Foto aus dem Akt-ChannelTeilnahme am ForumFotos verkaufenMehr Foto-Ordner anlegen?Mehr Favoriten speichern?Mehr Freunde speichern?Mehr Fotos speichern?Am Galerie-Voting teilnehmenProfilbesucher anzeigenMehr Fotos veröffentlichen?Zugang in allen Sprachversionen?WerbefreiheitBezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
Man braucht schon etwas Nerven und Hartgesottenheit, um die Slums von Manila zu durchstreifen. Ungefährlich ist es auch nicht.
Canon AE 1, Kodak Ektachrome 200.
Gut fotografiert! Ohne aufdringlich zu sein und ohne die Würde dieses bedauernswerten Menschen zu verletzen!
Ein sehr starkes Bild in allen Belangen!
Hans
Es fällt einem schwer, das Bild zu beurteilen, weil man von der Not dieses Menschen betroffen ist. Ich finde auch, dass die Würde trotz allem gewahrt wurde und das Bild sehr nachdenklich macht.
Gruss, Detlef
naja, ich wäre nun nicht gerade begeistert, wenn mich einer dabei ablichten würde, wie ich gerade meine Notdurft verrichte. Herbert, ich kann den anderen beiden leider nicht zustimmen. Ich wäre mir ziemlich komisch dabei vorgekommen, den kerl zu fotografieren.
Aber naja, das muss jeder selbst wissen. Das heißt jetzt nicht, dass ich das Foto schlecht finde. Ich frage mich nur, ob es mir gefallen würde jetzt so im Internet herumzugeistern. Meine Würde wäre schon angegriffen.
Hättest du es hier in Deutschland aufgenommen, hättest du es veröffentlicht? Nur mal so zum Nachdenken. Gruss, Holger
Hallo Herbert ... ich bin der gleichen Meinung wie Holger. Andererseits könntest Du locker kontern und auf die Bilder des Jahres, oder den Pulitzerpreis verweisen.
Gruss aus Nürnberg
Günter
@Holger
was du anmerkst betrifft natürlich viele gute Reportagefotos, die oft mehr sagen als tausend Worte. Ist sicher immer eine Gratwanderung.
Ich finde trotzdem, dass das vorliegende Foto erstmal im Zusammenhang mit den anderen Bildern des Autors gesehen werden muss und zum anderen die Not dieses Menschen nicht reisserisch ausnutzt, um an ein beeindruckendes Bild zu kommen.
Gruss, Detlef
Ich verurteile den Fotografen ja auch nicht. Aber für mich ist der Punkt einfach schon überschritten. Hier sehe ich auch nicht unbedingt den Reportage-Charakter, der durch das Elend der Menschen wachrütteln will. Ich denke das wäre auch anders gegangen.
Wie gesagt: Ich persönlich hätte das Bild erst gar nicht gemacht, geschweige denn veröffentlicht. Wäre mir war scheinlich ein bißchen schlecht vorgekommen. Aber vielleicht sehe ich das ganze zu eng.
Es scheint ja auch für einige wirklich OK zu sein, wie man oben sieht. Ob man sich an den Bildern des Jahres etc. immer orientieren kann?
Bush ist ja angeblich auch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Verkehrte Welt!
Gruss, Holger
@Herbert: Hab mir gerade deine Bilder angesehen (auf Anregung von Detlef). Die finde ich eigentlich alle sehr gelungen. Besonders eben die Bilder aus Asien. Aber, vielleicht hast du es schon bemerkt: mit diesem werd ich nicht wirklich warm! ;-)
Holger
Wie Dieter schon schreibt, gestalterisch und aufnahmetechnisch klasse; vom Motiv und der Erlaeuterung her meiner Meinung nach voll daneben. Armut zeigt sich in Asien nicht unbedingt dadurch wie und wo jemand seine Notdurft verrichtet. Hierzu hat man in Asien einfach eine andere Einstellung, die allerdings nicht in das westliche Denkschema passt. Mit dem Thema Armut sollte man als Fotograf sorgfaeltiger umgehen.
Ansonsten sind Deine Photos echt Klasse und es lohnt immer wieder mal deine Seite anzuklicken.
Gruss aus Japan
Clemens
Michael Gillich, 6.03.2002 um 20:41 Uhr
Hi,
Deine Bilder sind spitze, schaue gerne rein; nur hier bin ich zwischen der fabelhaften Bildgestaltung und der Frage, ob man's aufnehmen/zeigen darf/sollte nicht mehr so sicher;
Auf jeden Fall eine HAMMER-Gestaltung!
MIKE
Dass dieses Foto zu kontoversen Anmerkungen führen würde, war mir klar, habe ich dies doch schon bei Ausstellungen und anderen Präsentationen erlebt. Menschenwürde oder Gefühle verletzen wollte ich weder bei der Aufnahme noch beim Hochladen. Auch Sensationsgier liegt mir fern. Wie man mit Armut umgeht, habe ich auf zahlreichen Reisen erfahren und gelernt. Aber die Reiseziele in der dritten Welt bestehen nun mal nicht nur aus schönen Stränden, tollen Hotels und romantischen Sonnenuntergängen. Das wollte ich zeigen.
Gruss Herbert
Hier stehts ja auch drin!
Also Herbert, gestalterisch ist das Bild sehr gut, allerdings zeigt es mir in keiner weise den geringsten Respekt vor dem Abgebildeten und seiner Situation!
Das Du die Schattenseiten dieser Welt zeigen möchtest, ist ja sehr löblich, aber über die Wahl Deiner Mittel solltest Du noch einmal Gedanken machen.
In meinen Augen hast Du die Würde dieses Menschen mit Füssen getreten.
Gruß, Marc
@Marc: Ich nehme Deine Meinung zur Kenntnis und kann sie in gewisser Weise auch nachvollziehen. Gesteh mir aber bitte zu, eine andere Auffassung zu haben, so, wie ich sie auch schon dargestellt habe.
Gruß, Herbert
VOTING-CENTER, 24.01.2003 um 19:11 Uhr
Dieses Foto wurde für die Galerie vorgeschlagen, aber leider mit 91 pro und 171 contra Stimmen abgelehnt. Vielleicht klappt es das nächste mal ;-)
Ich möchte diese Aufnahme von Herbert Rulf vorschlagen, weil sie:
- toll komponiert ist; rote Schrift; Stock;
- Geataltung+ Aufnahmetechnik TOP;
- fast wie ein Gemälde aussieht;
- kontroverse Diskussionen ausgelöst hat (darf man das und so fotografieren)
=> DritteWelt wird in diesem Bild treffend dargestellt und regt den Betrachter an drüber nachzudenken...
"die dritte welt wird treffend dargestellt"...wieviel hochmut und verachtung liegt in diesem satz...
ich lasse mal offen, ob und in welchem zusammenhang es sinnvoll und legitim sein kann, so ein bild auszustellen. als einzelstück in die galerie? contra hoch drei. ho.
Mhmm, Kunst ist nicht immer etwas das jedem gefällt. Und Fotos haben auch immer dokumentarischen Charakter, wüßte nicht warum ein Foto auf Grund seiner Aussage bewertet werden sollte. Wohl doch im Rahmen des Votings eher nach so Dingen wie Bildwirkung und Gestaltung und so...
Darum meine ich auch ein klares Pro wagen zu können.
vG, Daniel.
@Herbert: zeigen heißt nicht immer Anteil und sehen nicht immer verstehen. Vielleicht ein Grund warum Fotografen manchmal (zu Recht) gefährlich leben.
Ich fordere gerade deutlich mehr RESPEKT, TOLERANZ und MENSCHENWÜRDE !
Meine Lebenseinstellung ist sicher nicht die des Normalos ;) der mal ein altes Shirt irgendwo hinschickt und denkt ein grosszügiger Spender zu sein;
sein Shirt wurde nämlich dort für ein Hungerlohn hergestellt, um dann bei uns teuer verhökert zu werden;
Ich kann nun mal mit Worten nicht so gut umgehen, wie mit Bildern ;) @Holger
was ich damit gemeint: eine andere Welt - eine andere Sicht der Dinge;
manchmal verstörend, manchmal betörend---so wie Haralds Bild!
@ Ralf: was sagst Du zu den Reportage-Bildern aus Krisengebieten, Kriegen,etc.... soll man das nicht zeigen...es ist ein schmaler Grat...
ich sage nur: Vietnam-Krieg - DAS photo von Nick Ut mit der 9-jährigen Kim Phuc nach einer Napalmattacke! AP-Photograph und Pulitzer Preis; Darf man das zeigen?! MAN MUSS
lg MIKE
fotos wie dieses spiegeln das leben und die realität knallhart, ungekünstelt und ohne schleier. fotografie heißt für mich auch reportage. reportage auch von zuständen und situationen die in uns zunächst abwehr und entsetzen auslösen. fotos wie dieses müssen sein.
der spagat zwischen würde und unwürde wurde vom autor gemeistert und ich denke mal, dieses bild entstand nicht aus "sensationsgeilheit", sondern mit dem hintergedanken der ernsthaften reportage, so wie die anderen bilder von herbert auch. pro.
Einfach geschmacklos. Man kann immer für alles eine Rechtfertigung finden (siehe Vietnamkrieg) das relativiert aber nicht die eigene Geschmacklosigkeit.
Wenn DAS gestellt ist, sollte es drunter stehen. SO ist ein CONTRA noch fast zu schade dafür...
Volker, sorry, aber deine Anmerkung ist nun völlig unverständlich.
Du stellst hier Abstimmungen im Voting, die auf völliger freiwilliger Basis geschehen, und denen sich jeder, dem es nicht gefällt, jederzeit entziehen kann, gleich mit dem Elend dieser Menschen, die eben nicht sagen können, ich scheiße jetzt mal anders, ohne Fotograf dabei ...
Aus welcher Überzeugung votest du denn éigentlich pro?
@all: das Bild darf ganz einfach nicht in die Galerie, quasi noch dafür belohnt werden, dass der Fotograf die letzten Schranken des fotografischen Anstandes überwunden hat.
Armut zeigen zu wollen geht mit Sicherheit auch anders, unter Einbehaltung des letzten Restes von Menschenwürde, den diese Menschen irgendwo noch haben.
Ein Abbild der Realität.
Viele Leute bei uns scheinen zu vergessen, daß es trotz des vielen jammerns immer noch sehr gut geht. Und so viele, wie bei uns im "reichen Norden" leben, müssen genauso viele Menschen auf unserer Erde leben wie dieser.
Sicher gibt es auch Fotos, die man "geschmackvoller" bezeichen könnte und ob der Mann seine Zustimmung zum Foto gab, glaube ich auch nicht, aber für mich ist es ein gut festgehaltener Eindruck vom Elend. Nackte Tatsachen.
Ob es um verachtenswerten Voyeurismus handelt, hängt vom Fotografen ab. Und zwar was Ihm dabei durch den Kopf ging, was Ihn bewegte, dieses Foto zu machen ... aber das weiß nur er selbst und mag ich nicht beurteilen.
Einige mögen ganz anderer Ansicht sein - akzeptiere ich - das ist halt meine Sicht ...
Foto hätte ein stückchen größer sein können.
Meine Entscheidung: PRO
auch über das foto von dem gepeinigten mädchen in vietnam gibt es verschiedene ansichten. allerdings stehen dort der würde der abgebildeten person völlig andere aspekte gegenüber.
das vietnam-foto ging durch die medien und hatte eine ganz eindeutige, bis dahin bestrittene aussage: die us-army setzt napalm wahllos gegen die zivilbevölkerung ein. diese erkenntnis hatte anteil an der wachsenden ablehnung des vietnamkrieges vor allem auch bei der us-bevölkerung.
dieses foto hier oben soll dagegen ohne weiteren zusammenhang in eine galerie der besten gehängt werden, und nun kommt noch ein punkt hinzu:
was sagt denn dieses foto wirklich aus? hier sind sich pro- und contra-seite überraschend einig: das foto zeigt elend., sei es das elend der dritten welt als solcher oder nur das dieses mannes. aber woraus schließen wir das? weder zeigt das foto, dass der mann das, was er tut, tun MUSS, noch zeigt es, dass ALLE an diesem ort solches tun (müssen). allenfalls werden unsere vorurteile über das elend woanders bebildert, der erkenntniswert ist gleich null. oder was zeigen dann fotos von eckenpissern beim kölner rosenmontagszug?
so bleibt ein foto von einem mann, der gerade seine notdurft verrichtet, und darüber ist hier das nötige gesagt worden.
was der fotograf beim anfertigen des fotos dachte, finde ich für pro oder contra völlig unerheblich. dass er allerdings im beitext auf seine "hartgesottenheit" und tapferkeit hinweist, macht das ganze unterfangen keinen deut sympathischer.
ho.
ok, schon viel gesagt, nachdenkliches wie na ja...doch
reduzieren wir mal die aussage auf das was hier abgebildet wird, ein mann der in die landschaft sch....
du bist zufällig vorbeigekommen, mit der kamera in der hand, und hast ihn natürlich vorher gefragt ob du ihn so fotografieren darfst. aber darum geht es ja nicht...aber um was dann, was soll uns hier betroffen machen, was uns hier vor augen geführt werden? mir erschliesst sich die aussage dieses zufällig aufgenommenen bildes nicht.
das hier ein mann vor deinen augen seine notdurft verrichtet hat für mich keine sozialpolitische aussage, im sinne von ausbeutung, unterdrückung, reich und elend oder so....
das wirkt für mich eher erniedrigend für die würde dieses hier abgebildeten mannes, obwohl das ihm wahrscheinlich scheissegal ist.....im wahrsten sinne des wortes.
meine ansicht dazu, die ich nur mit einem contra nochverstärken kann.
Wenn in der ersten Anmerkung (unter´m Bild) steht:
"...ohne die Würde dieses bedauernswerten Menschen zu verletzen!", dann weiß ich nicht mehr, was Würde ist. Was ist ihm denn an Würde noch geblieben? Was nützt ihm dann das Mitleid, als bedauernswert bezeichnet zu werden?
Wenn das schon nicht mehr als entwürdigend zu bezeichnen ist, dann versteh ich die Welt nicht mehr...
dann gibt es keine Tabus mehr :-(
Ich wette, der Fotograf fänd ein hier ausgestelltes Bild von ihm beim "austreten" schon entwürdigend genug, ohne dabei "bedauernswert" auszusehen...
beton ist leben!
der mensch hat seine welt kultiviert...
aber die natürlichen grundbedürfnisse bleiben...
dieses foto kann überall in der menschenwelt gemacht werden....
es ist ein spiegel unserer leitkultur...
@ alle:
Danke für Eure Kommentare und kontroversen Stellungnahmen! Ich respektiere und akzeptiere hier ALLE Ansichten!
Ich möchte das Bild keineswegs mit dem von Nick Ut gleich stellen. Was ich damit sagen wollte, ist:
Jeder der dort vorbeigegangen wäre, hätte es so gesehen. Es geschah öffentlich, das der Mann (bedauernswerterweise) keine andere Möglichkeit hatte.
In Asien ist die Situation auch anders zu sehen, wie in Europa. Der Photograf hat die Realität im Slum gezeigt, und nicht eine Slum-Safari im Taxi gemacht. Das darf man Herbert sicher NICHT vorwerfen. Wer reist schon im URLAUB z.B. nach Bangladesh oder Cambodia, um sich an der Armut zu erfreuen... Herbert sicher nicht!
Vielleicht versteht man den Zusammenhang von Haralds Bild nur, wenn man seine anderen Asien-Bilder kennt.
GERADE so eine kontrovere Aufnahme regt die Betrachter an darüber nachzudenken und diverse Ansichten dazu zu finden. Wirk nicht ein Gemälde auf jeden Betrachter anders?! Und das ist dann Kunst, weil sie bewegt und anregt...Das sieht man an den vielen Anmerkungen!
UND warum sind in der Galerie oft nur positive Bilder willkommen, die allen wegen Ihrer Stimmung gefallen?
lg MIKE
@Michael,
ich verstehe es immer noch nicht. Wärst Du oder der Knipser damit einverstanden, wenn man Euch nackt beim pinkeln fotografieren würde und dann hier zeigte?
Und wenn es in Honolulu wäre, ICH wollte das nicht...
Es ist genauso falsch und menschenverachtend, wie einer im Koma liegenden das Konto zu plündern weil sie ja eh stirbt...
Auch viele andere, sicherlich supergute Bilder von Harald, viele Klicks und eine noch so toll kontroverse Diskussion werden mich nicht davon überzeugen, das hier ok zu finden.
@ Ralf und Kerstin: Ist OK eure Meinung...
Der obige Link soll nur zeigen, dass Herbert sicher nicht als Bildjäger ohne Intention vorgeht. Das vorgeschlagene Bild ist nun mal deutlich besser von Komposition, Aufbau und Farbigkeit.
Kerstin: ich wäre sicher nicht erfreut, wenn man mich in so einer Situation ablichten würde. Aber Du musst verstehen, dass man das so nicht vergleichen kann. Dieser Mann wird in seinem Lebensumfeld und Situation abgelichtet, die ungeschminkt und hart dargestellt wird. Den Vergleich mit dem Komapatienten finde ich übrigens sehr unpassend... Du kannst die hygienischen und die Privatsphäre betreffenden westlichen Ansichten sicher nicht mit diesem Bild in Einklang bringen. Ein Arbeiter auf der Strasse oder Cyclofahrer muss seine Notdurft am Strassenrand verrichten...auch wenn er das sicher nicht toll findet... eine andere Welt - eine andere Sichtweise der Dinge...
lg MIKE
Dass dieses Foto zu kontoversen Anmerkungen führen würde, war mir klar, habe ich dies doch schon bei Ausstellungen und anderen Präsentationen erlebt. Menschenwürde oder Gefühle verletzen wollte ich weder bei der Aufnahme noch beim Hochladen. Auch Sensationsgier liegt mir fern. Wie man mit Armut umgeht, habe ich auf zahlreichen Reisen erfahren und gelernt. Aber die Reiseziele in der dritten Welt bestehen nun mal nicht nur aus schönen Stränden, tollen Hotels und romantischen Sonnenuntergängen. Das wollte ich zeigen.
Gruss Herbert
jetzt wirds aber hanebüchen...wer eh im dreck lebt, dessen würde ist weniger schützenswert? "du musst verstehen", michael, dass das niemand verstehen muss.
ho.
Gerd Rossen, 24.01.2003 um 19:12 Uhr
Contra... die Gründe sind hier schon mehrfach genannt wurden...
Wer so leben muss, hat dieselben Menschenrechte etc... wie jeder andere auch;
Nur warum darf man den heftigen, bedrückenden "Alltag" eines Slumbewohners nicht (so) zeigen?! Ich denke es geht hier mittlerweile nur noch um die "erniedrigende Pose".
Ich denke das Wesentliche gesagt zu haben; und wir werden sicher nicht zu einer gemeinsamen Meinung kommen;
Fr mich ist die Aufnahme immer noch (auch nach diesen Diskussionen) eine der besten der ganzen FC!
zur diskussion ein pro, auch wenn ich ausnahmsweise nicht der gleichen meinung bin wie holger - ich finde nämlich nicht, daß das bild entwürdigend ist.
technisch ist das bild sehr gut, daß es kontrovers ist, macht es noch besser.
PRO!
Solche Bilder nicht zu zeigen, ist wie wegsehen, wenn in der Strassenbahn eine alte Frau bedroht wird, ist wie Fahrerflucht und keiner hats gesehen, ist wie Krieg und keiner geht hin.
Wo leben wir eigentlich ? In einem mit Watte ausstafierten Käfig - Wohlstandsdeutschland ?
Wir haben über 6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten und jeder hat das Recht sich ein Bild vom anderen zu machen, solange es nicht auf seine persönliche Kosten geht.
PRO
und guckt weiter eure Schmetterlinge an !!
@Klaus: gut formuliert; ich erinnere nur an die Enten-, Adler-, und Libellenmakro-bilder .... Bilder ohne Tiefgang, so wie unsere heutige Zeit; scheinbar der Garant für entspanntes Bildergucken in der Galerie...
Toll auch der Kommentar von Friedemann Stuhm:
beton ist leben!
der mensch hat seine welt kultiviert...
aber die natürlichen grundbedürfnisse bleiben...
dieses foto kann überall in der menschenwelt gemacht werden....
es ist ein spiegel unserer leitkultur...
lg MIKE
@ Indina: Ich kann verstehn, dass Dich die Diskussion bewegt, aber man sollte doch noch etwas am Boden bleiben; mehr brauch ich zu Deiner völlig unpassenden, verzerrenden Bemerkung nicht sagen;
lg MIKE
Indinas Bemerkung ist gar nicht so unpassend und verzerrend. Recht hat sie.
Und alle, die da scheinheilig meinen, durch dieses Bild würde die Welt gezeigt, wie sie ist, denen sag ich:
Es gibt genügend Motive, die Welt zu zeigen wie sie ist, da muss es nicht die Entwürdigung eines Menschen sein in einer Situation, die von allen als entwürdigend empfunden würde.
Lasst uns weiter wegsehen vom Elend mit dem
andere Kulturen zu kämpfen haben. Lasst uns in unserer heilen Welt leben und verdrängen. Es ist ja
schließlich viel schöner die netten Annehmlichkeiten
unserer Wohlstandsgesellschaft bis zum abwinken
abzulichten. Lasst uns Publikationen wie National Geographic, die uns manchmal wachrütteln, einfach
abschaffen. Ist doch viel zu unbequem sich mit solchen
Lebensumständen zu beschäftigen.
Der Mensch auf dem Bild würde diese Moral-Diskussion
wahrscheinlich nicht verstehen.
@ Reinhard: ich verstehe Deinen Standpunkt und diese Sichtweise. Niemand würde gerne SO zu sehen sein.
Aber es geht hier um das WIE! WIE ist es dargestellt:
in wunderbarer Komposition und Farbigkeit mit fast symbolkräftigen Elementen des Stockes und der Schrift!
Über die Körpersprache ganz zu schweigen. Eine schon fast philosophischer Sicht der Dinge. Kein: Ein Mann beim Ka**en in Rinne!
lg MIKE
Reinhard Otto, heute um 0:46 Uhr
Volker, sorry, aber deine Anmerkung ist nun völlig unverständlich.
Du stellst hier Abstimmungen im Voting, die auf völliger freiwilliger Basis geschehen, und denen sich jeder, dem es nicht gefällt, jederzeit entziehen kann, gleich mit dem Elend dieser Menschen, die eben nicht sagen können, ich scheiße jetzt mal anders, ohne Fotograf dabei ...
Aus welcher Überzeugung votest du denn éigentlich pro?
>>>> JA aus Überzeugung !
...denn ich behaupte-----> habe mehr Fantasie & Gefühl wie DU ! ? Was ich auch aktzeptiere, dass DU in ,,Westernstil" unverständlichen ,,Arbeitstiteln" und juristisch - weltfremde Argumentationen ! ! !
Flüchtige Betrachtungen uvm.
Ich bin von diesem BILD überzeugt, wie DU z.Bsp. von Daelerverknüpften Links ***
......schei... drauf und gerne mal mehr !!! Du wirst immer interessanter ! (durch die ,,flüchtigen" Abhandlungen)
DIR & @Allen ,,Abstimmern" VLG------------volker-<
Kerstin, was glaubst du denn, wie die Antwort auf diese Frage ausfällt?? Natürlich nicht ... weil er hat ja nur eine Menschenwürde 2. Klasse, da braucht man nicht zu fragen, vor allem nicht, wenn man in höherrangigem Interesse reine Dokumentarbilder macht ... die ja nur zum Besten dieses Menschen dienen sollen.
...ja genau, heidrun biste schon im urlaub, oder galeriemüde (pass auf mitm gäääähhhn!)
aber hierzu hätt ich gerne deine meinung gehört.
...he das ist ehrlich gemeint, nicht ironisch!
sonniger gruss, an diesem trüben tag
Wolfgang
Es gibt Momente, wo man sich drauf verlassen sollte, dass das Gesehene im Gedächtnis bleibt. In solchen Momenten braucht man dann nicht noch zusätzlich die Kamera zu zücken.
contra
Dass es nicht in "Reportage" ist, ist mir auch schon aufgefallen. Das führt die Diskussion von Fotograf und Vorschlagendem hier umso mehr ad absurdum...
@Holger:
Du hast es erfasst und auch passend formuliert;
es ist nun mal mancherorts so (bittere) REALITÄT!
Zu Indien:
Mein Vater hat mir auch einiges aus Indien von seinen Geschäftreisen erzählt und manches kann man nur glauben, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat.
Morgens fährt ein Mann mit Karren durch die Stadt und sammelt die Leichen ein, welche die kalte Nacht nicht überstanden haben.
Das mit der Diskussion kann ich nur so unterstreichen;
PS: Herbert sucht den Kontakt zu den Menschen vorOrt, würde er sonst solche Reisen machen?
lg MIKE
er hätte also aufstehen können...das wird immer abstruser.
ein weiteres zeichen dafür, wie weit hier einige der pro-votenden die situation des mannes auf dem foto von sich schieben.
ich setze noch einen drauf, weil mich ein gedanke vom ersten anblick des fotos an beschäftigt und sich bei flüchtiger recherche im netz vielfach bestätigt hat: zu den weltweit verbreiteten psychischen foltermethoden dort, wo gefoltert wird, gehört eindeutig die hinderung, seine notdurft geschützt vor den blicken anderer zu verrichten.
"weil gnadenlos dargestellt" ist auch ne prima pro-begründung...
@ Uwe:
Ich fand die Sektionen DOKU-Reise passend;
Eine andere Reportage-sektion habe ich in der Galerie nicht gefunden!
Der Ordner Dokumentation sagt:
-->
aussergewöhnliche Ereignisse, Dokumentation von Lebens- und Arbeitsformen, gesellschaftliche Events;
dann Unterordner Reise!
----
Unter Doku gibt es dann nur noch: Sport, Wissenschaft und Zeitdokumente!
lg MIKE
@Manuel: Frage den Photographen Herbert Rulf und er wird Dir bestätigen, dass sich dieses Aufnahme bei Ihm verewigt hat.
Zitat:"Ich finde es nach wie vor eins meiner wichtigsten Fotos und glaube mir, auch ich habe mich erst mit dieser Situation auseinandersetzen müssen. ... Man kann viel sagen und schreiben über das Foto, ich stehe dazu. Und es löst ja auch Emotionen aus, ist also in die Köpfe fotografiert. Auch das spricht dafür."
lg MIKE
Unterer Eintrag von Kerstin hat die falsche Uhrzeit!
Er wurde vor Holgers Kommentar verfasst;
so gibt es wenig Sinn;
es ist mom 15:54 und obige Kommentare haben somit falsche Zeitangaben;
mal sehen, was ich bei dem hier stehen habe ;)
-----
SCHEINT wieder zu stimmen
@Kerstin: wie hast Du das geschafft;)
-----
lg MIKE
Dass auch herbert sich "mit der Situation erst mal auseinandersetzen" mußte macht ihn für mich nicht bedauerlich. Er schreibt auch direkt unter´m Bild:
//Man braucht schon etwas Nerven und Hartgesottenheit, um die Slums von Manila zu durchstreifen.//
Klingt für mich eher, als wolle er dafür zum Helden ernannt werden. "ungefährlich" ist es schließlich auch nicht...
Weiter schreibt er unten, "Sensationsgier" läge ihm fern. Dann frage ich mich doch ernsthaft, warum auf diese kontroverse Diskussion wert gelegt wird und warum genau dieses Foto schon auf mehreren Ausstellungen und Präsentationen waren... Um die Wahrheit über Reiseziele zu zeigen bedarf es wohl kaum eines Fotos der Notdurft.
Hier einen Obdachlosen beim Pinkeln zu fotografieren und ihn in Indien hochzuladen wäre genauso daneben.
Wenn soe die neuen Helden Fotos machen, dann guck ich mir doch lieber tolle Hotels und romantische Sonnenuntergänge an...und jetzt kommt nicht mit "weggucken". Ich habe auch Bilder gemacht, die man lieber nicht sehen will und ich habe Auschwitz-Bilder hier gesehen, die auch an die Nieren gingen und die ich absolut richtig fand. Aber da wurde niemand in seiner Würde persönlich verletzt.
Sorry, für mich ist das unterstes Niveau Paparazzi-Regenbogen und immer noch ist mein Contra fast zu schade!
@ Mike, wie DAS ging weiß ich auch nicht ;-)
zwischendurch war der Server ausgefallen, da hab ich´s noch schnell in die Zwischenablage kopiert und später eingefügt...ob´s das war?
Ich sehe die Würde dieses Mannes nicht durch das fotografieren dieser Situation verletzt.
Das Bild sollte doch wohl eher zu dem Gedanken führen, das die Würdelosigkeit dieser Situation letztendlich auf uns alle zurückfällt, die wir jeden Tag in voller Kenntnis der Zustände in den Slums dieser Welt eben diese Zusammenhänge verdrängen.
Ein solches Bild kann diese Galerie der meist schönen und konfliktfreien Bilder gut gebrauchen ..
Pro
Reiner
Allen, die sich mit diesem Foto auseinandergesetzt haben, herzlichen Dank.
Besonderen Dank an Mike, der dieses Foto vorgeschlagen und wie ein Löwe für seine Meinung gekämpft hat.
Gruß, Herbert
@ Indira:
Ich verstehe fast alles was Du im letzten post gesagt hast und bei vielem muss ich Dir zustimmen. Aber ich meine, solche Aufnahmen MÜSSEN sein;
@ Rainer:
Stimmt! Es ist ein Blick in den Spiegel unserer Wirklichkeit!
@ Klaus:
Das ist dann wieder Kunst....werden einige sagen...
@ Volker:
Ja, es war 110% wert!
@ Herbert:
Es war ein Kampf für die Kunst und meine Sicht der Dinge; es war auch schön so viele kontroverse Meinungen gehört und diskutiert zu haben!
Auch von mir DANK an alle Teilnehmer!
Die Aufnahme ist noch immer meine #1 in der FC!
lg MIKE
@ Sandra:
1. nicht jeder kann und will es selbst so sehen;
2. dann schau mal was Herbert in seiner Freizeit macht ;)
3. es ist ein schmaler Grat in der Reportagefotografie
4. Es geht hier darum, WANN diese Würde überschritten wird, und für 91 von 171 war dies scheinbar nicht der Fall...
lg MIKE
@Sandra : Soll das heissen, lassen wir die Probleme doch besser da wo sie sind und Schwamm drüber ? Das kannst du doch nicht meinen.
Über unseren Wohlstandsmoralismus würde der Mensch wahrscheinlich nur den Kopf schütteln, gedient ist ihm und seiner Situation damit jedenfalls nicht ..
Reiner
@Reiner
Nein - das meine ich natürlich nicht. Sondern dass es wichtiger ist, dass dieser (wie jeder) Mensch mit der Veröffentlichung seines Bildes einverstanden ist. Und er wurde wohl nicht gefragt - zumindest wird sich hier um diese Aussage ziemlich herumgedrückt. Und ich finde einfach dass dies wichtiger ist als die Frage ob wir hier aus diesem Bild was lernen oder nicht!
@Michael G.
Es muss auch nicht jeder so sehen. Das zeigt sich ja hier, dass es sehr kontroverse Meinungen gibt. Aber ICH sehe es so, weil ich nicht wollte, dass ein Bild von mir veröffentlicht wird ohne dass ich es weiss - egal was ich darauf mache. Und für meinen Geschmack ist der schmale Grat hier einfach überschritten. Und - ich frage mich ob diese 91 Personen genau der gleichen Meinung wären, wenn es sich um ein Bild von ihnen in dieser Art handeln würde????
@ Sandra: Selbstverständlich ist jede Meinung wichtig und jeder hat andere Ansichten! Wäre ja schlimm, wenn das nicht so wäre.
Frage: Was sagst Du zu den ganzen Aufnahmen die am 11.September in den Strassenschluchten von N.Y. entstanden, wo die Schicksale einzelner Personen dargestellt werden ?
Hier mal zwei exemplarische Beispiele (Bilder des Jahres): http://www.poy.org/59/07/0705.html
Uwe, du hast doch nun gar nichts von dem verstanden, was wir hier zu bedenken geben. Dein Kommentar ist an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang einfach nur daneben.
PS: das sind mittlerweile super viele Kommentare hier....
das zeigt die WICHTIGKEIT dieser Aufnahme...
@ Reinhard: Wir sind uns mittlerweile doch sicher einig, dass man solche Situationen zeigen sollte..... aber es wird nur noch über das - wurde der Betroffene gefragt - geredet...
Ausserdem musst Du Harald mal deutlich machen, warum hier die Gegner des Bildes sogut wie NIX über die Qualität der Aufnahme in Anbetracht auf Aufbau, Farbigkeit und Technik gesagt haben...
hhmmm...das ging scheinbar unter...ist aber AUCH ein wichtiges Kriterium um über ein Galerieentscheid zu urteilen, oder?
Und noch was: Zeigt die Pose der (nackten) Person nicht Ihre Hilflosigkeit? Quasi als Metapher....
Ein Aktfotograph (u.a.) wie Harald sieht sicher mehr in so einer Aufnahme....
@ Sandra: freut mich, dass für einige das Thema nicht nach der Ablehnung abgeschlossen ist...
Viele Bilder im Aktchannel sind da viel verachtender...aber mit der Zustimmung des Modells (jedenfalls ist das anzunehmen);
lg MIKE
"PS: das sind mittlerweile super viele Kommentare hier....
das zeigt die WICHTIGKEIT dieser Aufnahme...
@ Reinhard: Wir sind uns mittlerweile doch sicher einig, dass man solche Situationen zeigen sollte..... "
Also das stinkt ja nun zum Himmel...sorry, aber auch Negativ-Schlagzeilen machen nun mal Klicks und ob das immer positiv ist, sei ja mal dahin gestellt. WICHTIG erscheint mir schon die Diskussion unter der Hinsicht der MORAL und ETHIK und hier ist ein wichtiger und guter Boden, um dafür Meilensteine zu setzen. Dieses Bild zeigt mir, wie weit die Tabus gefallen sind und wie Mensch über Menschen denken und urteilen. Es schockt mich, was ich hier sehe und lese.
Ein Bild in schlechterer fotografischer Qualität hat in meinen Augen eher eine Chance in der Galerie, als ein moralisch Abgefahrenes. Und "Bilder des Jahres" sind doch keine Rechtfertigung für das eigene Handeln. Nun ja, irgendwann wird jeder mal darüber Rechenschaft ablegen müssen, für das, was er auf Erden getan hat...
Michael, Du schreibst:
"das sind mittlerweile super viele Kommentare hier....
das zeigt die WICHTIGKEIT dieser Aufnahme..."
Denkfehler! Es zeigt nur, dass es hier kontroverse Meinungen gibt.
Der Fehler im voting-script hat meine Kommentare alle gelöscht. Deshalb nur ein Schlusscomment:
Kein Fotograf hat imo das Recht, seine eigenen Motive, ein Bild zu machen, über den Respekt gegenüber einer anderen Person zu stellen. Und dieses Foto symbolisiert in meinen Augen eine komplette Respektlosigkeit gegenüber diesem Menschen!
@ Sandra: ja, ich muss Dir zustimmen. Es ist eine Gewissensfrage. Aber einmal ist es die Entscheidung des Photografen und nicht (unbedingt) die des Betrachters, wobei der sich auch nicht unbeteiligt alles bieten lassen sollte. Die Bilder habe ich als Beispiele gezeigt, da oft REPORTAGE nun mal an/über die Grenzen geht.... und die Entscheidung ist sicher nie einfach...
Eines der Bilder die sich mir eingehämmert haben, ist z.B. das von Nick Ut aus Vietnam...und dieses Bild hat verändert....und manchmal muss es so direkt so... leider;
lg MIKE
michael:
was mich betrifft, habe ich mich nicht zu den gestalterischen qualitäten des fotos geäußert, weil ich damit nicht die frage der würde aufwiegen kann.
was ich abwäge, ist (vgl. vietnam) der respekt vor dem individuellen menschen und anderen humanen werten, wie zb unverzichtbare aufklärung. und diese abwägung fällt hier für mich ganz eindeutig zugunsten der würde aus.
dass es sich um eine abwägung handeln muss, wie ich finde, haben übrigens viele der pro-stimmer (nicht du) bei ihrem aufruf zum nicht-wegsehen ihrerseits kollektiv ignoriert. aber darauf haben ja kerstin, indina und reinhard schon hingewiesen.
ho.
@ Indina: Ja, es geht hier um die KONTROVERSE Diskussion! Und ich finde es dann auch wichtig, dass man verschiedene Standpunkte hört und für sich ein Urteil bildet. Deswegen finde ich auch die Aufnahme WICHTIG, da sie für viele Themen unserer (verschobenen) Gesellschaft steht!
lg MIKE
@ Holger:
Ja, ich stimme Dir zu. Es ist immer eine ABWÄGUNG, und die ist persönlicher Natur. Und hier hat sie der Fotograf (für sich) getroffen.
Ich würde es vielleicht auch nicht veröffentlichen, wer weiss... aber als Betrachter bin ich betroffen und gefesselt von diesem Bild...und ich sehe den HOHEN Reportagegrad dieser Aufnahme, welcher die Darstellung der Aufnahme rechtfertigt;
lg MIKE
Ich weigere mich ganz einfach, dieses Bild unter technischen und/oder gestalterischen Gesichtspunkten zu besprechen.
Das würde der Perversion noch die Krone aufsetzen, wenn wir darüber diskutieren würden, ob er denn auch im Goldenen Schnitt sitzt.
Ich bleibe dabei, dass es notwendig ist, Elend, gleich welcher Art, dokumentarisch zu zeigen, dass es dabei aber soweit das geht, die Würde des Einzelnen zu achten gilt. Und es ist immer noch ein Riesen-Unterschied, ob ein Fotograf in Stress-Situationen handelt oder Zeit hat, abzuwägen, nachzudenken. Die Zeit hatte der Fotograf hier, und er hat sich nach meinem Moralempfinden für die Sensation und gegen die Menschenwürde entschieden.
1939 - 1946, Holokaust Bilder sind gegen die Menschenwürde,
1968 Masker von My Lai - Bilder der Hinrichtung sind gegen die Menschenwürde,
11.09.2001 - NewYork Anschlag auf das World Trade Center, Bilder der Betroffenen sind gegen die Menschenwürde.
Fototourismus wurde seit diesem Tag geächtet und trotzden erhielten die "besten" Bilder Preise als Bilder des Jahres und - sie sind gegen die Menschenwürde.
Was wäre, wenn wir all diese Bilder nie zu Gesicht bekommen hätten?
klaus,
niemand erwartet von dir, über 100 anmerkungen durchzulesen, aber wenn du es nicht tust, solltest du auf oberschlaue rhetorische fragen verzichten, zu denen hier längst vieles gesagt wurde.
alle fotos des holocaust in einen topf zu werfen ist dem thema wohl ebensowenig angemessen wie der vergleich dieser fotos mit dem hier besprochenen.
aber das ist oben alles nachzulesen.
ho.
viel blabla und ein paar gute kommentare....
ich finde wer in der öffentlichkeit sich seiner excrement entledigt kann fotografiert und publiziert werden, egal wo auf der welt...
dieses foto ist ein technisch gutes dokument eines menschlichen grundbedürfnisses....
ciao :-)
@ Sandra:
.. egal wo auf der welt...
sagt doch, dass er es auf JEDEN bezieht, also keine Trennung vornimmt...
@ Friedemann:
wenn ein paar gute dabei sind, ist das besser, wie die Aufnahme in der FC unbeachtet liegen zu lassen;
lg MIKE
Na endlich ist es gesagt worden...
"Wer in der Öffentlichkeit sich seiner Exkremente erledigt, darf fotografiert werden" ..
Also ist der Kerl auch noch selber schuld, dass er fotografiert worden ist. Was kackt er auch in Gegenwart eines westlichen Fotografen ...
@Klugscheisser Holger,
im Gegensatz zu Dir habe ich mir sehrwohl Gedanken gemacht und mich mit Diesem Bild auseinandergesetzt.
Dein Kommentar zu meiner Anmerkung zeigt nur, das Du garnichts verstanden hast. Denke weiter in Schubladen.
Und nochwas, Versuche Bilder zu kritisieren und nicht deren Anmerkungen.
1. klasse 2. rasse....
wenn der besoffene prinz ans haus pißt kommt das foto in die zeitung....
wenn ein kackender filipino geknipst wird ist das verwerflich, unmoralisch, verletzend....
hätte Herbert Rulf diesen menschen heimlich auf dem klo fotografiert und ihn vor dem veröffentlichen nicht gefragt könnte diese diskussion eine berechtigung....
ciao :-)
...Friedemann, eins mehr hätte glatt noch gepasst! :)
Ach ja: der pinkelnde Prinz ist eine sogenannte 'Person öffentlichen Interesses'. Und bekanntermassen durchaus in der Lage, sich zur Wehr zu setzen.
Der obige Herr wurde schlicht und einfach übertölpelt. Und DAS macht den Unterschied!
Wer sich als Touri herausnimmt, solche Fotos zu machen (UND sie dann einem breiten Publikum in seinem reichen Lande zu präsentieren), tritt jede Gastfreundschaft des bereisten Landes und seiner Menschen mit Füssen. Dass der Gang durch's Viertel dort dann auch mal gefährlich sein kann, sollte nicht verwundern...
ups... ich habe nur eins reingestellt....
da is wohl das programm getillt...
muß ich die jetzt alle selber löschen oder wie geht das???
Hallo Friedemann,
manchmal ist der server recht langsam. wenn man dann etwas ungeduldig auf den knopf drueckt kommt eine anmerkung auch mal mehrfach an. sollte aber fuer dich doch eine kleinigkeit sein die sechs ueberfluessigen anmerkungen selbst zu loeschen. mail nochmals wenn du damit probleme hast.
gruss michael
Bearbeitet von: Michael Benten
so ist das also... tja dann werde ich sie mal weg machen ?
Diese Geschichte ist ja nicht mehr ganz frisch, aber ich kann mich trotzdem nicht zurückhalten. Ich kenne einige dieser Viertel und habe sie mehrfach durchstreift. Wer das oder ähnliches gesehen hat, ist m. E. verpflichtet, es nach aussen zu tragen. Jeden Abend zur besten Sendezeit nur fünf Minuten aus diesem Mileu, damit das Gewissen der satten Industrienationen mal geweckt wird. Aber alles hat seine Grenzen, und die sind hier heftig überschritten worden. Dir sollten andere Motive begegnet sein, um über die bedauernswerten und oft auch schon abstoßenden Umstände, unter denen diese Menschen leben müssen,
zu berichten.
Von der Seele der Menschen des Landes, in dem Du Gast warst, scheinst Du wirklich wenig zu wissen!
Ich glaube nicht, das es dem Mann gefallen hat, in dieser Situation fotografiert zu werden. Hat er keine Würde für Dich ?
Ihn so zu fotografieren ist schon respektlos. Du schleichst Dich ja auch nicht hier in irgendwelche öffentliche Toiletten und machst dort Fotos (nehme ich mal an) - das wäre im Prinzip das selbe.
In vielen "3. Welt " Ländern spielt sich eben viel auf der Strasse ab, was hier unüblich ist, aber das heisst noch lange nicht, dass man alles fotografieren muss, was man sieht.
Auch die postkartenmässige Umsetzung des Motivs passt nicht.
@Ulrike: Ich habe meine Meinung dazu bereits kundgetan. Eine neue Diskussion würde meine Meinung nicht ändern. Ich habe auch kein Problem damit, jede andere begründete Auffassung zu akzeptieren. Insofern danke für Deine Anmerkung.
Gruss, Herbert
ich habe soeben einen Anruf einer befreundeten Familie aus den Philipinen bekommen, Die Leute sind einfach nur entsetzt wie man so etwas posten kann, denn klar gibt es solche Situationen oder Slums überall, aber ist es nötig diesen Menschen die letzte Würde zu nehmen indem man sie hier zur Schau stellt ???
Laki
P.S. Würde mich echt mal interessieren wie Du dich fühlen würdest wenn jemand so eine Aufnahme von Dir posten würde.
@Laki: Wenn jemand entsetzt ist über diese Zustände, hat das Bild seinen Zweck erfüllt. Was tun Deine philippinischen Freunde, um solchen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen ?
Ansonsten habe ich meine Auffassung schon wiederholt dargestellt, sie hat genau so ihre Berechtigung wie Deine.
Der Aktchannel in der fc enthält wesentlich mehr Aufnahmen, die gegen die Menschenwürde, speziell gegen die Würde der Frau, verstossen.
Mit der Darstellung meiner Person in allen Situationen habe ich keine Probleme, da bin ich nach 30 Jahren Rucksackreisen durch Asien unkompliziert.
Gruss, Herbert
@Herbert Ruf, nachfolgend eine email die ich erhalten zu dem obigen Photo, Eudee hat mich gebeten dies weiterzuleiten, da Sie kein Mitglied hier ist.
-----------------------------------------------------------------------
Hi Laki,
I just wanted to share my personal opinion to what Mr. Herbert posted, photo above mentioned. He didin't just violate the poor man's privacy but also mocked us generally. It's ridiculously degrading. I have no idea what his intention in posting such, however, I tell you it leaves a bad impression to us citizens as a whole. I admit my country is poor and our government sucks, still don't the poor have the right to keep their dignity at least? If Mr. Herbert wants to show how poor the people are, does it have to be this? I hope Mr. Herbert understands what I am trying to say. Hope you would share this opinion to him. I have no way of telling him directly.
Genau solche Fotos sind aussergewöhnlich und erstklassig. Gratuliere. Der Filmemacher Tom Tykwer hat einmal angemerkt, er würde nur Filme (z.Bsp.: Heaven!) machen, die bewegen! Das gilt doch wohl auch für Fotografen!!! Zumindest versuche ich es. Gruß Jürgen
Finde ich ein ganz tolles Bild. Nach Asienreisen sieht man das Thema vielleicht weniger eng, weswegen ich über die Kontroverse etwas genervt bin. Ich denke schon, dass der Mann mit der Verbreitung des Bildes nicht einverstanden wäre, dass eine internationale Fotocommunity vielleicht zu gross ist für solches. Aber ein so gutes Bild nicht zeigen wäre schon ein Opfer... Ich weiss nicht, ob ich mir nicht nur Gründe zurechtlege aber ich bin schon für eine Veröffentlichung.
Oh, da bin ich wohl einer von vielen!
Das Foto ist wirklich der Wahnsinn! Krass!
Hast du vieleicht sowas wie einen Blog oder so, wo man die Reise durch die Slams nachlesen kann? Würde mich sehr interessieren, da meine Stieffamilie aus der Nähe von Manila stammt und ich leider noch nie da war...
In wiefern ist es gefährlich? Normalerweise kenne ich nur freundliche Phillipinos!
@Florian: nein, einen Blog habe ichnicht. Ich führe bei meinen Reisen immer ein richtig altmodisches Tagebuch auf Papier. Alles andere habe ich dir ja schon per mail geschrieben.
Gruß, Herbert
Bild gefällt mir, die Unterzeile ist zu selbstverliebt - finde ich. Da hat man das gefühl,d er Fotograf nimmt sich wichter als den Fotografierten ;-)
Aber nix für ungut, eindruckvolles Bild.
LG Bodo
@Geli u. Dieter: Niemand möchte so fotografiert werden, niemand möchte aber auch so leben.
Leider müssen aber Millionen Menschen so und schlimmer leben und darum zeige ich das Bild.
Danke, dass es Euch berührt hat.
@Bodo: Wer meine Bilder sieht, weiss, dass mir das allerwichtigste die Fotos sind. Es sollten nur die Umstände beschrieben werden, unter denen das Foto entstand, mehr nicht. Wenn hier allerdings etwa anderes rüberkommt, ist das nicht beabsichtigt und tut mir leid, dann habe ich mich einfach falsch ausgedrückt. .
Michael Gillich, 24.01.2003 um 19:11 Uhr
Ich möchte diese Aufnahme von Herbert Rulf vorschlagen, weil sie:- toll komponiert ist; rote Schrift; Stock;
- Geataltung+ Aufnahmetechnik TOP;
- fast wie ein Gemälde aussieht;
- kontroverse Diskussionen ausgelöst hat (darf man das und so fotografieren)
=> DritteWelt wird in diesem Bild treffend dargestellt und regt den Betrachter an drüber nachzudenken...