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Wer steht dir eher negativ gegenüber, wer eher positiv....
„Frauen reagieren meist eher gut auf mich, Probleme habe ich mit pubertierenden Gruppen. Die ländliche Bevölkerung ist oft nicht aufgeschlossen oder überfordert mit meiner Behinderung. Da gibt es auch hin und wieder beleidigende Worte mir gegenüber. Über diese Ablehnung ärgere ich mich sehr wohl und das nagt an meinem Selbstbewusstsein. Deswegen sind mir auch Fotos von meiner Person ein Gräuel. Ich sehe mich dann selbst, so wie ich einfach in Wirklichkeit aussehe und das möchte ich nicht sehen – das ist mein Selbstschutzmechanismus!“
Was würde dich sehr glücklich machen, was würdest du dir wünschen und wovon träumst du?
„Mein größter Wunsch wäre, dass mein derzeitiger Gesundheitszustand solange wie möglich bestehen bleiben soll. Meine Bandscheiben werden momentan immer schlechter und dies betrifft meine ganze Wirbelsäule. Vor allem wenn meine Halswirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen wird verliere ich neben meiner schon eingeschränkten Motorik auch das Gefühl und die Sensibilität in großen Teilen meines Körpers. Alles wäre dann komplett weg. Diesen Schlag psychisch zu verarbeiten wäre für mich sicher ein sehr großes Problem.
Auch von einer Partnerschaft träume ich nach wie vor, nicht nur in sexueller Hinsicht, sondern vor allem jemanden an seiner Seite zu haben der mit einem durchs Leben geht, aber nicht als Betreuungsperson.“
Welche Barrieren sind dein größtes Problem? Wie barrierefrei möchtest du gerne sein?
So banal es klingen mag, aber Stufen sind eines meiner größten Probleme, vor allem die Vielzahl der unnötigen Stufen. Sei es im öffentlichen Bereich, bei den Ämtern und Ärzten oder in der Gastronomie. Es wird bei öffentlichen Neubauten Barrierefreiheit vorgeschrieben, aber es wird leider nicht immer so umgesetzt. Die Kosten sind meist, wenn sie gleich ordentlich mit eingeplant werden, im Gesamtkonzept nicht der Rede wert. Mein Rollstuhl hat mit mir ca. 180 kg und da wird jede Kante zum unüberwindbaren Hindernis. Eingangsstufen sind sehr beliebt und für mich ein echtes Ärgernis.
Ich werde manchmal auch nicht für voll genommen. Manche Menschen meinen, wenn man im Rollstuhl sitzt hat derjenige auch eine geistige Behinderung. Einige Leute sprechen nicht mit mir sondern nur mit meinen Assistenten oder meiner Mutter, auch wenn es im Gespräch um meine Person geht. Diese Scheu mich direkt anzureden macht mir zu schaffen, nagt am Selbstwertgefühl und lässt mich wiederum über meine Situation nachdenken.
kompliment und hochachtung in jeder beziehung!
wunderbare bilder, eine sehr offene und persönliche erklärung dazu, verbunden mit großem selbstvertrauen.
ich hatte das glück, schon vor jahren das 1.x die rehacare in düsseldorf zu sehen und die menschen dort zu erleben. ein eindruck hat sich bis heute in meiner erinnerung festgefressen, der mich nachwievor in meinen entscheidungen beeinflusst. deine bilder, seine geschichte erinnern mich wieder daran. danke dafür.
barrierefreier zu leben, wünsch ich ihm und grundsätzlich unserer gesellschaft .. physisch wie psychisch.
Danke Barbara!
Es war ein interessantes Projekt und ich denke noch oft an unsere vielen Gespräche bevor wir die Fotos machten ... und wir werden wohl noch einige Gespräche führen, er ist einfach ein interessanter Mensch.
Deinen Schlusssatz werd ich mir zu Herzen nehmen, passt perfekt dazu ...
Ein fantastisches Foto !
Als "Gesunder" wird man durch Kombination Foto & Text an eine Welt erinnert die man nur zu gerne vergisst,verdrängt und/oder nicht wahrnehmen will !
Auch mir gelingt es nicht, völlig "unverkrampft" Menschen mit Handicap zu begegnen.
Wünsche mir das sehr viele Leute diese Serie sehen und ein wenig nachdenken.
Grüße !
Sehr beeindruckt bin ich vom Bild und dem Gespräch darunter...genau dieses Gefühl habe ich oft auf den Straßen, dass die Menschen ängstlich, negativ, ignorant reagieren, wenn sie behinderten Menschen begegnen...Wir alle sollten diesbezüglich offener werden... in der Montessorischule unserer Stadt Greifswald lernen unsere Kinder, mit integrativ beschulten Kindern gemeinsam und haben längst gelernt, ganz unbefangen und normal mit Menschen mit Behinderungen umzugehen- das ist ein guter Weg!
Dass Stufen aber immer noch ein so großes Problem darstellen, hätte ich nicht gedacht...mir fällt auf, dass viele Umbauten an Straßen, Gebäuden etc. in den letzten Jahren unternommen worden sind- aber es scheint immer noch ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein...Viel Glück für den jungen Mann-
möge er ein glückliches und erfülltes Leben leben können!
LG C.
Dank euch! Jaja ... diese banalen Stufen ärgern ihn wirklich sehr, ich dachte auch dass es viele andere störende Barrieren gibt. Ich seh jetzt viele solche Barrieren ... lg. Peter
Beeindruckend gut !
Ich habe vor vielen vielen Jahren mal so ein Projekt während meiner studienzeit gemacht , einen Tag unterwegs in der Stad im Rollstuhl ...dieser Tag hat mich bis heute geprägt....
Lg
SAbine
Jeder sollte sich die ganze Serie nicht nur ansehen, sondern auch die Texte dazu lesen.
Und eigentlich gehört die ganze Serie ins VC, denn sie ist großarig.
Dank dem Hauptdarsteller, dem Fotografen und der Vorschlagenden!
ich habe weder den text gelesen noch die wohl dazu gehörige bildserie angeschaut (vielleicht mache ich es später). die aufgabe hier ist, das einzelne foto zu bewerten und nicht den text und/oder die eventuell dazu gehörigen bilder.
das thema als solches ist zwar nicht leicht, aber im oberen bild meiner meinung nach nicht gut genug umgesetzt. wir sehen einen mann im rollstuhl und eine auf der treppe stehende frau. das bild ist zu statisch, damit man den wohl hier vermuteten wunsch des mannes, die treppen einfach hochgehen zu können, eindeutig ablesen kann.
mein allererster eindruck war, dass er einfach der frau hinterher schaut. den eindruck habe ich jedoch schnell verworfen. dennoch weckt in mir die aussage des bildes nicht die vom autor beabsichtigte assoziation. die haltung des mannes ist sehr typisch für seine erkrankung, wenn ich seinem blick folge, geht er irgendwie ins leere. aus seiner perspektive sieht er die frau wohl nicht mehr. auch sie ihn nicht. es findet keine begegnung, um nicht zu sagen eine konfrontation statt.
ich bin weit davon entfernt, um mit solchen fotos mitleid erwecken zu wollen. ich möchte dem bildautor eine solche absicht auch nicht unterstellen. für mich gehören behinderte menschen einfach dazu da. zu uns. sie sind da und möchten wie "normale" menschen behandelt werden. trotz ihrer behinderung. und ich vertrete die meinung, das viele von den "normalen" das nicht können.
zum abschluss: vor etwa zehn jahren habe ich in einer zeitung anlässlich des internationalen tages der behinderten (ja - den gibt es!) einige artikel über behinderte menschen in einer zeitschrift veröffentlicht. der tenor ihrer aussagen, welcher auch zu einer der überschriften wurde: "mitleid brauchen wir nicht".
Diese Fotoserie ist sehr persönlich auf den Behinderten zugeschnitten und die Stufen die ihn tagtäglich behindern sind nach wie vor seine größten Barrieren.
Mitleid wollten wir gar nicht erwecken, sondern einige Umstände, Wünsche und Situationen aufzeigen die meinem Hauptdarsteller wichtig waren und die sich bei etlichen Gesprächen heraus kristallisierten.
Schön zu sehen dass auch genug Freiraum bei den Bildern herrscht ...
Normalität gibt es nicht mit dem Umgang von Behinderten, aber ich weiß schon wie es Mark Frantz meint ... diese Menschen sind glücklich wenn ihnen das Mindestmaß an Respekt gezeigt wird, wenn man nicht über sie hinüberblickt und sie nicht ignoriert. Weder ihre Probleme noch ihr Dasein.
Das eine gewisse Arroganz in einigen Bildern herrscht war mir ein Anliegen, denn mit diesem Umstand muss er sich tagtäglich herumschlagen ...
Danke schon im Vorhinein für den Vorschlag und allen die sich damit beschäftigen ... pro oder contra ist da nebensächlich, meinen Darstellern und mich freuts einfach wenn die Fotos Aufmerksamkeit erlangen.
das thema behinderung (und alles, was damit zu tun hat, auch der umgang mit betroffenen) ist mir durch meinen an kinderlähmung erkrankten vater mehr als vertraut
zum bild: skip
pro.
Meiner Meinung nach könnte er die Frau aus seiner Position sogar teilweise erkennen. Die Treppe und die Frau bleiben aber für ihn sowieso unerreichbar, also sieht er gar nicht erst hin. Ein Bild mit Aussage, ohne sich vom Text beeinflussen zu lassen.
LG Thomas
fotografisch gesehen richtig gut!!! bildschnitt, aufteilung , symbolik in der gestaltung, licht schärfe
super!
am besten bei einem großen bundesdeutschen wettbewerb, einschicken!!!
der text ist wichtig, stört mich aber hier beim voting, ist hierfür absolut nicht nötig, aber das war wohl auch nicht beabsichtigt so, denk ich mal. das bild braucht für mich keine beschreibung . wenn man lange genug hinschaut, kann man sehen und fühlen was da steht!!
Es ist schwer für uns "Normalen" soo Gesunden, was sollen wir tun. selbst für mich als pfleger, ich sollte ja genau hier richtig handeln. Aber Wir alle sind einfach nur Menschen Dumm Schlau, nett, gemein, lieb, aggressiv stimmungsabhängig, psychisch instabil, stark wie sau, schwach, stinken riechen nach veilchen, sind fahrig, die Ruhe und das bewusste selbst,........... egal ob mit oder ohne Behinderung.
Menschen halt!!!
lg sven
mir ist das Foto viel zu statisch, sie als Sexsymbol mit Nahtstrümpfen, man sieht direkt dass das nicht ihre Kleidung ist. Man mag sogar vermeinen dass sie mit den Schuhen gar nicht laufen kann. Er kann von solchem Sexsymbol nur träumen und schon gar nicht mehr hinsehen.
Das Foto hat einen ganz schlechten Schnitt. Ich denke dass hier mal wieder jeder seine 2 Sekunden soziale Ader sehen lassen hat mit einem schnellen pro und weiter wie bisher.
Ausgenommen vielleicht Pfleger, einen Beruf den ich ja bewundere und selbst nie leisten könnte.
Das sind aber schon wieder viele Worte um das Foto drum rum ... das Foto selbst ist wirklich nicht so besonders in meinen Augen. Dem Thema sich annehmen das hat aber schon was
Herzlichen Dank in die Runde! Mich freuts natürlich sehr! Vor allem dass sich doch viele die ganze Serie angesehen haben ... und ganz lieben Dank an Barbarak für den Vorschlag.
Ein Bild aus der Serie ist schwierig zu bewerten, die Bilder gehören mMn zusammen und ist das Ergebnis einer monatelangen Beschäftigung mit dem Thema und allem was rundherum dazugehört.
Ebenso will ich den sozialen Aspekt beim Voting sicher nicht leugnen, objektiv kann ich aber zu meinen eigenen Bildern keine Stellung nehmen.
Er träumt natürlich von solchen Frauen, denn er ist ein Mann mit den selben Gefühlen wie wir sie alle haben und dass wir ein bissl überzeichnet haben war ja gewollt, auch dass die Kleidung nicht zeitgemäß ist ... mir hat das im Gesamten einfach so gefallen.
Übrigens kleidet sich May, das Model, öfters so, sie ist was das betrifft ziemlich authentisch ... An dieser Stelle nochmals danke an May von Liquorice für ihr unkompliziertes mitwirken. http://www.model-kartei.de/sedcard/modell/5257/
Die angesprochenen fotografischen Mängel nehme ich zur Kenntnis, ich glaub das ist Geschmackssache ... ich will schon ein wenig aus der Reihe fallen damit ... Schnitt, Farbe und auch die Überschärfung passten mir einfach gefühlsmäßig zum Thema und wurde auch bei der Ausstellung kritisiert. Ich sags euch, an der Wand 70x70cm mit Schattenfugenrahmen wirken die Bilder viel, viel besser als die hier im Netz runterkomprimierte Version.
Danke nochmals und ein schönes neues Jahr wünsch ich euch!
Manchmal muß man plakativ arbeiten um Dinge ins Gesichtsfeld des Betrachters zu rücken und bewußt zu machen.
Ich gönn es dem Bild und der Geschichte in die Galerie gekommen zu sein.
@ThoR...: Kritik finden ich immer gut, auch wenn ich sie hier nicht so recht nachvollziehen kann. Du kritisierst den Bildschnitt. Da ich gerne dazulernen möchte: Wie würdest Du es denn besser machen?
LG Thomas
Auf mich wirkt es wie "chancenlos" und "unerreichbar" - daher eine traurige situation und ein trauriges bild. Dabei wünsche ich mir auch gerne fotografierte situationen, die das glück behinderter menschen transportiert - eine seite, die es genauso gibt und eine seite, die viel zu wenig "beleuchtet" und gezeigt wird.
Es ist ein eindringliches foto, damit ich nicht falsch verstanden werde;-)
An M. Gebel:
In Situationen wie dieser, in denen wir also u.B. nichts am Gesundheitszustand eines Behinderten ändern können, wünschten wir uns immer, man müßte das Traurige nicht sehen. In Deutschland haben wir ohnehin leider eine "Kultur" des Wegschauens, wenn's schwierig wird. Das Glück dieser Menschen ist doch wahrlich sehr begrenzt. Warum soll es gerade im Vordergrund beleuchtet werden, da es eine so untergeordnete Rolle spielt?
Damit wir Gesunden uns besser fühlen und keinen Handlungsbedarf mehr verspüren müssen?
Ich bin gleicher Ansicht wie Mark Frantz. Ich finde einfach, dass das Bild und nicht der Titel oer der Text die pro-/contra- Stimme bestimmt. Auch so ein Bild, welches nur dank dem Titel in die Galerie aufgenommen wurde, ist "Die Frau des Piloten".
Das Thema vom und zum Bild natürlich ist richtig, und ich finde auch, dass es sehr wichtig ist, dass man über solche Themen spricht!
Meinen grossen Respekt für Euren Mut und Einsatz
diese Serie hier zu zeigen ! Berührt mich sehr !
Das Foto finde ich hervorragend umgesetzt.
Gratuliere zum Stern !
LG Christian
@Esto: Ich möchte nun keine diskussion lostreten, doch möchte ich kurz zu deinem statement stellung beziehen:
Ich bin weder der meinung, dass ausschließlich nur die schönen seiten beleuchtet und gezeigt werden sollten, noch der ansicht, dass situationen, die z.b. dieses bild transportiert, verschwiegen werden sollten. Das habe ich so auch nicht geschrieben und ich habe sie auch nicht verschwiegen. Es war lediglich ein O-ton meinerseits, weil behinderte wesentlich häufiger in situationen der hilflosigkeit, der ausgrenzung, der einsamkeit und der benachteiligung gezeigt werden. Die gleichstellung behinderter menschen fängt für mich u.a. damit an, wenn im gleichen maße z.b. situationen der liebe, des glücks und der zufriedenheit gezeigt werden.
sehr interessantes und natürlich enorm wichtiges thema.
aber 2 fragen zum bild:
ist es gewollt, dass es bei ihr so gestellt wirkt?
und hätte man beim schnitt nicht ihn entweder ganz mit dazu nehmen sollen, um seiner zugehörigkeit zum bild und seiner wichtigkeit den entsprechenden platz einzuräumen oder aber dann genau das gegenteil: ihn bzw. den rollstuhl noch mehr abzuschneiden, um das an den rand drängen durch die stufen noch zu verstärken?
Interessant dieses Voting:
Ich sehe 277 Contra-voter, von denen kaum einer oeffentlich Contra gevotet hat. Hat Euch das sensible Thema in den Untergrund und die Anonymitaet getrieben? Ihr seid doch sonst so erpicht hier eine flashy Fussspur oder Visitenkarte zu hinterlassen. Es beweisst auf eine ironische Weise, wie recht der Bildautor hat; er ist bemueht normal behandelt, das heisst auch kritisiert, zu werden, was Ihr ihm damit versagt.
Tja, auch und gerade zum (Contra-) voten braucht man "personality" - Zivilcourage (oder schlicht Ehrlichkeit) wo bist Du geblieben??
Respekt deiner offenen Art gegenüber!!!
Durch solche Beiträge und Mitteilungen finde ich können aussenstehende sehr gut mitfühlen und teils verstehen und somit sich auch mit Behinderungen auseinandersetzen.
Merke selbst das die letzten jahre viel über Schicksalschläge in Medien berichtet wird und sich auch viele dafür interessieren da es jeden immer und überall erwischen kann.
Also ich hab mir das bild nun länger angeschaut...
komme zum entschluß , dass ich es nicht passend finde.
Das es im Rollstuhl mit einer krummen Wirbelsäule sich nicht einfach leben lässt ist mir bewusst und ist ein trauriges schicksal aber man muss es auch nicht nur mit traurigen Augen sehen , denn auch diese Menschen haben ein erfülltes leben auch wenn anderes und mit hin und wieder mehr oder weniger kummer.
Ich sprech dort aus erfahrung , da ich jemanden kenne der das Schicksal teilt.
Und dennen so geht sollte man nicht bloss stellen mit einer frau im bild wo man evtl. nicht hinkommt dies wirkt unschön und geschmacklos.
Mene Frage hier zum thema Partnerschafft.
Nicht jeder findet sofort und nicht auf dauer..
aber auch im rollstuhl jawohl hat man chance , den es gibt noch menschen die das innere sehen und auch damit klar kommen. Somit doch bitte nicht alles drunter schreiben und noch mehr dramatisieren wie es schon ist.
Ein Mann der alleine ist dem geht es auch nicht besser ob gesund oder leider Gesundheitlich nicht gut.
normalerweise schreibe ich dies wenn es noch im voting ist , allerdings habe ich dieses bild erst jetzt gesehen.
sorry fü den langen text...
ich musste es los werden.
ich find das hätte man bißchen mehr positiv fotografieren können auch wenn das thema nicht so ist.
Und ncht eine Dame dort ins bild stellen die vorallem nulll reinpasst.
nun melde ich mich doch mal zu wort, obwohl es schon sehr viele anmerkungen unter diesem bild gibt, die sich damit - egal, ob pro oder contra - auseinandergesetzt haben. danke dafür.
sicherlich lässt sich dieses bild - wie die meisten in der galerie - qualitativ verbessern. ich bin kein profi diesbezüglich, ich sehe selbst vieles noch nicht.
mich persönlich spricht es jedoch genauso an, wie es ist.
mir gefällt das format, die wenigen farben mit dem hingucker flaschengrün, die statik im bild, da es die unbeweglichkeit der behinderung verdeutlicht und die frau, die auf eine etwas altmodische art und dem dunklen nachwuchs im haar verführerisch, verrucht und zugleich so normal wirkt.
und der mann, der den blick von ihr abwendet - vielleicht aufgrund der unbeweglichkeit, vielleicht aus verlegenheit oder aus frustration....
die frau, noch größer auf ihren absätzen und auf der treppe, was auf eine unerreichbarkeit hinweist, aber nur oberflächlich gesehen.
verbindend sind die farben, dieses intensive grün, der blick des mannes - zwar abwendend, aber doch in ihre richtung. verbindend ist auch der linke arm der frau, der sich an die wand stützt und in seine richtung deutet und für mich durch die "offene" hand eine art von zuwendung ausdrückt.
alles in allem macht das bild einen abwartenden, stillen bzw. innehaltenden eindruck, als ob über eine entscheidung nachgedacht wird.
es beinhaltet leid, aber auch eine auseinandersetzung mit dem thema und deshalb hoffnung und glück. die geschichte könnte doch auch so enden, dass sie sich umdreht, nicht wahr? :)
ich erlebe menschen mit behinderungen jährlich auf der messe rehacare. mich beeindruckt immer von neuem ihre kraft, ihr optimismus und ihre fröhlichkeit.
wie schon oben erwähnt, barrierefreier zu leben, wünsch ich ihnen und grundsätzlich unserer gesellschaft .. physisch wie psychisch!
das Foto und der Text haben mich tief berührt
besonders der offene Umgang mit der eigenen Situation, mir wurde schlagartig klar wie unwichtig meine eigenen Probleme sind
freundliche Grüße Jens
Das Bild finde ich vor allem im Zusammenhang mit dem Text einfach nur wahnsinnig gut. Ich weiß nicht, ob du gerade die Fragen und Antworten rausgesucht hast, aber im Bild findet sich alles wieder, was in dem sehr ergreifenden Text angesprochen wird. Es freut mich sehr, dass auch solche Fotos hier in die Galerie kommen und kann dich nur ermutigen weiterhin solche Geschichten zu erzählen und dazu solche Fotos zu machen. Glückwunsch!
Glückwunsch nachträglich zu dieser Arbeit - und ich sage an dieser Stelle bewusst nicht einfach nur Bild sondern Arbeit...! Meinen Respekt in allen Punkten *verneig* + *FAV*
Nochmals danke in die Runde für die Gedanken zum Bild bzw. zur Serie.
Tja, warum stell ich nicht sein "Glück" dar?
Einerseits war ja das Thema für die Ausstellung "barriere.frei", nach unseren Gesprächen und der Thematik ist barrierefrei eher negativ als positiv belastet ... Barrieren sind eben so und diese ganzen Barrieren belasten ihn eben sehr, er ärgert sich über diese Stufen die ihn aus unserem Leben ausschließen. Sei es im Eingangsbereich von Kaufhäusern, Cafes, Boutiquen, Ämtern usw. usf. Diese Stufen sind meist gar nicht so hoch, sein Rollstuhl wiegt aber ca. 180 Kilo, der Motor und die Akkus haben eben dieses Gewicht und da sind die kleinsten Unebenheiten unüberwindbar. Wenn wir auf der Straße unterwegs waren dann hat er seine eigenen Wege, besser gesagt seine eigenen Umwege für seine sichere Fahrt genommen ... sprich, er kann nicht überall fahren - die Altstadt ist da natürlich auch ein ganz eigenes Thema mit ihrer Baustruktur.
Die Fotos sind alle gestellt, wir haben uns einen ruhigen Tag in einem Innenhof in Graz ausgesucht und dieses Shooting über die Runden gebracht. Wie gesagt ... wir waren auch diesbezüglich eingeschränkt da wir nicht überall hin konnten. Das quadratische Format war wie das Thema vorgegeben und die Farbwahl entstand erst bei der Ausarbeitung ... die für mich wichtigen Dinge wurden unterstrichen und den Rest ließ ich unbeachtet ... meine Photoshop-Bearbeitungskünste sind eben beschränkt und ich hab mMn das beste daraus gemacht.
Wie schon gesagt, es wirkt im Rahmen sicherlich besser als hier im Web.
Besonders freut mich das rege Interesse an der Serie, die Klicks pro Bild sind um etwa 800 angewachsen ... ich bin eigentlich sprachlos über dieses Interesse!
Trotz des interessanten Themas wirkt das Foto sehr leblos, langweilig und zu gestellt. Ein Foto sollte allein durch seine Ausdruckskraft überzeugen, nicht durch Mitleid. Der wow-Effekt fehlt. Ich habe schon viel bessere Fotos gesehen. Ich denke, dass hier einfach viel Mitleid mit dem armen Mann im Spiel ist. Wäre da ein ganz normaler Mensch würde keiner das Bild beachten.
@lilith:
***Wäre da ein ganz normaler Mensch würde keiner das Bild beachten. ***
1) darum geht es doch nicht. Es geht um das, was da ist und nicht um das, was wäre, wenn etwas nicht da ist.
2) deine passage, "Wäre da ein ganz normaler Mensch", finde ich bezeichnend.
Danke nochmals für eure Anmerkungen ... ich will auch niemanden einreden wie das Bild auf einen wirken soll oder muss ... Jeder sollte das für sich entscheiden und ich respektiere alle Meinungen und bin froh wenn man diese auch preis gibt ... Übrigens haben die Bilder der Serie barrierefrei fast 1000 Klicks ... dieses Interesse auch im Nachhinein freut mich umso mehr ... lg. Peter
Hallo Peter,
ich finde Dein Bild sehr gut!
Es regt zum Nachdenken an, wie man an Hand der Diskusonen gut erkennen kann.
Manchmal sind Texte zu Bildern sehr Sinnvoll, um den Betrachter anzuhalten, genauer hinzusehen.
Deine Wortwahl gefällt mir sehr.
Neulich habe ich in einer Stellenanzeige gelesen: "Frauen und Behinderte werden bevorzugt behandelt"
Ich habe schon in einigen Firmen gearbeitet in denen
"Normale" mir wesentlich behinderter vorkamen als Behinderte.
Das sehe ich wenn ich auf dieses Bild schaue.
Ich wünsche Dir viel Glück und noch mehr Mut für die Zukunft und das Du durch die Fotografie Kraft findest!
Bild ( und hier gehört der Text drunter für mich dazu ) ist das stärkste und aussagekräftigste was ich bisher in der FC und sonstwo gesehen habe.
Da bleibt nur den Hut zu ziehen!
GRATULATION ! *Gänsehaut
Hallo Peter,
seit Monaten war ich das erste Mal wieder in der Galerie, da musste ich mich erst mal durch Mengen flirtender Vögel kämpfen. Dein Bild ist das erst, das ich angeklickt habe und ich bin hier seit einer Stunde hängengeblieben. Die gesamte Serie ist hervorragend gemacht, rein technisch gesehen schon. Den Text brauchen die Fotos nicht wirklich, aber ich finde es toll, dass er da ist.
Da wird für mich einiges klarer, vor allem zu den psychischen Barrieren der Betroffenen. Ich hatte solche Barrieren früher nicht, habe Behinderte so "normal" wie möglich behandelt, mich vor allem auf das konzentriert, was in dem Menschen drin steckt, ohne die Behinderung ganz aus dem Blick zu verlieren, um nichts völlig Falsches zu tun. Ich war immer sehr unvoreingenommen. Aber wenn es tiefer ging, bin ich an die psychischen Barrieren von betroffenen Menschen gestoßen, so dass ich sehr unsicher geworden bin, wie ich eine neue Bekanntschaft mit Handycap eigentlich angehen soll. Ich finde, wenn sich Betroffene menschlich ausgegrenzt fühlen, dann tragen sie oft ihren Teil dazu bei. Wir ""normalen"" Menschen können uns nicht richtig in unser Gegenüber mit Handycap hineindenken und viele "Behinderte" auch nicht in uns ohne Handycap. So kommt es immer wieder zu Missverständnissen, was dazu führt, dass sich der Betroffene ausgegrenzt fühlt und der nicht betroffene mit Unverständnis reagiert. Das passiert im Umgang zwischen "Normalos" aber genauso. Das ist ein Problem der Kommunikationsfähigkeit, nicht ob ich behindert oder nicht behindert bin.
Zu den äußeren Barrieren muss ich aber sagen, dass mir als gesunder Frau viele Stufen auch auf die Neven fallen, weil sie einfach total gefährlich sind.
Noch mal meine Gratulation zu Deiner Serie. Das hätte ich auch gern mitgemacht.
Viele Grüße von Gabi
Barbarak , 3.01.2010 um 22:23 Uhr
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