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Zwischen Tür und Turnschuh von Gerontolon Müllhaupt

Zwischen Tür und Turnschuh


Von 

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9.11.2008 um 23:51 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Ein Türband, auch Scharnier, Türangel oder Türfitsche genannt, hat die Aufgabe, ein möglichst störungsfreies Drehen der Tür zu ermöglichen und verbindet die Zarge oder den Blendrahmen mit der Tür. Anzahl, Größe und Konstruktion hängen von der Masse des Türblattes und dessen Beanspruchung ab. Meist werden heutzutage Einbohrbänder genutzt, die aus zwei oder mehr Teilen bestehen und deren Bolzen in Tür und Rahmen eingeschraubt werden, um der Tür den nötigen Halt zu geben.

Man unterscheidet je nach Konstruktion verschiedene Arten von Bändern:

Das Topfband wird türseits von hinten in eine breite Bohrung eingelassen (den sogenannten Topf). Auf der Korpusseite wird es aufgeschraubt. Je nach Bedarf sind Topfbänder mit größeren Öffnungswinkeln (normal 90 Grad, maximal 180 Grad) erhältlich. Auch gibt es Bänder, die einen Schnappmechanismus haben, die verhindern, dass die Tür von selbst aufgehen kann.

Das Fischband wird von der Seite her so in den Türrahmen eingestemmt, dass nur die Drehrolle (Drehachse) vorsteht. Je nach Konstruktion wird die Korpusseite des Bandes mit verschiedenen Kröpfungen ausgeführt. So braucht eine aufschlagende Tür eine andere Kröpfung als eine einschlagende oder innen liegende Tür. Industriell hergestellte Zimmertüren weisen meistens diesen Bandtyp auf.

Das Klobenband ist die Form von Türscharnier, die von außen auf die Tür geschraubt wird. Sie wird fast ausschließlich im rustikalen Möbelbau verwendet. Ein gutes Beispiel für ein Klobenband sind die reich verzierten schmiedeeisenen oder zinnigen Beschläge an Antiquitäten.

Das Zapfenband wird von oben und unten in die Tür eingelassen. Somit ist der Beschlag weder von außen noch von innen zu sehen. Zapfenbänder sind extrem robust und verschleißen kaum, da ihre Konstruktion sehr einfach ist. Leider ist das Zapfenband, das eine innenliegende Türkonstruktion benötigt, nur handwerklich zu montieren, und wird somit heute kaum noch verwendet.

Das Klavierband stellt man sich am besten als endlos aneinander gereihte Scharniere vor, die durch eine feine Metallstange, die den Drehpunkt bildet, zusammengehalten wird. Man kann das Klavierband den Bedürfnissen entsprechend zuschneiden. Wie der Name sagt, ist eine typische Anwendung des Klavierbandes der Deckel des Pianoforte.

Das Schuhband ist ein nur auf der Insel Kreta, und da insbesondere in Livaniana und Umgebung gebräuchliches Scharnier, dessen Konstruktion und unvorhersehbare Kinematik von der Technischen Abteilung des Max- Plank-Institutes derzeit untersucht und - im Rahmen eines Programmes zur Erforschung bruchsicherer Radachsen für einen reibungslosen Einsatz der anfälligen neueren ICE-Generation - für den Einsatz auch in der Hochgeschwindigkeitstechnologie derzeit getestet und vielleicht auch für gut befunden werden wird.

Anmerkungen:





Nora F. , 10.11.2008 um 0:01 Uhr

zu so später stunde soooo viel text -
da komme ich morgen lieber nochmal wieder ;-))
lg, nora



1 Uzzi, 10.11.2008 um 0:06 Uhr

Alkoholisiert (Büchsbier) und rauchend (Vanelle) beim Türauftreten voll genagelt - so kann`s gehen. Mit Holzschuhen wär das möglicherweise nicht passiert. Aber dem Konstruktör ist eben nichts zu schwör!;-)
lg Uwe

P.S. Wieder was gelernt!



Karl H , 10.11.2008 um 0:09 Uhr

Oh Gott! So viel zu lesen! Aber ich hab wieder viel gelernt ...

lg Karl



Klexy – Bewahrer des Augenblix¸ Hüter des Worz , 10.11.2008 um 0:29 Uhr

Kreter lügen doch alle.


Anca Silvia B., 10.11.2008 um 6:50 Uhr

Morgens habe ich geschaft alles zu lesen!!!!
Eine schöne Woche,Anca



Christine L, 10.11.2008 um 7:00 Uhr

oh wieder ein schwarzbau...:-)))))
ciao
christine



framafo, 10.11.2008 um 8:18 Uhr

kretaner besitzen augenscheinlich eine skurrile art des humors.


Christian Ha, 10.11.2008 um 8:53 Uhr

ein alptraum für jeden bauingenieur, bauamtsachbearbeiter, statiker...so zu denken haben wir verlernt...


BiSa , 10.11.2008 um 9:20 Uhr

wusste gar nicht dass man so viele verschiedene Bänder unterscheidet
das Bild selbst zeichnet sich durch die Harmonie der Farben aus
Blau- braun, da hast du doch wirklich den farblich passenden Turnschuh gefunden
LG Birgitt



T ST, 10.11.2008 um 9:57 Uhr

Ja die Griechen neigen halt oft zu ganz einfachen Lösungen für bekannte Probleme.


Grüße Thomas



Angelika Sa. , 10.11.2008 um 10:35 Uhr

Genau, diese Türverriegelung habe ich auch nur auf Kreta zu Gesicht bekommen.
Mal stöbern wo eigentlich meine ähnliche Aufnahme vergraben ist.

Einfach gelungen!

LG Angelika



Detlef Rüping , 10.11.2008 um 11:17 Uhr

Ein treffliches Beispiel für die konsequente Wieder- oder Weiterverwendung wertvoller Rohstoffe. Ökologisch 1a!
LG Detlef



Harald Römer, 10.11.2008 um 11:21 Uhr

Ihr könnt mir nun glauben oder nicht, das ist das geheime Taikonautenschuhsohlentestgelände der Volksrepublik China, so war ich hier liege!


Gerd Frey, 10.11.2008 um 20:21 Uhr

So viel Erfindungsgeist - nur für ein Foto - hatte ich Dir rnun doch nicht zugetarut *g*


HeiGee , 10.11.2008 um 21:50 Uhr

Ein anständiger Kreter weiß doch immer, wie's geht :-)
lg Heike



Nora F. , 11.11.2008 um 20:40 Uhr

das wiederkommen hat sich gelohnt.....
sehr interessante erkärung - besonders
an den stellen - in denen sich
deine tolle erfindungsgabe zeigt ;-)))
lg, nora



Uwe Thon, 11.11.2008 um 20:47 Uhr

. . .die ausrangierten von joschka fischer????


Klexy – Bewahrer des Augenblix¸ Hüter des Worz , 12.11.2008 um 0:07 Uhr

@ Uwe: das sind Fälschungen. Die echten sind im Ledermuseum Offenbach
http://www.offenbach.de/offenbach/themen/unterwegs-in-offenbach/k
ultur/deutsches-ledermuseum/museum/DLM_LedermuseumSchuhmuseum_Off
enbach.html



Die siebente Werbepause des Weltuntergangs , 19.11.2008 um 17:30 Uhr

Der pherwirrte Katholizismus waa schon immer eyne Triebpheder des technologischn Phortshrizz.


Günther Ciupka, 20.11.2008 um 22:10 Uhr

tja, gummi hat schon was :-))


fotoallrounderin, 23.11.2008 um 17:25 Uhr

auf diese pufferidee muss man kommen...hihiii.... genial aufgenommen.
lg rosalie



willma..., 4.05.2009 um 12:07 Uhr

nee ich glaubs nich.... ))))
deine ausführungen noch dazu...





 
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