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[ pull up ] mit HowTo von Manuel Neunkirchen

[ pull up ] mit HowTo 


Von 

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8.02.2004 um 11:50 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Hallo!

Diesmal möchte ich euch zeigen, wie elegant Wasser aus einem Glas fließen kann, wenn man dieses mit etwas Gefühl hochzieht.



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[ 1 ]
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Also der Aufbau ist eigentlich wie bei den letzten Bildern von mir. Man nimmt eine Glasplatte (normal transparent) und legt sie so auf etwas auf, dass unter der Glasplatte nur Luft ist, also nicht direkt auf den Tisch. Das hat mit der Spiegelung zu tun, damit diese doch ein wenig dunkler wird, als das Hauptmotiv. Wer es anders möchte, kann natürlich auch ein weißes Papier unter die Glasplatte kleben. So erkennt man in der Regel nachher keinen Unterschied zwischen dem Motiv und der Spiegelung.
In einiger Entfernung (ca. 50cm vom Motiv weg) habe dann Kamera und Stativ aufgebaut. Die Kamera war dabei ein wenig über der Ebene der Schüssel.
Was noch wichtig ist zu sagen, ich habe die Kamera diesmal nicht rechtwinklig zum Hintergrund aufgestellt. Das liegt daran, dass ich als Hintergrund eine Metallplatte, die weiß beschichtet ist, genommen habe. Durch die „schräge“ Position der Kamera entstand keine Spiegelung vom Blitz im Bild.
Die Neonlampe war diesmal auch mit dabei, hatte allerdings keinen fotografischen Zweck. Da ich das ganze aber diesmal draußen, bei Dunkelheit, gemacht habe, war etwas Licht schon ganz sinnvoll. ;)

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[ 2 ]
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Dieses Experiment war glücklicherweise nicht ganz so Wasser-intensiv, wie mein letztes.
Trotzdem empfiehlt es sich auch hier, ein paar Probebilder zu machen. Also holt ihr zum einen eine Schüssel (mein Tupperware-Modell ist hier ja schon hinreichend bekannt, denke ich ;) ) und zum anderen ein Glas. Dieses sollte möglichst schlicht sein, damit es zum gesamt Bild passt.
Bei der Schüssel könnt ihr nehmen, was ihr wollt. Aber ich empfehle euch, auch eine richtig transparente Schüssel zu nehmen, da dann dieser Wasser-Effekt mit den Reflexionen entsteht.
Anschließend stellt ihr das Glas in die (noch leere) Schüssel (mittig) und fokussiert. Ich habe wieder die Flex-Point Variante meiner Dimage 7i gewählt. Ob man die Fokus-Einstellungen hier speichert, oder nicht, muss man ausprobieren. Ich habe diesmal vor jedem Bild neu fokussiert. Da sich einige Kameras beim fokussieren ja gerne etwas schwer tun bei Glas, solltet ihr versuchen, am Boden des Glases (der sich übrigens oben befindet, da das Glas umgedreht in der Schüssel steht) scharf zu stellen, da die Kamera da die Reflexionen der Umgebung erkennt und kein Problem hat (/haben sollte).
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[ 3 ]
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Jetzt kommt der nächste Schritt – Das Befüllen.
Dabei macht ihr die Schüssel einfach bis zu ein paar Zentimetern unter dem Rand voll.
Bei dem Glas könnt ihr variieren und selbst entscheiden, ob ihr viel oder wenig Wasser nehmen wollt. Wenn ihr für viel seid, also das Glas zum größten Teil füllen wollt, macht die ganz normal. Anschließend benötigt ihr am besten einen Bierdeckel und drückt ihn auf das Glas. Jetzt dreht ihr das Glas um, den Bierdeckel dabei festhalten. Wenn es ganz umgedreht ist, könnt ihr den Bierdeckel auch loslassen, da er durch den Anpressdruck haften bleibt. Jetzt stellt ihr das Glas in die mit Wasser gefüllte Schüssel und nehmt den Bierdeckel unter Wasser ab.
Keine Sorge, wenn etwas oder etwas viel Wasser bei der Aktion verloren geht. Das Bild kann trotzdem noch sehr gut werden.

Ich habe mich bei meinem Bild dazu entschlossen, das Glas halbleer zu machen. ;) Da der Bereich auf meinem Bild zwischen Schüssel und Ende nicht sehr groß war und man das Glas noch sehen sollte. Zu viel Wasser hätte einfach zu lange gebraucht, um aus dem Glas zu fließen, womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären…
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[ 4 ]
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Der entscheidende Faktor für das Gelingen, oder Misslingen des Experiments ist das hochziehen des Glases aus der Schüssel. Hier habt ihr wieder einige Freiheiten. Desto schneller ihr das Glas hebt, desto „unruhiger“ wird der entstehende Wasserstrahl werden. Da ich auf meinem Bild jedoch auch einen Kontrast zwischen der Schale, auf der sich die ganzen kleinen Tropfen befinden und dem Strahl erzeugen wollte, wollte ich auch einen sehr ruhigen Fließstrahl erzeugen, da ein solcher, wie auf meinem Bild, auch wunderbare Reflexionen mit sich bringt.

Wie schon angesprochen habe ich deshalb auch nicht zu viel Wasser genommen, da der Effekt dadurch nicht zu Stande kommen könnte, weil eine zu große Wassermenge in zu kurzer Zeit aus dem Glas fließen würde.
Jetzt wird das Bild gemacht. Die eine Hand habt ihr dabei am Auslöser, die andere Am Glas. Jetzt zieht ihr das Glas langsam (also schon schnell genug, aber auf jeden Fall ohne einen Ruck) vertikal aus der Schüssel. Schaut euch vorher aber auch im LCD eurer Kamera an, wie hoch ihr das Glas ziehen dürft, um es noch zum Teil mit im Bild zu haben. Es ist natürlich auch kein Problem, wenn es nicht mehr zu sehen ist, allerdings finde ich, dass das Bild dann abgeschnitten wirkt. Und mit dieser Methode werdet ihr es nicht schaffen, das Glas so raus zu ziehen, dass man es einerseits nicht mehr auf dem Bild hat, der Wasserstrahl andererseits aber auch nicht abgeschnitten ist, da in dem Moment, in dem das ganze Wasser aus dem Glas raus ist (und man quasi ein Ende am Wasserstrahl hätte), schon ein Teil des Wassers auf dem Boden aufkommt.

Es kann schon einige Versuche dauern, bis ihr ein gutes Resultat erzeugt, da es diesmal von so vielen Faktoren abhängt.
Ich habe bei diesem Experiment etwa 80 Bilder gemacht, die zwar alle etwas „Eigenes“ hatten, aber nur wenige entsprachen meinen Vorstellungen.

Aber auch hier ist die Zeit, in der ihr Auslösen könnt relativ lang, es ist also eher unwahrscheinlich, dass ihr auf einem Bild gar nichts habt, wie es bei einem normalen Waterdrop oft vorkommt.
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[ Kurzfassung ]
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-> „Anordung“ aufbauen: Glasplatte, weißen Hintergrund
-> Schüssel und Glas aufstellen
-> Probebilder wegen Fokus und etwaigen Reflexionen
-> Schüssel und Glas befüllen (Bierdeckel auf das Glas drücken, umdrehen und in die Schüssel stellen)
-> Glas mit Gefühl vertikal aus der Schüssel ziehen, nicht zu schnell
-> Darauf achten, dass der Rand vom Glas noch im Bild ist
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Nachträglich habe ich die Farbe noch etwas stärker ins Blaue geändert, damit das Wasser einen schöneren Ton bekommt.
Zudem habe ich Kontrast und Intensität verändert, um dem Bild noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Beim Machen des Bildes ist mir aufgefallen, dass es im Dunkeln sinnvoller ist, die ADI-Messung aktiviert zu lassen, da bei ¼ Blitzleistung ein grauer Hintergrund entsteht und bei das Bild bei voller Leistung überbelichtet ist. Nur mit ADI konnte ich diesmal einen schönen hellen Hintergrund erzeugen.


Einstellungen: 1/2000sek Belichtung, Blende 8, ISO100, interner Blitz (ADI-Messung) – Minolta Dimage 7i


be inspired.

Manuel


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