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Lloyd ist der Markenname einiger Automodelle der Namag und der späteren, zur Borgwardgruppe gehörenden Lloyd Motorenwerke G.m.b.H..
Ursprünglich am 2. Februar 1949 als Lloyd Maschinenfabrik GmbH gegründet, wurde die Firma ein Jahr später umbenannt.
(siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Lloyd_(Auto)
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Der Lloyd Alexander war ein Kleinwagen der zur Borgwardgruppe gehörenden Lloyd Motoren Werke GmbH in Bremen, der 1957 auf den Markt kam. Er war die Weiterentwicklung des Lloyd LP 600 (gebaut von 1955 bis 1961) mit folgenden wesentlichen Verbesserungen gegenüber diesem weiterhin gebauten Modell: synchronisiertes Vierganggetriebe mit Lenkradschaltung (im Gegensatz zum Dreiganggetriebe mit Krückstockschaltung), von außen zugänglicher Kofferraum und Kurbelfenster mit voll versenkbaren Scheiben.
Angetrieben wurde der Wagen von dem luftgekühlten Zweizylinder-Viertakt-Triebwerk mit obenliegender kettengetriebener Nockenwelle aus dem Lloyd LP 600 (Twin = nebeneinander stehende Zylinder). Dieser Motor hatte einen Hubraum von 596 cm³ und leistete 14 kW (19 PS) bei 4500/min, maximales Drehmoment 39 Nm bei 2500/min (Verdichtung 6,6 : 1). Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ca. 60 Sekunden. Bei normalem Einsatz verbrauchte das Auto knapp 7 Liter Normalbenzin auf 100 km und war damit etwas sparsamer als ein VW Käfer. Der Tank (25 Liter) befand sich unter der Motorhaube vor dem Armaturenbrett.
Die Vorderräder (Frontantrieb) waren an zwei übereinander liegenden Querblattfedern, die Hinterräder an einer Pendelachse mit Längsblattfedern aufgehängt (Teleskopstoßdämpfer vorn und hinten). Die hydraulisch betätigte Fußbremse wirkte auf Trommelbremsen (Ø 200 mm, Bremsfläche 456 cm²) an allen vier Rädern, die Handbremse mit Seilzug auf die Vorderräder. Wie bei Kleinwagen damals schon allgemein üblich, hatte der Lloyd eine Zahnstangenlenkung, die bei einem Wendekreis von 10,45 m 2 ¼ Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag erforderte.
Der 1958 vorgestellte Lloyd Alexander TS unterschied sich vom normalen Alexander durch eine Längslenkerhinterachse mit Schraubenfedern, einen auf 18,4 kW (25 PS) gesteigerten Motor sowie einige Detailverbesserungen wie Scheibenwaschanlage und asymmetrisches Abblendlicht. Erkennbar war er an seinem halbelliptischen Kühlergrill. Die neue Hinterachse, die die Fahreigenschaften spürbar verbesserte, wurde auch in der Lloyd Arabella verwandt, die im Sommer 1959 auf den Markt kam.
Lloyd Alexander und Alexander TS hatten eine Ganzstahlkarosserie in reparaturfreundlicher Schalenbauweise (die Karosserieteile waren verschraubt), wie bereits ihre Vorgänger, der LP 600 und der LP 400 (ab Oktober 1954). Getragen wurde die Karosserie von einem Zentralrohrrahmen mit geschlossenem Stahlblechunterzug. Nach dem LP 300, dessen Karosserie komplett aus Holz gefertigt und mit Kunstleder überzogen war (deshalb scherzhaft „Leukoplastbomber“ genannt) gab es 1953 den 400er zunächst ebenfalls ganz in Holz, bald aber schon in Gemischtbauweise, d. h. Seitenteile und Türen aus Stahl, Dach sowie Motorhaube und Kofferraum aus Holz mit Kunstleder.
Die Frontscheibe aller Lloyd LP und LS war plan, die Heckscheibe der Limousinen (ab Oktober 1954) gebogen. Bis zum Ende der Bauzeit 1961 waren die Türen hinten angeschlagen, was einen bequemen Einstieg zu den vorderen Sitzen mit sich brachte, aber jeglichem Sicherheitsdenken widersprach.
Der Lloyd bot Platz für vier erwachsene Personen, aber der Zugang zu den Rücksitzen war beschwerlich und der Raum beengt, da die hinteren Radkästen die Sitzbreite einschränkten. Vorn war die Bewegungsfreiheit größer; allerdings wurde das Lenkrad allgemein als zu dicht am Fahrer empfunden. Der Kofferraum fasste 104 Liter.
Lloyd hatte selbst keine Karosseriepressen; deshalb wurden die Blechteile von Allgaier und Karmann bezogen, im eigenen Werk überarbeitet, zusammengebaut und lackiert.
Vom Lloyd LP 600 einschließlich der Alexander-Modelle wurden 176.524 Stück gebaut. Es waren preisgünstige Kleinwagen mit der Ausstattung eines vollwertigen Autos. Der Kaufpreis des Lloyd Alexander betrug 4.060 DM. Zum Vergleich: Ein VW Standard kostete 3.790 DM, das Exportmodell 4.600 DM. Eine BWM Isetta 250 kostete 2.780 DM und ein Goggomobil 400 kostete 3.232 DM. Der Lloyd war aber mit 3355 mm × 1410 mm × 1400 mm im Vergleich zur Isetta oder zum Goggomobil deutlich größer und erreichte fast das Niveau eines damaligen Mittelklassewagens.
Alle 400er und 600er Lloyd waren sowohl als Limousine (LP) wie auch als Kombi (LS) erhältlich.
@ Markus,
da gebe ich Dir Recht, der Hintergrund lässt zu Wünschen übrig. Leider kann man es sich nicht immer aussuchen, wo man diesen Schätzen des Automobilbaus begegnet.
Hier war es eine Veranstaltung zum 40-Jährigen Produktionsende der Krupp-Krawa in Essen. Das Gelände wird jetzt großartig saniert. Auf der Baustelles des Berthold-Beitz-Boulevard trafen sich sowohl die alten Krupp-LKW als auch einige wenige Exoten der Oldtimerszene, wie die beiden Loyds. Der Hintergrund ist der Großbaustelle geschuldet.
Gruß Christian
Näheres hier:
Angefangen habe ich 1961 mit dem damals schon alten 300er plastebomber, also bespannter holzrahmen. Lloyd Alexander TS war dann der letzte aus der baureihe........erinnert sich Pi an seine kleinen stänker
Ergänzung zum langen text; Den 600er gab es auch als kleinbus mit 6 sitzen sowie als transporter auf der selben grundlage.