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Venedig ist etwas früh Nachtschwärmer und Frühaufsteher. Es ist für mich jedesmal wieder ein ganz spezieller emozionaler Moment alleine (ohne Menschen und Tauben) auf dem riesigen Markusplatz zu stehen. Kein Geräusch stört die morgendliche Ruhe und langsam verfärbt sich der Himmel ins Blaue. Diese halbe Stunde absoluter Ruhe geniesse ich meistens sitzend auf einer der Stufen zwischen dem Platz und dem bedeckten Rundagang.
Ausser, daß es wieder eine grandiose Aufnahme ist, gefällt mir besonders der Kontrast zwischen den alten Gebäuden und den neuzeitlichen Stuhl/Tisch-Reihen. Sie scheinen beinahe genau ausgerichtet zu sein. Da würd ich zu so einer blauen Stunde auch gerne sitzen, allerdings nicht alleine...
Grüße Monika
Eigentlich wurde schon fast alles hier gesagt, aber was mir besonders ins Auge fällt ist dieser wunderbare goldene Schein..... ein besonderes Bild ;o))
Ein wunderbare Architekturaufnahme mit schöner Beleuchtung. Kann deine Erklärung dazu gut nachvollziehen, kurz vor Sonnenaufgang an einer sonst so belebeten Stelle zu sitzen und die Ruhe geniessen. Fotografisch wieder eines deiner venzianischen Meisterwerke, die ich als Fan von dir natürlich schon kannte :-))
Auf dem Platz ist in der frühen Morgenstunde keine Menschenseele zu sehen und trotzdem ist er gerammelt voll und übermobiliert. Stille ja, Ruhe nein - zumindest nicht optisch. Das Stakato der Stuhlbeine und Säulen, die Stangen, Türme, Zinnen und Kuppeln. Nicht einmal das alte Pflaster gönnt dem Auge Ruhe.
Wenn da dieser Himmel nicht wäre. Sattblau, leicht gewölkt, eingeengt zwischen Campanile und Collonade. Endlich Ruhe vor so viel Gold, Pracht und billigem Stahlrohrstühlen.
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Eine bespielhafte Nachtaufnahme, die zeigt, dass man Orte, an denen es am Tag 1000 x >Klick< macht, doch immer wieder neu erfinden und fotografieren kann. Bildaufbau, Schärfe, Farben - m.E. alles top.
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Der Bildaufbau ist ungünstig, oben noch zuviel Himmel, das Rathaus mittig ... Kameraposition hätte höher sein müssen, um die Linien der Stühle herauszuarbeiten, die ins Bild laufen und ihm Tiefe geben würden.
CONTRA
Hannes Diedrich, 23.05.2002 um 22:59 Uhr
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von der idee her gut... aber das ist ja nachgeschärft ohne ende. CONTRA.
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Obwohl ich die beschriebene Situation gut nachvollziehen kann, bringt das Bild die besagte Ruhe nicht rüber wirkt auf mich eher unruhig. Contra
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Die Leistung , die Färbung, die Situation - all das kann ich anerkennen, aber die Schärfung - da gebe ich Hannes recht - ist etwas des Guten zuviel. Ich vermute, das Bild könnte durch einen Mangel an Schärfe stellenweise, vor allem hinten, gewinnen, da es dadurch authentischer und nicht gar so unnatürlich fremd wirken würde. Wie gesagt, Blick und Motiv, das hat schon was, aber trotzdem CONTRA.
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pro, aber superpro. wahnsinnslicht und farben! sehr gute linienführung. auch die bildaufteilung finde ich gelungen. das hauptmotiv sind doch die stühle und nicht der markusdom. nebenbei bemerkt: überschärfen kann auch ein gestaltungsmittel sein. die dunkelkammerfraktion arbeitet doch auch mit verschiedenem korn etc..
grüße
eavo
Die krasse Überschärfung macht das Bild noch unruhiger und in meinen Augen weniger harmonisch. Ausserdem schlägt bei Bildern mit scharfen Linien und Schärfungsrauschen der Jpeg-Algorithmus stärker zu (man muss stärker komprimieren, um die gleiche Dateigrösse zu erreichen).
Der Einsatz als Kompositionsmittel ist daher für mich in diesem Bild nicht unbedingt vorbildhaft
Gruss
Ekkart
Ich tippe mal auf Velvia der Licht-Farbstimmung nach. Ist sicher ungewohnt, tut aber der Situation und der Aufnahme keinen Abbruch sondern bereichert sie um etwas Surreales.
Klaus Kettner, 23.05.2002 um 22:59 Uhr
[kopierte Voting-Anmerkung]Eine bespielhafte Nachtaufnahme, die zeigt, dass man Orte, an denen es am Tag 1000 x >Klick< macht, doch immer wieder neu erfinden und fotografieren kann. Bildaufbau, Schärfe, Farben - m.E. alles top.
-kk-