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habe ich mir kürzlich die Nahlinse 500D von Canon mit 77mm Durchmesser zugelegt und diese gestern erstmals im Makrobetrieb mit dem 100-400 IS USM getestet. Erstes Testobjekt war dieser sonnenhungrige Hauhechelbläulingsmann.
Mein erster Eindruck von dieser vielleicht nicht ganz alltäglichen Makrokombination, die in Verbindung mit der 10D immerhin 640 mm maximale Brennweite beschert, ist gar nicht so übel. Allerdings ist die Tiefenschärfe äußerst gering (und nur mit viel Fingerspitzengefühl über die Blendeneinstellung befriedigend steuerbar) und man muß genau auswählen, wie man ein Objekt fokussiert bzw. ins Bild setzt. Mit etwas Übung traue ich mir aber durchaus zu, damit den ganzen Sommer über Makros zu produzieren. Mal schauen.
Heuchelheim (Wetterau) - 16.05.2004 - Canon EOS 10D & Canon EF 100-400 IS USM & Canon 500D - 1/250 Sek. - F 19 - ISO 400 - 336 mm (effektive Brennweite).
Versuch Gelungen!!!
Frage: Über was soll man die Tiefenschärfe sonst noch steuern als über die Blende?? Kenne nur noch die Möglichkeit bei speziellen Portaitobjektiven den Schärfebereich einzuengen, aber das ist ja genau das Gegenteil von dem was man üblicherweise beim Makro anstrebt.
Gruß Reinhard
@Reinhard: der Schärfebereich ist halt äußerst gering und man muß extrem abblenden, um z.B. eine für einen Falter ausreichende Tiefenschärfe zu erhalten. Hier war Blende 19 erforderlich, ein Wert, der unter etwas schlechteren Lichtverhältnissen nicht oder vielleicht gerade noch bei ISO 800 erreichbar ist. Der Schärfepunkt ist bei dieser Kombination auch nicht leicht zu erwischen, gestern kamen bei mir auf 50 unbefriedigende Versuche zwei gute. Aber das ist sicher noch steigerungsfähig. Bei nicht voll ausgefahrenem Zoom wird es leichter. Ich empfehle dazu nochmals diesen Aufsatz im Web: http://www.naturfoto-digital.de/index.php?artikel_id=5
Na wer sagt´s denn! Da bin ich ja nun auf weitere Makros von dir gespannt. Immerhin kannst du mit diesem 1. Versuch vollauf zufrieden sein.Ein besseres Model hätte dir nicht über den Weg fliegen können, bzw. vor die 500 D Nahlinse vor dem 400mm Tele.
LG Rose
Die Problematik ist mir absolut bewußt. Um so mehr muß man die Qualität deiner Aufnahme würdigen. Vor allem wenn man da eventuell auch noch freihand arbeitet. Die analogen Urviecher, wie ich, haben da fast keine Chance. Wo kommt ma denn da bei 400 ASA und den Kosten für zwei Filme hin?
Wie bereits schon geschrieben, eine tolle Aufnahme.
Gruß Reinhard
@Reinhard: ich arbeite prinzipiell - auch im Makrobereich - freihändig. Sonst ist man bei Tieraufnahmen nicht flexibel genug. Was anderes wäre es vielleicht bei Pflanzen/Blüten. Ich schleppe nun bei Makrotouren ein fettes Equipment am Hals mit mir herum, die 10D mit zusätzlichem Batteriegriff plus 100-400 IS-USM inklusive Nahlinse. Aber das stabilisiert sich durch das hohe Gewicht beim Fotografieren fast von selbst. Ich mag übrigens fette, schwere Kameras. ;-)
@Sebastian: da ist er ja, der eigentliche Verursacher dieses und hoffentlich noch weiterer Fotos mit dieser Kombination. ;-) Ohne Deinen Artikel hätte ich mir wahrscheinlich schweren Herzens das 105er Makro von Sigma zugelegt und würde damit mein Glück versuchen.
@Chris: das nehme ich auch an, aber es ist einfach eine Frage des Geldes. Das 100-400er von Canon hatte ich schon und habe so nur noch 145 € für die Linse draufgelegt. Was das 180er von Canon kostet, wirst Du wissen. Das entsprechende Objektiv von Sigma ist auch nicht viel preisgünstiger. Schließlich hatte ich letztes Jahr schon viele schöne Makros mit meiner alten Oly 2100 UZ und der Canon 500D gemacht, da war ich sozusagen emotional vorbelastet.