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Die Herbstzeitlose enthält das Gift Colchicin, das Ähnlichkeiten mit Arsen aufweist.
Vergiftungen mit der Pflanze sind nicht selten. Da die Herbstzeitlose häufig auf Weiden wächst, ist sie bei der Heuernte für Kinder eine besondere Gefahr, wenn sie mit der Pflanze spielen.
Als tödliche Dosis gelten 2-5 g der Samen (10-20 mg der Giftstoffe). Die ersten Symptome einer Vergiftung beginnen nach 2-6 Stunden.
Zuerst kommt es zu Schluckbeschwerden und zu Kratzen und Brennen im Mund- und Rachenbereich. Es stellen sich Erbrechen, Krämpfe und auch blutige Durchfälle ein. Weiterhin erfolgt Kreislaufschädigung, die sich durch Abfallen der Körpertemperatur, sowie des Blutdrucks bemerkbar macht.
Nach 1-2 Tagen tritt dann der Tod durch Atemlähmung ein. Der Patient ist bis zuletzt bei vollem Bewußtsein.
Vergiftungen entstehen durch Verwechslung der Blätter mit Wildsalat oder der Zwiebelknolle mit der Küchenzwiebel.
Es wird auch berichtet, dass es zu Vergiftung mit tödlichem Ausgang kam, nachdem Milch von Schafen und Ziegen getrunken wurde, die vorher Blätter der Herbstzeitlose gefressen hatten.
Colchizin ist ein Zellgift, welches die normalerweise erfolgende Trennung der Chromosomen bei der Meiose (Reduktionsteilung) verhindert.
Vielen Dank MelWy für die weiteren Informationen! Ich dachte mir doch, daß die auch für etwas gut sein muß, hatte aber keine Zeit mehr zu recherchieren...