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Hallo Armin
Tolles Bild, Geniale Schärfe! Gefällt sehr! Vielen Dank auch für den Hinweis welche Ausrüstung du benutzt hast und wie du das Foto gemacht hast - find ich immer sehr hilfreich!
LG Daniela
@Ralf: Danke, mit dem Seeadler hast Du Recht.
Habe ich tatsächlich Steinadler geschrieben?
Keine Ahnung wie das passieren konnte, es ist ja nicht mein erster Seeadler...
Ich werde also den Untertitel demnächst korrigieren.
@Alle: Danke zunächst, ich schreibe Euch heute abend noch was zum Bild.
:-) wer kann der kann ;-)))) - deine Greifvogelbilder sind 1a in jeder Hinsicht (vor allen Dingen auch deshalb, weil ich weiß unter welchen schlechten Bedingungen sie entstanden sind)!
boah, das nenne ich TOP! mega schärfe, da erkennt man jede einzelne struktur der federn..und das auge..einfach wahnsinn. den seeadler hast du echt supertoll getroffen..wow..sowas is für mich ein galeriebild ;-)
@Alle:
Nochmals Danke für den regen Zuspruch zu diesem Bild.
Ich bin auch immer von diesen Tieren fasziniert,
und gerade die Seeadler finde ich wegen des aufgelockerten Gefieders und den feinen Farbabstufungen besonders fotogen.
In freier Wildbahn habe ich noch keinen Adler zu Gesicht bekommen. Und die Greifvogelwarten und Falknereien habe viel dazu beigetragen, daß es diese Tiere überhaupt noch gibt.
Da hier Fragen zur Technik, Schärfe oder EBV aufkamen:
Die EBV kann nicht zaubern. Was im Bild nicht enthalten ist, wird auch durch Schärfen nicht sichtbar.
Das Sahneteil ist das 300er Teleobjektiv. Die Schärfe, der Kontrast und die Farbwiedergabe sind schon bei offener Blende sehr sehr gut.
Dazu kommt eine kurze Belichtungszeit, die für scharfe Aufnahmen unbedingt erforderlich ist. Auch der IS hilft nur bedingt.
Ich strebe bei solchen Aufnahmen an, auch mit IS Zeiten kürzer als 1/250s zu realisieren. Die Empfindlichkeit lege ich so niedrig wie möglich, um das Rauschen zu minimieren. Normalerweise fotografiere ich mit 100 ISO. Hier war das Licht aber so schlecht, daß ich die Empfindlichkeit auf 200 angehoben habe, um mit offener Blende und 1/250s auszukommen.
Offene Blende natürlich, um den Vogel vom Hintergrund freizustellen. Die Tiefenschärfe ist bei dem Abbildungsmaßstab aber sehr gering, deshalb ist das Fokusieren sehr wichtig. Man kann gar nicht genug Bilder machen. Die Tiere sind ständig in Bewegung. Eine leichte Drehung des Kopfes reicht dann schon, um den Schnabel in die unscharfe Zone zu verlagern.
Ich suche mir zuerst immer den günstigsten Standort, der einen schönen homogenen Hintergrund bietet. AUf die Farbe des Hintergrundes habe ich natürlich keinen EInfluß.
Anschließend mit Geduld darauf warten, daß sich das Tier in die richtige Richtung dreht.
Da ich selten mit Stativ unterwegs bin, ist ein sicherer Stand erforderlich, um mit 1/250s noch ruhig auszulösen.
Die Technik des "Anschlags" habe ich mir bei den Luftgewehrschützen abgeschaut. Die wissen, wie man ruhig steht.
Dazu kommt, daß man sich mit der Charakteristik des Auslösers der Kamera vertraut machen muß und solange übt, bis man den absolut ruckfrei auslöst. Dann gelingen auch unverrissene Aufnahmen mit relativ langen Belichtungszeiten.
Zur EBV:
Ich fotografiere grundsätzlich im RAW-Format. Bei der anschließenden Konvertierung stelle ich die Parameter recht moderat ein. Im Wesentlichen korrigiere ich lediglich die Farbtemperatur, falls nötig. Die Belichtung passe ich nötigenfalls auch minimal an.
Ansonsten achte ich darauf, daß ich zunächst ein relativ flaues Bild in Photoshop importiere, das Histogramm also noch Reserven zu beiden Seiten aufweist.
Dadurch erhalte ich mir die Möglichkeit, weitergehende Anpassungen vornehmen zu können.
Zunächst habe ich den Ausschnitt festgelegt. Ursprünglich hatte ich eine Hochformataufnahme, aber der engere Ausschnitt im Querformat hat mir besser gefallen.
Anschließend habe ich eine Tonwertkorrektur durchgeführt, und Helligkeit/Kontrast soweit angepaßt, bis es meinen Vorstellungen entsprach.
Natürlich alles über Einstellebenen.
Danach habe ich das Bild minimal mit dem selektiven Scharfzeichner (Photoshop CS2) geschärft.
Die RAW-Dateien der Canons sind bekanntermaßen recht flau. Deshalb ist es nötig, den Partialkontrast durch geeignetes Schärfen anzuheben.
Anschließend verkleinert und dann nochmals minimal geschärft (Radius um 0,2, Stärke 50).
Dieses minimale Schärfen ist nach dem Verkleinern in der Regel notwendig, um die Weichzeichnung durch das Verkleinern auszugleichen.
Der Hintergrund hat mir eine Spur zu stark gerauscht, deshalb habe ich den Hintergrund grob ausgewählt und mit dem Weichzeichenr "Matter machen" behandelt. Diesen gibt es nur in PS CS2, er eignet sich meiner Meinung nach gut, um Rauschen in annähernd homogenen Flächen zu dämpfen. In älteren Versionen habe ich für solche Aktionen auch den Gaußschen Weichzeichner genommen.
Also, EBV war eigentlich Standard und hält sich in Grenzen ;-)
Wie ich oben schon sagte, was im Bild nicht drinsteckt, holt auch die EBV nicht raus.
@Nikolaus:
Danke. Die Hauptqualität liegt hier wohl am Objketiv.
Das sollte mit der 20D genauso zu schaffen sein, auch wenn die 1D Mark II nacht Test minimal weniger rauscht.
Respekt, sauscharf im wahrsten Sinne des Wortes, es geht was das betrifft einfach nichts über L Objektive, da macht das "Nachschärfen" (sofern man das bei der Vorlage noch so nennen kann) einfach Spaß.
Den Hintergrund hätte ich aber an Deiner Stelle weniger stark entrauscht, wirkt mir fast ein bißchen zu steril. Dennoch, ein Hammerbild.
Hallo, wieder ein Beispiel dafür, ohne die Buddys hier geht gar nix. Spitzenbild, hätte sich viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Aber is halt hier leidlich soo....