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Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft
unter den Akrobaten und Vögeln:
mein Bett auf dem Trapez des Gefühls
wie ein Nest im Wind
auf der äußersten Spitze des Zweigs.
Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle
der sanftgescheitelten Schafe die
im Mondlicht
wie schimmernde Wolken
über die feste Erde ziehen.
Ich schließe die Augen und hülle mich ein
in das Vlies der verläßlichen Tiere.
Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren
und das Klicken des Riegels hören,
der die Stalltür am Abend schließt.
Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt.
Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein.
Meine Hand
greift nach einem Halt und findet
nur eine Rose als Stütze.
Die Rose, der letzte Halt. Den Grund unter den Füßen jedoch verloren. Ich wünsche mir einen Ort, der sichtbar wird von dort oben, Boden wo neue Wurzeln sich verankern können.
Ein Bild, so leicht und doch wie ein Kloß im Hals.
So sanft gebettet liegt diese Rose.. und doch ist sie welk und ihr Weiß hat das Strahlen verloren. Rosen brauchen eben keine weichen Decken zum Blühen, sondern Erde und Wasser und Licht. Was nützt einem das feinste Nest, wenn es einen von der Erde abschneidet?
Traurig und schön zugleich sind das Bild und das Gedicht. Vielleicht gelingt es ja aus den Federn im Nest Flügel zu basteln und damit sanft von der Höhe herabspringen und wieder auf der Erde landen.