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In Selinunt wohnte und arbeitete auch der große Philosoph und Naturgelehrte Empedokles. Er ließ die Sümpfe trockenlegen und sorgte auf diese Weise dafür, dass die Stechmücken verschwanden und mit ihnen die Malaria. Von den Menschen in Selinunt wurde er darum fast gottgleich verehrt. Die 409 v. Chr. zerstörte Stadt und die dazugehörigen Tempel wurden erst im 16. Jhdt wiederentdeckt. Zu sehen ist hier der Tempel E (70x28m), ein Siegestempel, zum Triumph der Inselgriechen über Karthago errichtet. Da Selinunt an dem Krieg nicht teilgenommen hatte, fiel der Tempel umso überbordender aus. 36 Säulen, prachtvolle Metopen (d.s. Schmuckreliefe an den freien Räumen der Tempelwand, bzw. des Giebels), perfekter kann ein Tempel nicht sein. An den Trümmerteilen der Tempel von Selinunt haben die Archäologen erkannt, dass die Tempel früher bunt bemalt waren und nicht so "klassisch" weiß, wie wir uns das oft denken. Ähnliches gilt ja auch z.T. für unserer mittelalterlichen Dome.
Offenbar ein Ort, an dem mit Unterstützung der nötigen Phantasie eine Zeitreise in die Vergangenheit möglich ist. Solche Orte faszinieren mich. Deine beiden Fotos und Texte haben mich sehr interessiert.
Gruß
Detlef
@Lydia: Der ist diesmal tatsächlich Absicht. Die Agavenblätter und die Tempelsäulen und die Menschen sollen alle als verschiedene, auch verschieden scharfe Senkrechten im Bild sein.
@Danke Gudrun, ein ausgezeichneter Hinweis!
Gerade die Kombination aus wilder und im Frühling in den herrlichsten Farben blühender Vegetation und den faszinierenden Trümmern macht den Reiz von Selinunt aus.
LG, Mathias
Hier gefällt mir die andersartige Sicht auf das Motiv ganz besonders gut.
Sehr schön kommen auch die Farben und der kräftige Kontrast.
Bin mir aber nicht ganz schlüssig, ob es digital ein wenig überschärft ist. Es erscheint mir an den Säulen einfach so.
LG
Wolfgang
Das Foto ist erstklassig, da der Größenvergleich der Säulen zu den Touristen exzellent herausgearbeitet ist und der Blick durch die Agavenspitzen ist eben fc-Qualität vom Feinsten. Ja die Antike war sogar sehr bunt und diese ewig weißen "Prachtbauten" von diversen Neostilen waren einfach modisch und historisch falsch. Das Trockenlegen von Sümpfen mit dem Verschwinden der Malaria war grandios. Immer wieder wurden Städte z.B. auch das römische Ostia von der Malaria besiegt und man brauchte da keine anderen Feinde. Klasse Wolfgang
Viele Grüße Gerd
Wieder ein hochinteressantes Bild, Wolfgang, bestens ausgefuehrt. Danke fuer all die interessanten geschichtlichen Informationen. Die Menschen geben den Saeulen einen guten Masstab.
VlG,
Barbara