Foto aus dem Akt-ChannelTeilnahme am ForumFotos verkaufenMehr Foto-Ordner anlegen?Mehr Fotos speichern?Am Galerie-Voting teilnehmenProfilbesucher anzeigenMehr Fotos veröffentlichen?Zugang in allen Sprachversionen?WerbefreiheitBezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
Hüterinnen der Zeit auf alle Ewigkeit
Mors certa hora incerta.
Der Tod ist gewiss, seine Stunde ungewiss.
– Relief an einer Grabmaltür – EBB –
Die Sanduhr: Sie steht symbolisch für das Verrinnen der Lebenszeit,
für die Endlichkeit irdischen Lebens.
Weiterhin verweist die Ikonografie dieser Ausgestaltung auf die ein Dreieck bildenden Hände über der Zeit,
das Ganze ist schliesslich umschlossen von der alles umfassenden Kreissymbolik.
Die beiden Skulpturen links und rechts begrenzen diese Szenerie, agieren als AkteurInnen,
den Zwischenraum gestaltend – quasi als Leben und Tod.
Sie erinnerten mich spontan an die beiden feindlichen Schwestern Ecclesia und
Synagoge am Strassburger Münster.
die zeit
unaufhaltsam rinnt mir die zeit durch die hände
wie der rieselnde sand einer gläsernen uhr.
tag um tag geht mein leben ein stück weit zu ende
wie die perlen der jahre an unendlicher schnur.
tausendfach sind mir tränen in trauer geflossen,
leer die augen, einst strahlend, mit leblosem blick.
laut um laut bleibt mein mund stund um stund mehr geschlossen,
und schweigt wort um wort wortlos zurück.
ungeachtet des lebens in breiteren bahnen,
diesem tickenden treiben, dem zeitlosen tun,
sehnt mein herz sich tag um tag mehr um erbarmen,
meine seele wünscht innigst in frieden zu ruhn.
unbeirrt geht mein geist sehr bedacht auf die reise,
diese lange, die ohne wiederkehr.
und endlich, unendlich auf seltsame weise
gibt es die zeit, diese zeit nicht mehr.
[Sabine Kuhn – 16. März 2010]
Die Prosa ist nicht ganz neu, passt hier aber, denke ich, mal sehr gut.
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich nur gelegentlich hier sein.
COPYRIGHT-HINWEIS: Meine hier ausgestellten Photos/Texte sind urheberrechtlich geschützt, die Bilder
mit einem Wasserzeichen versehen. Kopien, Vervielfältigungen sowie Nutzung der Bilder und Texte
im Print- und digitalen Bereich durch andere sind nicht erlaubt und werden von mir
strafrechtlich verfolgt. Anfragen zur Publikation in seriösen Print- wie digitalen Medien
auf Honorarbasis beantworte ich gerne.
Das freut mich jetzt aber ungemein Sabine
wieder etwas von Dir zu sehen und zu lesen.
Schön mit diesem Bildaufbau und der leicht grünlichen Schimmer auf den Strukturen. Auch die Vignettierung oben lenkt den Blick gut.
Gefällt mir
Lg Peter
Da ist Sie wieder; - und das freut mich !
Du weißt: "Den Glüklichen schlägt keine
Stunde !" ;-))) Das Bild ist wie immer
ein erstklassiges Genre-Foto aus Deiner
Serie Chapeau
LG Uwe
freut mich, mal etwas von dir zu erfahren ... dazu ein klasse foto und interessante texte
ich wünsche dir alles gute und viel durchhaltevermögen!
liebe grüsse
jörg
wie so traurig, voller schwermut und demut die worte, beschreiben sie wohl die verrinnende zeit. wir haben kein zutun und sie entzieht sich gänzlich unserem einfluß...und oft mußten wir schon die schmerzlichsten aller verluste beweinen...bis eines tages auch für uns die letzte stunde schlägt.
und wohlbehütet ist die sanduhr, von zarten händen sanft bedacht.
der sand fließt, gleich einem ströme ohne unterlass...rieselt durch und weiter und weiter, unaufhörlich...der kreislauf von werden und vergehen.
spielt ein wissendes lächeln um die lippen der beiden frauen?
wissen sie um das geheimnis?
verraten werden sie es uns nie und nimmer....
eine sehr schöne und zarte arbeit, die worte wie das bild...sie strahlen ruhe und gelassenheit über das unabänderliche aus.
das gefällt mir sehr.
ich sende dir eine große umarmung und liebe grüße, gute freundin.
herzlichst helga
Ah, mal wieder ein fotografisches Lebenszeichen von Sabine, freut mich doch sehr. Dein Gedicht ist wirklich sehr, sehr traurig, auch von mir alle guten Wünsche für Dich und gute Besserung!
Die Bearbeitung Deines Fotos sagt mir sehr zu. Die zentrale Darstellung passt zum Motiv, wo beide Figuren die Sanduhr einrahmen, diese fast beschützend/ beschwörend mit ihren Händen berühren. Mit ihren geschlossenen Augen stehen sie scheinbar anderweitig mit ihr in Verbindung, während der Sand rieselt und rieselt....
Ein wenig sehen für mich die Texturen nach hohen Isoeinstellungen aus, ich kann mich aber auch täuschen. Durch das Scharfzeichnen kommen die kleinen, hellen Punkte mehr hervor, ein Phänomen, was ich versuche zu umgehen, mir dennoch nicht immer gelingt.
Die Lichtstimmung finde ich gelungen, auch das abdunkeln der Ränder (Vignette). Die ganze Darstellung strahlt durch die Präsentation eine gewisse Kühle aus, so wie der Tod nun mal eben ist. Wobei die beiden Figuren nicht abschreckend wirken. Ich meine auch einen bläulichen Ton zu erkennen, mag aber auch an der Einstellung meines Monitors liegen.
Deine Informationen, wie von Dir eigentlich bekannt, wieder mal sehr ausführlich, was ich immer gerne lese, da mir bei weitem noch nicht alles in diesem Bereich geläufig ist.
Freue mich auf mehr von Dir, soweit es Zeit und Gesundheit zulassen.
Man sprürt eine gewisse Intimität, die in Konventionen verstrickt ist. Etwas wie ein Ritual. Das Licht taucht das Foto in ein Geheimnis. Sehr gutes Zusammenspiel von Text und Bild.