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Seit Landwirtschaft (und Milcherzeugung) im Haupterwerb bei uns nicht mehr möglich ist, sieht man wieder öfter gemischte Kuhherden mit Bullen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie zärtlich die Tiere miteinander umgehen und wie friedlich sich auch die Bullen benehmen. Umso weniger kann ich für mich den Stierkampf gerechtfertigt finden. Die Stiere haben in den Kuhherden gar nichts zu melden und trotten immer nur als letzte hinterher, wenn die Leitkühe beschließen, den Standort zu wechseln. Die Kühe wiederum beschmusen ihren Bullen oft liebevoll, reiben die Flanken oder lassen sich gegenseitig die Gesichter belecken. Dieser Bulle hier scheint einer Fleischrasse anzugehören. Er tut mir immer etwas leid, wenn er seine vielen Fleischmassen durch die Gegend wuchten muss. Die Beine kommen mir dazu eigentlich viel zu dünn vor.
Ein wirklich massiger Kerl, Deine Erklärung passt sie sind Zärtlich wenn man zur Herde gehört....aber wehe ein Fremder kommt....meist lassen die Bullen nur bestimmte Leute auf die Weide)))
Schönes Foto, wobei ich nummer II fast noch lieber mag, liegt bestimmt an der Landschaft so als Flachlandtiroler. Meine Hunde wurden übrigens mal gezüchtet um genau solch rote Rinder in den Bergen zu hüten.
LG
Juliane
pah, Elisabeth, wie nahe bist Du an den rangegangen? Hoffentlich ist das nur gezoomt. Hätte ja höchst gefährlich sein können und wir hätten keine schönen Bilder mehr von Dir gesehen. LG Evelyn
Das Licht und die schönen warmen Farben lassen den Bullen wirklich *kuschelig* und *sanft* erscheinen. Tolles Portrait und ein netter Text dazu....
Lg
barbara
So ist es bei uns inzwischen auch, wenn ich denke hier im Ort gibt es nur noch einen Vollerwerbsbauern, der Milchwirtschaft betreibt in den Orten ringsum und auch im Hohenlohischen wird meist das Rindvieh wie du beschrieben hast in Herden gehalten.
Die Bullen sind wirklich nicht bösartig oder gar agressiv.
Deine Bilder demonstrieren das auch in schönster Weise.LG Susanne
@alle: danke für die netten Anmerkungen.
Dieser Bulle (wie auch die anderen Vaterbullen hier) scheint wirklich ein ganz lieber zu sein. Habe die Herde schon öfter beobachtet, bevor ich für das obere Foto halb unter dem Zaun durchgekrochen bin (Kenne den Bauern, sonst nicht ratsam. Der Bulle wollte leider nicht von selbst näher kommen.). Er beobachtet einen genau, startet aber keine Angriffe. Auf eine seiner Kühe muss man da besser achten. Die würde jeden Spaziergänger am liebsten vertreiben, und wenn ihr was nicht geheuer vorkommt, scheucht sie ihre Herde energisch weiter. Jungbullen sollte man allerdings meiden. Auch mir hat so einer schon mal Flügel verliehen, als ich nach einem versehentlichen Tritt in ein Wespennest kopflos auf die Weide gerannt bin.
Der hat aber wirklich einen ganz lieben, beinahe schon etwas traurigen Blick! Eine sehr schöne Aufnahme, gefällt mir auch sehr gut mit den leuchtenden gelben Blümchen im Vordergrund. Gelungene Bildgestaltung!
LG
Kerstin
Eine tolle Aufnahme. Jetzt weiss ich endlich wo Red Bull herkommt und wieso er Flügel verleiht. ;-) Dieser Bulle wirkt wirklich sehr fotogen und sein Rot kontrastiert sehr schön zum saftigen Grün eurer Wiesen. Alles in allem wirklich sehr gelungen.
LG, Jürg
Ein wunderschönes Tier ist das......nur so ganz harmlos sind sie schon nicht.
Ich finde es ganz besonders schön so gemischte Herden anzuschauen.
Du hast ihn ganz toll fotografiert......das Licht erzeugt eine liebliche Stimmung! Superschön!!!!
lg Silvia
Dein Text ist so schön wie dein Bild. Sehr fürsorglich beschreibst du das Leben der Bullen und ihre Stellung in der Herde. Sehr liebevoll - ich mag es total - das Bild, den Text und dein Verhalten zu Tieren.
Herzlichst Roswitha
Ein wie immer lesenswerter Text, lesenswerte Kommentare, eine wunderschöne Bilderserie und die Vorstellung von dir, wie du, wie ich auch schon mal, vor einem Wespenschwarm flüchtest. (Wäre sicher auch eine interessante Bilderserie geworden).
Ich muss zugeben, da würde ich mich auch eher mit dem Bullen auseinandersetzen wollen, als mit den Wespen.
Ich habe auch schon öfter Bekanntschaft mit einigen Bullen und Bullenrassen machen dürfen. Man glaubt ja nicht, welche Kolosse es da gibt.
Nur schlechte Laune dürfen die nicht haben, dann bleibt man besser auf Abstand.
LG
Wolfgang
Das schöne Licht und die leuchtenden Blumen schmeicheln dem Bullen. Du hast ihn ganz toll festgehalten. Er ist ja ein Riese und nicht zu vergleichen mit den Rindern, die ich täglich sehe.
lg Clarissa
Der Bulle sieht wirkich sehr lieb und friedlich aus.
Eine tolle Serie, wo mir jedes Bild aussergewöhnlich gut gefällt. Vorallem das erste, das stimmt alles.
lge Evy
sehr schön dokumentiert!
bezeichnet man dies nicht als qualzucht - wie z.b. die kühe mit diesen rieseneutern?
es wird zeit umzukehren und diesem wahnsinn ein ende zu bereiten!
lg - irma
Das ist ja wirklich ein Berg von Fleisch. WOW
Schaut sehr friedlich drein. Erwartet man so von einem Bullen ja immer nicht *grins
m.E. fehlt ein wenig Schärfe auf den Augen :-) ansonsten hast du ihn schön portraitiert!
die Kühe hier gefallen mir besonders gut :-)
grüßle Kornelia
Bei dem Titel musste ich erstmal lachen. Passt hervorragend, die Getränkeindustrie fände es allerdings wohl nicht so werbewirksam. ;-)
Eine schöne Aufnahme mit der blühenden Wiese vor dem Laubgestrüpp. Seine Beine sehen im Verhältnis zum Körper wirklich wie Streichhölzer aus. Trotzdem kann er wohl froh sein, damit auf einer Weide stehen zu dürfen. Ich freue mich auch immer, wenn ich komplette Familienverbände sehe.
Herzliche Grüße ~~~ Marion ~~~
@alle: danke für die netten Infos und Anmerkungen
@Juliane: Wusste ich gar nicht, finde ich aber sehr interessant. Der Bulle vor den Bergen erinnerte mich bei der Aufnahme spontan an die Werbeschilder bei spanischen Autobahnen.
@Susanne: Obwohl es Hoferben gibt, müssen hier alle Zusatz-Vollerwerbsberufen nachgehen und die Landwirtschaft nach Feierabend und an den Wochenenden betreiben. Das neue Zusatzstandbein ist der Tourismus. Das Arbeitspensum für die Leute ist enorm. Die administrativen EU-Vorschriften dazu immer zahlreicher und arbeitsintensiver, unvernünftiges Freizeit-Verhalten von Außenstehenden (die ungeliebte Stadt drückt gegen den Willen der Landeigentümer offensive Bebauung und Ansiedelungspolitik durch), die landwirtschaftliche Kulturen nicht respektieren, kommt dazu.
@Marion: Finde es auch schön für die Tiere, so leben zu dürfen. Der Bulle füher war angebunden, hatte Nasenring und wurde mit Führstange aus dem Stall geholt. In dieser Hinsicht ist die neue Entwicklung sehr positiv für die Tiere.
Hier sind eigentlich rotbunte, leichte und trittfeste Lokalrassen (Vorderwälder, Hinterwälder) beheimatet. Weil man aber nicht mehr ständig melken kann/will, kreuzt man jetzt andere Rassen per Bulle ein (Brahmanen, diese roten, weiße französische je nach Bauer und Vorliebe). Die Lokalrassen sind ja auch nicht mehr per Gesetz geschützt. Zuvor gab es den für seine Rasse gekörten Gemeindebullen, den man mit seiner Kuh aufsuchen musste. Jetzt ist jeder Bulle erlaubt. Gemeinsam ist allen aber eine große Sanftmut. Das ist nötig, wenn sich Leute nicht an Absperrungen halten oder öfter auch mal trotz Beschilderung Weiden betreten und offen lassen.
...wenn sie nur alle _so_ leben dürften...eine Augenweide für jeden Tierliebhaber ist dieses stimmungsvolle und farblich so harmonische Bild von diesem herrlichen Kraftprotz.
Hallo Elisabeth,
das mit den Zuchtformen ist wohl wie bei den viel zu schweren Hunden – ein menschengemachtes Drama. So oder so ist Dir mit „Red Bull“ aber ein sehr schönes und vor allem gut beleuchtetes Rinderportrait gelungen – sehr sympathisch der Kerl. Deine weitere Beschreibung erinnert mich an einen Naturfilm vor Jahren Im Fernsehen. Dort wurde beeindruckend eine gemischte und weitestgehend „wild“ lebende Rinderherde und deren Sozialleben gezeigt – glaube, es war auch in BW: Nach diesem Film fiel es mir nochmal schwerer zu akzeptieren, wie vielen Menschen die übliche Rinderhaltung und anschließend deren Verwertung völlig gleichgültig ist – Hauptsache billig.
Gruß
Rheinhilde