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O.S.C.A.1600 GTS Zagato Coupe von Christian Wiegand ´71

O.S.C.A.1600 GTS Zagato Coupe


Von 

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10.03.2010 um 22:08 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Alfieri Maserati, der ältere Bruder von Ettore, Ernesto und Bindo Maserati, begann 1914 mit der Herstellung von Zündkerzen und Automobilteilen.
Auch Fahrräder und Motorräder trugen den Namen Maserati.

Ettore und Ernesto arbeiteten nach 1919 mit und die drei Brüder gründeten 1926 gemeinsam die Officine Alfieri Maserati mit dem Zweck Automobile zu bauen. Im gleichen Jahr entsteht schon der erste Wagen, ein 1500ccm 8-Zylinder mit Kompressor, der am Bug den Dreispitz, das Zeichen von Bologna, trug. Alfieri fuhr die eigenen Rennwagen auch selbst. Nach seinem Unfall 1927 in Messina übernahmen Ettore und Ernesto manchmal seinen Pilotensitz, z.B. bei der Mille Miglia 1929, beim GP Monza 1930 und beim GP in Rom1932.

Die drei Brüder bauten erfolgreich Fahrzeuge, die Vielzahl ihrer Typen wurde immer größer und ebenso wurden die Ausgaben höher und höher. 1932 starb Alfieri, dafür kam Bindo mit in die Firma. Bis 1937 hielten sie durch, dann konnten sie finanziell nicht mehr. Sie verkauften ihre Firma mitsamt ihrem Namen an die Familie Adolfo Orsi. Orsi verlagerte die Firma nach Modena. Die Brüder Maserati waren vertraglich zehn Jahre als Berater an die Firma gebunden.

Kaum war diese Frist im Dezember 1947 abgelaufen, gründeten die Brüder wieder ihre eigene Firma: die Officine Specializzata Construzione Automobili - O.S.C.A. - Wieder bauten sie Sport- und Rennwagen. Wieder waren es erfolgreiche und technisch interessante Konstruktionen. 1950 enstand unter anderem auch ein 4,5 ltr Formel 1. Aber ihre Firma blieb klein und war schlecht finanziert. Sie hatten einen guten twin cam Motor mit 1453 ccm konstruiert, der ab 1954 verwendet wurde, aber in der Herstellung "von Hand" sehr teuer war. Stirling Moss und Bill Lloyd fuhren z.B. den 1,5 ltr Osca 1954 beim 12h Rennen in Sebring zu einem viel beachteten Erfolg.

Ein Jahr später kam das bekannte Zylindermass 78x78mm, der Hubraum stieg damit auf 1490 ccm. Die Leistung mit zwei Horizontal-Doppelvergasern und Doppelzündung lag bei 110 PS.
Es war ein standfester Motor, trotz seiner technisch aufwendigen Bauweise. Die Brüder Maserati wollten Fahrzeuge mit diesem Motor in kleiner Serie bauen, um Geld zu verdienen. Sie konnten sich aber die Maschinen für eine Serienfertigung nicht leisten. Ernesto Maserati entschloß sich daher einen Weg zu gehen, den schon andere kleinere italienische Motorenhersteller erfolgreich gegangen waren: Er bat um einen Termin bei Fiat, bei Dr. Dante Giacosa, dem Leiter der Fahrzeugentwicklung.

So kam es zu einem Treffen, das für Fiat genau zum richtigen Zeitpunkt kam. Am 11.Juli 1957 empfing Herr Dr. Giacosa den Herrn Ernesto Maserati in Mirafiori. Masarati bot ihm seine Konstruktion, den 1,5 ltr. Osca-Motor, an, um ihn für ein Fiat-Fahrzeug zu nutzen. Im Gegenzug wollte er Motoren für die Osca-Fahrzeuge geliefert bekommen. Dante Giacosa hatte plötzlich, was das Marketing von ihm verlangte: einen leistungsfähigen Doppelnockenmotor für einen Fiat-Sportwagen. Der Motor ging als Fiat Typ 118 in die Konstruktions-büros, um ihn für die Serienfertigung und den Alltagsgebrauch anzupassen.

Nach Serienbeginn des Fiat-Osca-Motors kam dieser Motor auch in den Osca-Fahrzeugen zum Einsatz. Sowohl in Rennsportfahrzeugen als auch in den Osca-Straßensportcoupes, die mehr als das Doppelte eines Fiat Cabriolets kosteten.

Der Osca 1600 GT war ein für seine Zeit sehr schneller und moderner Sportwagen. Neben dem neuen 1600 ccm-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Vierrad-Scheibenbremsen war die Karosserie von Zagato äußerst strömungsgünstig geformt worden. Das geringe Gewicht sorgte für mehr als ansehnliche Fahrleistungen. Wem die serienmäßigen 95 PS nicht genügten, der konnte auch die mittels eines größeren Weber-Vergasers auf 140 PS gebrachte Version 1600 GTS ordern. Bei einem Gewicht von 791 kg erreichte der Wagen eine Geschwindigkeit von 220 km/h.

Im Jahr 1963 übernahm MV Agusta die O.S.C.A.


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Anmerkungen:

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Michael P. Brauner, 11.03.2010 um 9:11 Uhr

Ich bin einfach nur begeistert! Ein typischer und seltener Zagato aus der Zeit um 1960, den Du da hervorragend ins Bild gesetzt hast. Klasse!

Gruß Michael
Z wie ZAGATO 09 von Michael P. Brauner
Z wie ZAGATO 09
Von
4.3.10, 10:29
3 Anmerkungen



Günter Pilger, 11.03.2010 um 15:17 Uhr

Welch eine Motorhaube!
Gruß Günter



Thomas Tilker, 11.03.2010 um 21:33 Uhr

...hübsches Teil...gutes Foto!

LG Thom



Bjoerg C., 16.07.2010 um 0:44 Uhr

Die Location ist auch der Hit!
Starkes Teil.
Gruß, Björg



Bruno Turri, 3.08.2010 um 6:32 Uhr

Hallo Christiean
Tolles Foto, ich habe noch Orginal Negative von der Presentzion in Paris.
Das Reserverad hat das Auto auf der Rückbank verstaut!
LG Bruno



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