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Stundenlang war ich dem Kornweihen-Männchen mit dem Fernglas gefolgt. Zwischendurch hatte ich es aus dem Blick verloren, dann aber wiedergefunden. In etwas wusste ich immer, wo es sich aufhielt. Zu gern wollte ich den schönen Vogel mal sitzend fotografieren. Mit der Ausbeute an Flugaufnahmen in den letzten Tagen war ich zuvor schon zufrieden gewesen.
Endlich ließ sich der Blaue Kükendieb, wie die Kornweihe in den Niederlanden genannt wird, auf einem Pfahl hinter einer Dünenkette nieder. Nun nahm ich mir alle Zeit der Welt, näherte mich langsam und kam zu immer schöneren Fotos.
Kornweihen waren ursprünglich in ganz Europa verbreitet; mittlerweile bestehen in Mitteleuropa erhebliche Verbreitungslücken. So kommt die Kornweihe in Deutschland nur noch in Restbeständen von wohl nicht einmal mehr 40 Brutpaaren hauptsächlich auf den Ostfriesischen Inseln vor. Damit ist die Kornweihe die bei weitem seltenste Greifvogelart in Deutschland (zum Vergleich: 1996 gab es rund 450 Paar Wanderfalken, 220 Paare Fischadler und 210 Paar Seeadler) und vom Aussterben bedroht (Rote Liste, Kategorie1).
Im Winter lassen sich Kornweihen dagegen häufiger beobachten. Jetzt, Ende März, sind sie auf dem Rückzug in ihre Brutreviere im Osten und Norden Europas. Häufiger als die zahlenmäßig geringeren Männchen wird man Weibchen sehen, die durch ihre V-förmige Flügelstellung und den deutlichen weißen Bürzelfleck leicht als Weihen kenntlich sind, aber nur schlicht braun gefärbt sind. Erfahrene Männchen paaren sich häufig mit mehreren Weibchen und versorgen auch die Jungen mehrerer Bruten.
Fotografiert mit Nikon F 70 und Sigma 7.2/500 mm in Ameland.
Wegen der von Sönke angesprochenen starken Komprimierungserscheinungen (?)habe ich das Bild erst gelöscht und versucht in besserer Qualität hochzuladen.
Christian Falk schrieb:
Hallo Hans Wilhelm!
Da hast du aber wieder ein spitzen Foto abgeliefert! Die Stimmung ist super, der Bildausschnitt klasse und meiner Meinung nach, fliegt gleich direkt in die Galerie durch!
Schönes Osterfest für dich und deine Familie!
Gruß Chris
Das Abendlicht lässt ihn fast ein wenig unwirklich erscheinen... ein aussergewöhnliches Bild, nicht nur wegen der Seltenheit des Vogels.
Viele Grüße, Martina
Eine klasse Aufnahme. Die tolle Beleuchtung durch das Abendlicht und der tiefblaue Hintergrund bringen den Vogel besonders gut zur Geltung. Gruß Marianne
Wunderschöne Aufnahme, Marianne hat genau das schon gschrieben, was mir auch so in den Sinn kommt. Schließe mich da einfach an und setze noch einen Ostergruß hinzu.
Die Maren
Ein herrliches Foto mit wunderschönem Licht ... besonders gefällt mir der Blickkontakt mit dem Vogel und die Federn erscheinen daunenweich.
Danke für die Info zur Kornweihe und zur Entstehungsgeschichte des Bildes.
Die Aufnahme ist dir einmalig gelungen. Ich kann mich an dem schönen Bild nicht satt sehen. Diese herrliche Beleuchtung!
Dank auch für den informativen Text, den ich mir mit großem Interesse zu Gemüte geführt habe.
Ein schönes Osterfest wünscht dir
Elisabeth
Als Verspäteter muss,kann,will ich mich den bisherigen Anmerkungsschreibern anschließen. Alles bestens. ;-)))
Gruß
Rudolf
Kurt Gansner, 31.03.2002 um 12:05 Uhr
Schliesse mich den Anmerkungen an Hawi!
Kornweihen sind bei uns nur Durchzügler, aber doch hie und da zu beobachten (leider kaum zu fotografieren)!
Schöne Ostertage und Gruss Kurt
Theo G., 31.03.2002 um 20:32 Uhr
auch ich schließe mich den anmerkungen an.
ein gutes, seltenes foto mit einer schönen lichtstimmung.
gruß theo
Hallo Hawi, die Mühe (oder der Spaß(?)) hat sich ja voll gelohnt, eine wunderbare Aufnahme und das Abendlicht wird vom hellen Gefieder richtíg reflektiert, sieht spitze aus,
Gruß Wiltrud
@ Stefan: Das ist Kodak-Foto-CD, ärgert mich auch immer, ist aber auf den Dias nicht vorhanden.
@ alle: Danke für die freundlichen Anmerkungen. Gruß Hawi
eigentlich wollte ich noch schreiben: "ich hätte den unteren draht abgeschnitten", aber dann merkte ich, daß dann ja ein teil der schwanzfedern (oder wie heißt das ?) auch abgeschnitten würde. also schreib ich das lieber nicht.
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hier wird einer der seltesten greifvögel dokumentarisch gebracht. das foto entstand in FREIER WILDBAHN unter schwierigen bedingungen und allein dafür ist es extraklasse !! wer weiß wie lange solche fotos noch so gemacht werden können und wir diese vögel dann nur noch in zoos, gehegen usw. bewundern können. sönke
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Der Bauch hat für meinen Geschmack etwas viel Licht abbekommen - oder ist das nur die Farbe des Federkleides ?
Da ich mir nicht sicher bin, ob Federkleid oder Licht, skippe ich.
Gruß, Marc
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Sönke hat Recht! Ich war von dem Wildlifebild auch gleich begeistert: klares Prooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo !
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danke... hier macht es sogar viel Freude zu lesen.. besser als jede Schulstunde oder Lesebuch.. Danke Hawi..ein ganz lautes deutliches Pro gibt es von mir :-) Herzlichst Ute
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bei den phantastischen bildern, die hier zu diesem thema in der letzten zeit schon gezeigt wurden ist es schwer.........hier fehlt mir die schärfe, die bei solchen bildern stets begeistert.....daher CONTRA
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@Scaudon
Es geht hier nicht um die Bilder, die hier gezeigt wurden, sondern es geht um DIESES Bild !
zum Bild:
Schärfer kann man die Augen mit einem 500mm Tele unter diesen Aufnahmeumständen wohl kaum einfangen.
Zudem gefällt mir die ausführliche Bildbeschreibung, die sehr lehrreich ist. Aus o.g. Gründen von mir ein klares PROOOOO!
Gruss Frank
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Frank...ich weiß um was es geht.....aber je mehr vergleichsmöglichkeiten man hat desto ehr kann man einordnen ob dieses
bild zu "den besten" gehört , also in die galerie oder halt nicht.....
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Es war sicher ein großer Moment der zu diesem Foto geführt hat, und das Bild ist auch überdurchschnittlich, aber Argumente wie „Schärfer kann man die Augen mit einem 500mm Tele unter diesen Aufnahmeumständen wohl kaum einfangen“ befremden mich als Abonnenten der NaturFoto schon etwas, und eine ausgiebige Bildentstehungsgeschichte fließt bei mir auch nicht in die Bild-Bewertung ein. Bleiben Qualitätsmängel bzgl. der Schärfe, leichte Mängel beim Kontrastverhalten z.B. (helle Brustpartie). Das hier gezeigte Niveau sollte ebenfalls eine Rolle spielen. Ein knappes Contra
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Ein eindrucksvolles Naturdokument,
aber leider verrauscht, mit Längsstreifen überzogen und nicht wirklich scharf.
Gruß Thomas
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@ Christian: Stimmt; ich musste mit der Offenblende 7.2 fotografieren; hatte nur 1/60 (oder 1/30 ?) sek zur Verfügung (konnte das 500er Tele zum Glück auf die zum Stativ zweckentfremdete Fototasche auflegen). Abblenden war von daher leider nicht mehr möglich. Der Lichtstimmung tat das aus meiner Sicht aber überhaupt keinen Abbruch. Gruß hawi