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Damit möchte ich mich bei euch allen bedanken, die mich so nett begrüßt haben zu meinem Wiedereinstieg in der FC.
Vielen Dank dafür. Hat mich wirklich sehr gefreut.
So viele Hirsche wie im letzten Jahr gibt´s von mir wohl diesmal nicht zu sehen.
Die Brunft ist fast vorbei. Bisher ist mir der Anblick von stärkeren und älteren Hirschen versagt geblieben.
Die diesjährige Brunft war mit weitem Abstand die mieseste, die ich je erlebt habe.
In den letzten 3 bis 4 Jahren merkt man den permanenten Rückgang des Wildes und die fehlende Vertrautheit.
Der Jagddruck ist einfach zu hoch.
Es kann einem Angst und Bange werden um unsere größte freilebende Wildart - sie werden dem gnadenlosen Profitdenken geopfert.
Das Bild zeigt einen sog. Spießer - einen Hirschjährling im Morgenlicht.
Der einzige einigermaßen schöne Brunftmorgen mit gutem Anblick und ein paar schreienden Hirschen.
Finde das Bild sehr schön - auch wenn ich nichts dagegen hätte wenn dort ein Kronenhirsch stände.
Was die Hirschreviere angeht sind leider zu viele Märchengeschichten im Umlauf.
Wenn man einen Jäger fragt heist es, die vielen Störungen der Jogger, Radler, Wanderer usw. vertreiben das Wild und machen es zu nachtaktivem Wild.
Die Leute sagen, "die Jäger knallen alles ab" und verscheuchen damit das Wild .
Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen.
In meinem Rotwildrevier jagd der Staatsforst, der seitens der Jäger normalerweise nicht als Weltmeister der Hege gerühmt wird. Aber hier jagd man mit Verstand, d.h. es wird nur an wenigen Tagen konzentriert gejagd und zusätzlich einige Einzelabschüsse ansonsten herrscht Ruhe im Revier.
Außerdem gibt es Bereiche wo das Wild nicht bejagd wird und dadurch, trotz unmittelbar vorbeiführender Wanderwege, eine große Vertrautheit des Wildes entstanden ist. Solange alle Zweibeiner auf dem Weg bleiben ist das Rotwild dort auch tagaktiv und stört sich an die Menschlein recht wenig.
Und zur Brunft, kann man dort schöne Beobachtungen (auch Fotos) machen, ohne dass sich die dortigen Förster aufregen oder aufspielen müssen, wie es in vielen anderen Revieren täglich der Fall ist.
Rotwild brauch Berechenbarkeit - dann verhält es sich ganz ruhig und normal.
Wenn auch kein älterer Hirsch zu sehen ist, hat das auf den Eindruck, den das Bild hinterlässt, keinen Einfluss. Die Sonnenstrahlen im Frühdunst sind schon alleine herrlich anzusehen. Der Hirschjährling ist natürlich DER Hingucker. Schön, dass Du wieder Bilder zeigst.
LG Gisela
Herrlich schöne Aufnahme. Ich habe es die paar schönen Morgende nicht geschafft so früh in den Wald zu fahren. Schade... wenn ich Dein Bild so sehe... Viele Grüße, Sonja.
Hallo Hubertus,
ich teile Deine Gedanken. Für mich war 2011 aber ein erlebnisreiches Brunftjahr. Nur an 7 von 12 Tagen hatte ich überhaupt keinen Anblick. Im Gegensatz zu 2010, da stand ich alle 12 Tage im Regen und hatte kein einziges Hirschfoto gemacht. Dein Foto ist Natur-authentisch. Es zeigt kein vollgekacktes Gehege oder Menschen-adaptierte Hirsche mit hängenden Ohren. Es besticht durch das schöne Licht und die tolle Morgenstimmung. Die Silhouette des Spießers wertet es enorm auf. Kein Kapitaler, aber ein bleibendes Erlebnis. Das ist es, was mich im September immer wieder in aller Frühe raus treibt.
Liebe Grüße, Micha
Eine herrliche und stimmungsvolle Herbstaufnahme zeigst Du uns hier - und schon in der Vorschau wissen wir welche Bilder von dir sein könnten - und behalten meistens recht -:)
lieben Gruß Uli + Elke
Danke, danke, danke,..... es ist zum K....., was ich hier an Zulauf aus der Stadt erlebe.
Die Jagdpächter haben das Ziel der Hege
aus den Augen verloren.
Es wird gejagt, was vor die Flinte kommt.
Hubertus,.... ein kleines klick und Du verwöhnst
uns so sanft mit Deiner Vorsicht und Nachhaltigkeit in der Natur und dem Respekt der Schöpfung.
Lg, Manfred
Ist das ein von Sonnenstrahlen veredeltes Bild. Schön, endlich wieder etwas von Dir zu sehen. Es ist eine Schande, dass der Jagddruck so groß ist, dass sich das Rotwild fast nur noch nachts aus der Deckung traut. So werden Fotos wie dieses immer seltener.
LG Elke
PS: Ausführliche E-Mail folgt.
Ein wunderschönes Bild zum 'Herbsteinstieg'! Warst ja laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange weg.........................................................................................................................................................................................................................................................und noch länger! ;)
Schön, dass du wieder hier bist !:)
Aber sagt man echt die Hirsche 'schreien'? Ich dachte immer die röhren - aber vielleicht haben sie bei euch ja einen anderen Dialekt! ;)
Eine prächtige Stimmung !!! Sieht toll aus. Ich finde es zudem sehr bedauerlich, dass in den Revieren, in denen Du Deine Brunftbilder bisher so traumhaft geschossen hast so viel Jagddruck herrscht, dass es kaum noch lohnenswerte Gelegenheiten gibt, um das edle Wild zu beobachten.
Ich hoffe, dass sich dies künftig bessert.
VG Christel
In diesem Bild beeindruckt schon allein diese wundervolle Lichtstimmung. Das sieht einfach herrlich aus. Dazu der junge Hirsch im Bild - eine Wahnsinns Wildlife Aufnahme!
Schön das du wieder hier bist Hubertus. Und gleich mit ganz fantastischen Aufnahmen.
LG Heike
Zu Deinen Gedanken: Unser Wildbestand ist seit Jahren konstant, die Abschußquoten ebenfalls. Größter Jäger sind bei uns die Straßen, da bleibt den Jägern - mit Ausnahme der Wildschweinplage - kaum Spielraum. Ich kenne unsere Jäger ... Profitgier treibt sie mit absoluter Sicherheit nicht an ... wenn man die Arbeit bedenkt, die sie alleine in den Standbau stecken, um dann in Vollmondnächten auf ein Wildschwein zu hoffen ... dazu die Kosten für die Beseitigung der dadurch entstandenen Schäden ... die großen Anteile/Zeiten der eigentlich nicht bejagbaren Flächen (wegen Freizeitsport) ... dazu noch die Fütterungskosten ... nein, die bringen eher Geld mit, als dass sie welches verdienen. Bei der letzten Ausschreibung der (relativ kleinen) Jagd musste die Jagdpacht sogar deutlich reduziert werden, damit sich überhaupt Bewerber fanden. In anderen Gegenden mag dies alles anders sein ... ich kann nur für unsere Gegend sprechen ...
@Belfo
Uups - da hab ich mich wohl unverständlich ausgedrückt.
Nicht die Jäger jagen aus Proftgründen. Das Profitinteresse liegt bei den Förstern.
Noch immer wird den Menschen erzählt, dass Jagd ökologisch notwendig ist. Letztlich Unsinn - es gibt bestenfalls ausnahmsweise eine ökologische Begründung für Jagd.
Die Ökologie - die Natur selbst braucht sie nicht.
Aber der Förster will sie - um den höchstmöglichen Profit aus seinem Wald zu ziehen.
Viel zu oft ohne irgendeine Rücksicht auf die Lebensgemeinschaften des Waldes.
Da wird argumentiert, dass Schälschäden, Verbissschäden und Fegeschäden ökologisch problematisch wären. Was ein Unsinn.
Die großen Pflanzenfresser kommen nur ihrer ökologischen Aufgabe nach - sie strukturieren den Wald, halten ihn artenreich und vielfältig.
Es wird behauptet, dass die Wildbestände viel zu hoch und ökologisch untragbar seien. Was für ein Unfug.
Ökologisch betrachtet stellt sich ein Gleichgewicht ein zwischen dem Lebensraum und dem darin lebenden Wildtier.
Der Wildbestand wächst an, solange der Lebensraum dies zulässt und ausreichend Deckung und Nahrungsgrundlage bietet.
Die Ökologie aber kennt keinen gerade gewachsenen und möglichst astfreien Stamm, der als Wertholz vermarktet werden soll und für den man nicht einmal bereit ist 10 € Schutzkosten zu zahlen.
Stattdessen sagt man, dass der Wildbestand zu hoch ist, wenn dieser besagte Stamm nicht ohne Schutzmaßnahmen wachsen kann.
Gleichzeitig verlangt man aber, dass bspw. Afrika seine Tierbestände erhält und will dort vielfach darauf hinwirken, dass die Jagd verboten wird.
Und das reiche Deutschland kann sich seine paar Hirsche nicht leisten.
Lachhaft. Kein vernünftiger Mensch wird fordern, die Tierherden die die jährliche Massenwanderungen über den Mara auslösen und die Landschaft dieses Kontinents prägen zu dezimieren, damit man einen wertvollen Affenbrotbaum nutzen kann.
Aber in unserem Deutschland, fällt man noch immer auf die Försterlüge der ökologisch notwendigen Bejagung rein.
@Hubertus: Als Waldbesitzer sehe ich das (vielleicht naturgemäß) etwas anders. Das Wild hat - bis auf die Autos - keinen natürlichen Feind mehr. Es wäre ein Traum, wenn es möglich wäre, dass sich der Baumbestand aus natürlicher Aussaat (Anflug) erneuert. Leider ist das häufig nicht der Fall. Da denkt man: Optimale Voraussetzungen: Lichtes Walddach, viele selbstangeflogene Pflänzchen ... und dann ... fast allen Bäumen wurden die jungen Triebe abgefressen. So Reh ist ein Feinschmecker und mag am liebsten die jungen, saftigen Triebe. Ein Baum hat ein langen Weg vor sich bis er mal aus dem Gröbsten heraus ist. Da ist das Wild nur ein Teil ... da kommen Brombeersträucher, die die Bäumchen überwuchern und zu Boden ziehen, da sind die Mäuse, die geschützt unter der Schneedecke sogar größere Pflanzen einfach einmal am Stamm umfressen und dann denkst Du, das gröbste ist vorbei ... da siehst Du die Schneise, die der Bock durch die schon 5 Meter hohen Ahorn-Bestände geschält hast. Das sind die Bäume, die Du erst mühsam gepflanzt hast, dann jedes Jahr von Brombeeren befreit hast, die Du im Winter vor Mäusen geschützt hast und deren Spitzen Du drei Jahre lang mühsamst einzeln mit Schafwolle umwickelt hast, damit sie die Rehe nicht mögen. Da relativiert sich vieles von dem, was Du schreibst. Das Geld und die Zeit, die wir in den Wald investiert haben sehen wir nie wieder ... vielleicht meine Enkelkinder (sofern ich mal welche habe), aber für mich wird der Wald kein Profit werden. Die Bäume, die mein Großvater noch gepflanzt hat, haben Stürme abgeräumt, der mickrige Erlös daraus ist in die Neupflanzung (von Laubwald) geflossen ...
Bei großen Waldbesitzern mit Hunderten von ha funktioniert das sicher ganz anders, aber die kleinen Waldbauern machen keinen Profit ...
Du magst jetzt argumentieren, dass man dann das alles ja lassen könnte und einfach der Natur überlassen ... könnte man, aber wenn Du denkst, es entstünde dann Wald muss ich dich enttäuschen. Ich hatte eine Fläche, die ich 15 Jahre (bis zum Zwang des Forstamtes zur Aufforstung) liegen lies, in der Hoffnung, dass die vielen Samen ihr Werk tun. Leider Fehlanzeige ... das Wild freute sich erst über die jungen Triebe, dann überzog sich die Fläche mit Brombeersträuchern. Die Pflanzung war überhaupt nur nach Rhodung mit der Raupe möglich.
Bezüglich der 10 EUR gebe ich dir Recht ... die Leute kaufen ja auch lieber das Gartenhäuschen aus schwedischem Holz und Möbel aus Teakholz ... Die Erfahrungen sind halt so: ich habe schon von einem Jogger bei seinem Lauf mitten durch den Wald gehört, dass es eine Sauerei ist, dass die Bauern den Wald nicht mehr aufräumen ... war wohl zu unbequem zum Laufen ... Ein anderes Beispiel: während ich mühsam Holz zum Traktor getragen habe, damit ich mit dem Traktor keine Jungpflanzen kaputtfahre, fuhr hinter mir eine Gruppe Mountainbiker quer durch durch die Jungpflanzen ...
Was soll man da noch denken, außer: Ja, ja, die Natur gehört allen ... die einen sollen sich drum kümmern und die anderen dürfen sie nutzen ...
Nix für unguad ... wie gesagt, ich kann das nur für unsere kleinteilige Struktur im Bauernwald beurteilen ...
Ich bin von diesem Bild total fasziniert. Diese Lichtstimmung ist einfach traumhaft und wirkt fast unwirklich................, wie im Märchen.
HERRLICH!!!
Liebe Grüße an Dich
Marika
@hans
Es ist schwierg auf deine Ausführungen zu antworten - es gäbe zu viele Dinge, die den Rahmen hier sprengen würden. Ich will mich daher sehr kurz fassen.
1) Man sollte die Regulation von Großpflanzenfressern durch natürliche Feinde nicht zu hoch aufhängen. Auch hier sei als Bsp. wieder die afrikanische Savanne angeführt. Löwe, Leopard, Gepard, Hyäne, Krokodil usw. sind nicht in der Lage die dortigen Tierbestände zu dezimieren - auch hier ist der Lebensraum der limitierende Faktor.
Der Mensch als Jäger, ist zudem ein sehr schlechter Ersatz für jagendes Großraubwild.
2) Was ist die "ökologische Aufgabe" der Großpflanzenfresser - Megaherbivoren? Sie verlangsamen und behindern das Waldwachstum und schaffen damit artenreichere - gras- und krautreiche Flächen. Letztlich verhindern sie das Waldwachstum in unseren Klimazonen aber nicht. SIe verlangsamen es nur.
Die dabei - über längere Zeiträume - entstehenden Waldbestände sind kleinstandörtlich weit besser angepasst, als der gepflanzte Försterwald. Der abgebissene Jungtrieb verhindert nicht, dass Wald aufwächst. Nur der erwünschte Försterbaum wird seltener.
Gerade - astfrei usw. Dagegen wachsen mehrtriebige, knorrige Bäume mit sehr starkem Wurzelwerk heran, die einer weit größeren Anzahl von Tierarten Unterschlupf bieten und wesentlich vitaler und stabiler gegenüber sonstigen Ereignissen sind.
15 Jahre sind mit Blick auf die Waldökologie ein kleiner Wimpernschlag - nur aus nutzungsorientierter menschlicher Sicht ist es ein messbarer Zeitraum.
2) Die Brombeere ist in der natürlichen Waldentwicklung bei uns eine ausgessprochen positive Pflanze - sie schafft die optimale Bodengare und beste Voraussetzungen für das Keimen einer neuen Waldgeneration.
Das Roden mit einer Raupe, ist m.E. dagegen eine wirkliche ökologische Katastrophe für den Kleinstandort und natürlich unsinnigerweise gefordert vom Forstamt.
3) Sonstige menschliche Störungen der Waldlebensgemeinschaft müssen natürlich separat betrachtet und bewertet werden.
4) Die Argumente die du nennst, entsprechen genau meiner Aussage - es gibt keinen ökologischen Grund für die Jagd sondern die Interessen die hier ausschlaggebend sind, sind rein nutzungsorientiert - also profitorientiert. Auch wenn ich dir zustimme. Einen wirklichen Profit kann es im kleinstrukturierten Bauernwald - den ich aber auch nicht gemeint habe - nicht wirklich geben. Du wirst immer mehr reinstecken als rausholen. Und das hat viele Gründe - nur einer davon sind die Betriebsrisiken durch Stürme etc.
Im Bauernwald regiert oft der Idealismus und die Liebe zur eigenen Scholle. Aber auch hier wird natürlich das Bestreben sein, den höchstmöglichen Gewinn zu erzielen bei gleichzeitig geringstmöglichem Aufwand.
Gerade dem Kleinprivatwaldbesitzer müsste seine Liebe zum Wald auch anders abgegolten werden. Hier wäre eine gesellschaftliche Entschädigung denkbar, die die gesamten Leistungen des Waldes berücksichtigt - Klimareinhaltung, Wasserrückhaltung, Lebensraumbereitstellung, Holzproduktion, Erholung etc.
Dann wäre auch eine Waldinwertsetzung und ein gewisser Profit möglich.
5) Die offizielle Parole der Jagdpolitik bei uns lautet: Wald vor Wild
Dies zeigt deutlich die nutzungsorientierte Haltung der verantwortlichen Behörden, die damit weit abseits von einer ökologischen Komponente steht und ganz sicher nicht mit dem Nachhaltigkeitsbegriff vereinbar ist.
Hab Dank für deine Ausführungen und die Auseinandersetzung mit dem Thema. Wir liegen da nicht so weit auseinander. Aber damit sollten wir es hier bewenden lassen.