
Oh, würde ich die nicht gut finden hätte ich die garnicht fotografiert. Sehr häufig findest du dieses Motiv hier nämlich nicht :-) Wie immer habe ich andere Blicke auf die Stadt gesucht.
Jedenfalls Danke für die Detailinformationen. Ich war zwar dort essen, aber die Hinweise auf den Baumeister muss ich übersehen haben.
Und nicht ärgern, die Kommentare sind doch alle positiv, oder ?
viele Grüße,
Rheinbild
Den Baumeister findest du an diesem Haus direkt in die Stockschwelle eingekerbt, mit vollem Namen (oft sind es in QLB auch nur Initialen) und Baujahr (fuer das rechte Haus, 1671, hab da auch irgendwo ein Foto davon, muss ich mal schauen... das linke Haus ist eher 18. Jahrhundert). Das rechte Haus wurde auch seit Erbauung nicht wirklich grossartig veraendert (nur die Riegel unter den Fenstern sind nach unten gesetzt worden, um groessere Fenster zu ermoeglichen). Das ist recht selten in QLB, die meisten Fachwerkhaeuser aus dem 17. Jahrhundert wurden schon im 18. Jahrhundert in der Fassade teilweise sehr stark veraendert.
Fuer Interessierte (wie dich? *zwinker*) hab ich noch einen sehr aufschlussreichen Link zum Quedlinburger Fachwerk: http://home.arcor.de/kczrcz/ (dort wird die Entstehungsgeschichte vieler Quedlinburger Fachwerkhaeuser behandelt).
PS hier die von mir eben hochgeladene Nahaufnahme - und vielleicht hast du jetzt beim naechsten QLB-Besuch ein neues Hobby: Stockschwelleninschriften! (Und wenn du bei der Ausuebung dieses Hobbys noch jemanden aehnlich beschaeftigt siehst, dann bin das sehr wahrscheinlich ich! *grins*)