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:: w i l d :: von Andreas Fritz

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26.04.2005 um 18:49 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Dieses Bild ist am letzten Sonntag entstanden.
Den Rehbock entdeckte ich auf einem Feld, welches durch einen Knick vom Wald getrennt war. Er war zunächst sicherlich 300m weit weg.
Ich wollte natürlich näher heran. Also ging ich in gebückter Haltung hinter dem Knick in Richtung des Rehbocks. Immer wieder schreckte er kurz hoch, wenn ich auf einen Ast trat, oder zu laut im Laub raschelte. Ausserdem konnte er mich immer noch ein wenig sehen.
Es nützte nichts: Ich musste im Entengang weiter.
Die nächsten 150m stecken mir immer noch in den Oberschenkeln ;-)

Schließlich war ich nur noch etwa 50m entfernt. Ich lehnte mich an den Knick, legte das 300er mit 1,4x Konverter auf den Knick, und machte ein paar Bilder. Der Bock kam dabei langsam auf mich zu. Von Zeit zu Zeit schaute er auf, besonders wenn er das Auslösegeräusch der D60 hörte. Allerdings beruhigte er sich meistens innerhalb von wenigen Sekunden wieder.
Dann ging er weiter auf mich zu. Ich traute mich kaum zu atmen. Dann war er so nah, dass er das Format gesprengt hat. Ich musste also den Konverter abbauen.
Also langsam einen Schritt zurück, hinter dem Knick in die Hocke und den Konverter gewechselt.
Beim anschließenden Wiederanlehnen an den Knick zerbrach ich lautstark einen Ast. Der Rehbock schreckte auf und schaute in meine Richtung. Diesmal dauerte es deutlich länger, bis er sich beruhigte.
Doch dann kam er weiter auf mich zu.
Bis er so nah war, wie hier auf dem Bild. Ich schätze mal so 10-15m.
Bei jedem Auslösegeräusch schreckte er auf, doch er konnte mich nicht entdecken - zum Glück war Gegenwind, und er musste gegen die Sonne schauen.
Kurz nach diesem Bild entdeckte er mich dann aber doch, als er noch näher kam. Mit ein paar lauten Schreckbekundungen lief er weg. Allerdings nicht besonders weit.

Es war ein unglaubliches Erlebis, so nah an diesem Tier zu sein, ohne dass es meine Anwesenheit merkte.

Problematisch war hier die Bildbearbeitung. Mein Dank gilt Qingwei Chen, Klaus L. und Lothar Maier.
Qingwei hat mir sehr bei der Kontrastbewältigung geholfen. Das Bild ist im RAW-Format aufgenommen, und wurde in mehrere Bilder entwickelt. Der Hintergrund mit Weissabgleich Tageslicht, das Reh mit WB Schattig. Ausserdem wurde der Hintergrund etwas abgedunkelt.
Anschliessend wurden die 3 Bilder mit der Bildbearbeitungssoftware zusammengefügt.
Insgesamt ergibt sich genau der Eindruck, den ich hatte, als ich das Reh fotografiert hatte.

So - jetzt seid ihr dran ;-)

PS: Die Schärfe-Unschärfe-Verteilung ist Original! Original Framing.
:: m a m p f :: von Andreas Fritz
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29.4.05, 0:04
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