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Vor langer Zeit, warst so elegant
und hast no glaubt, du bist was Besseres, is' net wahr?
Und wann wer g'sagt hat, pass bitte auf,
dann hast nua g'locht, weil des für di so lustig war.
Du hast di lustig g'mocht,
olle andern hast laut aus'glocht,
aber jetzt schau, wohin hat di des bracht,
jetzt lachst nimma, und i hob di im Verdacht,
dass'd dich aufreißen lasst auf da Straßn
für an Apfel und a Ei. . . . . . . . . . .
sog wie fühlst di dobei......
hatte ich ja schon angedeutet, dass meine Gefühle zu NY sehr zwiespältig waren, wenn ich ehrlich bin: ich fand die Stadt furchtbar. . . .eine Ansammlung von Klischees, die ich zwar erwartet hatte, deren alleinige Realität mich aber dann doch mehr als enttäuscht hat.
Diese Stadt hat nichts echtes, nichts authentisches, diese Stadt ist eine Kulisse!
Nichts, was nicht schon 10000mal gefilmt, fotografiert, gesagt, gesungen, erzählt wurde.
Diese Stadt bedient ausschließlich ihre eigene Legende, und von der bin ich überzeugt, dass auch sie eine reine Erfindung ist
New York ist der Stein gewordenen amerikanische Alptraum und der Times Square sein Hochaltar.
Man wird zugemüllt mit Videos und Plakaten, die für Sachen werben, die man wirklich besser nicht brauchen sollte, während nebenan kreischende Schülerinnen verzweifelt versuchen, entscheidende Szenen aus der letzten Casting-Show nachzustellen und auf ihrer Handycam festzuhalten und die berühmten Yellow Cabs durch die fuss-tiefen Schlaglöcher des Broadways rumpeln, die jeder Federblattachse eines „Go-West-Siedlertracks“ des vorletzten Jahrhunderts den Garaus gemacht hätten.
New York ist eine ständige Ansammlung von Bildern, die man ALLE schon gesehen hat, nur besser, brillianter, hochglanzpolierter, 3-D-brillengerecht, computeranimiert. . . . künstlich.
Die Realität ist brutal banal.
Eine Stadt, die ihr eigenes Bild abfeiert, während rundherum die Infrastruktur verfault.
Eine U-Bahn, die man am besten schon vor 50 Jahren stillgelegt hätte, Brücken, die obwohl „National Monument“ von 57 Schichten Lack und ebenso vielen Schichten Rost zusammen gehalten werden.
Taxen, die irgendwann im letzten Jahrhundert mal Stossdämpfer hatten, die gelenkt werden von Menschen, die der amerikanische Traum knapp eine Stunde vorher hinter das Lenkrad gebeamt hat, und die selbst erschrocken sind von dem, was sie da zu tun haben.
Überall Menschen, die nicht sagen können: „Das habe ich vergessen, Entschuldigung!“ sondern dich wortreich zuschwallen, warum es jetzt ihre größte Aufgabe und Freude ist, genau dieses 100%-perfekt sofort für dich (und nur für dich!!!!!) zu erledigen, was sie vor einer halben Stunde verbaselt haben.
Und das allerschlimmste: Menschen die keinen Kaffee trinken, sonders zu Starbucks gehen…….
Und trotzdem kommen in den folgenden Tagen einige MEINER dilettantisch-einfachen-selbstfotografierten New York Bilder……
Und wenn ich später mal wieder Bilder aus schönen Städten zeige, dann sind die aus aus Venedig, Barcelona oder Paris, obwohl ich da auch schon immer dachte, die seien totgeknipst :-))))
.
ich glaube
der atlantic trennt die europäische von der amerikanischen lebensphilosophie,
die auffassung von freiheit, glück und zufriedenheit.
uwe: du hast recht mit dem, was du schreibst.
ein amerikaner (der das interesse mitbringt) [ also kein durchschnitts-ami] würde in einer typisch deutschen kleingartensparte auch eine karikatur der deutschen gründlichkeit sehen.
vielleicht liegt es auch daran, dass wahrlich alles schon aber-millionen-mal abgelichtet wurde, in film und TV bis zum erbrechen in wiederholungen zu sehen ist.
von kaffee haben amis nicht den hauch einer ahnung. dafür vom wein... zumindest im westen.
Also: Ich war ja noch nicht in NY, aber ich habe eine Tour von 12000 km durch den Süden der USA gemacht, dabei war die Landschaft der ... na ich sage mal, ländlicheren Gegenden sehr interessant und abwechslungsreich. Die Städte habe ich ähnlich "aufgesetzt" empfunden, wie Du es von NY beschreibst, mag aber sehr gut sein, dass es in NY NOCH extremer ist ...
Was ich aber nachvollziehen kann, das ist Deine Beschreibung der Menschen ... ich habe sie als oberflächlich, naiv und nicht wirklich inspirierend empfunden ...
Treffen wir uns halt in Paris :-)))))
Ne, auf Deine folgenden Bilder von NY bin ich jetzt umso mehr gespannt !!!!
Ich glaube, Du hast gerade beschrieben, warum es mich noch nie nach NY gezogen hat...
Das Foto aber finde ich ausgesprochen gut gemacht. Ich warte auch auf mehr, dann muß ich endgültig nicht mehr da hin :-))
LG Heidi
Das find ich ja spannend das du New York so kennen gelernt hast. Ich hab in New york genau das gegenteil erfahren. Ich bin genau mit den erwartungen dahin gefahren, aber mich hat die stadt sofort mit waerme umhuellt und ich hab mich noch nie so frei gefuehlt. Allerdings hat mir Time Square und uptown auch nicht wirklich gefallen. Aber die Stadt ist so viel mehr .... so viele Menschen, so viele Moeglichkeiten, jeder hat dort seinen Platz, egal wie verrueckt.
Aber wie gesagt, ist alles Ansichtssache und ich denke es spielt auch ne menge glueck mit....
Ich bin jedenfalls gespannt deine new york fotos zu sehn und dieses hier find ich ja schon super genial.
Mich hat es auch nie dort hingezogen und so kann ich laut singen "ich war noch niemals in NY", auch nicht in Amerika, aber Kanada hat mir sehr, sehr gut gefallen.
Und nun mit 85 sind alle meine Reisepläne gestorben,
aber Deine Erlebnisse sind schon interessant. Lg Nana-Ellen
ich mag das Bild und den Vers da drunter auch. Es wird spannend die Bilder von deinem ''doofen'' New York zu sehen.
Mir sind übrigens ''Durchschnittsamerikaner'' lang lieber als ''Durchschnittsfranzosen''....Aber wer will schon Durchschnitt (sein).
Hi Yopi ..... ich muss Dir fast Recht geben.
Was mich an NY aber fasziniert hat war das Pulsieren der Stadt. 24 Stunden rund um die Uhr. Nach 3 Tagen war ich froh wieder herauszukommen. Das kulturelle Angebot ist aber doch einzigartig. (Bildausstellungen etc.)
Von oben sieht NY durch die vielen Klimaanlagen wie ein gigantischer Schrotthaufen aus :-))
Freue mich aber trotzdem auf die Bilder.
LG Angela ML
War noch nicht da und werde ich wohl auch nicht hinfahren. Du hast die Situation so ehrlich und toll beschrieben, und ich bin sicher, dass die Stadt genau so ist. Genießen wir unsere Stadt noch so lange es geht. Denn irgendwann werden wir die gleichen Verhältnisse überall haben. Es gibt einfach zu viele Menschen , und am schlimmsten ist die Erwartungshaltung der Menschen.Lg Su
habe heute Nacht meinem Mann Deinen Text vorgelesen - beide hatten wir den Eindruck, Du beschreibst unser Erleben während unserer langen USA-Reise 1996!! All unser (vielleicht generationenbedingter) USA- Skeptizismus wurde bestätigt - als wir dann seinerzeit in Amsterdam wieder zurückkamen, haben wir eine veränderte Sicht auf Europa gehabt...
Trotzdem: freue mich auf Deine Bilder und dies hier ist ein guter Auftakt mit Musik!
LG Jeanette