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90 von 120 Rohbildern (RAW-Format) verwendet, Kamera EOS 20Da, Einstellungen 100 ISO, 1/60s, fester Farbabgleich auf erstes Rohbild.
Jedes Bild wurde per Makro vorverarbeit, dabei extreme Übertreibung des Farbkontrastes, danach überlagert in Auriga Registar,
zuletzt nachverarbeitet (Tipp: Gaussian Blur 1 Pixel, Fade 20% Soft Light, Gaussian Blur 4 Pixel, Fade 20% Hard Light).
Man erkennt sehr schön die Entstehungsreihenfolgen der Mare und Krater anhand der unterschiedlichen Farbgebung.
Mario würde sagen: "Das Blau der Mondmeere rührt von einem höheren Metallgehalt im Basalt her.
Die gelblich beigen Mondmeer-Abschnitte sind metallarmes Basalt.
Die bräunlichen Teile liegen in der Metallizität dazwischen."
Das "Meer" (eigentlich staubtrocken), das so blau aussieht, ist das Meer der Ruhe (Mare Tranquilitatis),
wo auch die erste Mondfähre gelandet ist (nein, die sieht man nicht, die ist viel zu klein).
Die größten Krater haben etwa die Ausdehnung von Hessen.
Das ging eigentlich von der Nachbearbeitung her:
Eine halbe Stunde für die Aufnahme ohne Anfahrt und Aufbau, später zwei Stunden am Rechner - meist sind das automatisierte Skripte, die dort ablaufen.
Du machst dem Rechner den Ablauf an einem Bild vor, dann wendet man das Skript auf alle Bilder an. Schließlich folgen automatisches Überlagern und manueller Abgleich.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass jedes Rohbild einen viel kleineren Ausschnitt zeigt als das Gesamtbild. Das ist ein Mosaik und die Kunst besteht dairn, nicht zu erkennen, wenn sich die Mosaiksteine überlagern.
Mit anderen Worten, von der Auflösung dieses Bildes kommt in 1000 Pixeln Breite nicht viel herüber.
Einmal habe ich 5000 Deep-Sky-Aufnahmen mit der 20D in vier Nächten belichtet, um den Eskimonebel richtg gut aufzulösen. 25.000 Auslösungen entsprechen angeblich der garantierten Verschluss-Lebendauer, das waren also 20% Kameralebensdauer für ein Bild!
Das hat in der Tat knapp 14 Tage gerechnet. Habe dafür immer Gruppen von je 100 Bildern überlagert und diese Ergebnisse nochmal überlagert - Baumartiges Überlagern könnte man das nennen.