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Bankgebäude von Werner Braun

Bankgebäude


Von 

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3.04.2011 um 19:57 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Wien 9, Julius-Tandler-Platz

360°-Panorama
Canon EOS 20D
Sigma EX 10 mm DC HSM Fisheye
6 mal 8 Belichtungsreihen mit:
2/1, 1/1, 1/2, 1/4, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60 sec.
Blende 18
ISO 100
Brennweite 10 mm

http://pixbox.org

Anmerkungen:

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JDR aus W. an der D., 3.04.2011 um 20:04 Uhr


ganzgroßesgebäudeverbiegungskino :)))
LieGrü, Jürgen



Josef H. Gerstenberg, 3.04.2011 um 20:39 Uhr

Uiii!
Das gefällt mir.

Ein Tip von mir:
Vertikal zwei Reihen fotografieren und dann das Panorama so beschneiden, dass das Zentrum des Bildes in Augenhöhe liegt. Das Bild ist dann nicht so flach, die Person kann im Mittelpunkt stehen und die Ansicht wird noch surrealer.

Darf ich fragen, wie du Belichtungsreihen und Einzelansichten zu dem Panorama zusammengefügt hast?

Gruß, Josef



Werner Braun, 3.04.2011 um 21:18 Uhr

@Jürgen: Danke für das Wortpanorama :)
@Josef: Vielen Dank! Freut mich, dass dir das Bild gefällt.
Ich habe einen vertikalen Bildwinkel von ca. 146°. Es gibt also nur im Zenith und im Nadir ein kleines "schwarzes Loch". Das im Nadir ist gerade noch so groß, dass (meistens) nicht die Stativbeine ins Bild kommen. Ein zweireihiges Panorama würde hier nichts mehr bringen.
Ich könnte aber auch so die Kamera exakt horizontal ausrichten, um die (nicht sichtbare) Horizontlinie genau in die Bildmitte zu bekommen. Da ich aber die meisten Panoramen nicht direkt unter freien Himmel fotografiere, sondern häufig versuche, auch in den oberen Bildteil strukturierte Objekte zu bekommen (Vordächer, Brücken u. ä.), fotografiere ich mit einer vertikalen Neigung der Kamera von 7,5° nach oben. Das senkt die Horizontlinie etwas ab, betont den oberen Bildteil und bringt (nach meiner Erfahrung und Einschätzung) die beste Wirkung.
Zum Zusammensetzen des Panoramas verwende ich PT Gui Pro von New House Internet Services B.V., Rotterdam. Dabei kann ich auch gleichzeitig die Belichtungsreihen entweder als echtes HDR oder mit Exposure Fusion verarbeiten. Hugin (http://hugin.sourceforge.net
) wäre die kostenfreie Open-Source-Alternative dazu.

lg Werner



Josef H. Gerstenberg, 4.04.2011 um 20:29 Uhr

Danke für deine Erläuterungen. Nun verstehe ich besser, wie du das machst.

Ich glaube, dass 2 vertikale Belichtungsreihen auch bei einem Objektivwinkel von 145° mehr ermöglichen.
Dann hättest du ein Roh-Panorama mit einem vertikalen Winkel von über 180° zur Verfügung.
In PTGUI könntest du das gewünschte Zentrum (ich selbst liebe den Horizont mittig) beliebig in die Bildmitte rücken.
Stativbeine lassen sich oft recht fix wegretuschieren, da Böden i.d.R. recht eintönig sind. Also nicht scheuen vor Stativbeinen im Bild.

Soweit dazu und mit lg, Josef

PS Kennst du das Zentrums-Schieben und das Bild-Drehen in PtGui?



Werner Braun, 4.04.2011 um 22:52 Uhr

@Josef: Vielen Dank für die große Aufmerksamkeit, die du meinen Panoramen schenkst. Ich betrachte mich als Lernender in der Panoramafotografie und bin nach ersten Versuchen mit 24 und 28 mm Brennweite (was lange Streifen ergab) auf das 10 mm Fisheye gekommen, mit welchem ich in den letzten eineinhalb Jahren etwa 180 Panoramen fotografiert habe. Damit und mit der Mercatorprojektion gelingt es mir, 360°-Panoramen im Seitenverhältnis von 2:1 zu erzeugen, was auch mein erstes Ziel war, weil sie sich in dieser Form auch noch auf dem Bildschirm und im Ausdruck halbwegs vernünftig präsentieren lassen. Ich habe noch weitere Ziele, darunter auch die Erzeugung von zweireihigen Panoramen, allerdings nicht mit dem Fisheye. Um die Gründe dafür plausibel zu machen, hole ich etwas aus, weil ich mir über dein Vorwissen nicht ganz im Klaren bin. Verzeih also bitte, wenn das Folgende für dich ohnehin Schnee von gestern ist.
Wenn Du Panoramen fotografierst mit der Kamera auf einem normalen, horizontal schwenkbaren Stativkopf, erzeugst du beim Schwenken einen Parallaxenfehler, weil der Punkt, in dem das Bild gebildet wird, nicht in der Achse des Stativgewindes liegt. Ein Schwenken der Kamera bedeutet daher streng genommen auch eine Veränderung des Aufnahmestandpunkts. Der Punkt, in welchem das Bild entsteht, wird (angeblich fälschlicherweise) als nodaler Punkt bezeichnet und liegt im Objektiv an der Stelle, an welcher sich alle einfallenden Strahlen kreuzen. Dieser Parallaxenfehler ist jedoch bei Teilpanoramen und etwas längeren Brennweiten zu vernachlässigen. Bei 360°-Panoramen und Brennweiten von 24 mm und darunter führt er aber zu einem Ergebnis, das stundenlanges Retuschieren in den Überlappungsbereichen erfordert und im schlimmsten Fall zur Unbrauchbarkeit der ganzen Aufnahmeserie. Es gilt daher, die Kamera auf dem Stativ so zu verschieben, dass dieser nodale Punkt exakt in der Drehachse zu liegen kommt und zusätzlich auch auf der horizontal liegenden Achse eines eventuellen vertikalen Schwenks, so ein mehrreihiges Panorama beabsichtigt wird. Beides wird ermöglicht durch einen Panoramakopf, der mit Hilfe zweier verstellbarer Arme die Kamera in die erforderliche Position bringt und aus dieser auch sowohl eine horizontale Drehung als auch einen vertikalen Schwenk erlaubt, ohne dass sich die Lage des nodalen Punktes änderte.
Bei Fisheye-Objektiven gibt es jedoch eine Besonderheit. Bei denen ist der nodale Punkt nicht fix, sondern er ändert sich abhängig von dem Winkel, in welchem die Kamera aus der Waagrechten gebracht wird. Das heißt, mit jeder vertikalen Bewegung veränderst du auch die Lage des nodalen Punkts. Da aber die Arme des Panoramakopfs genau auf Kamera/Objektivkombination und voreingestellte Entfernung justiert (und dann nach Möglichkeit so belassen) werden, bräuchte ich zwei Justierungen, wollte ich mit dem Fisheye zweireihige Panoramen machen. Und ich hätte nach der ersten Reihe die Kameraschraube auf dem Arm zu lösen und in der Position der zweiten Justierung wieder zu fixieren, möglichst ohne am Stativ zu wackeln. Einer solchen Herausforderung ist eher ein Mikadospieler und nicht unbedingt ein Fotograf gewachsen. Daher möchte ich mich ihr eigentlich nicht stellen, sondern für zweireihige Panoramen "normale" Weitwinkelobjektive zum Einsatz bringen. An erster Stelle bietet sich da ein 14 mm-Objektiv an.
Allerdings fühle ich mich in dem ganzen Lernprozess noch nicht so weit, dass ich heute hinausgehen könnte, ein paar mehrreihige Panoramen schießen und sie morgen hochladen.
Nichtsdestoweniger schätze ich deine Anregung sehr und bin dir dankbar dafür, weil sie meine eigene Intention trifft und so bestätigt. Ich werde mehrreihige Panoramen - wenn auch mit etwas anderen Mitteln, wie gerade ausgeführt - machen, das traue ich mir, dir zu versprechen. Aber zunächst einmal möchte ich einen Auszug aus meiner Ausbeute vom letzten Sommer präsentieren.
Das Wegretuschieren der Stativbeine ist das geringste Problem - gelegentlich geraten sie mir auch jetzt ins Bild. Und ja, ich weiß, wie man in PT Gui das Zentrum verschiebt.
Herzlichen Dank für deine Aufmerksamkeit. Versag sie mir auch weiterhin nicht, auch wenn es mit den zweireihigen Panoramen noch ein wenig dauert.

lg Werner



Josef H. Gerstenberg, 8.04.2011 um 20:56 Uhr

Hallo Werner,
2007 habe ich mir einen um X- und Y- Achse drehbaren Panoramaadapter für meine Kamera gebaut. Mehr aus der Not, weil ich mit meiner Knipse (Canon A620) weitwinkliger und mit höherer Auflösung fotografieren wollte. Dann kam DRI und DFF dazu (was mit meiner programmierbaren Knipse einfach ist). Soweit ich mich erinnere, bestand mein umfangreichstes Panorama aus etwa 500 Fotos und mein Rechner meinte bei der Bearbeitung, dass 200 GB freier Festplattenspeicher zu wenig sei.
Ein Lernender bin ich allerdings immer.

Wenn ich fragen, ob du bereits bei deine Panoramen mit einem Nodalpunktadapter fotografierst? Bei sehr weiten Objektivwinkeln und genügend Abstand geht es ja auch ohne.

Das der Nodalpunkt von Fisheye-Objektiven bei einer Bewegung in vertikaler Richtung nicht fix ist, kann ich mir nicht vorstellen. Dafür müsste das Innenleben des Objektivs flexibel sein. Unser Auge macht so etwas, aber kein Objektiv, dass mir bisher bekannt ist. Darf ich fragen, woher du die Information hast?

Gespannt auf die weitere Präsentation deiner einzeilige Ausbeute und gerne weiter mit dir diskutierend,
lg Josef




Werner Braun, 8.04.2011 um 23:31 Uhr

Hallo Josef,

danke für den Einblick in deine Panorama-Erfahrungen, die mich schon alleine von der Anzahl der Einzelbilder an Giga-Panos erinnern (über die ich jüngst im Foto-Magazin einen Artikel gelesen habe).
Ich fotografiere mit einem Nodalpunktadapter, weil die Ergebnisse mit einem normalen drehbaren Stativkopf auf die Dauer frustrierend waren. Es ist nicht einmal vorgekommen, dass ich Stunden mit Photoshop verbracht habe, um das Ergebnis danach erst recht zu löschen, weil ich es einfach nicht geschafft habe, die Fehler auch nur halbwegs zu übertünchen. Die meisten dieser erfolglosen Versuche habe ich bereits entsorgt, aber wenn du willst kannst du dir hier noch ein Beispiel in einem PT-Viewer ansehen. Die Lage des Fehlers ist im Text beschrieben:
http://www.3x3click.at/3kopfstein/2009/07/parallaxenfehler/

Genau der Wechsel zwischen fernen und nahen Objekten ist oft der Reiz am Panorama und ich wollte mich nicht darauf beschränken lassen, nur relatv weit entfernte Objekte ins Bild nehmen zu können. Daher erschien mir die Verwendung eines Nodalpunktadapters unumgänglich.
Aus welcher Quelle ich die Information von der Verlagerung des Nodalpunkts beim vertikalen Schwenken eines Fisheyeobjektivs, weiß ich leider nicht mehr genau. Ich werde es aber wieder herausfinden, allerdings nicht gleich, weil ich ab morgen für eine Woche nicht im Lande bin (das heißt, in deinem wohl, aber nicht in meinem, wo ich meinen Computer und meinen Internetzugang habe). Ich muss dich in dieser Sache um etwas Geduld bitten und werde dich ansprechen, sobald ich die Quelle meines Wissens wieder identifiziert habe.
Bis dahin

lg Werner



Josef H. Gerstenberg, 9.04.2011 um 21:43 Uhr

Hallo Werner,
ich habe Geduld und wünsche dir eine gute Reise in mein Land.
Melde dich (per Fotomail) wenn du wieder in deinem Land bist.

Darf ich noch fragen, ob du bereits einen in vertikaler Richtung drehbaren Panoramaadapter hast?

Gespannt auf deine Informationen zum flexiblen Fisheye-Nodalpunkt,
lg Josef



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