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Nachbarn von Ines O.

Nachbarn


Von 

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22.09.2005 um 20:31 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
1.

- Auszug aus dem Krankenbericht -

Früher hatte sie den Taxifahrer,
der ihr Lebensmittel kaufte,
ab und an für einen Ausflug bezahlt.


Sie schluckte Tabletten
gegen die Verzweiflung des Alleinseins.

Anmerkungen:





Geronimo MZ, 22.09.2005 um 20:40 Uhr

Es ist auch ohne den Text schon ein Hammer. Fast wäre ich verleitet gewesen zu schreiben: Ein schreckliches Bild. Es ist gut, aber auch schrecklich und erschütternd. Einsamkeit, die sich immer wieder wiederholenden Rituale, symbolisiert durch das Messer, das Brett, die Plastiktischdecke. Wer kennt diese Stilelemente nicht? Stellvertretend für eine ganze Generation. Ein paar Brosamen liegen noch da, für den, der sie nicht mehr braucht, wohl. Es ist ein ziemlich grosses Bild, es gibt nicht viele, die einen den Atem stocken lassen. Fast hat man das Gefühl das Schlurfen ihrer Schritte noch hören zu können. Danke fürs Guckendürfen.

Gruß, Peter



Pierre V., 22.09.2005 um 20:53 Uhr

Depressionen und das, was wohl auch in unserer unmittelbaren Umgebung passiert, ohne dass wir davon etwas mitbekommen, kann man wohl kaum eindringlicher darstellen. Geronimo hat es für mein Empfinden perfekt interpretiert. - Das Grinsemännchen von Marcus kann ich nicht ganz verstehen.


Geronimo MZ, 22.09.2005 um 21:01 Uhr

muß einfach nochwas zu dem Bild schreiben: Das schreckliche an dieser Gewissheit des Realens ist eigentlich, daß da ich da früher, als kleine Bub, an solchem Tischen bei Oma viel Spaß hatte. Meistens gibt es doch in solchen Räumen noch die klassische alte Speisekammer, und welche Wunder kamen daraus. Wie schön war das Ritual des Abendbrots. Zwischen Grundig-Röhrenradio, Sammeltassen und selbstgehäkelten Topflappen. Wie souverän die Oma, die lange alleine kämpfen musste, weil Opa noch in Gefangenschaft war. Und irgendwann starb dann Opa, Jahre später. Und dann war sie alleine. Wie schrecklich, dieses Gehens des Lebensinns. Sorry, fürs Vielschreiben, aber das Bild löst so viel aus.

Gruß, Peter



Ines O., 22.09.2005 um 21:23 Uhr

danke pierre, ich kann das lächeln von marcus auch nicht recht interpretieren, doch ein lächeln ist nie vergebens :-)

ach, geronimo,
du bist schon mein bester (anmerkungenschreiber). :-)
mir ist beinah unheimlich, denn es scheint, als wärest du am set dabei gewesen, aber es zeigt mir auch,.dass das bild durchaus zu verstehen ist.

die wahrheit oder wie du meinst, die realität ist nicht immer bequem, und so mancher trägt schon schwer an seinem päckchen.

viele grüße
ines





Maike Venzl, 22.09.2005 um 23:25 Uhr

davon kann ich mich ja nicht losreissen. Was für ein Bild. Fav!

Und ich vergegenwärtige mir gerade, dass ich mit Frühstücksbrettchen (damals noch aus diesem beschichteten Material) aufgewachsen bin - seit meinem Auszug aber nie wieder eins angeschafft habe.
Hier gibt es übrigens eine nette Auswahl, auch für Berliner:
http://www.tolle-geschenke.com/c121.html



Geronimo MZ, 22.09.2005 um 23:32 Uhr

aua.


Stefan von A., 23.09.2005 um 3:27 Uhr

Und das unfassbare daran ist ja nicht zuletzt, dass es diese Menschen ueberall gibt. Sie wohnen neben, unter, ueber uns. Wir sehen sie nur nie auf der Strasse, weil sie die Treppen nicht mehr herunter steigen koennen...ich habe waehrend meines Zivildienstes jeden Tag damit zu tun gehabt!

Starkes Bild. Der Schaerfenverlauf unterstuetzt die Wirkung auf dramatische Weise.
lg, stefan



Rasch ., 23.09.2005 um 7:57 Uhr

Eigentliche hätte es deines Untertextes gar nicht bedurft: So groß das Bild.
Ja, diese Brettchen-Küchenmesser-Generation ist mir als Jungen-Erinnerung auch sehr vertraut. Mein Großvater legte zwischen Wachstuchdecke u Holzbrettchen immer noch die Tagespresse. U so kam zum stummen Kauen das Fluchen hinzu. Wenn ich mich einmal (in ehrfürchtiger Bewunderung) an seinem alten, bereits hohlgeschärften Messerchen vergriff, wurde ich gleichfalls Ziel seines Fluchens: Lerge, verfluchte, willst du die Finger ab.
Messer u Brett erzählen mir aber nicht nur vom Alleinsein, sondern auch vom Wandel der Dinge u Weisen: Lebensmittel, unverarbeitet u ungescheibt, aus dem Pergament nehmen. Mundgerechte Stücke schneiden. Essen. - Dies erleben wir vielleicht auf einer Wanderung, am Wegrand u wundern uns wie schön einfach alles sein könnte.
Gruß, Rasch.



Jörg Behring, 23.09.2005 um 8:59 Uhr

zu viele Worte zu einem eindringlichen Bild,
bin gespannt was uns da noch so erwartet
Wäre das VC nicht so auf Motten und Mücken fixiert, na ja, lassen wir das



Michaelangelo ohne Sonderzeichen, 23.09.2005 um 10:09 Uhr

ich habe kaum je ein Bild gesehen, das eindringlicher von Einsamkeit erzählt...

favissimo.



Ines O., 23.09.2005 um 13:00 Uhr

franz: da hast du pech mit deinem nachbarn, der hat sich anscheinend ganz verkehrte verhaltensmuster angewöhnt :-)

maike: hm. ja, es gab auch eine variante mit beschichtetem brettchen. hab ich auch beim trödler erstanden

stefan: ja, überall, und wir werden selbst auch alt. und hoffentlich nicht alleinsein.

rasch: danke für deine sehr private geschichte

jörg: zwei kommen mit sicherheit nach.

michelangelo: danke dir



Ulrike L., 23.09.2005 um 13:08 Uhr

es macht betroffen...sehr gut
lg Ulrike



Frank Rapp, 23.09.2005 um 15:33 Uhr

sehr beindruckend in szene gesetzt. man spürt die trostlosigkeit geradezu körperlich.
man kann nicht mal bis über die tischkante sehen, weil dort alles in finsternis versinkt.
lg frank



Ines O., 23.09.2005 um 16:39 Uhr

danke, liebe ulrike,
danke frank, so soll es rüberkommen.



Herr Livingstone, 23.09.2005 um 23:05 Uhr

...und die Tischdecke mit ihren verzweifelten Dekor-Blümchen in Reih und Glied.

Das Bild wirkt, sehr.




Ines O., 29.09.2005 um 23:24 Uhr

dann mal los.
danke jörg.



Voting Center, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

 
Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 91 pro und 172 contra Stimmen abgelehnt. Vielleicht klappt es das nächste Mal ;-)


Jörg Behring, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

ohne viel Worte zu machen


Oliver Matthiensen, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


Renate Lang, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


Christian Fiedler, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

absolut

*fav*

pro



Manuel Mörs, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

PRO !


RAk ., 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


M³ Cologne, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

Sehr bitter!
Pro



Tina O, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


Manuel Ohlemeyer, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

Sehr gut
pro



Jörn Stubbe, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro!


Sue S., 1.10.2005 um 12:06 Uhr

ziemlich trostlos. also nicht das bild, sondern die aussage des bildes. allein essen --> doof.
pro.



Christian RC, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

Pro


Michaelangelo ohne Sonderzeichen, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

++


Kai Sehlke, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


Doreen Fräßdorf, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

++++


savennas, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


Chiro Nex, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


Der Sandmann (Klaus), 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


Ralf Büscher, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

Pro


Kathy Rett, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

Natürlich PRO!


Daniel Fürst, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


Rainer Schlepphorst, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


H E I K E, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


S. Scaudon, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

ohne den pseudowichtig schmalzigen untertext fände ich es besser......das bild wirkt auch allein ..sei beruhigt.....PRO


Ines O., 1.10.2005 um 12:06 Uhr

der "pseudowichtige schmalzige untertext" ist teil der dokumentation. wollte dies nur anmerken, da es mehrere bilder dazu gibt und die auszüge aus den krankenberichten nun mal dazugehören

aber das es "wirkt", beruhigt :-)))



Silvie K., 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


Klaus DLK, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


Jochen van Eden, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

pro


too funky 2 ignore, 1.10.2005 um 12:06 Uhr

+


B. Ellana, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

skip
für mich zuwenig kontraste



Barbara Homolka, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

+


Thomas Schlier, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

pro


Richard Overtoom, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

+


I arkadas I, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

+++


L Ena, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

pro.
lg, LEna.



Daniela Ruzickova, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

interesting point of view.
pro
rgds Dani



Katrin B - D, 1.10.2005 um 12:07 Uhr

grad noch gesehen auf den letzten drücker! pro!!!


Martina Brand., 1.10.2005 um 12:07 Uhr

pro!!!


 

Martina Brand., 1.10.2005 um 12:11 Uhr

Liebe Ines,

ich habe es gerade erst bewußt gesehen, das ist ein total berührendes Bild...ich habe die Anmerkung von Geronimo gelesen und danach fiel mir nicht mehr viel ein - er hat da (wie sehr oft, wenn ich was von ihm lese) tolle Worte für gefunden, deshalb schliesse ich mich einfach mal an.

Kompliment für das Bild.

Liebe Grüße,
Martina



Tina O, 1.10.2005 um 13:11 Uhr

war ja leider wieder zu erwarten, das Ergebnis, sehr schade...


Jörg Behring, 1.10.2005 um 17:39 Uhr

kein offenes contra, wie erbärmlich

B. Ellana, heute um 12:07 Uhr
skip
für mich zuwenig kontraste
???
Von Weiß bis Schwarz sind alle Grautöne vorhanden, mehr Kontrast geht nicht



Ines O., 2.10.2005 um 16:06 Uhr

_____________________________________


Ivy Ó Donóghúe, 2.12.2005 um 17:52 Uhr

Still, leise und schrecklich eindringlich schleicht sich dieses Bild unter die Haut ...


H E I K E, 4.12.2005 um 11:45 Uhr

Ein Bild, was ich gerne in der Galerie gesehen hätte.
Ein Thema, von dem vo viele Menschen betroffen sind, wir sie aber nicht sehen bzw. wahrnehmen können. Und sie selbst keine Kraft mehr haben, ins Leben zu gehen.
Das Bild geht mir - wie Ivy - unter die Haut.
lg von Heike





 
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