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Seine Fähigkeit, Schmutz von sich zu weisen, ließ den Lotos in weiten Teilen Asiens zum Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung werden. Das Lotos-Symbol findet sich sowohl im Hinduismus wie auch im Buddhismus. Als Symbol der Reinheit wurde die Form der Lotosblüte auch von den Bahai aufgegriffen: Das erste Haus der Andacht in Indien, ein Sakralbau für die Anhänger aller Religionen, ist der Form einer Lotosblüte nachempfunden. Besonders vielfältig ist seine Symbolik in China ausgeprägt: Aufgrund ihrer Lautgleichheit werden die Wörter Liebe und harmonische eheliche Verbundenheit mit dem Lotos in Verbindung gebracht; die Lotosblüte ist deshalb auch Sinnbild einer guten Ehe. Speziell die rote Lotosblüte gilt als Symbol für die Vagina.
Im Buddhismus zählt der Lotos zu den acht Kostbarkeiten und ist Symbol für den Lauf der Zeiten (mit den Einzelphasen Frucht, Blüte und Stängel) und für die Wirkung der Lehre Buddhas (die Wurzeln sind im Schlamm, auf der Oberfläche erblüht jedoch der Lotos).
Im Daoismus ist der Lotos Attribut des daoistischen Unsterblichen He Xiangu.
Nutzung: Außer als Zierpflanze dient Lotos auch als Gemüse: die stärkehaltigen Rhizome werden in Korea in Sojasauce eingelegt und als Beilage gereicht. Ferner werden die Rhizome auch in China und Vietnam als Salat verspeist. Die Kerne, die der Frucht entnommen werden, werden in Vietnam als Knabberei am Abend verzehrt, es wird ihnen eine leicht beruhigende Wirkung nachgesagt.
Wegen seiner Schmutz abweisenden Eigenschaften, des so genannten Lotuseffektes, ist er Forschungsobjekt für Oberflächenversiegelungen.
(Quelle: Wikipedia)