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Bushalt in der Wüste von Agora Bilddiskussion intensiv

Bushalt in der Wüste


Von 

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5.02.2012 um 18:06 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv



Wichtig:

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net

Dieses Foto hat eine Vorgeschichte:
Man sollte wissen, dass die auf dem Bild abgebildete Person so ziemlich das beschissenste Jahr ihres Lebens hatte. Sie erlitt viele Rückschläge, so dass ich mich einmal mit ihr zusammensetzte und redete, Sie vertraute mir an, dass sie im Moment am liebsten alles zusammenpacken will und einfach weg will. Einfach dorthin, wo es besser ist. Sie kann aber nicht und sie weiß nun nicht, was zu tun ist.

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 5.02.2012 um 18:06 Uhr

Yuuki schreibt:

Ich sehe einen jungen Mann (der was von Josh Harttnet hat) er schaut nach links scheinbar wartend bei einer Bushaltestelle. Vor ihm sieht man Kartons auf diesen steht ein Globus ein Buch ich denke ein englisch Wörterbuch und eine Gitarre steht vor den Kartons. Der Nachthimmel ist gelb grünlich getönt. Am Ende der Strasse sieht es aus als wäre gesperrt aus.
Es schaut so aus als ob der Mann einen Neubeginn machen will. Er will mit allem Nötigem weg. Vielleicht die Welt sehen, dass deutet für mich der Globus an und unterwegs mit Gitarre spielen sein Geld verdienen. Wichtig ist es ihm einfach wegzukommen. Vielleicht nach Amerika und deshalb das Englischbuch
Und nun spannt die Geschichte sich für mich weiter denn im Hintergrund stehen eben Strassensperren. Hier kann man sich fragen ob das beabsichtigt war und zeigen soll dass es vor Problemen die der junge Mann hat kein entkommen gibt und man sich ihnen stellen soll oder lediglich ungeplant mit auf dem Foto war.

Was mir gefällt:
Erst einmal gefällt mir die Geschichte sehr gut. Der Fotograf beschreibt warum er dieses Bild aufgenommen hat und was er damit erzeugen wollte bzw. widerspiegeln. Und das ist im defintiv sehr gut gelungen. Das einfach WEG Gefühl wird hier dem Betrachter sehr gut übermittelt.
Die Bildgestaltung finde ich ebenfalls sehr gelungen. Mein Blick pendelt zwischen dem Wartenden und der Strasse so als ob ich selber warten würde. Die Tönung des Himmels ist sehr schön und macht das Bild noch um eine Spur interessanter. Die Schärfe ist schön verteilt und der Weitwinkel gibt genau den Richtigen ausschnitt wieder. Die Lichtführung ist auch gekonnt umgsetzt.

Was mir nicht gefällt:
Ich finde das Bild da es bei Iso 2000 aufgenommen wurde schon ein bisschen verrauscht im Himmel. Weiters hätte ich gerne auch ein bisschen mehr das Gesicht des Wartenden gesehen. Eine leichte Kopfdrehung hätte das schon getan. Den Himmel hätte ich noch ein bisschen mehr in der Nachbearbeitung betont. Weiters hätte ich den Ausschnit so gewählt das im Hintergrund die Lichter nicht mehr sichtbar sind.
Alles in allem Kleinigkeiten.

Fazit: Ein sehr schönes Foto in dem der Fotograf genau das festgehalten hat das er festhalten wollte. Und das ist genau der Punkt bei der Fotografie. Der Macher des Bildes hat sich ein Ziel gesetzt und voll erfüllt. Er wollte zeigen dass der Protagonist hier alles auflösen will und woanders neu beginnen will. Aber er kann nicht, was die Strassensperre im Hintergrund symbolisiert.
Für mich ein Highlight! Denn wir können uns alle in den Protagonisten reinversetzen und hatten sicher auch ab und an mal den Wunsch "einfach weg".



Ilse Jentzsch, 5.02.2012 um 18:45 Uhr

Die Vorgeschichte des Bildes habe ich gelesen, jedoch habe ich bereits vorher beim Betrachten des Fotos die Einsamkeit des jungen Mannes empfunden. Er schaut auf sein Leben zurück, so deute ich die Kopfhaltung. Vor ihm liegt eine Straße zwar im Licht, jedoch mit einer Absperrung davor, so also sollte ihm auch dieser Weg versperrt bleiben. Die wenigen Habseligkeit seines jungen Lebens stehen vor ihm, der Globus sollte eigentlich zeigen, daß ihm die ganze Welt offen steht, doch zeigt sein Gesichtsausdruck, daß er diesen hoffnungvollen Gedanken nicht hat. Das einzig Positive ist hier wohl sein Musikinstrument, dem er in einsamen Stunden tröstende Töne entlocken kann.
Bei einer Aufnahme mit solchem "Inhalt" fällt es mir immer schwer die Mängel zu sehen, denn natürlich rauscht der Himmel, doch für mich ist es viel wichtiger, daß mich dieses Foto auf Anhieb "angesprochen" hat.
Man möge mir verzeihen, daß nun auch ich beginne, Geschichten zu phantasieren, statt die techn. Mängel zu analysieren.



Gerhard Hucke, 5.02.2012 um 19:08 Uhr

Erklärungen des Bildautors lese ich in der Agora nicht mehr. Ein Bild muss ohne sie etwas sagen.
Dieses Bild ist sorgfältig inszeniert entsprechend einer leicht zu erkennenden Bildidee. Aufnahmetechnisch ist nichts daran auszusetzen. Das Rauschen des Himmels ist nicht störend, ja es passt sogar zur Stimmung. Auch farblich ist es gut komponiert. So gesehen ist es ein gutes Bild.

Trotzdem kann ich damit nichts anfangen. Man sieht auf den ersten Blick, dass es inszeniert ist. Es wirkt deshalb auf mich nicht authentisch. Ich sehe eine Anhäufung von einfachen Symbolen (Haltestelle, Blick in die Ferne, Umzugskartons, Globus, Gitarre, Straßensperre, Wörterbuch, usw.). Damit ist alles gesagt. Fertig, nächstes Bild.
Ich benutze dafür auch manchmal den Ausdruck 'Holzhammersymbolik'. Das ist nicht mein Ding. Wie gesagt: Das ist meine persönliche Sichtweise. Wer will, darf es auch ganz tiefgründig finden.



Anoli, 5.02.2012 um 19:11 Uhr

Ich finde die langen Bildbeschreibungen hier immer sehr schade, man geht nie unbeeinflusst an ein Angora-Bild ran. Deshalb macht mir persönlich das auch wenig Spaß....
Aber dieses Bild finde ich so gut, da melde ich mich doch mal zu Wort.
Auf mich wirkt das wie der Auftakt zu einem Film oder einer Geschichte. Das Bild erzeugt Spannung, es weckt Interesse. Könnte ein Buchcover sein!
Der rauschende Himmel wäre mir hier gar nicht aufgefallen....;-)
LG Ilona



Ilse Jentzsch, 5.02.2012 um 19:17 Uhr

@Ilona: Da gibt es einen ganz einfachen Rat, lies die langen einführenden Bildbesprechungen einfach nicht, so jedenfalls mache ich das, denn auch mich stören die langen Texte, weil ein Foto auf mich wirken soll ohne daß ich vorher auf jede Kleinigkeit schon hingewiesen werde.
Den Text oben, der Verfasser möge mir verzeihen, den habe ich bis jetzt noch nicht gelesen.



Manfred Spaude, 5.02.2012 um 20:11 Uhr

Ein Foto ist für mich der Ausdruck eines Eindrucks.
Auf mich wirkt die Szene leider zu sehr arrangiert, so dass ich an dem Bild leider nicht hängen bleibe, so wie es wahrscheinlich beabsichtigt ist. Somit spüre ich nicht den Ausdruck des Eindrucks.
lg manfred



Marcell Waltzer, 5.02.2012 um 20:20 Uhr

Eine solche Szene wird man wohl kaum rein zufällig zu Gesicht bekommen, ergo muß man sowas inszenieren ... schon mal im Theater gewesen oder einen Spielfilm gesehen? Alles nur "gestellt" ja, ja ... unter den Laternen, draussen vor dem Tor?
Ich finde das recht gut umgesetzt und klar: die Zutaten sind ein wenig plakativ - macht mir nichts aus.



Gerhard Hucke, 5.02.2012 um 20:36 Uhr

@Marcell Waltzer: Wenn du schon den Vergleich mit Theater und Film bringst: Ein Theaterstück und ein Film sind unter anderem dann gut, wenn man beim Betrachten so eintaucht, dass man vergisst, dass sie inszeniert sind. Die Analogie zu diesem Foto ist leicht herzustellen.


Ilse Jentzsch, 5.02.2012 um 21:50 Uhr

@Gerhard Hucke, nur weil Du nicht "eintauchen" kannst, muß das nicht zwangsläufig bedeuten, daß das für alle Betrachter gilt.
Ich z.B. konnte, ohne die einleitenden Worte gelesen zu haben, sehr gut etwas in dem Foto finden, also sozusagen darin eintauchen.



I arkadas I, 5.02.2012 um 22:43 Uhr

..is nen bild.. was mir ne geschichte erzählt... wo man viel entdecken kann.. was inspiriert.. was vielschichtig is..
. ich mags. so wie es ist...

.. lg



Christian Gaier, 5.02.2012 um 22:44 Uhr

@ Ilse Jentzsch: Das hat Gerhard auch gar nicht gesagt, sondern genau das Gegenteil: "Wer will, darf es auch ganz tiefgründig finden."
Mir ist das Bild auch mit Symbolen überladen, so dass ich gar nicht "einsteigen" kann, weil mich das Bild "überfährt".
LG Christian



Clara Hase, 5.02.2012 um 22:54 Uhr

Endstation - hier fährt kein Bus mehr - alle aussteigen
Aussteigen? Nur wohin?
Blick in die Ferne - nein, da wollte ich nicht sein,
ratlos bin ich - doch der Globus ist gross - wohin? Wohin? Die Kirmes im HG habe ich verlassen, meine Eltern auch, mein Notdürftigstes bei mir.
Die Kartons - sie sind halb leer - der nächste Windzug wird sie davon tragen - ich brauche einen grossen Rucksack
Oxford? Da war ich schon - mein Kopf ist so schwer wie das Buch - ich werde es im nächsten Bus liegen lassen.
Es ist so hell hier, die Laterne blendet mein Gemüt.
Angela, mein Herz - meine Liebe - mir blieben nur ihre Briefe - ob ich sie überall mit hinnehmen kann?
Niemand spielt mir "das Lied vom Tod" auf der Gitarre
ich fühle es, spielen kann ich es nicht mehr - ich bin schon tot.

"Endstation - alle bitte aussteigen" ruft der Schaffner, als der Bus endlich da ist.
Ich blicke mich um - Endstation - eine Haltestelle ohne Ziel.
Der Rückweg - nein, ich nicht, nie wieder. Da ist Sandsturm.


Der Fotograf möchte die eingewobene Kritik in sich aufnehmen -
edit 1 - es fehlt dem Bild Wahrhaftigkeit, Authentizität, Glaubwürdigkeit - es könnte nämlich auch sein, dass dort nur Sperrmüll steht -
die Utensilien sollten "echt" wirken, wenn eine Inszenierung gestartet wird.
Statt der Kartons wären in Decken gewickelte Klamotten natürlicher, oder sogar ein Koffer - der Junge ist ja nicht verloddert.

Der Oxford Sprachführer ist wirklich zu riesig.
Das Licht tut der Situaion, allein auf der Welt und nciht weiter wissen nicht gut - selbst seine Haltung ist noch ziemlich selbstbewusst.

Das Einzige was wirklich passend zur Situation ist, ist das Haltestellenschild und die blattlosen Bäume

"Wüste" scheint sich nur auf den HG zu beziehen - ob man mit solchen Stiefeln durch sie bewegenkönnte, möchte ich bezweifeln.

also, die Utensilien müssen um authentisch sein Thema zu zeigen verändert werden. Dann wirkt es auch wenig gestellt, sondern wie aus dem Leben gegriffen. Das beste ist man schaut sich mal Menschen auf Trebe an - das sieht nämlich so ganz anders aus. auch Globetrotter gibt es ja - die auch wieder anders wirken, aber meist auch Älter sind.

Naja - wer macht keine Fehler besonders am Anfang
in der Literatur wäre nicht-authentisch, wenn ein 10 jähriges Kind im Laden einen Lottoschein ausfüllt.

edit 2 Wüste - besser wäre Einöde






Künzelmann, 5.02.2012 um 23:08 Uhr

Was mich insgesamt bei der Fotocommunity wundert, ist, dass sehr gute Fotos von realen Situationen (Dokumentationen) nicht so den Anklang finden, aber solche inszenierten Fotos sehr viele Anhänger haben. Ist die Welt so plakativ geworden? Brauchen wir mehr Schein als Sein? Sind wir schon so beeinflusst von den modernen Medien? - Was mich stört vor allem ist diese Lichtführung im Vordergrund bzw. der Hauptperson. Brutaler geht es nun wirklich nicht! Es sieht aus wie angeblitzt oder starke Scheinwerfer. Dadurch wirkt es erst recht inszeniert und unwirklich. Aber vielleicht wollte man ja dadurch ein surreales Bild erschaffen. Das Foto stelle ich mir gut als Plakat für einen Reiseveranstalter vor. Ich für meinen Teil liebe mehr die leisen Töne, die das Leben schreibt und die manchmal viel lauter in ihrer Wirkung sind, als diese Holzhammermethoden. Sorry.


Wolf Schroedax, 6.02.2012 um 9:45 Uhr

Das Buch, das die Eigenschaften eines Kochbuchs hat und in Loseblattform vorliegt, heißt

> KURS der FOTOGRAFIE
online
......... (Text rechts, links ganzseitige Bilder)
> 5. Das Motiv
> 5.1 Motive suchen und finden
........
> 5.2 Motive nach Konzept
(Hier links ganzseitig befindet sich dieses
Bild - eine Anhäufung von Zutaten)

> 5.2.1 Konzeptentwicklung
........
> 5.2.x Bildliches Zubehör
........
> Aufgabe 1 ::: Gestalten Sie ein Foto, das
die Elemente folgender Geschichte erfasst :::
´Die abgebildete Person hat/te so ziemlich das
beschissenste Jahr ihres Lebens ......´ <

Wenn es denn ein Kochbuch wäre, würden wir auf dem Bild das Zubehör für eine "Schicksalssuppe" und die Gerichte "Lebenswende" bzw. "Endstation"
sehen .....

Ich vermute, seine Freundin hat ihn rausgeschmissen,
denn :::
Fotografiere ich nicht, um zu ergründen, wo und wie ich mich befinde,
(wenn ich nicht davon leben muss) ???








.






Herbert Rieger, 6.02.2012 um 10:05 Uhr

Das Bild wirkt auf mich "klinisch sauber",
scheint mir ganz in Gegensatz zu dem Bildtitel
und der erzählten Vorgeschichte.
Hoffentlich sieht der Busfahrer, daß er nach links abbiegen muß.



Antja, 6.02.2012 um 10:28 Uhr

Für mich ist die Aussage des Fotos, dass man seinen Weg "gerade" gehen soll, auch wenn es Hindernisse gibt. Bevor man sein Ziel erreicht hat, abzubiegen, ist zwar leichter, aber nicht zu empfehlen. Die Lichter hinter der Wegsperrung zeigen nämlich, dass es immer weiter geht und es auch immer Hoffnung gibt. Manchmal muss man eben auch ein wenig warten (lernen). Es lohnt sich ...
Antja



Janne Jahny, 6.02.2012 um 13:16 Uhr

Ein inszeniertes, ein unwirkliches Bild.
Also wieder ein bestimmtes "Genre".
Ich finde, diesem Bild darf man es wirklich nicht anlasten, dass es nicht "echt" wirkt.
Schon das helle Licht auf der Vordergrund-Szenerie ist unwirklich. Und somit passend für diese bestimmte Stilrichtung. Es gibt bestimmt einen Namen dafür ......... "Irreal gebrochner Realismus" vielleicht ?

Die besondere Verteilung der Lichteffekte sowie die gesamte Farbgebung gibt der Inszenierung den gewollten Rahmen: eine triste Stimmung ist beabsichtigt. Fahles Licht, fahle Gefühle, Verlassenheit, Trostlosigkeit, Auswegslosigkeit ....... So ein bisschen Edward Hopper.

Auf den ersten Blick finde ich das auch gelungen.

Da wir aber in der Agora sind, möchte ich mich diesem ersten Eindruck auch stellen (und das ist für mich persönlich auch der große Gewinn, den mir die Agora bietet) und etwas genauer hinsehen.

Es gibt ein paar Details, die die beabsichtigte Wirkung stören.
Zuerst der Versuch, den Betrachter mit dieser Vorbemerkung auf die richtige Fährte bringen zu wollen.
Das ist überflüssig und sogar kontraproduktiv. Der Text erzeugt schon eine gewisse Erwartung im Betrachter. Man hat nicht die Chance, diese trostlose Stimmung selber zu entdecken, also von der Bildwirkung her beeindruckt zu sein.

Eine alte Weisheit in der darstellenden Kunst lautet:
"Don't be obvious!"
Hier ist diese "Offensichtlichkeit" mehrfach übertrieben. Für meine Begriffe einfach zuviel Symbolik:
Die Bushaltestelle zusammen mit dem sehnsuchtsvollen Blick (Kommt die nächsten 10 Jahre hier überghaupt ein Bus vorbei ?), die gesperrte Straße (kein Ausweg), Der Globus (die neue Heimat ?), die Guitarre (alles was ich noch habe, meine Musik), die Umzugskisten (ich hab noch nicht mal mehr einen Koffer ! arm, arm).

Das ist zu dick aufgetragen.

Ein wenig stören mich die Lichter der Tankstelle (hinter dem Gepäck), die wirken fröhlich und brechen den tristen Eindruck etwas (jemand schrieb ja hier sogar, es wäre ein Volksfest).
Und ich hätte den kleinen Baum nicht genau hinter dem H-Schild versteckt, das wirkt zu gewollt. Aber das sind Marginalien.

Am Ende beeindruckt mich immer noch das gelungene fahle Licht mit der unnatürlichen Helligkeit vorne.

LG



Alfons Gellweiler, 6.02.2012 um 15:00 Uhr


Die Intentionen eines Bildautors interessiert mich
eigentlich eher weniger. Weit interessanter finde ich
die Bildaussage.

Wie ich das Bild sehe: Ein junger Mann zieht um und
in Ermangelung eines eigenen PKW wählt der den
Linienbus. Bei dem kleinen Besitzstand - zwei
Umzugskartons scheinen zu genügen - ist das ja
kein Problem, zumal er für den Wohnungswechsel
die Abendstunden wählt, die Zeit, in der die öffentlichen
Verkehrsmittel weniger stark genutzt werden.
Er geht nicht sehr planvoll an die Verwirklichung seines
Vorhabens; da er alleine ist, hätte er vielleicht den
Globus, mindestens aber das Dictionary in den Karton
packen sollen, in dem m.E. noch Platz ist. Ein- und
Ausstieg würden so erheblich vereinfacht. Zur Gitarre
hat er keine besondere Beziehung. Ein Musiker würde
sein Instrument vor der winterlichen, nächtlichen
Kälte zu schützen suchen. Sie dient vermutlich
in seinem neuen Heim, wie der Globus, nur als Deko.
Warum das Wörterbuch nicht verpackt wurde,
erschließt sich mir nicht unmittelbar. Vielleicht eine
Klausur am nächsten Morgen?
Dass er an einer Haltestelle wartet, an der wahrscheinlich
kein Bus mehr zu erwarten ist (die Straßensperre legt die
Vermutung nahe), unterstreicht, die ganze Planlosigkeit
der Umzugsaktion und die Orientierungslosigkeit des
Protagonisten.

Das Foto zeigt mir damit (vielleicht unfreiwillig komisch?),
was der Bildautor zeigen wollte: Die »abgebildete Person (...) will.
Einfach dorthin, wo es besser ist. Sie kann aber nicht und sie weiß nun nicht, was zu tun ist.«

Grüße
Alfons



Ray2, 6.02.2012 um 15:16 Uhr

Mir gefällt die Location und die durch die Farbgebung vermittelte Stimmung. Das Foto will eine Geschichte erzählen und hat meinen Blick lange gefesselt. Der Blick zurück des Mannes scheint auszusagen, dass er nirgends hin-, sondern von etwas fortwill. Die zu bereisende Straße, die Zukunft, liegt im Dunkeln, das bekannte Hier und Jetzt zeigt sich klarer, aber in düsteren Farbtönen. Die weitwinklige Erfassung der Landschaft betont die Weite und angedeutete Verlorenheit.
Dass die Person niedergeschlagen und "am Boden" ist, hätte eine Aufnahmeposition von schräg oben statt weit unten vermutlich besser unterstrichen. In der gezeigten Form vermisse ich jedes Drama. Ich frage mich auch, warum das Gepäck (das aufgrund leer wirkender Kartons und übertrieben plakativer untergemischter Symbolgegenstände gekünstelt aussieht) separat steht. Wartender und Kartons werden so zu zwei verschiedenen Entitäten, was die eher ungewünschte Spekulation aufkommen lässt, hier warte jemand nur zufällig neben einem von Dritten abgestellten Sperrmüllhaufen. Mir hätte es gefallen, wenn er durch Draufhocken oder Fuß-Draufstellen damit zusammengerückt wäre.
Zu meiner Interpretation des bildlichen Verlaufs von Vergangenheit (der Blick zurück) zu Gegenwart (Bushaltestelle) und Zukunft (die dunkle Straße) passen drei Dinge nicht, weil sie meiner Meinung nach die Wirkung mindern:
(1) Der zeitliche Verlauf ist umgekehrt zur westlichen Leserichtung abgebildet.
(2) Hinter den Kartons - im "Gegenwartsbereich" leuchtet etwas Fröhlich-Buntes aus dem Hintergrund hinein.
(3) Die Beleuchtung der abgesperrten Strasse BEGINNT hinter der Absperrung, statt dort zu enden.
Vielleicht ist meine Zeitstrahl-Idee aber auch nur Mumpitz...
Das Gepäck ist mir - wie erwähnt - zu gestellt und für eine Bustour auch zu umfangreich. Was mich jedoch am meisten stört, ist die genauso künstlich wirkende Ausleuchtung der Haltestelle. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Wartende so stark von der Seite angestrahlt werden, dass sie zwangsläufig geblendet würden, sollten sie einen Blick auf die Straße riskieren. Die harten und unvorteilhaften Schatten passen nicht zu dem scheinbar unbeleuchten Teil der Straße.



Matthias von Schramm, 6.02.2012 um 16:03 Uhr

ich finde so eine inszenierung muss ohne den eingangstext wirken. dieser hintergrund ist zwar nicht uninteressant, ich finde es aber als erklärung zum bild für mich nicht hilfreich. auf den allerersten blick gestern abend gefiel mir das bild, der titel und die geschichte. beim genaueren hinschauen geht es mir wie Christian gestern um 22 Uhr 44. Ein Symbol hätte mir gereicht. Ein wehmütiger Blick, ein Koffer, was weiß ich. Die Straßensperre hinten hat natürlich was und auch die beleuchtete Konstruktion eines Gebäudes (Tankstelle?). Es ist viel zu gucken, aber alles schwer zu fassen. Aber ein Bild mit einer guten Grundidee, welcher ein wenig das Authentische genommen wurde.


K-tharina, 6.02.2012 um 18:33 Uhr

Die Idee ist nicht schlecht.
Allerdings kann mich die Umsetzung nicht richtig überzeugen. Ich habe erst einmal versucht, ein mit Konzept gestaltetes, also konstruiertes Foto zu machen, und mir ging es beim Betrachten meines Ergebnisses ähnlich wie jetzt, wenn ich dieses Foto anschaue.
Ich sehe die Symbole und wenn ich mich darauf beschränke, sie herauszulesen und ihnen eine Aussage zu entnehmen, dann komme ich auf etwas Ähnliches wie vom Bildautor intendiert.
Insofern ist dieses Foto durchaus gut umgesetzt.
Mir gefällt, dass er an einer Bushaltestelle steht. Also zwar zeigt, dass er fort will, letztlich aber doch Hilfe braucht und mitgenommen werden muss.
Und ich finde die Straßensperre gut.
Um die Ausweglosigkeit hervorzuheben, würde sich anbieten, das Foto links bis kurz vor den Bauzaun zu beschneiden:
Selbst wenn ein Bus kommt - wonach es in dieser Einöde nicht aussieht - geht die Reise nicht weit.
Es sei denn, es geht speziell um ein den Hindernissen Ausweichen und vom Weg Abkommen.

Was mich allerdings stört, sind die Feinheiten, die, wie ich finde, nicht ausgefeilt worden sind.
Mein Auge wird ganz stark von dem gelb leuchtenen Stadion(?) im Hintergrund angezogen, dass ich mit der Bildaussage nicht unbedingt in Einklang verbringen mag. Bei einem selbst konstruierten Bild spricht für mich nichts dagegen, hier Photoshop zu Hilfe zu ziehen. (Und wenn man schon mal dabei ist, kann man den gelben Punkt rechts neben den Beinen auch noch entfernen.)
Der Baum und das Bushaltestellenschild überschneiden sich störend. Das hätte vielleicht mit einem leicht veränderten Aufnahmewinkel behoben werden können.

Zu den leeren Umzugskisten (das Oxford Dictionary drückt den Deckel ein, sodass sich nicht erschließt, warum es jetzt schon obendrauf liegt - wir sind ja noch in Deutschland -> Haltestellenschild) ist ja schon was geschrieben worden hier.
Ich hab damit auch ein bisschen meine Probleme, dass sie so sehr drapiert wirken. (Insbesondere die Gitarre.)

Das sind alles nur Details, die zunächst vielleicht belanglos erscheinen. Ich finde, auf die kommt es an.

Solche Fotos sind schwierig. Gut sind sie, wenn man ihnen das nicht ansieht.



mond.rose, 6.02.2012 um 19:32 Uhr

ich finde, man sollte dem Betrachter nicht die Geschichte in den Mund legen. Wer sagt mir nicht, dass der Bus, wenn er dann kommt - nicht auch links abbiegt?
Warum schneidet man das Bild nicht enger.? Die Strasse, die am Ende versperrt ist, ist für mich nebensächlich. Das Hab und Gut und die Tatsache, dass der junge Mann an der Haltestelle steht, sagen schon, dass er irgendwo anders hin will.
Inszeniert finde ich es auch ein bisschen, weil man mit so vielen Kartons nicht in einen Bus einsteigen kann und den Globus hätte er auch noch in den Karton packen können.
Wäre das Bild enger geschnitten, ich glaube, wäre die Dramatik noch irgendwie größer!
Vielleicht würde das Bild in S/W noch viel intensiver wirken?
Auf alle Fälle ein gutes Foto auch mit diesen Lichtverhältnissen.
Jetzt mit Photoshop noch daran basteln, finde ich persönlich nicht so gut. Das Pixelige verleiht dem Bild irgendwie analogen Charme..durchaus wie eine Filmszene.

VG




Marcell Waltzer, 6.02.2012 um 20:40 Uhr

Ich bin ja nicht so oft in der Agora - mir gefällt aber der sachliche Umgangston - mir fällt allerdings auf wie sehr doch die Anmerkungen auf subjektiven Empfindungen aufbauen, was beweist wie schwer es ein Autor hat sich verständlich zu machen. Aber das ist halt das Schicksal der Kunst. Mit den zahlreichen Anmerkungen haben wir jetzt ungefähr 50 Millionen Möglichkeiten das Bild zu modifizieren ... ich werde wohl kein Bild hier zur Diskussion stellen ... wenn jemand denkt "ist auch besser so" dann gebe ich ihm/ihr recht. Dieser kleine Beitrag ist übrigens nicht besonders diskussionswürdig und spiegelt einen kurzen abendlichen Moment wider.





Stadtpoetin, 6.02.2012 um 21:11 Uhr

Ich finde die Idee und Aussage, die hinter dem Bild steckt, interessant und auch gut umgesetzt.

Allerdings sehe ich fotografisch einige Mängel: Die Bildmitte liegt automatisch beim Haltestellenzeichen und den Kartons, während die Person unscharf und dunkel in den Hintergrund rückt. Dadurch wirkt das Bild im ersten Moment zu überladen. Ich fände es besser, der Person mehr Raum zu geben oder sie mittels der Lichtquelle und der Fokussierung in den Mittelpunkt zu stellen.

Zudem tragen die unterschiedlichen Farben, Symbole, Formen, Elemente samt dem ISO-Rauschen zusätzlich dazu bei, dass das Bild überladen wirkt. Vielleicht würden weniger und dezentere Symole dieselbe Aussagekraft besitzen?

Trotz allem aber ein interessantes Bild!




I arkadas I, 6.02.2012 um 23:08 Uhr

. .. ab wann fängt es eigentlich an, dass man ein bild völlig zerredet hat....
. agora mag ich. ich schau immer wieder rein.. gerade weil viel subjektives auf viel objektives trifft....
was dann dem fotografen hilft. oder nicht.. dass ist schwer zu beurteilen.. aber genau wie in einem deutschunterricht, wo man gedichte bespricht. irgendwann ist das gedicht kaputt geredet.. und dem poet hilft es dann auch nicht weiter... ..
was mir wichtig ist.. das man subjektives schreibt. es wirken läßt. und nicht nur so auf das objektive fotografische können schaut.. .. ne kamera zu beherrschen, dass sollte man können. wenn man lang genug dabei ist in der fc. sich weiter entwickeln kann man nur, wenn man die technische ebene verläßt und fotografie so begreift... dass man menschen mit seinen bildern berührt...
oder ?????....
. lg



Ilse Jentzsch, 6.02.2012 um 23:12 Uhr

@arkadas, das hast Du wunderbar beschrieben!


Manfred Spaude, 7.02.2012 um 11:11 Uhr

als fc-Neuling bin ich nun das erste Mal bei agora, und um eine Eindruck dieses Diskussionsforums zu bekommen, habe ich in der Tat mal alle Beiträge gelesen.
Feedback an den Fotografen ist eine (hier die wesentliche) Sache; aber auch ich möchte für mich als Anfänger gerne etwas daraus mitnehmen.
So kann ich mich nur dem anschließen, dass m.E. arkadas es auf den Punkt gebracht hat.
Werde zukünftig öfters hier reinschauen.



Regine Brossmann, 7.02.2012 um 13:11 Uhr

Ein Bild an dem alles einen symbolische Bedeutung hat: vom Sonnenunmtergang und einbrechenden Dunkel über den Globus, den keiner wirklich mitnehem würde, und die Umzugskartons, die zum Verladen in öffentliche Verkehrsmittel nich wirklich praktisch sind, bis hin zu der Straßenabsperrung im Hintergrund, die freilich wenn auch eine äußerst schmale Durchfahrt freiläßt.
Ein Symbolbild muss man als solches bestehen lassen - das Bild würde nicht besser wenn wird dem jungen Mann einen 'realistischeren' Reiserucksack und einen Straßen- oder Weltatlas unterm Arm mitgeben.

LG,

Regine



suchoi7, 7.02.2012 um 14:19 Uhr

Es wäre schade, wenn Globus, Wörterbuch usw. eingepackt wären. Das Bild ohne Globus wäre um vieles ärmer. Genau so sehe ich das die Gitarre betreffend.
Ich mag das Bild, finde die Komposition gelungen. Dennoch fehlt mir etwas, aber ich komme nicht drauf, was........! Vielleicht eine Katze?



Silenzio, 7.02.2012 um 15:27 Uhr

wunderbar, wenn das objektiv mit dem bloß subjektiven sich vermählt und der mensch an sich vom bilde berührt die technische ebene verlässt, um jenseits des könnens sich zu entwickeln und zu emanzipieren von der ihn und alles beherrschenden kamera und einem deutschunterricht, der dem poeten die gedichte kaputt geredet.
oder so ähnlich !
wer möchte da als student oder schüler nicht verwirrt den globus drehen, um nach einer neuen sprache sich umzuschauen?



Janne Jahny, 7.02.2012 um 17:25 Uhr

Das Thema "Kaputtreden" geht mir auch im Kopf um.

Ich denke aber, es kommt drauf an, in welcher Art und Weise der Bildautor und auch die Teilnehmer hier die Rezensionen auswerten. Wenn es um ein allgemeines Fazit ginge, eine Aussage quasi "Unterm Strich", dann sind zu viele unterschiedliche Herangehensweisen in der Tat nicht zielführend.
Den Zweck der Agora sehe ich aber anders: Jeder Leser und Schreiber von Rezensionen, und am Ende der Bildautor selber auch, nehmen aus den verschiedenen Beiträgen einfach ganz verschiedene Facetten mit in die Zukunft. Manche Beiträge erreichen mich, andere wieder nicht, obwohl sie vielleicht genau das Gleiche sagen wollen, aber nur andere Worte benutzen.
Der Eine findet diesen, der Andere jenen Beitrag überflüssig.
Deshalb ist es gut, im Sinne der Vielfalt, auch einen Raum für Redundanzen zuzulassen.

LG



Wolf Schroedax, 8.02.2012 um 8:19 Uhr

Eine Teilnehmerin an dem Fotokurs (s. 6.2.12 23:08)
beschwert sich beim Kursleiter.

- Sie könne die Aufgabe 1 zum Kapitel >Motive nach Konzept< nicht bearbeiten, weil das Vorschaubild im Begleitheft die Geschichte, die ja illustriert werden soll, durch seine pauschale Surrealität völlig neutralisiere.... Sie wünsche sich einen Verzicht auf dies Foto oder ein anderes. ....



cube51, 8.02.2012 um 8:57 Uhr

Ich finde, Gedanken über die Authentizität sind für den Fotograf/in recht nützlich. Wir die da Ihren Senf zum Bild abgeben, müssten allerdings erst wissen welchen Zweck das Bild erfüllen soll um eine Diskusion in dieser Richtung führen zu können.
Wenn der Gefühlszustand des Jungen Mannes in der oben beschriebenen Situation abgelichtet werden sollte ist dies zum Teil gelungen. Es ist aufgrund der Inszenierung zwar wirklich plakativ aber nicht schlecht. Die Lichtführung unterstreicht diesen Eindruck.
Der Gesichtsausdruck ist nicht so passend zum Text aber, ist aufgrund der Oberflächlichkeit des Motives zu verschmerzen.
Es gibt viele Details die als Fantasiestützen dienen. Ohne den Text vorher gelesen zu haben konnte ich nicht klar abgrenzen, ist der junge Mann in der Einöde angekommen und wartet vielleicht an der Endstation auf einen Kumpel oder musste gar zurück zu Mutti oder verlässt er den Ort. Symbolisch wird Ihm zusätzlich der (Rück-) Weg durch die Straßensperre verwehrt.
Also als außenstehender, der einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt des jungen Mannes durch Text und Bild bekommen hat, finde ich das Bild doch recht gelungen.
Gruß Cube



Thomas Johannes Hoffmann, 8.02.2012 um 10:00 Uhr

Ein Aussteiger mit Kartons, einer großen "Les Paul" Gitarre, kein Rucksack ?


propolis, 8.02.2012 um 10:16 Uhr

Auswandern ist doch nicht so einach , wie man glaubt.,Und Du nimmst als vor Dir selbst Flüchtender zu viel Gepäck "von früher" mit. Erinnerrt mit der Straßensperrung an den Film "Trumanstory", die Dschungelcamps und Big-Brother-Container worwegnahm....VLG PRopolis


Wolf Schroedax, 8.02.2012 um 11:32 Uhr

Der Kursleiter (s. heute 8:19 Uhr) antwortet mit folgender Mail ::::

"Hallo I., ich kann deinen Einwand verstehen, aber in unserer Welt voller surrealer Bilder, nicht nur in der Werbung, muss du dich mental durchsetzen und den vielen Klischées widerstehen. Das kannst du trainieren.
Ich gebe aber zu, dass es nicht sehr geschickt ist, die Aufgabe 1 inhaltlich so nahe an das Vorschaubild zu rücken und werde die Geschichte in der Aufgabe ändern.

Lieber Gruß K. "



Clara Hase, 8.02.2012 um 14:59 Uhr

cube 51 schrieb u. a.
"Es ist aufgrund der Inszenierung zwar wirklich plakativ aber nicht schlecht"

so sehe ich das auch - auch mit Fehlern, die man aber ausmerzen kann



Agora Bilddiskussion intensiv, 8.02.2012 um 18:08 Uhr

Hier geht es weiter:


matthias spruch schreibt:
Das was ich hier beobachten konnte war sehr, sehr spannend und aufschlussreich. Ich möchte hier nicht über einzelne Kritiken reden, oder irgendwem widersprechen, sondern über die hier stattgefundene Kritik an sich sprechen. Als junger Fotograf, so wie ich einer bin, passiert es recht selten, dass man vernünftige Kritik bekommt, mit der man auch etwas anzufangen vermag. Als langzeitiger flickr-User bin ich bisher nur Kommentare, wie "Great Composition, love the DOF" gewohnt. Das ist für mich allerdings nicht Sinn und Zweck des öffentlichen zur Schau stellens der Bilder. Diese ewige herumschmeichlerei. In der Fotocommunity ist das anders. Besonders in dieser Agora-Sektion. Hier bekommt ein Fotograf quasi evolutionierte Kritiken. Solche, die Hand und Fuß haben. Das war einer der Hauptgründe, warum ich mein Bild zur Agora stellen wollte. Um zu erfahren, wie ich stehe. die Anonymität hier tut der Sache auch noch ganz gut.
Als Jungfotograf, oder besser: Als Fotograf ist man ständig auf Verbesserung und Entwicklung aus. Nur durch solche Kritiken, wie man sie hier erhält ist eine solche Verbesserung überhaupt möglich. Für mich geht es auch gar nicht darum, dass das Bild jetzt eventuell, wie so entzückend beschrieben, "tot-analysiert" wird, nein für mich hat das eine ganz andere Bedeutung. Gerade dieses Analysieren von vielen Standpunkten her macht es hier so interessant. natürlich muss man sich ein wenig Zeit nehmen, um auch alles zu lesen und darüber nachzudenken. ich konnte einen Einblick gewinnen, wie Leute an das Bild, an mein Bild herangingen, auf welche Weise sie die Bilder auf sich haben "wirken lassen". Das hilft unheimlich viel und ich bin stolz auf jede einzelne Kritik, die ich hier erhalten habe. Wirklich, jede einzelne. Denn sie zeigt mir, dass sich Leute Zeit für mein Bild genommen haben. Dabei spielt es keinee Rolle, ob die es psitiv oder negativ empfunden haben.
Deswegen möchte ich hier ein riesiges und wirklich ernst gemeintes "Dankeschön" aussprechen an alle, die sich Zeit genommen haben, das Bild zu betrachten und es zu kritisieren. Das war von großen Nutzen für mich und ich kann es nur jedem anderen jungen Fotografen empfehlen, sich einfach zu trauen und sein Bild zur Diskussion zu stellen.

Viele Liebe Grüße
Euer

Matthias

PS: Das im HG ist der Signal-Iduna Park. Auch wenn es störte... ich konnte es einfach nicht wegmachen. Bitte um Verständnis ;)





 
Informationen zum Foto

  • Canon EOS 60D
  • Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM
  • 15.0 mm
  • f4
  • 0.3
  • ISO 2000
  • 0EV
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