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Fleißige Hände von Fritzla

Fleißige Hände


Von 

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18.05.2011 um 16:25 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
in der Eisenbahn

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Helmut - Winkel, 18.05.2011 um 18:42 Uhr


Nun, lieber Fritzl,



Dein nostalgisch - interessantes und ausdruckstarkes

Motiv erinnert mich natürlich sofort stets an meine

Kinder - und Jugendzeit, die unter anderem schön

und "schrecklich" zugleich war.



Unsere Oma, nannten wir Kinder ja - etwas poetisch

umschrieben - unter uns aus folgendem Grund die

"StrickStock-Oma":



...Weil Oma strickte für die Kinder

sowohl im Sommer als im Winter;

nicht n u r beim Stricken nahm sie Maß,

die Enkelkinder wussten das.



Denn Oma mit der festen Hand,

sich auf den R o h r s t o c k auch verstand;

sehr oft hat sie den Enkelkindern,

schmerzhaft versohlt den blanken Hintern.



Sie wirksam sich Respekt verschaffte,

wenn sie die Enkel streng bestrafte;

pfeifend der Rohrstock traf die Ärschchen,

laut jammerten die frechen Bürschchen.



Im Allgemeinen war sie aber stets s e h r

liebevoll und einfühlsam und sie bewies das

dann unter anderem mit überaus großem Ge-

schick ihrer einerseits kraftvollen, andererseits

flinken und zärtlich anmutenden Hände.


Unter anderem strickte sie meisterhaft und gekonnt

- sogar mit einer Strickmaschine - und versorgte all ihre

Enkel, vor allem im Winter von Kopf bis Fuß mit gestrickter

Kleidung. Das fing mit der Kopfbedeckung an, ging über Schal

und Handschuhe, Strickjäckchen und - Pullover, Strümpfe und

Leibchen. Sogar lange wie auch kurze Hosen hat sie gestrickt.


In der kalten Jahreszeit hielten die aus besonders

kräftiger Wolle bestehenden "Winterhosen" natürlich

angenehm warm, solange sie nicht nass wurden.


Im Haus und in den Sommermonaten trugen wir knie-

lange, enganliegende Trägerhosen, die am Hosenboden

s o straff saßen, dass man uns denselben - wenn mal

wieder eine Tracht Prügel fällig war - überhaupt nicht

mehr strammziehen musste.


Die feingerippten Wollstrickhosen waren zwar

relativ pflegeleicht aber trotzdem nicht reißfest.


Wenn wir aber wieder mal die so hübsch gestrickten

Hosen total versaut oder gar zerissen hatten, was ja

doch schon mal trotz aller Warnungen und Vorsichts-

maßnahmen, bei so einer Rasselbande, wie wir es

halt waren, vorkam, und wenn wir dann heimkamen...


n u n..., dann machten wir unsere Oma damit wohl

einerseits sehr ärgerlich und wütend, andererseits

sorgten wir so aber auch dafür, dass sie wieder mal

was zu stricken hatte, was sie ja ganz eifrig und mit

s e h r großer Leidenschaft und Hingabe tat.


Doch mit mindestens eben solcher hingebungsvollen

Leidenschaft und Energie versohlte sie uns Früchtchen

zuvor erst immer mal noch mit ihrem verflixt biegsamen

Rohrstock s e h r ausgiebig, mit aller gebotenen Strenge

die splitterfasernackten, schmerzzuckenden Ärschchen!!


Und wenn Omas gefürchteter Rohrstock dann pfeifend

und feurig die wild tanzenden Hinterbacken der Missetäter

erbarmungslos küsste, dann entlockte das ihren Besitzern

stets solch jaulende Schmerzenslaute, dass sogar Großvaters

Schäferhund mit langezogenem Geheule in das Schmerz - und

Wehgeschrei mit einstimmte, so dass wir Lausbuben meinten, die

Engelchen im Himmel singen zu hören...


und jeder in der Nachbarschaft wuss-

te dann natürlich auch sofort wieder...:


"A c h j a !,

...bei Winkels kriegen diese verflixten Rotzbengel

wohl wieder mal gehörig das blanke Fell gegerbt!"



Doch war man darüber gewiss nie besorgt, sondern eher

befriedigt oder gar erfreut ...Denn oft genug versetzten

wir ja auch die Nachbarn mit unseren derben und toll-

dreisten Streichen in flammenden Zorn...:-)))



L G Helmut





HW., 19.05.2011 um 0:37 Uhr

Wirklich lebendig im Bild festgehalten!
es grüßt Holger



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Informationen zum Foto
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