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Oder: Ich bin immer noch am Rumstümpern im Photoshop und krieg's nicht so hin, wie ich das will. Eigentlich noch nicht gut genug zum Reinstellen, aber erstens her mit der Kritik und zweitens, zu mehr reicht die Geduld nicht.
Für die Geschichte zum Motiv geht's zurück nach Rom: Diese beiden saßen beim Sonntagsaperitif neben uns. Nachdem mein Objektiv im Gesicht der Dame nun nicht mehr zu ignorieren war, sind wir ins Gespräch gekommen. Erst haben wir uns über den Hund (hier nicht zu sehen) unterhalten, dann griff sie langsam (mit dem Objektiv weiter in ihrem Gesicht) tiefer ins Nähkästchen. Sie war mal Opernsängerin, schon lange verwitwet, er ist 'nur' ihr 'amico'; den Hund (Perla), den sie herrenlos aufgegabelt haben, 'teilen' sie sich. Beim Stichwort Spanien erzählte sie uns, dass ihr damaliger Manager ihr 1951 ein Engagement als Carmen in Berlin verschafft hat. Im illustren Publikum hat sie dann kurz vorm Auftritt das gesamte kommunistische Regime von Mao bis Stalin entdeckt. Welcher Teil von Berlin und welche Art von Publikum hatte ihr der Manager vorher nicht so genau erklärt. Ihre Unwissenheit hat sie zurück in Italien teuer bezahlt. Dort hat sie lange Zeit nämlich keine Aufträge mehr bekommen....
interessante geschichte, bild hat was, man fragt sich, sofort was die alte dame denkt, was sie erzählen möchte.
die aufnameperspektive, ebenso die pose sind absolut stimmig.. soweit zum technischen;-)
gruß karsten
1. eine spannende Hintergrundgeschichte zu einem Bild
und
2. Maike - das ist ein absolutes Hammerbild! Es wirkt wie aus einem alten Fellini-Film, auch sehr surreal mit dem gegelten Italiener mit der Fluppe im Hintergrund. Dass sie mal eine Diva war und augenscheinlich auch noch ist, macht das ganze wirklich filmreif.
Nein, hier stellst Du Dein Licht unter´n Scheffel - das ist obergeil, wirklich!
oh, ich finde du hast da wirklich einen besonderen Moment eingefangen, mit der Geschichte zusammen großartig.
Weil du von Photoshop schreibst und hinkriegen, das einzigste, was mir in der Beziehung auffällt, ist vielleicht eine weichere Kante des Schattens der Tasse auf dem Tisch . .
lg Uli
Wie schon anderswo bemerkt beneide ich Dich um den Mut, fremden Leuten das Objektiv ins Gesicht zu halten; das würde ich auch gern können. Wahrscheinlich hast Du ein gutes Gefühl für Menschen und hast erkannt, dass die Dame Deine Aufmerksamkeit genießen würde. Das Bild lässt ohne die zugehörige Geschichte viel Raum zu eigenen Überlegungen, dennoch mag ich solche Infos. Auf Mao und Co wäre ich sonst nie gekommen!
geht absolut auch ohne story, aber mit ist um so schöner. wenn ich das richtig sehe, dein absolut bestes bild hier bisher (jedenfalls von denen, die ich geshen habe - und das war nicht husch husch). kleine technische schwäche im licht auf der hand, vermutlich nicht korrigierbar, es sei denn, du hättest ein raw davon. na ja, da musst du dir mal das orig anschauen und mit der messpipette den wert im licht messen. wenn noch ton drin ist, hast du ne chance. das macht aber nix am bild selbst, ist nur technik. sekundär.
lg+gl, günther
erst wollt ich was blödes schreiben - also was blödes über diven! ;)
im zusammenhang mit deinem geschriebenen fing ich direkt an zu träumen und freute mich, die person zugleich auch ansehen zu können.
die dame ist fantastisch-auch fantastisch getroffen. aber auch der herr im hintergrund gefällt mir und macht das ganze noch interessanter.
mit der geschichte dazu ist es perfekt-künstlerische arbeit, denn das gehört meiner meinung nach zur streetfotografie dazu-mit dem menschen in kontakt gehen.toll, wenn sowas dabei rauskommt.
siehste, haargenau das macht fotografie für mich aus.
zum einen fotos, die schon alleine geschichten erzählen. und zum anderen dann noch die geschichten, die man zu dem foto erzählen kann.
im übrigen schließe ich mich den begeisterungsstürmen vorbehaltlos an...