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wenn die kaugummi kauen können,dürfen die auch da rein.punkt !!!:-)
wendula,da hat du dir jetzt aber hier ne diskussion ins haus geholt...
ich mag das foto,ob die damen repräsentativ für türkinnen in x-berg sind,wag ich zu bezweifeln,aber ich mag das foto sehr...
isso ! in kyroizberg. die tragen nur nicht alle ein
kopftuch. ja, ich wuerde auch indien und pakistan
noch mit in die eu nehmen. und die jungferninseln.
Schöne Komposition, der starke Punkt ist ganz offensichtlich das Mädchen rechts mit dem Kaugummi und dem kindlich auf den Boden gerichteten Blick. Ganz anders die - große Schwester? - die in der Mitte fast eine Mutterrolle einnimmt und vorrausblickt. Und dazu die Kleine, die altersentsprechend von einer Nichtigkeit abgelenkt nach hinten schaut. Also, je länger ich schaue, desto besser gefällt mir diese Gruppe, im richtigen Moment getroffen :-)
Zum Bildtitel:
Und wer sagt, daß es sich um "Türkinnen" handelt? Wäre nicht schlecht, wenn die Diskussion ehrlich geführt würde, was die unbewußte "X"-enophobie betrifft.
In Frankreich geht zumindest das Gerücht, daß die jungen muslimischen Mädchen am Stadtrand von Paris jetzt mehr zum Kopftuch neigen, als das noch vor ein paar Jahren der Fall war (nach dem 11.9.?). Es besteht also die Angst der Ghettoisierung der muslimisch dominierten Stadtteile, eines reaktionären Stromes, der dazu führt, daß sich die Mädchen mit dem Kopftuch sicherer fühlen, ohne Kopftuch ungeschützt.
In Marseille dagegen mit 30% Muslimen sehe ich in den Straßen nicht mehr Kopftücher als in München, dagegen viel unverhüllte arabische und afrikanische Schönheit. Andererseits es gibt auch Stadtteile, wo man einfach wenige Frauen in den Straßen sieht, die bleiben wohl zu Hause.
LG,
Peter
PS: Ich finde das Bild ausstellungsreif. Es hat allenfalls kleine formale Mängel. Während mir der Bildauschnitt mit seiner Öffnung "nach vorne" (links) gut gefällt, stört mich die unmotivierte/unentschlossene Linksneigung des Bildes. Vielleicht könntest Du mit *leichtem* Beschnitt experimentieren und schauen, was das gibt (z.B. die Neigung verstärken, bis die Fenstersimse horizontal sind, weiß ja nicht, wieviel Foto Du drumrum noch hast; oder schlichter einfach gerade drehen, das geht mit Sicherheit). Vielleicht täusche ich mich aber und die improvisiert erscheinende Neigung paßt zum Motiv.
berlin, bzw. kreuzberg ist die größte türkische stadt ausserhalb der türkei, heisst es. die ersten türken wurden vor ca. 40 jahren als "gastarbeiter" in die brd eingeladen. damals dachte man, dass sie - wie es gäste normalerweise tun - wieder in ihre heimat zurückkehren. dem war aber nicht so.
die jungen türken sind meistens in deutschland geboren und aufgewachsen und sprechen oft besser deutsch als türkisch. sie leben zudem in einem konflikt zwischen den kulturen, was besonders krass auf die jungen frauen zutrifft. diesen kulturellen "spagat" sieht man ihnen manchmal an, wie hier durch die kombination aus kopftuch und kaugummi. viele junge türkinnen unterscheiden sich aber äußerlich nicht im geringsten von ihren deutschen altersgenossinnen. und davon gibt es eine beträchtliche anzahl, die im gegensatz zu ihren müttern nach privater und beruflicher gleichberechtigung streben, auch wenn der preis dafür oft ziemlich hoch sein dürfte.
@ peter: die diskussion über den beitritt der türkei zur eu innerhalb der cdu/csu ist möglicherweise eines der symptome für die mehr oder weniger latente xenophobie (fremdenfeindlichkeit) in deutschland...
das foto ist absichtlich weder beschnitten noch gedreht, weil ich die dynamik des spontanen schnappschusses nicht nachträglich aus einem bild eliminieren möchte.
zum Schnitt: "Authentizität" (Schnappschuss) vs. "Formalismus" :-). Ist doch schön, dass es bei all dem Wahlfreiheit gibt, und Platz für GeschmackGeschmäcke gibt :-)
Die Rolle des Kaugummis in diesem Bild ist hinreichend durchgekaut, der Gegensatz ist echt krass!
Mir gefällt neben dem Bild auch das Gespräch darunter! :-))
Ist ja nicht nur das Kaugummi, dass den Widerspruch zum Kopftuch zeigt! Auch die figurbetonenden Kleider sind für mich ein Zeichen, dass zumindest die meisten jungen Türken in unserer Gesellschaft angekommen sind.
Ich kenne eine ältere Türkin, die sich trotz extremsten Haarausfalles nicht dazu überwinden kann, den Schleier zu tragen. Sie ist eine einfache Frau, die sich von niemandem in ihre Lebensführung hereinreden lässt.
Was CSU/CDU jetzt anzetteln ist unsäglich, der reinste Populismus *würg*
Schade dass, das Bild nicht zur Abstimmung für die Galerie freigegeben ist. Wäre sehr neugierig, was damit passieren würde.
Ich finde das Foto klasse, weil es den Zwiespalt, in dem sich viele Menschen türkischer Abstammung in Deutschland (aber nicht nur da) befinden, so gut beschreibt, wie es mit Worten nur sehr umständlich gelingt! Gruß Walter
Walter, es ist ziemlich klar, daß das Bild im Voting keine Chance hätte, was mit der Qualität nichts zu tun hat. Es ist ein stilles Bild, schlicht sogar, Alltag, darin liegt seine Stärke. Darüber hinaus hat es in der Bildunterschrift eine politische Aussage, die die Republik spaltet. Solche Bilder sind m.E. in der Galerie nicht zu finden ...
der Vorteil des Votings wäre nur, daß es öfter gesehen würde ...