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HAMMER-BEARBEITUNG von mhy

HAMMER-BEARBEITUNG


Von 

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14.07.2007 um 17:42 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Bitte auf diese Seite keine typischen Anmerkungen, da diese Seite ein gewisses Meta-Tutorial darstellt, und etwas den Charakter eines Nachschlagewerks bekommen soll. Wem die Seite gefällt, kann aber gerne eine Bemerkung in mein Profil machen. Und noch besser: wer Ideen, Verbesserungsvorschläge oder Hinweise zu u.g. Techniken hat, schreibt mir am besten eine PM. Ich werde sachdienliche Hinweise gerne in diese Seite einbauen.

Dieses Bild ist hier eingestellt, damit es ein Thumbnail gibt, um Hammerbearbeitungen zu kennzeichnen.

Zudem möchte ich auf dieser Seite eine Linkliste auf Threads und Webseiten zusammenstellen, die sich mit den beliebten Hammer-Effekten beschäftigen. Also: Paint with Light (Dodge and Burn), Draganizer und Co.

In diesem Zusammenhang soll hier auch eine kleine Galerie an Hammerbearbeitungen entstehen.

Ach ja - falls es jemanden interessiert - das obige Symbol ist im Original knapp 8mm groß, und wurde mit einer Sony A100 und Tamron Makro-Tele-Zoom bei 300mm aus 1m Entfernung von einer Batterienpackung aufgenommen und nachbearbeitet (die Kleckse waren vorher eine Batterie).

===
Vorab eine vorläufige Link-Liste für weitergehende Quellen zu u.g. Bearbeitungen:

Hammer-Effekt Teil 1 bei der FC:
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=119665&
t=107411

Hammer-Effekt Teil 2 bei der FC:
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=115352&
t=115118

Hammer-Effekt Teil 3 bei der FC:
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=131555&
t=124469

Hammereffekt in 5min tutorial... in der FC
http://www.fotocommunity.de/forum/read.php?f=11&i=121922&
t=121727

Das häufig zitierte Paint with Light Tutorial:
http://www.bechbox.dk/pwl/


Tutorial von Oliver Brehm
Tutorialnicht in Diskussion
Von
6.2.07, 22:08


===

Da man in einen Beitrag immer nur 4 Fotos linken kann, kommt meine kleinen Galerie der Hammer-Bearbeitungen in nachfolgende Anmerkungen.

Anmerkungen:





Boma , 15.07.2007 um 0:13 Uhr

Galerie - Teil1:
L I N G U A von Oliver Brehm
L I N G U A 
Von
6.2.07, 19:12
186 Anmerkungen

Bodypainting mit Photoshop von Robert Klosko
Bodypainting mit Photoshop
Von
6.3.07, 11:53
24 Anmerkungen





Boma , 15.07.2007 um 0:13 Uhr

Galerie - Teil2:






Boma , 15.07.2007 um 0:23 Uhr

Galerie - Teil3:
*...wanted...* von wuhrer-fotostylez
*...wanted...*
Von
21.5.07, 16:30
119 Anmerkungen





Markus Sonja , 15.07.2007 um 10:55 Uhr

eine tolle idee, klasse.

lg markus & sonja



Boma , 16.07.2007 um 9:54 Uhr

Galerie - Teil4:

... weitere folgen ...



Boma , 16.07.2007 um 10:40 Uhr

Bearbeitungstechnik I
"Paint with Light" / "Dodge and Burn"

"Dodge and Burn" bzw. auf deutsch "Abwedeln und Nachbelichten" sind zwei Werkzeuge, die in vielen Grafikprogrammen zur verfügung stehen. Hiermit können Schatten und Lichter in das Foto hineingezeichnet werden.
Die Weiterentwicklung dazu ist "Paint with Light (PWL)", was üblicherweise in Photoshop erfolgt. Ich lege hierbei eine 50% graue Ebene über das zu bearbeitende Bild und wähle "weiches Licht" als Ebenenstil. Jetzt kann hier mit weiß (bzw. hellen Grautönen oder auch hellen anderen Farben) Lichter und mit Schwarz (bzw. dunklen Farben oder Grautönen) Schatten eingezeichnen. Der Vorteil gegenüber Dodge & Burn ist, das hier nicht destruktiv im Hauptbild gearbeitet wird, sondern jederzeit reversiebel auf einer eigenen Ebene.
Andere kräftigere PWL-Methoden arbeiten jeweils mit einer eigenen Ebene für Lichter und einer für Schatten.

Häufig wird als PWL aber auch ein komplexe Bildbearbeitung aus mehreren kombinierten Methoden bezeichnet, wobei die vorgenannte jedoch der zentrale Schritt ist.
In diesem zusammenhang das meist zietierte PWL-Tutorial:
http://www.bechbox.dk/pwl/




Boma , 16.07.2007 um 10:56 Uhr

Bearbeitungstechnik II
Farbkanalüberlagerung
(ein häufiger Zwischenschritt bei den etwas komplexeren Hammer-Effekten. Anschließend wird häufig lokale kontraststeuerung mit "dodge and burn" weiterbearbeitet und eine Abschlußbearbeitung per Farbkorrektur, Kontrast und schärfen durchgeführt).

A-tom beschreibt seinen Efekt bei dem Bild
* jeder punkt ein wunsch * von A-tom
* jeder punkt ein wunsch *
Von
16.2.06, 12:07
71 Anmerkungen

primär durch die Überlagerung des blauen Farbkanals: einfach einen kanal (in diesem falle den blauen) als Ebene einkopieren und Ebenenmodus überlagern wählen. Deckkraft reduzieren nach belieben.

Da dieses in Photoshop nicht per Drag-and-Drop geht, schreibt Thomas Stölting als Schrit-für-Schritt-Bearbeitung hierzu:
1. Kanal durch Klick in der Kanäle-Palette auswählen
2. Mit STRG+A alles auswählen
3. Mit STRG+C alles in die Zwischenablage kopieren
4. Mit STRG+J neue, leere Ebene anlegen
5. Mit STRG+V Zwischenablage in die neue Ebene einfügen



Boma , 16.07.2007 um 11:14 Uhr

Bearbeitungstechnik III:
partielles colorieren

Bilder von Rarindra Prakarsa wie

bekommen Ihre Farbwelten durch eine eindrucksvolle Technik, bei der partiell nachcoloriert wird.
Hierbei wird grundsätzlich die Originalebene mehrfach kopiert, und jede Kopie in einen anderen Farbton umgefärbt (Farbbalance, Mitteltöne unter beibehaltung der Helligkeit). Anschließend wird zu allen eingefärbten Enenen eine Ebenenmaske erstellt. Wenn auf diesen Ebenenmasken mit schwarzem Vordergrund und weißem Hintergrund herumgepinselt wird, wird damit das Ergebnisbild coloriert.
In Ermangelung malayischer Sprachkentnisse verweise ich für weitere Details vorläufig auf das original-Totorial:
http://www.fotografer.net/isi/artikel/lihat.php?id=243




Boma , 16.07.2007 um 19:15 Uhr

Bearbeitungstechnik IV
"Draganizer"

Der Draganizer ist eine Photoshop-Action, welche etliche, durch den Benutzer beeinflußbare Bearbeitungsschritte nacheinander vornimmt, und damit einen sehr beliebten Effekt hervorruft, bei dem die Ergebnisse ziemlich gemalt und häufig (aber nicht immer) etwas dunkel, faltenverstärkt und karrikaturhaft überzeichnet wirken.
Wichtl von mhy
Wichtlnicht in Diskussion
Von
2.7.07, 15:31
14 Anmerkungen

Ein schönes Vorher-Nachher sieht man unter:
http://www.atncentral.com/Pages/draganizer.htm


Techniche Details zu diesem Effekt folgen.



Boma , 16.07.2007 um 19:24 Uhr

Bearbeitungstechnik V:
DRI

DRI (auch Digital Blending genannt) ist eigentlich keine Bearbeitungstechnik für ein Bild. Es wird von einem (unbewegten) Motiv eine ganze Belichtungsreihe gemacht. Dann werden die hellen Stellen aus den dunklen Bildern und die dunklern Stellen aus den hellen Bildern zusammenmontiert. Dadurch werden gang gezielt unterbelichtete oder überbelichtete Bereiche im Bild vermieden - alles scheint sehr ausgewogen und gleichmäßig belichtet, was aber z.T. etwas surreal wirkt.
Technisch wird dieses häufig manuell (oder durch PS-Actions unterstützt) über teiltransparente Ebenen in Photoshop realisiert. Aber es gibt auch gute andere Programme, die auf solche DRI-Montagen spezialisiert sind.

Tipps für solche Belichtungsreihen:
- die Kamera muss auf ein möglichst stabiles Stativ. Auch zwischen den Bildern müssen merkliche Bewegungen der Kamera vermieden werden.
- Bis auf die Belichtungszeit sollte sich zwischen den Bildern nichts verändern. Daher am besten Weißabgleich festlegen und nach dem Scharfstellen den Autofocus ausschalten
- Ein Fernauslöser minimiert Verwacklungen
- Empfindlichkeit maximal ISO-100 um Rauschen zu vermeiden
- Blende 8 oder 11 liefern meistens die besten Ergebnisse
- Das dunkeste Foto sollte keine Überblendungen mehr enthalten.

Weitere Details zur Bearbeitungstechnik und ein schönes Tutorial gibt's hier in der FC: DRIDRI



Boma , 16.07.2007 um 19:38 Uhr

Bearbeitungstechnik VI:
HDR und Tone-Mapping ( = TM)
Hochwassertor von mhy
Hochwassertornicht in Diskussion
Von
26.6.07, 2:05
20 Anmerkungen

HDR ähnelt ziemlich stark DRI, ist aber eine technisch sehr viel komplexere Weitereintwicklung. Hierbei liegt zwar ebenfalls eine Belichtungsreihe zugrunde, jedoch wird aus der Belichtungsreige mit Spezialsoftware unter Auswertung der Belichtungsdaten in den Bildern (Exif) und daraus resultierenden Reaktionskurven für den Kamerasensor ein Hochkontrastbild errechnet, welches die echten Kontraste der Wirklichkeit abbildet. Da die Kontraste viel höher sind, als es das menschliche Auge wahrnehmen kann (geschweige denn ein Monitor oder Papierbild wiedergeben) ist dieses Hochkontrastbild in erster Linie ein abstraktes konstrukt, und nicht direkt anschaubar. (Solche HDR-Bilder lassen sich auch mit Photoshop ab version CS2 oder mit Photomatix berechnen).

Nun muss das eigentliche HDR-Bild noch in ein vernünftig sichtbares Bild umgewandelt werden. Dieses ist der "magische Moment" und geschieht mit Tone-Mapping. (In den Tone-Mapping Dialog von Photoshop CS2 kommt man automatisch, wenn man den Bildmodus eines HDR-Bildes auf 8 oder 16Bit Farbtiefe reduziert - hier ist die Lokale Anpassung und die Einblendung des Histogramms dringend empfohlen!).
Beim Tonemapping wird dann festgelegt, wie die vielen Farbwerte (die für das Auge viel zu hell oder zu dunkel sind) in den sichtbaren Bereich zusammengestaucht werden.

Im Ergebnis sind die HDR-Bilder u.a. meist flüssiger und Verlaufsintensiver als die DRI-Bilder.

Häufig wird Tonemapping (oder kurz TM) als eigenständiger Effekt ohne HDR benutzt, um eine Art Airbrush-Effekt zu erzeugen. Da beim Tonemapping mit nicht-globalen Algorithmen (wie von der Software Photomatix verwendet) das Bild einerseits kontraststark bleibt, andererseits aber dunkele und helle Bereiche in den besser differenzierten Mitteltonbereich geschoben werden, wirkt die Dynamik höher, als dieses in der Fotografie möglich ist - wodurch der Eindruck entsteht, das Motiv sei durch das menschliche Auge wahrgenommen und gemalt worden. In Zusammenhang mit den stark auftretenden Verläufen drängt sich dabei die Nutzung eines Airbrushes auf.
Die erstellung solcher TM-Bilder geschieht i.d.R. durch öffnen in Photoshop, konvertieren in den 16bit Farbmodus, und dann Tonemappen mit dem (externen, kostenpflichtigen) Photoshop-Plugin (Filter) Photomatix.




Boma , 16.07.2007 um 19:47 Uhr

Bearbeitungstechnik VII
Stitch
Schloss Karlsruhe von mhy
Schloss Karlsruhenicht in Diskussion
Von
8.7.07, 22:44
9 Anmerkungen

Unter stitchen versteht man das zusammensetzen von Bildern zu Panoramen. Hiebei wird eine Serie von möglichst gleich belichteten, sich überlappenden Aufnahmen aufgenommen.
Eine hervorragende Software zum zusammenfügen von (einfachen) Panoramen, welche auch Blendenverzerrungen, leichte Belichtungsschwankungen u.ä. perfekt ausgleicht ist die Shareware PanoramaStudio, die vielen teuren Programmen in den Standardfällen weit überlegen ist.



Boma , 18.07.2007 um 9:15 Uhr

Bearbeitungstechnik VIII
Grundbearbeitungen

Auch, wenn ich mich auf dieser Seite eigentlich nur den gehobenen "Hammer-Bearbeitungen" widmen wollte, zeigen einige Anfragen in letzter Zeit, dass ein paar Worte zu den scheinbar einfachen Dingen der Bildbearbeitung nicht verkehrt sein können.

* Das Schärfen
Den meisten Fotos -ausgenommen die expilzit weichgezeichneten- tut es sehr gut, wenn sie nachgeschärft werden. Dieses ist häufig einer der letzten Bearbeitungsschritte, und muss auf jeden Fall nach dem Verkleinern auf das richtige Format (z.b. die 1000 Pixel Kantenlänge fü die FC) erfolgen.
Ich empfehle den Schärfungsfilter "Unscharf maskieren", und hier die Anwendung in 3 Durchgängen: Das erste Mal mit einem Radius von 0,3 bei einer Stärke von 100, das zweite Mal mit einem Radius von 1 bei einer mittleren Stärke (40-60), das dritte mal mit einem Radius von ca. 2,9 bei geringer Stärke (15-40). Die genaue Stärke und der Radius der Schärfung ist stark abhängig vom Motiv und der Bildgröße. Insbesondere beim dritten Schritt sollte sehr vorsichtig dosiert werden. Der Schwellwert bei allen 3 Durchgängen ist jeweils 0.
Einzig bei Portraits würde ich z.T. mit einem Schwellenwert von ca. 10 arbeiten, um die sanften Hauttöne nicht mitzuschärfen, und die Haut nicht grobporig wirken zu lassen.
Interessante Infos zu «unscharf maskieren» gibt es unter http://www.wargalla.de/05-97.pdf


* Helligkeit
Die Helligkeit sollte nicht über die in Fast allen Grafikprogrammen vorhandenen Regler zu Helligkeit/Kontrasten vorhenommen werden. Hierbei geschieht nämlich eine lineare verschiebung der Helligkeitswerte, wodurch ein Bild deutlich an Dynamik verliert. wichtig ist, dass i.d.R. nur die Mitteltöne heller oder dunkler werden - Tiefen und lichter sollen unverändert erhalten bleiben. Statt dessen ist die beste Möglichkeit, die Gradationskurve nach oben (heller) oder unten (dunkler) durchzubiegen. Wer die Gradationskurve aus unerfindlichen Gründen nicht mag, kann genausogut bei der Tonwertanpassung den mittleren, grauen Regler auf dem Histogramm seitlich verschieben.

* Kontrast
Ähnliches wie bei Helligkeit gilt auch für den Kontrast. Als erstes sollte die Dynamik optimiert werden und bei der Tonwertkorrektur der weiße und schwarze Regler vorsichtig auf den Anfangs- und Endpunkt des vom Bild genutzten Bereichs im Histogramm bewegt werden - meistens sind dann die Kontraste schon gut. Eine weitergehende Kontraststeigerung erreicht man mit einer (leichten) S-Kurve in der Gradationskurve (die dunkleren Mitten leicht absenken, und die hellen mitten leicht aufhellen).



Olli Brehm, 22.07.2007 um 17:13 Uhr

aber hallo!
da hat sich jemand mühe gemacht. finde ich eine klasse idee.
ich wünschte sowas hätte ich am anfang auch gehabt ;o) hätt ich nicht so viel fragen müssen.

lg
olli



SaRo, 22.07.2007 um 19:59 Uhr

Hochinteressant! Eine sehr informative und gute Sammlung von Bearbeitungstechniken, die du da zusammengestellt hast. Danke!!
LG Sandra



Calvin Hollywood, 28.07.2007 um 23:13 Uhr

Meinen Respekt für die Mühe

lg Calvin



Melumi , 29.07.2007 um 20:46 Uhr

*Melumi* -> sagt Danke ;o)



Pasca Vretinari, 2.08.2007 um 11:25 Uhr

Vielen, lieben Dank dafür!

Gruß Pasca



Markus Kühne, 6.08.2007 um 10:48 Uhr

Tolle Arbeitsanleitung und sehr schöne, weil übersichtliche, Zusammenstellung, mit der man eine tolle Übersicht über die derzeit gängigen Bearbeitungstechniken erhält!

Vielen Dank für Deine Mühe die Du Dir hier gemacht hast, ich bin mir sicher, dass viele Anfänger und Newbies hier im Forum solche Tipps verwenden (und hoffentlich auch Wertschätzen) werden.

Viele Grüße, vom Kurzhaar Kater



mhy , 19.08.2007 um 11:51 Uhr

Bearbeitungstechnik IX
DFF - Deep Focus Fusion

Danke an Morgain Le Fey der mich auf diese Technik aufmerksam gemacht hat, mir diese Technik erläutert und ein paar schöne Exponate als Beispiel in der FC ausgestellt hat. Hier ein Beispiel:
Strubbelköpfchen von Morgain Le Fey
Strubbelköpfchennicht in Diskussion
Von
17.7.07, 18:36
14 Anmerkungen


Ähnlich wie DRI (s.o.) ist DFF eigentlich keine Bearbeitungstechnik, sondern mehr eine Aufnahmetechnik mit einer ordentlichen Portion Nachbearbeitung. Im Gegensatz zu DRI werden jedoch nicht Bilder mit unterschiedlicher Belichtung, sondern Bilder mit unterschiedlichen Schärfepunkten zusammenmontiert. Hierdurch entsteht ein Bild mit sehr größerer Schärfentiefe, wie dieses ansonsten (insbesondere im Makrobereich) kaum anders realisierbar wäre.

Dadurch, dass sich bei der Fokusänderung Objekte im Bild leicht verschieben, ist die Nachbearbeitung einer Schärfereihe für DFF etwas kniffeliger als die Montage einer Belichtungsreihe bei DRI. Ein sehr schönes, anschauliches Tutorial gibt es hier::
http://www.traumflieger.de/workshop/tiefenschaerfe/mehr_Tiefescha
erfe.php


Da die manuelle Montage der Bilder doch recht beschwerlich ist, kann man die Nutzung spezieller Software empfehlen. Z.B. die freie Software CombineZM:
http://www.hadleyweb.pwp.blueyonder.co.uk/CZM/combinezm.htm

Dieses Foto wurde z.B. mit der Freeware erstellt:


Außerdem sei in diesem Zusammenhang noch auf die kommerzielle Software Helicon Focus hingewiesen:
http://www.helicon.com.ua/pages/focus_overview.html


sowie das Beispielfoto aus dem Traumflieger-Tutorial:
3 Pilze III von Stefan Traumflieger
3 Pilze III
Von
5.3.04, 8:20
19 Anmerkungen




Ben Küpper, 18.09.2007 um 16:52 Uhr

Sehr sehr geil,richtig super -Respekt und super zusammengestellt !!


Armin Bredel, 20.09.2007 um 11:53 Uhr

Einfach Geil. Hier werde ich sehr oft vorbeischauen. Im Namen aller anderen noch mal ein Großes DANKE für die Perfekte Erklärung und auch die Mühe dafür. So was ist nicht selbstverständlich. Mein Respekt dafür und weiter so (wenn möglich).
LG
Armin



mhy , 22.09.2007 um 1:51 Uhr

Bearbeitungstechnik X - Freistellen
Hiermit ist weder das fotografische Freistellen durch Offenblende, noch das Fotoshop-Werkzeug "Freistellen" (das vielleicht besser "beschneiden" heißen sollte) gemeint, sondern das exakte Ausschneiden eines Motivs.
Diese Grundtechnik ist wichtig, wenn man ein Motiv in einen anderen Kontext montieren möchte, einen Effekt nur auf ein Motiv anwenden möchte, oder z.B. exakt den Himmel eines Bildes austauschen möchte.
Markuskirche Karlsruhe von mhy
Markuskirche Karlsruhenicht in Diskussion
Von
13.9.07, 9:26
16 Anmerkungen
Dass dieses nicht so einfach ist, zeigt sich daran, dass Photoshop alleine zu diesem Zweck unzählige Werkzeuge bereitstellt, und dennoch führen diese meist nur mit zusätzlichen Tricks und Kniffen zu guten Ergebnissen, von denen ich einige wichtige hier erläutern möchte.

*Diese Anmerkung ist zur Zeit in Arbeit und wird fortgesetzt*



mhy , 29.10.2007 um 16:38 Uhr

Bearbeitungstechnik XI - Der Orton Effekt
Bei dem nach Michael Orton benannten Effekt wurden ursprünglich ein scharfes und ein unscharf fokussiertes Diapositiv übereinander gelegt. Hierdurch entsteht ein ganz eigentümlicher mystischer Effekt.
Hier mal ein Beispiel für den sehr extremen Einsatz:
Traumhafter Central Park von Rolf B. Röper
Traumhafter Central Park
Von
23.3.07, 10:43
1 Anmerkung

und ein Beispiel für den üblichen, dezenten Einsatz:
Auch folgendes wunderschönes HDR-Bild wurde mit dem Effekt bearbeitet:
http://www.flickr.com/photos/danielcheong/389066870/

Hier ein Link auf ein englisches Tutorial:
http://www.pcin.net/update/2006/11/01/the-orton-effect-digital-ph
otography-tip-of-the-week/

Und ein deutsches Tutorial:
http://fotofun.foren-city.de/topic,17,-orton-effekt.html

Und noch einmal die wichtigsten Schritte in Kürze:
- überbelichtetes Bild erstellen (geht in PS gut mit Bildberechnungen - negativ multiplizieren)
- Bild auf eine 2. Ebene duplizieren
- die obere Ebene kräftig weichzeichnen (10-20px Gauß)
- Den Ebenenmodus der oberen Ebene auf multiplizieren stellen.
Variationen: die Einzelbilder können unterschiedlich stark überbelichtet sein; die Deckkraft der oberen Ebene muss nicht 100% sein; statt multiplizieren kann auch "weiches Licht" oder ähnliches benutzt werden, dann müssen die Einzelbilder aber ggf. etwas dunkler sein als beim Original-Orton.



Rofo002 , 21.05.2008 um 19:25 Uhr

Es ist echt Spitze Beschrieben ! ! !


sergej-ra , 2.08.2008 um 18:34 Uhr


:-)



Doc G , 8.10.2008 um 23:28 Uhr

Vielen herzlichen Dank für die tolle und ausführliche Beschreibung! Das Thema interessiert mich schon lange - zumal man ab und zu geniale Fotos die auf diese Weise bearbeitet wurden, hier in der FC findet.

Ich habe mich mal daran gewagt und ein erstes Ergebnis erhalten! Das ist zwar noch lange nicht gut, aber jetzt kann ich endlich experimentieren! Nochmals vielen Dank!!!

Gruß,

Doc
Dodge & Burn von Doc G
Dodge & Burn
Von
8.10.08, 23:24
9 Anmerkungen





 
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