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Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) von Dennis Kroß

Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani)


Von 

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11.02.2007 um 22:23 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Männliches Tier
Gefunden am 02.02.2007 !!!!!!! bei Karlsruhe Hagsfeld

Merkmale
Waldmaikäfer werden 22 bis 26 mm lang. Die Färbung von Kopf und Brust ist meist braun, kann aber auch deutlich dunkler ausfallen. Auch dieser Maikäfer besitzt die typischen weißen Haardreiecke an den Seiten des Hinterleibs (Abdomen). Das Ende des Hinterleibs (Pygidium) ist ebenso schmal auslaufend wie beim Feldmaikäfer, doch ist die Spitze etwas knotig erweitert - beim Weibchen etwas weniger deutlich. Bei der Bestimmung ist ein Vergleich mit sicher bestimmten Exemplaren zu empfehlen. Die dritte Art in Mitteleuropa ist Melolontha pectoralis, dessen Pygidium aber stumpf endet und der nur den äußersten Südwesten bewohnt.

Verbreitung
Die Art ist eurosibirisch verbreitet und bevorzugt sandige Waldgebiete und Heideflächen. In Europa ist der Waldmaikäfer besonders häufig im Osten und Norden, so auch in den Sandgebieten der Oberrheinebene. Nach Massenvorkommen (Kalamitäten) in den letzten Jahren in Süddeutschland ist der Käfer wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung geraten und daher werden Angaben zur Verbreitung wieder gesammelt.

Entwicklung und Nahrung
Die erwachsenen Tiere (Imagines) sind im Mai und Juni aktiv, d. h. sie fressen den ersten Blatttrieb von Eichen und anderen Laubgehölzen (z. B. auch Ahorn und Buche) - wenn nichts mehr da ist sind selbst Nadelbäume nicht sicher. Dabei sind die Bäume betroffener Flächen voll von Käfern, die auch regelmäßig herumfliegen und so Besucher irritieren. Die Ausscheidungen fallen in großen Mengen von den Bäumen und es entsteht ein Geräusch wie bei leichtem Regen. Die Bäume retten sich nach Vernichtung ihres Blattwerks meist mit dem sogenannten Johannistrieb. Die Weibchen der Käfer legen zweimal bis zu 30 Eier in den Boden, wo sich die Larven (Engerlinge) während einer drei- bis fünfjährigen Entwicklungszeit von den Wurzeln verschiedener Pflanzen ernähren. Dieses Verhalten hilft den Imagines ihren natürlichen Feinden überwiegend zu entgehen, da diese nicht im gleichen Maße so gehäuft an der richtigen Stelle auftreten können - noch extremer ausgebildet ist dieses Verhalten bei den Periodischen Zikaden der Gattung Magicicada.

Bekämpfung
Durch die lange Entwicklungszeit kommt es regional immer wieder zu Kalamitäten, die von der Forstwirtschaft bekämpft werden, wobei die Larven den entscheidenden Schaden verursachen. Dabei kommen nicht selten Gifte zum Einsatz, die weit mehr als die Käfer töten. Bis heute sind die Folgen, z. B. des Einsatzes von DDT, auch für den Menschen spürbar. Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft verfolgt weiterhin das Ziel der möglichst selektiven und begrenzten Bekämpfung der Larven, seit den 90er Jahren etwa mit Pilzsporen in Südhessen. Das Problem hat in manchen Landesteilen auch deshalb zugenommen, da die Wälder bereits aus anderen Gründen gestresst sind (Wassermangel durch Grundwasserabsenkung, Luftschadstoffe, etc.).

Nutzen
Nicht nur der Mensch hat solche Massenvorkommen in der Vergangenheit auch für sich, z. B. zur Viehfütterung zu nutzen gewußt, zahlreichen Tieren dienen die erwachsenen Käfer und die Larven als wichtige Nahrungsgrundlage. Auch manche parasitisch lebenden Insekten sind auf Engerlinge angewiesen, wie z. B. manche Raubfliegenarten. Übrigens wird durch eine Kalamität zwar das Dickenwachstum des betroffenen Baumes reduziert, dafür bildet sich aber härteres Holz.

Waldmaikäfer in der Oberrheinischen Tiefebene
Der Waldmaikäfer findet in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Darmstadt und Karlsruhe sehr günstige klimatische und standörtliche Bedingungen vor. Dazu zählt, dass in diesem Gebiet auf sandigem Boden viele Laubwälder stehen, die durch Lichtungen unterbrochen werden. Der lockere Boden begünstigt die im Boden lebenden Engerlinge, die sich zunächst in Lichtungen von Kräuterwurzeln ernähren. In späteren Stadien wechseln sie in das benachbarte Waldgebiet und fressen Baumwurzeln. Aufgrund der seit 1982 beobachteten verstärkten Vermehrung gelten inzwischen etwa 9000 Hektar Laubwald als betroffen, davon mindestens 5000 Hektar als im Bestand bedroht.

Der Waldmaikäfer vermehrt sich in zwei Populationen am nördlichen Oberrhein vom Hardtwald bei Karlsruhe über Mannheim bis nach Darmstadt. Die Populationen sind nicht nur örtlich, sondern auch durch einen unterschiedlichen Zyklus getrennt. Im Hardtwald zwischen Karlsruhe und Schwetzingen war 2004 ein Hauptflugjahr. Das letzte Hauptflugjahr der Teilpopulation im südhessischen Ried war dagegen 2002. Daher wird dort für 2006 wieder ein starker Maikäferflug erwartet. Probegrabungen haben teilweise einen Besatz von über 80 Tieren pro m² ergeben. Zum Vergleich: Ein gesunder Wald verträgt etwa 2 bis 4 Engerlinge pro m².

Quelle: www.wikipedia.de

Canon 20D / EF 100mm f2.8 / MT-24EX

Siehe auch:

Anmerkungen:

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Charly- W, 11.02.2007 um 22:29 Uhr

Der hat sich im Kalender verguckt. Jetzt schon unterwegs?
Klasse-Foto ist das. Und ich mag die passenden Infos
dazu. So soll es sein.
LG charly



P.H. R., 11.02.2007 um 22:41 Uhr

Klasse Aufnahme, hoffe ich sehe mal wieder so einen in Natura.
VG
Peter



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