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Makro der nur 4 mm langen Andromeda-Gitterwanze Stephanitis takeyai mit der deutlich sichtbaren Gitter- oder Netzstruktur. Von den relativ kleinen Gitter- bzw. Netzwanzen (Familie Tingidae) kennen wir in Mitteleuropa etwa 80 Arten.
Die Andromeda-Wanze inzwischen als Neubürger aus den Niederlanden, England, Polen, Norditalien und nun aus Deutschland bekannt, hat 3 bis 5 Generationen pro Jahr. Die Eier werden einzeln in geringen Abständen von einander in der Nähe der Blattrippe auf der Blattunterseite in das Pflanzengewebe versenkt und mit einem Kottropfen bedeckt. Die Larven erscheinen als stachelige, 0,5 bis 2,5 mm große Individuen, die sich nach 5 Häutungen in 12 bis 15 Tagen zu den erwachsenen Wanzen entwickeln. Diese sind an der hoch aufgewölbten dunklen Kopfkapsel und der dunklen X-förmigen Zeichnung auf dem Flügelpaar gut von anderen Arten der Gattung Stephanitis zu unterscheiden. Bei Überpopulation auf der Wirtpflanze Pieris wechseln die Tiere auch auf Rhododendren und Azaleen in der Nachbarschaft über.
Wieder aufgenommen mit Sony Camcorder PC100 im Juli 2003 durch H.J. Hoffmann, meinem Mentor und Freund, der dieses Bild aus dem Japanischen Garten in der Bonner Rheinaue freundlicherweise für diesen Bilderbogen zur Verfügung gestellt hat.
Wer es noch nicht gemerkt hat, die Bilderbögen 1a bis 1d gehören zusammen !
Ein zauberhaftes Tier und ein wunderschönes Foto. Kompliment an den Fotografen.
Schön, dass man in der FC nicht nur gute Bilder sehen, sondern auch eine Menge lernen kann. Seit ich dieses Forum kenne, hat sich mein begrenzter Horizont erheblich erweitert. Das verdanke ich Leuten wie Dir, die ihr Fachwissen bereitwillig an andere weiter geben. Danke!!
Sehr interessant dieses Tier und die zugehörigen Erläuterungen. Ist das ein Bild in Originalgröße ? Kann man mit dem Camcorder so nah ran oder ist da eine Zusatzlinse davor ?
LG Claus
Wirkt wie ein wunderschönes Glasmosaik die Netzstruktur. Starkes Foto, gratuliere.
Muss auch sagen, habe wieder interessantes dazugelernt.
Gruß Veronika
Wir danken allen für ihre Anmerkungen sehr herzlich. Auf die Anfrage von Claus ist wie folgt zu antworten. Natürlich kann man mit dem Camcorder nicht so nah an das nur 4 mm lange Tier heran. Die Wanze befand sich unter einem Binokular (Stereomikroskop) mit Fotoaufsatz, auf dem der Camcorder angebracht war.
FG Dietrich
Unglaublich, die Wunder und die Schönheit, die es in der Natur zu erleben gibt! Einmalig tolles Makro, das mich an "Jugendstil" erinnert.
Grüßchen
Dietlinde
Auch das hier eine Wanze? Da ich es nicht besser weiss, glaube ich jetzt mal einfach dem Kenner!!! ;-))
Ich finde sie wunderschön ... diese filigranen Flügel mit dem Gittermuster sind einmalig! Ein tolles Foto mit wunderbarer Schärfe! Würde mir wünschen auch mal so eine zu treffen bzw. vor die Linse zu kriegen!
Vielen Dank für deine Beschreibungen. Obwohl ich die Namen wahrscheinlich 2 Std. späer nicht mehr weiss, interessieren sie mich trotzdem sehr. Und wenn ich was über Wanzen wissen will, komme ich einfach zu dir ...;-))
lg Nicoletta
Diese Wanze ist eine wahre Schönheit!
Sie scheint mit leuchtenden Edelsteinen besetzt zu sein,
und wäre im Jugendstil sicher gern als Brosche getragen worden ;-))
Nur gut, dass sie so klein ist...!
Beste Grüsse,
Maria