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auf der Suche nach ein paar alten Aufnahmen aus zurückliegenden Zeiten springt sie mich an - unvermittelt und mit der gleichen Wucht, die ihr Blick vor nun ziemlich genau 18 Jahren bereits beinhaltete.
Mit trotzigem Selbstbewußtsein und längst frei von Skepsis bereits seit Tagen beobachtend einen jener gelegentlich in ihrer Welt auftauchenden Fremden, die dort für jeweils einige Wochen in einem zur leidlich einsatzfähigen Dentalpraxis ausgebauten Wohnwagen ärgsten Schaden von den Bewohnern des ausufernden Slums fernzuhalten hoffen.
Ich zögere, bevor ich das Dia wieder in seine Kiste zurücklege - was mag aus ihr, der damals höchstens 6 bis 7jährigen Prinzessinnengöre aus einer Favéla am Rande der Stadt Cuiabá im brasilianischen Mato Grosso geworden sein - und: hat sie es geschafft, im Überleben auch ein wenig Leben zu finden...?
nicht nur ihr wäre es zu wünschen....!
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Cuiabá/ Mato Grosso (Brasilien) 1993 - Yashica FR1, Fuji RD, Scan vom (hoffnungslos überalterten) Dia
Welch wunderbares Bild und was für ein eindringlicher Blic, den Du auch noch so schön beschriben hast.
Das Bild ist sehr intensiv, man kann den Blick kaum abwenden.
vG Detlef
Eigenartig, ich habe ein Mädchen im gleichen Jahr und etwa im gleichen Alter in Rajasthan fotografiert, mit dem mich die selben Gedanken verbinden.
Vielleicht ist es besser, wenn man so ein Gesicht in der ewig jungen Erinnerung behält. So bleiben die Hoffnungen und Wünsche erhalten und können auf ein Kind der Gegenwart übergehen.
Herzlichst, H.