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Tatanka ist tot -oder es gibt keine Büffel mehr von Agora Bilddiskussion intensiv

Tatanka ist tot -oder es gibt keine Büffel mehr


Von 

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25.01.2012 um 17:10 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Die Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv


Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion Intensiv@fotocommunity.net
Teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf nach der Diskussion genannt werden willst (+ User ID) und schreibe wenn möglich, 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos.

Das Foto ist auf einer meiner USA Reisen enstanden. Grenzgebiet Blackfoot Indian Resevation. Analog mit Leica R 7 Ilford hp 5 Scann Nikon. In Cs5 gereinigt und in den Tonwerten etwas reguliert.

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 25.01.2012 um 17:10 Uhr

Philipp Baumann schreibt:

Ich sehe auf dieser Aufnahme einen alten amerikanischen Wagen irgendwo im Nirgendwo. So ausgeschlachtet, zerbeult und demoliert hat er wohl seine besten Jahr hinter sich. Weder die Bereifung noch Verglasung ist noch vorhanden. Vermutlich wird man auch keinen Motor mehr vorfinden. Vor allem fallen mir die unzähligen Einschlusslöcher auf, die sich über die komplette Karosserie in unterschiedlicher Dichte und Größe erstrecken. Rund um diesen einstigen amerikanischen Traumwagen finden sich Sträucher, Büsche und ein markanter Baum im Hintergrund. In weiter Ferne erstreckt sich eine Hügelkette über die gesamte Breite des Bildes.

Diese Aufnahme zeigt weniger die landschaftliche Szenerie, sondern beschränkt sich primär auf das Fahrzeug, das mittig und über die ganze Breite abgelichtet wurde. Die unzähligen Einschusslöcher lassen mich inne halten und verleiten meinen Kopf dazu, sich zur Geschichte dieses Wagens Gedanken zu machen. Was ist mit dem Besitzer des Wagens passiert? Warum wurde der Wagen durchlöchert wie Schweizer Käse? Ist der Motor und die Bereifung nun Teil eines anderen Fahrzeugs?

Ich sehe das Bild als Dokument der Zerstörung ohne einen wirklichen Grund. Denn, so weiß ich das aus diversen Krimis, Spuren werden normal mit reichlich Feuer beseitigt.

Oder in eine andere Richtung gedacht: Bedient das Bild das Klischee der amerikanischen Gesellschaft, in der jeder zweite eine Waffe besitzt und wild um sich ballert? Wollte hier jemand mal so richtig die Sau rauslassen? Diese Fragen muss jeder für sich selbst beantworten. Das Bild lässt dazu viel Raum.

Technisch überzeugt es durch sehr schöne Grauwerte verbunden mit einem guten Kontrastverhältnis. Der analoge Charakter kommt gerade auch durch das Korn sehr schön zur Geltung und schenkt dem Bild Leben und Authentizität.

Angenommen ich hätte diese Aufnahme gemacht, so hätte ich versucht noch mehr von der Umgebung zu zeigen, ohne das Motiv zur Nebensache werden zu lassen. Ich habe als Betrachter dieses Bildes irgendwie das Bedürfnis, mehr zu erfahren. Was befindet sich rund um das Autofrag? Steht es direkt an einer Straße, oder ist eine solche meilenweit entfernt? Die Perspektive, wie das Fahrzeug fotografiert wurde, lässt die Aufnahme etwas eindimensional wirken. Durch mehr Weitwinkel und eine etwas schrägere Perspektive hätte das Bild mehr Tiefe bekommen.



David, 25.01.2012 um 17:55 Uhr

Ein Foto mit vielen offenen Fragen. Der Kontrast der wilden Natur zum völlig zerschossenen Auto im Mittelpunkt. Die Ruhe und das total Chaos. Ein extremer, aber dennoch spannender Gegensatz wie ich finde.
Insgesamt springt der Funke bei mir jedoch nicht ganz über, was ich unter anderem an gestalterischen Punkten festmachen kann.Den abgeschnittenen Stein im Vordergrund empfinde ich als störend und passt für mich in das Gesamtkonzept (Natur als ruhiger Pol in diesem Bild und somit als Kontrast zum Auto) nicht ganz rein. Das Heck des Wagens hat für mich zu wenig Raum abbekommen; der kurze Streifen der noch zwischen Heck und Bildrand über bleibt, wirkt insgesamt gepresst. Die Kontraste könnten, für meinen Geschmack einen Tick deutlich herausgearbeitet werden.

Insgesamt zeigt das Bild eine unruhige Atmosphäre, was sich zudem auch negativ in der Bildgestaltung wiederfinden lässt.



Ilse Jentzsch, 25.01.2012 um 18:02 Uhr

Da ich mal in einem Reservat (nicht bei den Blackfeet) im State of Washington gewesen bin, ist mir der Anblick gar nicht so fremd. Das Auto wurde dort entsorgt und dann als Schießscheibe benutzt, das ist nicht außergewöhnlich in Amerika.
Für alle Betrachter, die die Gegend nicht kennen, wäre hier sicher ein größerer Ausschnitt sinnvoll gewesen, doch wollte der/die Fotograf/in wahrscheinlich das Augenmerk auf den Wagen lenken, was ja auch gelungen ist :-)
Büffel gibt es übrigens noch, vielleicht nicht an dem Aufnahmeort hier, jedoch an der Grenze zu Canada sind sie noch zu bestaunen.
Bis auf den schon genannten zu kleinen Ausschnitt, der leider keinen Einblick in die Landschaft bietet, kann ich hier nichts finden, was ich als störend empfinden würde.
Da solche Motive nicht häufig gezeigt werden, ist es auf jedem Fall für den Betrachter interessant.



Alfons Gellweiler, 25.01.2012 um 18:34 Uhr


Das Foto bedient Klischees vom Wilden Westen,
es lässt an die legendäre Route 66 denken oder
auch an Arthur Penn´s »Bonnie and Clyde«. Mir gefällt
es gut, weil es diese Assoziationen, die ja allesamt von
Filmen genährt werden, bei mir weckt.

Mir geht es allerdings wie Philipp Baumann, auch ich
würde gern noch ein wenig mehr von der Weite der
Westens sehen.

Ich hätte zweifellos noch mindestens den viel zu
hellen Klotz vorn weggeräumt ich kenne meine Art
zu fotografieren und wahrscheinlich auch noch das
Brett am Heck des Fahrzeugs. Bei letzterem bin ich
mir allerdings nicht ganz sicher. Aber ich halte es
keineswegs für einen Mangel, dass der Bildautor nicht
so verfahren ist. Ihm war wahrscheinlich an Ehrlichkeit
gelegen, während ich davon ausgehe, dass Fotos
sowieso lügen. Warum dann nicht richtig, wenn es der
Schönheit dient?

Einzig der angeschnittene Stein vorn stört m.E. schon
ein bisschen. Weil der Fotograf ja im übrigen darum bemüht war auf derartige Schnitte zu verzichten, drängt er sich hier wie ein Fremdkörper ins Bild, ohne uns sein im rauen Klima vermutlich schön gerundetes Äußeres in Gänze zu präsentieren.
Ganz oder gar nicht, meine ich, mag aber das Bild auch so;
nicht zuletzt, weil ein so schönes Schwarzweiß
einfach verführerisch wirkt auf mich. Selbst im Dunkel
der Radkästen sind noch Feinheiten zu entdecken.



Falko Sieker, 25.01.2012 um 20:15 Uhr

Ich schaue mir dieses Foto jetzt schon einige Zeit lang an. Auffällig ist die sehr homogene Helligkeit innerhalb des Bildes. Die kleine weiße Schachtel Links unten führt das Auge immer wieder auf diesen Punkt. Auch der angeschnittene Stein im unteren Bereich des Bildes lässt das Auge in diese Richtung wandern. Das Hauptmotiv in diesem Falle das Auto ist sehr mittig dargestellt. Klassisch ist das ein Bild aus dem Lehrbuch mit Hauptmotiv, Vordergrund, Hintergrund und etwas Himmel. Leider fällt ein doch sehr starkes Bild-Rauschen im Himmel auf. Ich überlege schon die ganze Zeit, wie dieses Bild wohl in Farbe aussehen würde?

LG Falko



Jens Lotz, 25.01.2012 um 21:32 Uhr

ich mag dieses Bild. Nicht weil ich die amerikanische Unart, überall Löcher hinein zu "bohren" mag, sondern weil das Motiv im Flair des analogen Filmes auch Erinnerungen an die alte Zeit weckt.
Meinem Empfinden nach sollte der/die Fotograf (in) jedoch dringend von unten schneiden. so dass der Stein entfernt ist.
Ich sehe drei Gründe dafür. Grafisch stört der helle Stein trotz Anschnitt am Bildrand. Die Fluchtlinie , die von Busch, Auto und Baum dahinter gebildet wird und zu den Bergen führt, und dem Bild dadurch Raumeindruck vermitteln soll, wird durch den Stein, der nicht in dieser Flucht liegt, abgeschwächt in ihrer Wirkung. Und als Letztes betont der Schnitt von unten durch die Formatänderung und die Änderung des Verhältnis VG zu HG den HG stärker und erzeugt dadurch auch mehr Tiefe und erfüllt den Wunsch einiger Kommentatoren über mir, die Landschaft etwas stärker einzubeziehen..
LG jens



Klaus-Günter Albrecht, 25.01.2012 um 22:51 Uhr

SW ist schon passend, der Bildaufbau ist auch ok: lauter Waagerechte und drei Senkrechte, die Kofferraumklappe, der Baum und der Busch, die ein Dreieck bilden. Das Auto diente als Zielscheibe für Schießübungen. Eigentlich nichts sonderlich Aufregendes, jedenfalls nicht in den USA. Die Kontrastwerte sind in Ordnung, insofern gibt es an dem Bild eigentlich nichts zu bemängeln. Für einen richtigen Hingucker ist das Motiv aber ein bischen zu wenig aufregend.
Freundliche Grüße Klaus



Clara Hase, 25.01.2012 um 23:37 Uhr

ich war noch nie in einer solchen Gegend, aber die Motivwahl ist mir nicht so unbekannt - vermutlich aus den Western von Laramy oder so

Die Tonwerte gefallen mir gut. Als Autofan würde ich evtl heulen, das eine so schöne alte Kiste auch noch zerschossen wird - Zielscheibe fiel schon, sehe ich auch so.
Das das Corpus delikti da in mitten einer reizvollen Landschaft steht, hätte ich vielleicht dem Vordergrund mehr Raum und damit auch der Einbindung in die Landschaft und als Störmoment aufgenommen.

Die hier häufig genannte weisse Schachtel -korrespondiert in der Farbe mit dem Streifen hinten -
mich interessierte sie nicht, fiel auch nicht in meinen Blick.

Die Tonwerte und der Charakter des Alten, des Alten Bekannten, das gefällt mir schon gut. Hinhängenwürde ich mir so ein Bild vielleicht in eine Garage - aber nicht in die Stube



harry k., 26.01.2012 um 0:21 Uhr

Der fehlende Raum wurde angesprochen.

Wie würde ich so ein Bild angehen?
Nachdem das Fahrzeug von der Struktur her, durch die Zerstörungen, einen recht chaotischen Eindruck macht, würde ich versuchen, dem Bild eine Ordnung zu geben damit das Fahrzeug in seiner hier vorgestellten Weise aus der Ordnung bricht und damit deutlicher als eigentliches Motiv heraustritt (wenn die Umbebung auch chaotisch ist wirkt die Zerstörung nicht mehr).
Ich würde die Horizontalen ordnen (vielleicht anderer Standpunkt, die Linien der Landschaft sind nicht parallel), den Baum müsste unwichtiger werden (tieferer Standpunkt, anderer Winkel?)
Ich würde den HG unscharf setzen und überbelichten (Belichtung auf die Schatten, kleine Blendenzahl).
Ich wurde das Fahrzeug nicht parallel zur Bildebene aufnehmen (auf jeden Fall so, dass drei Seiten zu sehen sind), vielleicht gibt es ja auch ein "Gesicht", dass man zeigen kann.
Meine Wahl wäre ein WW (mehr Raum, anderer Bildeindruck) und die Grauwerte würde ich bewusster auf die Ausformung des Fahrzeugs auslegen.




Thorsten-Lars Schmidt, 26.01.2012 um 5:52 Uhr

Mich hat die Aufnahme direkt angesprochen. Ich mag das Motiv, die Umsetzung und den analogen Charakter. Allerdings hadere ich wie andere auch ein wenig mit Raumaufteilung bzw. dem Schnitt. Selbst wenn nur dieses eine Objektiv zur Verfügung gestanden hätte, wäre ich vielleicht ein wenig nach hingen links gegangen und hätte ein klein wenig mehr nach oben fotografiert. Auf mich wirkt der Himmel zu beschnitten. Und da unterhalb des Busches vor dem Auto nichts Spannendes zu sehen ist, hätte ich mir mehr Himmel gewünscht. Rechts und links neben dem Auto fände ich auch ein wenig mehr Platz zum Bildrand ästhetischer.

Spannend würde ich mir aber auch eine Teleaufnahme von weiter weg (grade nach hinten laufen) vorstellen, bei der das Auto etwa die gleiche Größe hat wie auf diesem Bild (oder aus genannten Gründen leicht kleiner). Durch die perspektivische Komprimierung des Teles würde dann der dunkle Baum und die Berge mit den Wolken und größer. Wäre aber eine andere Bildaussage; mehr Landschaft, weniger Auto.



Teske, 26.01.2012 um 10:29 Uhr

Ich schließe mich da zu Teilen meine Vorredner an. Technisch ist das Bild absolut TOP. Nur ich hätte es anders in Szene gestzt, oder wenigsten versucht.
Das Auto ist auf dem Bild in beiden Achsen der Mittelpunkt, dadurch finde ich verliert das Auto wie die Landschaft an Spannung. Ich häte versucht viel mehr landschaft auf das Bild zu bringen un ddas Auto als i Tüpfelchen dazu genommen, als Deko in der landschaft, mehr am Rand (ich denke mehr rechts) und wesentlich kleiner, leicht schräg von vorne. Also mehr als Teil der Landschafzt und nicht als Hauptmotiv. Ob es dann allerdings besdeer ich kann ich nicht sagen.
Gruß
Oli



wellenmuster, 26.01.2012 um 10:45 Uhr

Ich sehe Ödnis, Vergessenheit, Vergangenheit, Trostlosigkeit, Weite, Geschichte. Das Bild wirkt.


Mad Doc Baier, 26.01.2012 um 14:09 Uhr

technisch gesehen ein sehr fein angefertigtes bild, behutsam bearbeitet.

bildausschnitt finde ich wirklich viel zu eng, da so die alte kiste zu dominant wirkt. der hg bietet viel raum für gestaltung, die felslandschaft ist hierfür ideal, auch der himmel bietet da noch genügend bildgestaltende wolken.

grundidee gut dargestellt, n bisserl mehr freiraum und die wirkung wäre deutlich besser.



Dewugwur, 26.01.2012 um 17:11 Uhr

Zwei spontane Gedanken:

1. Eventuell wäre eine Perspektive von weiter unten gut gewesen und mit einer Ecke des Autos ins Bild hineinragend. So wäre mehr Dynamik im Bild. In der typischen Sichthöhe eines stehenden Menschen wirkt es auf mich sehr dokumentarisch (vielleicht ist das aber ja auch gewollt).

2. Vielleicht hätte ich das "Gestrüpp" zwischen Auto und Bergkette ein wenig aufgehellt oder abgedunkelt, damit es sich mehr vom Auto abhebt.

Ich brauche nicht wirklich mehr von der Umgebung zu sehen. Insb. die Bergkette am Horizont finde ich cool - sie erzeugt ein Gefühl von Weite.



rot kohl, 26.01.2012 um 17:24 Uhr

ich finds sehr gut. technisch ok. inhaltlich noch besser, erzählt ne geschichte. man kann lange drauf schauen und die fantasie spielen lassen. analog + körnig - unterstützt den reportage-charakter des fotos. wesentlich besser als digital und zu glatt. das hätte die stimmung genommen.
gut auch, dass der horizont im hintergrund gerade ist!



Clara Hase, 26.01.2012 um 19:16 Uhr

wenn das Auto von vorne oder schräg aufgenommen worden wäre,
wäre die Bergkette am Horizont weg - die hat nämlich auch feine Farbabstufungen und gehören zum Bild.




Mats Blinzler, 26.01.2012 um 20:39 Uhr

Ein wirklich sehr schönes Foto! Ich war noch nie in einer solchen Gegend, ich habe aber vor zwei Jahren so ein Foto in Schweden gemacht, jedoch war es im Wald. Dieses Foto ist aber wirklich klasse und die Steppe im Hintergrund betont das Motiv besonders.
LG Matthias



phonya, 26.01.2012 um 20:40 Uhr

eine sehr anregende - und potentiell auch aufregende - foto-studie zu einem höchst dankbaren foto-thema. vieles gefällt und imponiert mir:
die bildwucht der horizontalen
die vielfältige s/w farbnuancierung
die aufnahme des fahrzeuges 'auf der linie' der vorderachse
u.a.m.
keine wirkliche kritik - nur das anzeigen einer variante, die mir evtl. noch besser gefallen hätte:
die stärkere öffnung des bildes in den landschaftshintergrund oben - die wegnahme eines teiles des vordergrundes; die mittigkeit des fahrzeugkörpers jetzt nimmt die raumspannung ein stückweit weg -- und meines erachtens 'lebt' die aussagekraft des fotos z.t. von der raumspannung zwischen fahrzeugkörper und hintergrundslandschaft ..
nebenbei - und weil sich noch niemand darum gekümmert hat: es handelt sich bei dem alten amerikanischen automobil vermutlich um einen
BUICK skylark custom hardtop sedan baujahr 1968 ...
vg phonya



Coralejo, 27.01.2012 um 5:19 Uhr

Genauso wie der Weiße Mann die endlosen Büffelherden dezimiert hat, ohne Achtung und Respekt vor diesen Kolossen, ist eines seiner Symbole von Mobilität und technischer Überlegenheit in einer wilden, ungezähmten Szenerie gestrandet. Nähere Umstände unbekannt. Es ist vom Weg abgekommen und genau dort gelandet, wo es nichts verloren hat. Ein Bild der Sinnlosigkeit und des Absurden.

Hier herrschen noch die Gesetze des Wilden Westens: Sonne, Sand, Felsen, Wüste, Trockenheit und Tod. Diese Gegensätze machen für mich den Reiz und die spannungsgeladene Thematik dieses Schwarz-Weiss-Bildes aus. Leben möchte man hier nicht, fotografieren schon. Endstation des Traums.

Bilder von Jean-Loup Sieff aus seinem 'Tagebuch' fallen mir dazu ein. Unabhängig von technischen Kriterien, spricht mich als sehender Mensch dieses Motiv spontan und intuitiv an. Es signalisiert die Vergänglichkeit aller Dinge.



Mad Doc Baier, 27.01.2012 um 9:16 Uhr

das ist doch etwas einseitig, einsiedlerkrebs.
hier geht es doch darum, sich mit einem bild auseinander zu setzen. es gibt innerhalb der fc eine nicht kleine community, die sich der auto(mobil)fotografie verschrieben hat. dort würde solch eine info zT für verzückung sorgen :-)
entlang der route 66 hat solch ein auto eine andere bedeutung als bspw in texas.
zudem ist phonya kein lehrer gewesen, sondern: wer lesen kann, ist klar im vorteil :-)



Ilse Jentzsch, 27.01.2012 um 9:34 Uhr

@Einsiedlerkrebs, seit wann entscheidest Du für uns, ob etwas wichtig oder unwichtig ist? Hier darf wohl jeder noch offen seine Meinung schreiben ohne von Dir auf die Unwichtigkeit derselben hingewiesen zu werden.
Für mich, und sicherlich auch noch für andere, ist die Nennung der Automarke nicht unwichtig.
Und dann noch Rückschlüsse auf den Beruf zu ziehen, das ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit!



Agora Bilddiskussion intensiv, 27.01.2012 um 10:14 Uhr

Auch wir fanden die Anmerkung von Einsiedlerkrebs destruktiv und unnötig. Deswegen wurde sie gelöscht.

Beste Grüße
Euer Team



Clara Hase, 27.01.2012 um 10:30 Uhr

ich habe Einsiedlerkrebs nicht gelesen,
aber ich bin so eine die halb verfallene Häuser fotografiert - warum nicht autoliebhaber alte Gammelige Autos - und ja, das Modell ist dann garantiert auch erkannt.
Es git doch soviele Aspekte unter denen man ein Bild einordnet.

der Titel des Fotografen "es gibt keine Büffel mehr" lässt allerdings nciht darauf schliessen - Titel kann man aber beliebig ändern



Matthias von Schramm, 27.01.2012 um 10:39 Uhr

ich mag die bearbeitung und sorgfalt in technischer hinsicht, mit der der fotograf vorgegangen ist. und das sieht man dem bild auch an. auf diese weise hat der hintergrund, der horizont, die landschaft auch einen überzeugenden charme. sehr schön die wirkung der bergkette und die des alleinstehenden baumes in der bildmitte. die schwäche liegt in der tat für mich in der platzierung des hauptmotivs. seine mittige platzierung wirkt lieblos, auch den fehlenden raum links und rechts würde ich bemängeln. ich hätte mir hier auch einen grafisch gekonnten schlanken anschnitt der wagenruine vorstellen können. so ist mir das zerballerte auto auch als inhaltliches motiv zu vordergründig.

übrigens ein landschaftsbild ohne das fahrzeug so gesehen wie dieses, hätte mich begeistert. ein bild wäre das, in dem ich eine gute räumliche vorstellung hätte, ein ästhetisches betrachtungsvergnügen und ich wäre da gerne drin spazieren gegangen.

aber der gesamtansatz so ist für mich löblich und konsequent mit ein paar perspektivischen schwächen.



Raffaelo Rossi, 27.01.2012 um 11:01 Uhr

mir gefällt die sw wirkung des bildes, ausbelichtung und kontraste sind sehr gut.

weniger gefällt mir der bildaufbau, langweilig drei elemente hintereinander gesetzt. hier hätte man durch diagonale und goldenen schnitt der einzelnen elemente mehr spannung erzeugen können.

ps: bei manchen kritiken hier frage ich mich ob die schreiber das bild einen blindem beschreiben wollen. welchen sinn hat es in einer kritik das bild an sich zu beschreiben wo doch jeder sehen kann dass da ein altes zerschossenes us-auto in der wüste steht. würde mich freuen manch einer würde nicht aus jeder kritik einen roman machen. das ist nicht intensiv sondern umschweifend und somit nicht zielführend.



Drea - H, 27.01.2012 um 11:05 Uhr

Gut inszeniert und sauber ausgeführt.
Die Wirkung, sehr zwingend, man möchte genauer hinsehen, die Grautöne sind perfekt.
Die Botschaft jedoch erreicht mich nicht, der Bezug erscheint etwas weit hergeholt.
Andrea



Mister Smith, 27.01.2012 um 11:17 Uhr

Ein Foto, dessen technische Daten man getrost vergessen kann. Da steht einer und knipst das Auto. Mehr nicht. Der Baum ist da wesentlich interessanter. Das Heck des Autos und den Baum in der Perspektive der geöffneten Kofferraumklappe, so als frißt das Auto den Baum, der noch versucht zu entkommen, würde mich sicherlich mehr ansprechen.


Kommissar Lohmann, 27.01.2012 um 11:24 Uhr

ich finde das Bild gelungen.

Ich kann die Kritik von Harry und anderen nachvollziehen, finde das Bild aber dennoch -so wie es ist- sehr stark.

Schade finde ich, dass es Bilder wie dieses hier nie in die Galerie schaffen werden. Die ist offensichtlich reserviert für Vögel, weichgezeichnete Gesichter, niedliche Schnappschüsse und Reptilien in grün. Hauptsache gut erkennbar und scharf. ... wirklich schade!



Herbert Rieger, 27.01.2012 um 11:43 Uhr

COOLSCAN V hat das Korn schön herausgeholt, technisch ein gelungenes SW mit guten Grautönen.
Als Bild sehr mäßig, Hauptgegenstand hockt einfallslos in Bildmitte. Wäre der Fotograf weiter nach links gewandert, dann hätte der Baum im Hintergrund und das Gebüsch ganz unten den Schrotthaufen eingefangen. Hätte - wäre, ist aber nicht.
Einen tiefen Sinn zu suchen bleibt jedem überlassen, der Fotograf hatte einen Grund zum Druck auf das Knöpfchen.
Ein Glück, daß der Haufen nicht bei uns liegt, man hätte das Ding sicher zu einem Industriedenkmal geweiht.....nachhaltig und mit Wachstum.



maxili, 27.01.2012 um 15:43 Uhr

sieht einfach toll aus, auch wie der hintergrund sich heller abhebt-super bild!


tomi7277, 27.01.2012 um 17:47 Uhr

genial gesehn. jetzt weiß man auch warum es waffen gibt!!


. christine frick ., 27.01.2012 um 20:15 Uhr

Was da wohl los war ?

Nur die Klappe vom Kofferraum scheint sich da noch zu wehren und möchte den Wagen vor weiteren Schüssen ins Innere schützen.

Da haben sich wohl ein paar Jugendliche die Zeit vertrieben aus lauter Langeweile.

LG Chris



Max Stockhaus, 27.01.2012 um 22:51 Uhr

Titel und Bild passen gut zusammen.

lgm



sir-wilfried, 28.01.2012 um 1:27 Uhr

An diesem hingerichteten Wohlstandssymbol möchte ich keinen Pixel missen. Die Zuordnung zu einem Staat fällt hier nicht schwer. Das Bild ist aussagekräftiger, als man im ersten Moment vermutet.
Ich hätte mich für genau diesen Bildausschnitt entschieden.



RichyWilde, 28.01.2012 um 13:17 Uhr

Ein sehr schöner Kontrast von heiler Natur und zerschossener Technik.
Der Aufbau gefällt mir persönlich gut, auch wenn man sich noch ein wenig vom Wagen hätte entfernen können.

Aber im ganzen ein tolles Bild an dem es eigentlich nichts auszusetzen gibt.



Henkki Zakkinen, 28.01.2012 um 15:36 Uhr

Wunderbares Motiv in toller Landschaft, aber mir ein wenig zu sehr nur auf das komplette Motiv gesetzt und nicht genug über einen Aufbau nachgedacht. Mit deutlich mehr Raum links und dafür Anschnitt rechts und engerem Schnitt unten hätte man vermutlich mehr von dem Gefühl des Verlorenen gewonnen. Vielleicht ging es nicht, weil man nur da stehen konnte, vielleicht war rechts und links schon Bauzaun. Schade finde ich es trotzdem.
Gruß
Henkki



Agora Bilddiskussion intensiv, 29.01.2012 um 14:46 Uhr

Hier wird weiterdiskutiert:
Muschelsammler von Agora Bilddiskussion intensiv
Muschelsammler
Von
29.1.12, 14:38
19 Anmerkungen


christian lüdeke bedankt sich für die Diskussion seines Fotos.






 
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