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Nach 2-jähriger Vorbereitung wurde ab November 1906 in der Steinkohlenzeche Radbod 1/2/5 Kohle gefördert. Nur zwei Jahre später wurden die Arbeiten durch eine verheerende Katastrophe aufgrund eines Gasausbruchs unterbrochen. Auf Radbod ereignete sich die bis dahin schwerste Schlagwetterexplosion im deutschen Steinkohlenbergbau und 348 Kumpel mußten sterben.
In den weiteren Jahren stieg die Kohlenförderung kontinuierlich an und parallel dazu wuchs die Belegschaft auf über 3.500 Mann an. Wurde auch zunächst durch die Kriegswirtschaft, Reparationen, Streiks, Inflation und einen weiteren Brand und Zerstörung die Entwicklung von Radbod beeinträchtigt, standen nach dem 2.Weltkrieg die Beseitigung der Kriegsschäden und die Modernisierung im Vordergrund.
Obwohl ab den 50er Jahren die Steinkohle immer stärker ihre dominierende Stellung verloren hat, erreichte Radbod 1989 mit 1,3 Mio. t die höchste Jahresförderung in seiner Bergwerksgeschichte.
Am 31.01.1990 wurde die Kohlenförderung auf Radbod eingestellt und ein Jahr später folgte die Stilllegung. Ab 1990 wurde der größte Teil der Tagesanlagen abgebrochen.
86 Jahre Bergwerksgeschichte in Hamm gingen damit zu Ende...
Auf dem Gelände entsteht derzeit ein Gewerbe- und Industriegebiet für moderne Produktions- und Handwerksstätten.
Schöne Übersicht mit tollem Turm-Rapport ... Die Förderseile an 2 Türmen lassen die Anlage noch sehr lebendig aussehen !! Klasse Bildaufbau !!
vlg, Connie
@Sven: Es darf echt nicht wahr sein, als in Hamm geborener und aufgewachsener komme ich erst in die Nähe der Fördergerüste als schon fast nichts mehr steht. In diesem speziellen Fall ärgere ich mich schon besonders, nicht früher mit der Industriefotografie angefangen zu haben.